Erneuerbare Energien wachsen weltweit

Solarproduktion Solarstromkraftwerk in der kalifornischen Mojavewüste: Erneuerbare Energien produzieren Strom weltweit oft schon günstiger als Kraftwerke mit fossilen Quellen.
Bild: Schott Solar

Auch im Jahr 2016 haben viele Staaten mehr Stromerzeugungskapazitäten mit erneuerbaren Energien geschaffen als mit fossil befeuerten Kraftwerken. Die installierte Leistung an erneuerbaren Energien ist weltweit um rund neun Prozent auf insgesamt 2.017 Gigawatt (GW) gewachsen, zeigt das Erneuerbare-Energien-Netzwerk „Renewable Energy Policy Network for the 21st Century“ (REN21) im 12. „Global Status Report 2017“. Der international viel beachtete und jährlich erscheinende Bericht stellt den weltweiten Stand der installierten Leistung, den Stand beim Erreichen von Ausbauzielen und Politikinstrumente zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien umfassend dar.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) analysiert, stammt laut REN21 etwa ein Viertel der weltweiten Stromerzeugung aus Anlagen, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Erneuerbare Energien deckten 2015 fast 20 Prozent des globalen Gesamtenergieverbrauches.

Energiestaatssekretär Rainer Baake aus dem BMWi dazu: „Der Global Status Report zeigt beeindruckend, dass der Zubau an erneuerbaren Energien inzwischen weltweit zu sehr günstigen Preisen möglich ist.“ Der Bericht verdeutliche zudem, dass das Wirtschaftswachstum vom CO2-Ausstoß entkoppelt ist: Inzwischen blieben die CO2-Emissionen weltweit das dritte Jahr in Folge stabil, während gleichzeitig das globale Wirtschaftswachstum bei drei Prozent liegt. Laut REN 21 trägt dazu der Ausbau erneuerbarer Energien maßgeblich bei, denn er erlaubt Wachstum bei Einsparung von CO2-Emissionen.

Inzwischen arbeiten weltweit fast zehn Millionen Menschen im Bereich erneuerbare Energien.
Deutschland liegt weltweit auf Platz eins der installierten Leistung von Sonnenstrom aus Photovoltaikanlagen pro Kopf, aber bei vielen anderen Technologien sind andere Länder weiter, so das BMWi. Das sei zum einen positiv, weil die steigende internationale Nachfrage nach erneuerbaren Energien- und Effizienztechnologien große Exportchancen böten, auch für deutsche Unternehmen, die mit ihren innovativen Dienstleistungen und Produkten in diesem Bereich oftmals Weltmarktführer seien. Zum anderen bedeute die Entwicklung aber auch, dass in Deutschland weitere Kraftanstrengungen zum Ausbau und zur Integration von erneuerbaren Energien unternommen werden müssten, um Vorreiter zu bleiben, fordert Baake.

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