Schramm: Niemand hat das Recht auf eigene Fakten

Dr. Helmut Schramm Dr. Helmut Schramm
Bild: Deter

Die öffentliche Debattenführung um landwirtschaftliche Themen braucht eine starke Expertenrolle der Landwirte, um wieder ins sachliche Gleichgewicht zu kommen. Das hat der Geschäftsführer von Bayer CropScience, Dr. Helmut Schramm, in Deidesheim betont und Wege zu einer faktenorientierten Wende in der Kommunikation aufgezeigt.

Nach Schramms Worten sollten die Folgen von ideologisch begründeten Betriebsmittelverboten auf die Ernährungssicherheit und die Nachhaltigkeitschancen der modernen Landwirtschaft in den Vordergrund gestellt werden, aber auch die Aufarbeitung bestehender Defizite.

Der Geschäftsführer prangerte zugleich die Missstände der deutschen Diskussionskultur um Agrarthemen an. Es habe zwar „zweifelsohne jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand ein Recht auf eigene Fakten“, stellte Schramm mit Blick auf die vermeintliche Beweisführung von Gesundheits- und Umweltfolgen im Pflanzenschutz klar. Abgesehen davon rief er die Medienvertreter dringend dazu auf, die Meinung von Laien und Fachexperten unterschiedlich zu gewichten.

Falsche Maßstäbe diagnostiziert Schramm auch dann, wenn Politiker immer weniger auf ihre Fachbehörden hörten und sich der Handel in „fachlich unbegründeter Weise zur zweiten Regulierungsbehörde“ aufspiele. Verzerrungen gebe es ebenfalls bei der Darstellung des Ökolandbaus, hob der Geschäftsführer hervor.

Verfechter der Biolandwirtschaft blieben nicht nur eine Antwort auf die Frage schuldig, wie sich diese Bewirtschaftungsform ohne Verluste von Naturhabitaten auf die nötige Fläche bringen lasse; auch die Kupferintensiven Pflanzenschutzmittelanwendungen würden kaum kommuniziert.
 

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24 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Bernd Müller · 1.
    Frau Möbius

    Sie verstehen anscheinend immer noch nicht worum es geht. Tut mir leid...

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  2. von Anke Möbius · 2.
    Die Wahrheit

    ist die Erfindung eines Lügners.... (Heinz von Foerster) „Gott allein ist die wahrhafte Übereinstimmung des Begriffs und der Realität; alle endlichen Dinge aber haben eine Unwahrheit an sich, sie haben einen Begriff und eine Existenz, die aber ihrem Begriff unangemessen ist." (Hegel) Bei Wikipedia können Sie dazu noch lesen: "Wahrheit, Wissenschaft und Wirklichkeit stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Ziel jeder Erkenntnis (Wissenschaft) ist die Wahrheit. Wissenschaft als Form des gesellschaftlichen Bewusstseins "widerspiegelt" (beschreibt) die objektive Realität. Dabei wird mit dem Begriff der Wahrheit die Genauigkeit der Widerspiegelung der Wirklichkeit charakterisiert. Mit absoluter Wahrheit (Genauigkeit) ist eine "perfekte, exakte" Wiedergabe gemeint, die nur für numerische Sachverhalte gelingt, wie z. B. bei der richtigen Angabe der Anzahl von Gegenständen. Im Allgemeinen sind jedoch wissenschaftliche Aussagen wie jegliches Wissen mit einer mehr oder weniger großen Unsicherheit verbunden, so dass dann von relativer Wahrheit gesprochen wird."

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  3. von Bernd Müller · 3.
    Ich habe

    Meine Meinung zu etlichen Dingen geschrieben wo ich meine etwas dazu sagen zu können. Sie werden bei mir aber keine Äußerungen finden, wovon ich überhaupt keine Ahnung habe bzw. wozu ich die Daten nicht kenne. Ich komme aber absolut nicht damit klar, wenn Behauptungen aufgestellt werden, die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren bzw. noch gar nicht untersucht wurden. Kleines Beispiel: in den Medien und auch von gewissen NGO‘s wird immer wieder verbreitet, dass immer mehr Antibiotika in der Tiermedizin eingesetzt. Faktisch falsch! Und dazu gibt es etliche andere Beispiele. Man kann gerne unterschiedlicher Meinung sein. Kein Problem. Aber man muss immer bei der Wahrheit bleiben!

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  4. von Anke Möbius · 4.
    Ach Herr Müller

    wenn Sie sonst keine Sorgen haben......... Bei den Eiern kann ich keinen Fehler entdecken und bei der Ackerfläche hatte ich mein Versehen eingeräumt, was gibt es daran zu bemängeln. wenn jeder Kommentator seinen Unfug berichtigen würde, der hier teilweise geschrieben wird, würde wohl manch einer nicht mehr zum Arbeiten kommen. Aber nochmals die konkrete Frage an Sie: Was haben Sie bisher an konstruktiven Beiträgen veröffentlicht, ausser der kleinkarierten Krümelsuche ?

