Zuckerrüben - Spätverunkrautung und Schosser bereinigen

Schosser Schosser müssen bereinigt werden
Bild: W. Alyouness

Auf etlichen Rübenflächen sind weiterhin Schosser zu sehen. Auch wenn sie schon einmal gezogen wurden, darf man sich nicht in Sicherheit wiegen, da sich auch Spätschosser entwickeln können, warnt die Landwirtschaftskammer NRW.

Es besteht Handlungsbedarf, um einer nicht zu regulierenden Wildrübenpopulation entgegenzuwirken. Zum jetzigen Zeitpunkt muss auch die Entwicklung der Samenträger (Reifeprobe) berücksichtigt werden. Sobald der Samen nicht mehr zwischen den Fingern zu zerdrücken, sondern nur noch mit dem Fingernagel zu teilen ist, besteht die Gefahr, dass der Samen ausreift, auch wenn Stiel und Blätter noch grün sind und der Samen nur minimale Verbräunungen zeigt. In solchen Fällen genügt das Ziehen des Schossers und Abknicken des Stängels nicht mehr. Er muss vielmehr aus dem Bestand herausgetragen werden. Eine zeitaufwändige aber unumgängliche Arbeit, damit nachfolgende Generationen nicht vor ein unlösbares Problem gestellt werden.

Neben Wildrüben und Kulturschossern zeigt sich jetzt auf einigen Parzellen, aufgrund einer zu geringen Bodendeckung durch die Rüben, eine stärkere Verunkrautung mit Gänsefuß, Bingelkraut oder Ausfallraps. Die Unkräuter haben sich zurzeit sehr weit entwickelt und sind deutlich in Rübenbestand zu sehen. Da es keine geeigneten chemischen Verfahren gibt, die Unkräuter ohne eine Schädigung der Kultur zu bekämpfen, wird vielfach ein hoher Handarbeitsaufwand erforderlich werden.

Schosser Schosser müssen nicht nur rausgezogen, sondern noch vom Feld entfernt werden
(Fotos: Alyouness)

Bingelkraut Bingelkraut

Gänsefuß Weißer Gänsefuß

Zuckerrüben - aktuelle Befallssituation bei Blattkrankheiten

Die momentane Witterung sorgt weiterhin für gutes Pilzwetter und die Ausbreitung der Blattflecken nimmt kontinuierlich zu. Bei der wöchentlichen Kontrolle der rund 100 Boniturschläge in NRW wurde die Behandlungsschwelle auf mehr als 70 % aller Standorte überschritten. Mehltau tritt bisher nur in den bekannt anfälligen Sorten wie z.B. Vasco, Brix, und Hannibal auf. Aufgrund der fortgeschrittenen Vegetationszeit ist die Behandlungsschwelle ab dem 01.08. von 5 % auf 15 % Befallshäufigkeit (15 von 100 Blättern aus dem mittleren Blattkranz zeigen Befall) angestiegen. Um einen möglichen Neubefall frühzeitig zu erkennen, die vor 3 – 4 Wochen behandelte Flächen erneut kontrollieren. Sollte sich dabei die Notwendigkeit einer erneuten Behandlung ergeben, muss sofort behandelt werden.

Empfehlen Sie den Artikel weiter:

Das interessiert Sie bestimmt auch:

Leserkommentare Kommentieren

Es gibt noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste. Wir freuen uns über Ihre Meinung!

Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren