Union und SPD wollen Glyphosat-Ausstieg

Merkel Verhandlungen zwischen Union und SPD hinter verschlossenen Türen
Bild: ARD

Falls sich Union und SPD auf eine neue Große Koalition einigen, wollen sie den Einsatz von Glyphosat mit nationalen Regeln beschränken. Wie das Handelsblatt aus dem Entwurfspapier der zuständigen Sondierungsgruppe zitiert, soll es eine „systematische Minderungsstrategie“ für den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln geben, um diese deutlich einzuschränken. Grundsätzliches Ziel sei, die Anwendung so schnell wie möglich zu beenden, heißt es.

Dafür wollen die Parteien „gemeinsam Alternativen im Rahmen einer Ackerbaustrategie entwickeln und unter anderem umwelt- und naturverträgliche Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln regeln“, berichtet das Handelsblatt weiter. Die dafür notwendigen rechtlichen Maßnahmen sollen EU-konform verankert und die Landwirtschaft eingebunden werden.

Die Behörden, die an der Zulassung sogenannter Pflanzenschutzmittel beteiligt sind, sollen mehr Personal bekommen, damit die Verfahren schneller voran kommen. Zudem wollen die Sondierer die Zulassungsverfahren sowohl national als auch auf europäischer Ebene transparenter machen.

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18 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Doll · 1.
    Wäre das schön wenn

    Die Linke, die Grünen, und die SPD an der Macht wären ??? Glyphos wäre da bestimmt zugelassen ?? Vermögenssteuer bei Eigentumsäcker von 2 % was bei 20.000 € Wert in der Buchführung 400 € Steuer kosten würde alleine weil mir der Acker gehört ?? Ich brauche obwohl ich Konti bin fast kein Glyphos somit geht für mich bei den Aussichten die Welt nicht unter . Aber jetzt mal Hand aufs Herz hätte die FDP und die CDU zusammen 6 % mehr Stimmen bekommen wär würde da sich zutrauen eine Wetten abzuschließen das Sie Glyphos abschaffen würden ?? Die AFD Stimmen sind zumindest wenn man keine Trump Politik will und für gut findet Proteststimmen !! Das heißt allerdings auch das es solche Koalitionen gibt oder geben muss wie Sie jetzt zuerst mit Jameika oder vielleicht doch die besere Alternative die jetzt kleine Groko gibt ???

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Wart`s nur ab,

    Erwin Koch. Das Maas ist voll.

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  3. von Erwin Koch · 3.
    61% wollen es so

    Am 24.9.2017 haben 61% der Bauern CDU gewählt und damit zugestimmt weiterhin öffentlich schikaniert gedemütigt und als Schädiger der Natur und der Volksgesundheit an den Pranger gestellt zu werden. Mehr als zweidrittel der bäuerlichen Wähler wollten doch das die Parteien der Groko weiterhin regieren und ihre landwirtschaftsfeindliche und Bauern diskriminierende Politik fortsetzen sollten. Wenn so viele zugestimmt haben das die Interessen der Landwirtschaft für das Fortbestehen der Groko geopfert werden, darf man sich nicht über das Verbot von Pflanzenschutzmittel oder Schikanen bei der Düngung und der Bewirtschaftung unserer Betriebe beklagen, die Bauern haben sich doch demokratisch so entschieden!!! Kein Bauer wird wegen des Glyphosat-Ausstiegs aus der CDU austreten und wenn Merkels "neue" Umweltministerin Hendriks wieder neue Schmähverse und Lügen über die Landwirtschaft zum medialen Skandal macht wird kein Bauer die Partei verlassen auch wenn dies auf dieser Seite so groß angekündigt wird.

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  4. von Andreas Bahnmüller · 4.
    wann endlich

    kommt mal einer auf die Idee die schleichend grassierende Seuche Populismus zu verbieten? Gerne auch mit einer Strategie verbunden zur Entwicklung von alternativen. Satire beiseite: man müsste nur mal endlich den Fakten wieder Glauben schenken.

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  5. von Heinrich-Bernhard Muenzebrock · 5.
    Seele verkaufen

    Die CDU/CSU wird ihre Seele verkaufen um mit der SPD eine Groko zu erreichen. Positionen, die während der Jamaika Sondierung noch Bestand hatten, werden jetzt wohl über Bord geworfen. Armes Deutschland!!. Hat den kein Vertreter der von einigen Landwirten gewählten CDU/CSU Vertreter noch einen Rest von Courage??.

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  6. von · 6.
    gert heidberg

    Die Bauern werden zuerst geopfert ! Nie mehr CDU !

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  7. von Reinhold Klüh · 7.
    Wenn der Sachverstand der Idiotie weicht

    Gewonnen haben wir damit nichts. Werden demnächst auch Druckertinte, Backpulver, Kochsalz und Haarfärbemittel verboten ?

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  8. von Wilhelm Gebken · 8.
    Ich empfinde die Aussagen dieser Regierungspostenbesetzer als Beleidigung!

    Man muss sich das einmal vorstellen: Da arbeiten täglich unendlich viele Landwirte die ihren Boden und ihr lokales Klima kennen, mit enorm viel Sachverstand an ganz ganz vielen kleinen Schrauben um ihre Erträge und ihren Boden zu verbessern und dann kommen so ein paar Laiendarsteller mit dem Schwerpunkt "dynamische/r Staatsmann/Frau" und behaupten, sie könnten die eierlegende Wollmilchsau neu erfinden, wenn sie denn nur richtig (also nicht geschäftsführend) regieren dürften. Also sie nicht selbst, dafür würden sie dann neue Beamtenstellen schaffen. Welche Anmaßung, welche Frechheit! Wann kommt denn eigentlich die Behörde, die Einsteins Relativitätstheorie "verbessern" soll? Könnte Merkel doch auch in Auftrag geben oder?

