Protest am Forschungsministerium gegen Hybridweizen und Gentechniksaatgut

Demonstration Demonstration
Bild: www.aktion-agrar.de/freier-weizen
Ausgestattet mit einem Riesen-Keks aus Holz, mit Backblechen, Kochlöffeln und Bäckermützen demonstrierten am Donnerstag Aktivisten von Aktion Agrar und der europäischen Saatgutkampagne gegen die Forschungsförderung der Bundesregierung.
 
„Es ist ein Skandal: Forschungsministerium und Agrarministerium geben den Agrarkonzernen Millionen aus Steuergeldern, damit diese den Bauern weltweit ihre Eigenständigkeit nehmen. Mit dem Hybridweizen wollen Agrarkonzerne jeden Nachbau von Samen aus eigener Ernte verhindern“, kritisiert Demonstrantin Jutta Sundermann.
 
Sie fordert „freien Weizen“ und prangern die Forschungsprogramme von Landwirtschaftsministerium und Forschungsministerium für die Züchtung von Hybrid-Weizen an. Um Hybride herzustellen, muss Weizen mittels Chemie oder Gentechnik kastriert werden, so Sundermann. „Die Bundesregierung und Konzerne behaupten immer wieder, Hybridweizen und Gentechnik seien notwendig um die Welternährung sicher zu stellen. Dabei verschärfen Technologien, die Menschen den Zugang zu Saatgut erschweren, den Hunger weltweit. Die große Koalition lässt im neuen Gentechnikgesetz, im Widerspruch zu ihrem eigenen Koalitionsvertrag, Saatgutkonzernen wie Bayer, Monsanto, Syngenta und Co. die Hintertüren für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen offen. Wir sind – zusammen mit vielen Bäuerinnen und Bauern, Bäckerinnen und Bäckern – sehr wütend darüber.“

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