Sturm legt vor allem Zünsler-geschädigten Mais flach

Lagernder Mais in Raesfeld (Nordrhein-Westfalen)
Bild: Söbbing

Schwere Sturm- bis Orkanböen auch im Binnenland – das heutige Extremwetter hat den fast erntereifen Mais in vielen Regionen in die Knie gezwungen. Grund für die teils vollständig lagernden Maisbestände ist aber auch der Maiszünsler. „An den abgeknickten Stellen des Stängels sind oft die Fraßgänge der Zünslerlarven deutlich sichtbar“, erklärt Ferenc Kornis von der N.U. Agrar GmbH. Starke Schäden hat der Berater im Raum Würzburg und Halle beobachtet. Tritt Lagermais auf, sollte man die Pflanzen unbedingt auf die typischen Symptome kontrollieren (Fraßgänge im Stängel, Bohrmehl an den Ein- und Austrittsstellen der Larven). Mit deutlichen Ernteerschwernissen ist gebietsweise zu rechnen.
 
Im Folgenden lesen Sie die Unwetterwarnung und die 24 h-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes: Der Wind verstärkt sich heute im gesamten Vorhersagegebiet weiter und dreht auf südwestliche Richtungen. Dabei gibt es im Binnenland stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest, im Norden schwere Sturmböen, im Nordseeumfeld stellt sich eine Unwettersituation ein mit orkanartigen Böen oder Orkanböen über 105 km/h (Bft 11 bis 12). An der Ostseeküste gibt es schwere Sturmböen. Bei den kurzen Gewittern, die im Norden auftreten, sind orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. Im höheren Bergland muss mit weiteren schweren Sturmböen, zum Teil auf exponierten Gipfeln mit Orkanböen gerechnet werden.
In der Nacht zu Donnerstag lässt der Wind insgesamt langsam nach. Es muss aber zunächst weiterhin sowohl an der Nordsee als auch an der Ostsee mit Sturmböen oder schweren Sturmböen (Bft 9 bis 10), vereinzelt mit orkanartigen Böen Bft 11 gerechnet werden. Weiter ins Landesinnere hinein gibt es steife Böen oder stürmische Böen (Bft 7 bis 8), die von Westen her im Verlauf der Nacht nachlassen. Auf den Gipfeln der süddeutschen Mittelgebirge kommt es zu Böen der Stärke 9 bis 10 und in exponierten Gipfellagen Stärke 11 bis 12. Vor allem auf der See kann es noch Gewitter geben. Diese können dann mit orkanartigen Böen verbunden sein.
Im Südwesten kommt dagegen Regen auf, der auch ergiebig ausfallen kann. Vom Saarland über die Pfalz und Nordbaden bis nach Unterfranken gibt es Dauerregen mit gebietsweise mehr als 25 mm Regen in 12h. Stellenweise können auch ergiebige Regenmengen über 40 mm/12h fallen (Unwetter).

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