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  9. von Paul Siewecke · 9.
    Warum dieses Geschrei?

    Der Dieselabsatz muss doch auch gesichert werden und der Einbruch dort wegen "Diesel-Gate" irgendwie kompensiert. Und die Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten wollen auch verdienen, z.B. Kverneland kurbelt seine Produktion in Norwegen gerade wieder an. Bayer und Monsanto sind schließlich nicht die einzigen Konzerne mit Lobby-Vertretern im Regierungsapparat... (vorsichtshalber: Satires aus)

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  10. von Thomas Egolf · 10.
    Manomanoman, wie wichtig doch die Landwirtschaft ist zur Bildung einer Regierung(Einheitsbrei)!

    Da soll es eine "systematische Minderungsstrategie“ für einige Pflanzenschutzmitteln geben. Dann wollen die Parteien „gemeinsame Alternativen einer "Ackerbaustrategie" entwickeln für umwelt- und naturverträgliche Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln. Sind Pflanzenschutzmittel, die für die Unkrautregulierung(Unkraut ist ja auch Natur) sind, dann umwelt- und naturunverträglich oder verträglich? Oder sind Pflanzenschutzmittel zur Gesunderhaltung unserer Nutzpflanzen(diese sind auch Natur),dann umwelt- und naturunverträglich oder verträglich? Und nicht zu vergessen die sogenannte "Nutztierhaltungsstrategie". Strategien über Strategien von Politikern, die nicht die geringste Ahnung haben über was sie diskutieren und abstimmen und welche Konsequenz sich für die betroffenen daraus ergibt! Es grünt so grün zur Zeit bei allen Parteien, dringlichere Probleme hat unser Land anscheinend nicht!

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  11. von Wolfgang Rühmkorf · 11.

    Hier offenbart sich die ganze Qualifikation unserer Volksvertreter! Mehr zu sagen verbietet sich aus Gründen des Anstandes!

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  12. von Gerd Uken · 12.
    Warum eiern die eigentlich so rum?Zulassung für 5Übergnagsjahre und gut wäre...

    Sachkundenachweiss für die anwenden Personen und damit wäre dann auch der kl. Mann raus aus dem Geschäft. Das man das jetzt als Politikum behandelt ist kontraproduktiv. Zeigt nur das keiner sein Gesicht verlieren will.

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  13. von Bernhard ten Veen · 13.
    es kommt sowieso anders ...

    als uns erzählt wird. wenn BAYER erstmal Monsanto geschluckt hat und der Haupfirmensitz des Chemieriesen in den USA geblieben ist, wird sich der Steuerzahler und somit die dann aggierenden Politiker auf Milliardenklagen aus den USA auseinandersetzen müssen. Die "Knickbeine" der Regierung und der Gerichte werden jetzt schon überlegen wem sie die Sporen halten werden. Politik hat in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass es NIE so kommt wie vor den Wahlen versprochen.

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  14. von Josef Holz · 14.
    So geht Politik

    vllt ist es das Minimale was vereinbart werden konnte, ohne daß eine der beiden Parteien das Gesicht verliert. Im Prinzip sagt es ja nix aus, schnellstmöglich ist ja kein Termin. Es zeigt aber, daß v a die CDU nicht den Mumm hat, die Zulassung von wissenschaftlich fundierten Fakten abhängig zu machen und das gibt mir zu denken. Es geht hier nur um den Machterhalt für die CDU und möglichst viele Versorgungsposten für die SPD. Armes Deutschland. Ansonsten wird es weitergehen wie bisher: die Beamten dürfen sich jedes Jahr neue Schikanen gegen die Bauern ausdenken, die NGOs ihre Spenden- und Aufmerksamkeitkampagnen auf Kosten der Bauern machen, das Agrarbudget ist ein Selbstbedienungsladen und die Bauern pachten sich zu Tode....

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  15. von Thilo Frankfurth · 15.
    Parteibuch

    Ich bin schon seit 2006 aus der CDU raus und mich wundert es, warum ein Landwirt überhaupt noch in der CDU/SPD ist, bei diesem Parteipolitischem Dilemma der letzten Jahre! Und das Grün gar nicht geht, ist ja allen bekannt! Man kann auch als parteiloser politisch aktiv sein!

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  16. von Gerhard Steffek · 16.
    Bauernopfer!

    Da haben wir es wieder, das berühmte Bauernopfer. Wobei es mich nicht stören würde, sähen die Parteien ihre Pflicht erfüllt, würden sie die Anwendung im Hausgarten verbieten. Laut Pflanzenschutzgesetz ist das im Grunde eh schon der Fall. Sollen die Leute ruhig was von ihren Parteien und NGO's haben. Wird die Anwendung wie Schmidt es sagt für die Profis weiter erlaubt, so hoffe ich, gäbe es keine großen Änderungen. Aber trotz allem, allein schon das Aufbauschen dieses Themas ist ein Armutszeugnis für die SPD und gleichermaßen für die CDU/CSU da sie sich das aufdrücken lassen.

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  17. von Lars Henken · 17.
    Stimmt!

    Wenn die CDU aus parteitaktischen Gründen einem Glyphosatverbot oder einer Einschränkung, die einem Verbot nahe kommt zustimmt und die wissenschaftlichen Fakten auf dem Altar der Meinungsmache geopfert werden, dann schließe ich mich Herrn Grimm an und gebe mein Parteibuch zurück. So macht sich die CDU selber überflüssig.

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  18. von Wilhelm Grimm · 18.
    Das ist mir zu dumm !!!!!

    Sollte das so kommen, trete ich aus der CDU aus.

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