Sechs Mitgliedsstaaten wollen Glyphosat-Alternative

Glyphosat Glyphosat-Gegner fordern ein vollständiges Verbot von Glyphosat und verweisen dabei auf die Forschungsergebnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Bild: www.euractiv.de

Sechs EU-Mitgliedsstaaten, die gegen die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung waren, haben letzten Monat in einem Brief an die EU-Kommission eine Studie zur Erforschung von Alternativen gefordert. In ihrem Brief an EU-Vizekommissar Frans Timmermans und Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis brachten die Agrarminister Frankreichs, Belgiens, Griechenlands, Luxemburgs, Sloveniens und Maltas erneut ihre Bedenken bezüglich der Risiken der Glyphosat-Nutzung zum Ausdruck.

Wie das Nachrichtenportal EURACTIV.com meldet, gibt es in der Sache jedoch noch keine Neuigkeiten, eine Antwort auf den Brief sei in Vorbereitung. Die sechs Minister unterstrichen, dass es einen „Exit-Plan“ brauche.
„Wir fordern die Europäische Kommission auf, die Entscheidung zur Wiedergenehmigung mit Maßnahmen zu verbinden, die darauf abzielen, das Risiko zu minimieren und gemeinsam mit den Landwirten einen Exit-Plan zu entwickeln“, heißt es in dem Brief.

Die sechs Mitgliedstaaten fordern eine neue Studie, die von den europäischen Agenturen in Zusammenarbeit mit den nationalen Agenturen von freiwilligen Mitgliedsstaaten gemeinsam mit IARC und WHO durchgeführt werden sollte, bezüglich der krebserregenden Wirkung der aktiven Substanz Glyphosat sowie der „Gewinnung und Analyse von zusätzlichen Daten“. Letztendlich soll die Studie chemische, mechanische und biologische Alternativen in den landwirtschaftlichen Hauptanwendungsfeldern von Glyphosat erkunden.

In dem Brief wird außerdem mitgeteilt dass Frankreich, der entschiedenste Glyphosat-Gegner, eine Arbeitsgruppe leiten will, die sich mit der Entwicklung von Alternativen und kurzfristigen Exit-Möglichkeiten befasst.

Zu guter Letzt schlagen die Minister eine Vereinfachung der Vorschriften zur vergleichenden Bewertung vor, damit Substanzen im Zeitraum der Antragsprüfung leichter durch unbedenkliche Substitute ersetzt werden können.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Doll · 1.
    Glypohos ist ein Hebizid !!!!!!!!!!

    Und kein Insektizid ( Pestizid) . Das wird von absoluten Gegner wie Nabu, WWF, vor 10 Jahren behauptet . Durch ständiges Widerholen auch mit an Haaren herbeigezogenen Beweisen haben Sie ihr Ziel erreicht . Und doch es tötet fast alles Grüne auf Millionen von Hektar. Was macht da ein anderes Herbizid das alles grüne tötet ?? Eine Lampe mit 500 Watt tötet jede Nacht tausend Insekten und das Mrd oder gar Billionenfach jede Nacht auf der Welt . Selbst wenn Sie bei Leds nur die ganze Nacht um die Lampe schwirren wo müssten diese eigendlich sein?? In der Natur stellen Lampen ---- Tümpel oder Pfützen dar und diese wird /werden nicht mehr gefunden !! Das soll auch jungen (Suppen)Schildkröten in die Falsche Richtung staat ins Meer leiten !! Oder gibt es gar ein(e) Krankheit/ Insekt von Irgendwo auf der Welt die fies ( wie die Eschen, Kastanien,... ) jetzt unsere Insekten Mordet ???

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  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    Sechs EU-Mitgliedsstaaten, die gegen die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung waren, haben letzten Monat in einem Brief an die EU-Kommission eine Studie zur Erforschung von Alternativen gefordert.

    Wie im Kaspertheater! Da soll eine Behörde! das tun, was die gesamte chemische Industrie und die Ökobauern zusammen nicht hinkriegen. Und? Wie soll das jetzt gehen, etwa runder Tisch wie zur Entwicklung des schadstrofffreien Autos ala Özdemir oder doch lieber Stuhlkreis?

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  3. von Wilhelm Grimm · 3.
    Macron

    macht Theater.

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