Großer Andrang auf zweite Wind-Ausschreibung erwartet

Windräder Die nächste Ausschreibung der Vergütung für neue Windparks startet am 1. August 2017.
Bild: Neumann

Beim zweiten Termin für die Ausschreibung für die Windenergie an Land am 1. August wird es einen starken Andrang geben. Für die Auktionsrunde könnten sich Projektierer mit deutlich mehr Leistung bewerben als die ausgeschriebenen 1000 Megawatt (MW). Außerdem werden wieder sehr viele Bürgerenergiegesellschaften unter den Bewerbern sein, erwartet die Berliner Unternehmensberatung Enervis Energy Advisors GmbH auf Basis interner Analysen.

Enervis begründet das damit, dass der Angebotsüberhang von nicht bezuschlagten Windprojekten aus der ersten Ausschreibungsrunde vom 2. Mai rund 620 MW an genehmigten Projekten betrug. Wie die Bundesnetzagentur kürzlich bekannt gegeben hat, wird dieser Mengenüberhang zusätzlich um neu erteilte Windparkgenehmigungen vergrößert, so dass in der zweiten Ausschreibungsrunde alleine 1.225 MW an genehmigten Kapazitäten teilnahmeberechtigt sind. Daneben gibt es rund 710 MW an Bürgerenergiegesellschaften ohne immissionsrechtliche Genehmigung, die in der ersten Runde geboten, aber keinen Zuschlag erhalten haben.

Bis zum 1. August geht Enervis von einem weiteren Zuwachs an Bürgerenergiegesellschaften
aus. Denn Bürgerenergiegesellschaften können sich in den zwei bevorstehenden Ausschreibungsrunden noch ohne die eigentlich erforderliche Bau- und Betriebsgenehmigung beteiligen. Erhalten sie einen Zuschlag, bekommen sie das jeweilige Höchstgebot der Auktionsrunde als Vergütung. Ab 2018 werden diese Vorteile vorerst ausgesetzt. Das erzeugt momentan einen starken Anreiz, noch in den verbleibenden zwei Auktionsrunden 2017 die Vorteile der Bügerwindparks zu nutzen.

Enervis hat ein Auktionsmodell entwickelt, das neben den bekannten Genehmigungen auch Gebote von Bürgerenergiegesellschaften in Bezug auf erwartete Mengen und Gebotspreise berücksichtigt. Dies soll eine fundierte Gebotspreisberechnung unter Berücksichtigung der momentanen Sondersituation möglich machen. Auf der Internetseite www.wind-auktion.de können Marktakteure sich über entsprechende Auktionsstudien und die Nutzung des Auktionsmodells informieren.

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