Sojasaatgut und Glyphosat bringen Monsanto gut ins neue Geschäftsjahr

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Bild: Monsanto

Das herbizidresistente Sojasaatgut „Intacta RR2 Pro“ hat sich für Monsanto zum Umsatztreiber entwickelt und im Geschäftsjahr 2017/18 für einen guten Auftakt gesorgt. Wie der Konzern berichtete, waren größere Verkaufsvolumen und höhere Preise dieser Produktlinie, aber auch der Anstieg der Glyphosatpreise die wesentlichen Ursachen dafür.

Die Erlöse erhöhten sich im November 2017 abgeschlossenen, ersten Quartal des neuen Firmenjahres leicht, und zwar um 0,3 % auf 2,66 Mrd $ (2,21 Mrd Euro). Positiv entwickelten sich auch der Bruttogewinn mit einem Plus von 4,1 % auf 1,31 Mrd $ (1,09 Mrd Euro) und der Reingewinn, der sich auf 169 Mio $ (141 Mio Euro) fast versechsfachte.

Deutlich zurückgegangen sind im ersten Geschäftsjahresquartal allerdings die Umsätze mit Maissaatgut, nämlich um gut 16 % auf 787 Mio $ (655 Mio Euro). Laut Bericht ging hier das Verkaufsvolumen insbesondere in den USA zurück. Auch die Einschränkung des Maisanbaus in Brasilien habe sich negativ ausgewirkt, berichtete das US-Unternehmen. Der Start neuer Premium-Hybridmaissorten soll den Anteil von Monsanto-Produkten an diesem Markt weltweit jedoch wieder deutlich steigern, so die Hoffnung der Konzernspitze.

Die Umsätze mit Sojasaatgut schossen unterdessen um mehr als ein Fünftel auf 728 Mio $ (605 Mio Euro) nach oben. Das sei vor allem das Ergebnis des Nachfrageanstiegs nach den neuesten Technologien gewesen, stellte Monsanto fest. Im laufenden Firmenjahr werde „Intacta RR2 Pro“ in Südamerika voraussichtlich auf fast 25 Mio ha angebaut.

Der Umsatz der Sparte „Agricultural Productivity“ legte um 11 % auf 888 Mio $ (739 Mio Euro) zu. Neben Glyphosat sind auch Produkte mit der „VaporGrip“-Technologie für den Konzern ein Hoffnungsträger, denn diese weisen laut Monsanto eine geringere Volatilität als andere Dicamba-basierte Herbizide auf.

Derweil nahm der US-Konzern im Berichtsquartal 85 Mio $ (71 Mio Euro) durch den Verkauf der Precision-Planting-Sparte an AGCO ein. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Vorstandschef Hugh Grant mit einem anhaltend guten Geschäft durch zügige Verkäufe neuer Produkte und aufgrund höherer Glyphosatpreise. Konkretere Prognosen für das gesamte Firmenjahr wurden angesichts der nahenden Übernahme durch die Bayer AG aber nicht mehr gegeben.

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