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  5. von Bernd Müller · 5.
    Und dort

    haben Sie auch selbst Fehler eingeräumt

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  6. von Bernd Müller · 6.
    Habe ich!

    Lesen Sie nochmals ihre Kommentare zur Ackernutzung und zu den Eiern aus dem EU-Ausland. ( mehrere Wochen her)

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  7. von Anke Möbius · 7.
    Nachweislich ?

    ...könnten Sie mir das bitte nochmals "nachweisen", Herr Müller; aber dann bitte auch mit Belegen oder amtlichen Quellen.

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  8. von Bernd Müller · 8.
    Frau Möbius

    Mich ärgert einfach nur, dass zu viele Personen Behauptungen aufstellen, die nicht mit Fakten hinterlegt sind und da haben Sie in mindestens zwei Fällen mit Ihren Kommentaren nachweislich dazu gehört. Ich bin für alles offen. Wenn viele Landwirte Interesse an dem Ökolandbau haben ist das nicht schlecht und es kann auch sein , dass es Ende 18 so sein wird, wie Sie vermuten. Es kann aber auch anders aussehen. Verstehen Sie endlich, was ich damit sagen will . Es sind einfach zu viele Halbwahrheiten unterwegs die Meinung machen!

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  9. von Bernd Müller · 9.
    Frau Möbius

    Es kann für 18 keine Zahlen geben. 2018 ist noch nicht zu Ende...

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  10. von Anke Möbius · 10.
    Herr Müller:

    nochmals der entsprechende Link für Sie: ( https://www.agrarheute.com/land-leben/fakten-oekolandbau-deutschland-536540 ) Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.....

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  11. von Bernd Müller · 11.
    Frau Möbius

    Bitte nur Zahlen die feststehen!! Keine Absichtserklärungen! Wurden die Aussteiger eingerechnet?

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  12. von Anke Möbius · 12.
    Sie haben Recht

    Herr Müller; die Zahl ist sicher falsch: Wir werden wohl am Jahresende über 10% haben.....

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  13. von Anke Möbius · 13.
    Nochmals für Sie Herr Müller

    zum Mitlesen: "Das Interesse von Landwirten an einer Umstellung ihres Betriebes zum Ökologischen Landbau liegt das zweite Jahr in Folge bei mehr als 15 Prozent. Laut dem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturbarometers des DBV gaben im Dezember 2017 15,7 Prozent der Landwirte an, sicher oder vielleicht auf Ökolandbau umstellen zu wollen. Die Quote war bereits im Vorjahr markant auf 16,1 Prozent gestiegen, nachdem zuvor jahrelang ein Anteil von rund 10 Prozent der Landwirte Interesse am Ökolandbau bekundet hatten. In Süddeutschland erreicht der Anteil der umstellungsinterssierten Landwirte sogar die Marke von 20 Prozent." Hier der Link dazu: ( https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-15-Prozent-der-Landwirte-an-Oeko-Umstellung-interessiert-9045244.html ) Die tatsächlichen Werte für Umstellungen finden Sie gernhier: ( https://www.agrarheute.com/land-leben/fakten-oekolandbau-deutschland-536540 ) Ich weiss auch nicht, was Sie eigentlich sagen wollen, denn ich kann mich jetzt nicht an viele substantielle Beiträge von Ihnen erinnern, aber sicher habe ich die nur übersehen...... ;-)

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  14. von Bernd Müller · 14.
    Nein!!!

    Sie haben schon mehrmals!!!! Falsche Zahlen angeführt und gehen auch jetzt wieder von 10 % Steigerung für 18 Aus obwohl das Jahr noch nicht zu Ende ist. Merken Sie was?

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  15. von Anke Möbius · 15.
    Herr Müller:

    Die Zahl im Artikel ist aus 2017, wie Sie unschwer lesen können. Auf TA war kürzlich als Randartikel die Zahl von über 33.000 Betrieben zu lesen, was bei einem jährlichen Zuwachs von derzeit etwa 10% somit auch plausibel ist..... Ausserdem habe ich Sie nicht angesprochen oder irgendetwas unterstellt, gesagt zu haben. Was politische Parteien sagen, ist mir auch ziemlich egal, es ist nur Kaspertheater der Marionetten. Mir ist allein wichtig, wie ich meinen Betrieb führe, damit auch meine Enkel noch ein lebenswertes Umfeld haben können. Und wenn Sie meine Kommentare richtig lesen, finden Sie bei den vielleicht nicht so geläufigen Informationen auch stets eine Quellenangabe oder den zugehörigen Link. Danach ebben auch die weiteren Kommentare immer schnell ab. Zu den "Fakten" schrieb ich bereits genügend.

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  16. von Bernd Müller · 16.
    Und

    Das ist mir jetzt erst aufgefallen: in dem von Ihnen aufgeführten Link heißt es: es gibt 29174 Biobetriebe. In ihrem Kommentar sprechen Sie aber von über 33000 . Ja was denn nun? Wieder falsch recherchiert?

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  17. von Bernd Müller · 17.
    Richtig Frau Möbius

    Und was steht zum Beispiel auf der Seite der BFN: es gibt verschiedene Ursachen!! Ich habe nie gesagt , dass die Landwirtschaft keinen Einfluss hat. Es wird aber von den Grünen suggeriert, dass allein die Landwirtschaft Schuld ist und Grundsätzlich verantwortlich für alle Probleme in der Natur ist. Sie stoßen oft genug in das gleiche Horn und behaupten einfach Dinge die schlichtweg falsch sind. Für eine faktenbasierte Diskussion sollte man jederzeit offen sein.

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  18. von Anke Möbius · 18.
    Herr Müller:

    guckst Du hier: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Berlin-gibt-der-Biobranche-Rueckenwind-9045723.html https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-15-Prozent-der-Landwirte-an-Oeko-Umstellung-interessiert-9045244.html https://www.bfn.de/infothek/daten-fakten/nutzung-der-natur/nutzung-von-binnengewaessern/ii-32-3-oekologischer-zustand-der-fliessgewaesser-in-dl.html https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/publikationen/uba_wasserwirtschaft_in_deutschland_web_05.pdf

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  19. von Bernd Müller · 19.
    Und Frau Möbius

    Ich würde Sie bitten hier nur mit Daten zu argumentieren die auch nachweislich richtig sind! Das war in der Vergangenheit ja oft genug nicht so. Alternative Fakten sind schon genug unterwegs.

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  20. von Bernd Müller · 20.
    Frau Möbius

    In einem gebe ich Ihnen recht: wer eine Studie erstellt und die genaue Fragestellung festlegt hat damit einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis. Aber die Frage ist doch wie teilweise die Ergebnisse ausgelegt werden. Ein Beispiel: Die aktuelle Anfrage der Grünen zum Zustand der Gewässer. Das Ergebnis sagt, dass die Gewässer in einem nicht guten Zustand sind. Dazu dann der Kommentar der Grünen: „es liegt an der überhöhten Gülledüngung“ . Dieses wird einfach behauptet und vorausgesetzt und so auch von der Presse veröffentlicht. 99% der Leser glauben das, weil sie es nicht filtern können, obwohl es wissenschaftlich definitiv nicht erwiesen ist!

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  21. von Anke Möbius · 21.
    Auch wenn

    ich mich hier wiederhole: Bei derzeit mehr, als 33.000 Biobetrieben und steigendem Umstellungsinteresse von eben nochmals 15% der Betriebe werden wir wohl demnächst eine große Hungersnot haben und was den Großteil der Bevölkerung anbetrifft, entscheidet dieser an der Ladentheke...

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  22. von Gerhard Steffek · 22.
    "Zynischer geht es nicht mehr".

    Richtig erkannt! Nur muß und kann man es auf jede Seite anwenden. Wenn ich mir dies dann von jeder Seite betrachte, dann komme ich nicht umhin, das ausgerechnet die Grünen und ihre anhängigen NGO's diesen Zynismus auf die Spitze treiben. Zum Glück stelle ich immer wieder fest, daß der Großteil der Bevölkerung nicht so blöd ist und sich nicht vor den Karren dieses ideologischen Irrsinns spannen läßt, auch wenn in den Medien dies vielleicht ein bißchen anders rumkommt. Wie sollte man es sonst erklären das die Grünen trotz aller verlogener Bemühungen nur immer knapp an der 10%-Marke des Wahlerfolges kratzen. Oftmals reichen bei einem einigermaßen vernünftigem Gesprächspartner ein paar wenige Fragen, um die Luftschlösser dieser Phantasten zum platzen zu bringen. Denn - warum wollen auch die Grünen in DE nur einen Anteil von 20 % in Bio und nicht 100 %?

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  23. von Anke Möbius · 23.
    Gehts noch ?

    Da es kaum noch "freie" Forschung in Europa gibt, sondern fast alles "drittmittelfinanziert" wird, bestimmt somit auch immer der Auftraggeber, ob und worüber geforscht und was davon veröffentlicht wird oder nicht. Die Doppelmoral zeigt sich hier bei einem Konzern, der bereits seit 100 Jahren an Giftgas und Agent Orange gut verdient hat. Und gerade dieser Konzern will uns vorschreiben, welche "Fakten" er für die Richtigen hält ? Zynischer gehts wohl nicht mehr.

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  24. von Wilhelm Grimm · 24.
    Die Zeit ist reif

    für eine stärkere Beteiligung der vor- und nachgelagerten landwirtschaftlichen Partner der Landwirtschaft an unserer Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Agrarblogger haben den Anfang gemacht, daraus muss jetzt eine Bewegung entstehen., die zu einer fachlich sauberen Diskussionskultur zurück finden muss.

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