Regierungsbildung: Abschied vom Klimaziel 2020?

Power-to-Gas Eine mögliche große Koalition könnte sich stärker für Langzeitspeicher wie Power-to-Gas einsetzen, zeigen die bisherigen Verhandlungen.
Bild: Neumann

Union und SPD wollen anscheinend das deutsche Klimaziel für 2020 aufgeben. Das berichten verschiedene Medien gestern über die Sondierungsverhandlungen für eine große Koalition. Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent gegenüber 1990 sei praktisch unmöglich noch zu erreichen, sagten Vertreter von Union und SPD am Montag. Man wolle die Anstrengungen zum Klimaschutz jedoch nicht aufgeben und das Ziel für 2030 einhalten – auch unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Es sieht eine Minderung von 55 Prozent vor und werde im Rahmen der EU-Vereinbarungen für Deutschland Pflicht.

Außerdem einigten sich die Verhandlungsführer für Energie, Armin Laschet (CDU) und Stephan Weil (SPD), den Berichten zufolge auf einen Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 von 65 Prozent. Bis 2025 sind bisher 45 bis 55 Prozent ins Auge gefasst. Beim Thema „Kohleausstieg“ wollen sich die Parteien am beschlossenen Klimaschutzplan orientieren. Dieser sieht hierfür eine Kommission vor, die bis Ende des Jahres einen Plan vorlegen soll. Der mit dem Kohleausstieg verbundene Strukturwandel soll demnach mit Bundesmitteln abgefedert werden.

Laut Medienberichten verständigten sich die Unterhändler am Montag weiterhin darauf, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Speichertechnologien zu verbessern. Die Beschlüsse der Arbeitsgruppe sind noch nicht in trockenen Tüchern und müssen noch im großen Kreis der Sondierer genehmigt werden.

"Unterhändler müssen nachlegen!"

„Es ist ein überfälliger Schritt, dass die GroKo-Unterhändler offenbar die Bedingungen für Stromspeicher verbessern wollen. Insbesondere flexible Langzeitspeicher wie Power-to-Gas werden notwendig sein, um bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien die Versorgungssicherheit zu garantieren“, kommentiert Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy, die Meldungen zu den Verhandlungen. Das gelte auch schon für das in den Sondierungsergebnissen für das Jahr 2030 formulierte Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren-Anteil. Deshalb müsse noch in dieser Legislaturperiode der Einstieg in den Ausbau der Speicher-Infrastruktur gelingen. „Hierfür müssen die Unterhändler bei ihren nächsten Treffen unbedingt nachlegen“, fordert Keiffenheim.

„Es wäre eine verheerende Entscheidung, wenn eine neue Große Koalition als Erstes vereinbart, das deutsche Klimaziel für 2020 zu widerrufen. Frau Merkel und Herr Schulz haben im Wahlkampf das Einhalten des 2020-Ziels versprochen, das müssen sie jetzt einlösen“, sagt der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger.

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24 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Jens Geveke · 1.

    Ich habe zumindest Antworten dargestellt, die Sie jedoch konsequent durch Wiederholen der Fragen Ignoriert haben. Schauen Sie mal Ihre gesamten Antworten durch: Wo sind denn Ihre Vorschläge? Vom Nichtstun verändern wir gar nichts. Ein Gespräch macht so auch keinen Sinn. Zum Glück ist die GroKo auch diesem Ideologen verfallen, die die Energiewende weiter voranbringen wollen.

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  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    Langsam wird es lächerlich mit Ihnen

    Ich habe Ihnen konkrete Fragen gestellt, auf die Sie gebetsmühlenartig mit Gegenfragen und unredlichen Vorwürfen antworten. Auf jeden Fall hat es sich wieder einmal bestätigt, dass eine Diskussion mit Ideologen wie Ihnen sinnlos ist. Alle Fakten die Ihrer Ideologfie widersprechen wehren Sie immer agressiver werdend ab. Aber zumindest konnte ich einige Ihrer anfänglichen Behauptungen als Fake News entlarven. Das Gespräch ist hiermit beendet.

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  3. von Jens Geveke · 3.

    SIe sagen nur Wind und Photovoltaik zzgl. Speicher geht nicht zu 100%. Hab ich auch nicht behautet. Geht auf absehbare Zeit auch nicht. Ich habe gesagt, wir fangen an und schauen mal wieviel wir schaffen10%, 20% oder 30% das wäre doch schon mal was, weil wir dann den Teil gelöst haben, egal wie hoch er ist. Das ist auch die Strategie jeder Regierung gewesen. Der größere Teil bleibt vorerst fossil. Sie haben wieder mal nur Fragen aufgeworfen und wieder nicht geschrieben, was Ihre Idee von einer zukünftigen Energieversorgung ist. Ich habe versucht abzuschätzen-Sie sagen das kann ich alles nicht. Also werden Sie eine andere Lösung haben. Bitte jetzt sind SIe dran: Schreiben Sie bitte Ihre Zielvorstellung auf!

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  4. von Wilhelm Gebken · 4.
    Wenn Sie tatsächlich lernen wollen, dann machen Sie bitte Folgendes:

    1.) Berechnen Sie den Gesamtenergiebedarf Deutschlands, grafisch aufbereitet nach den Monaten Januar bis Dezember, alternativ auch nach Kalenderwochen. 2.) Berechnen Sie wieviel der benötigten Energie durch gesicherte Energie (nur Wasserkraft und Biomasse) abgedeckt ist. 3.) Berechnen Sie wie viel installierte Leistung an Photovoltaik- und Windkraftanlagen Sie im Jahresmittel benötigen um die Differenz theoretisch mittels Photovoltaik und Windkraft abdecken zu können. 4.) Berechnen Sie pro Monat (alternativ auch wöchentlich) die zu erwartenden Abweichungen, also Überproduktion bzw. Produktionsdefizite. 5.) Berechnen Sie das benötigte Speichervolumen, so dass Sie jederzeit den Bedarf aus den Speichern abdecken können. 6.) Berücksichtigen sie bei der Berechnung der zu erzeugenden Energie auch die Speicher-und Umwandlungsverluste. Bei der Umwandlung in Wasserstoff sind dies ca. 50 %. Bei der weiteren Umwandlung von Wasserstoff zu Methan nochmals 50 %. Sie müssen also den Speicheranteil an dem erzeugten Photovoltaik- und Windkraftstrom mit vier mal nehmen, damit die tatsächlich benötigte Menge auch beim Endverbraucher ankommt. 7.) Berechnen Sie wieviel der gespeicherten Energie in Strom zurückgewandelt werden muss. 8.) Berechnen Sie die dabei zu erwartenden Speicher- und Umwandlungsverluste und berücksichtigen Sie auch diese bei Ihrer Ausgangsrechnung zum Primärenergiebedarf. 9.) Berechnen Sie, wieviel % der so errechneten benötigten installierten Leistung a.) onshore und b.) offshore in Deutschland gebaut werden können, bzw. wieviel zusätzliche Photovoltaikfläche benötigt wird und ob diese zur Verfügung steht. 10.) Benennen Sie die Art der von Ihnen favorisierten Speicher und berechnen Sie das benötigte Speichervolumen. 11.) Berechnen Sie, ob diese Speicher in Deutschland gebaut werden können. Beispiel Pumpspeicherwerke: Wieviel Speicherkapazität gibt es bereits? Reicht diese aus? Wo sind mögliche geologisch sichere Standorte? Reicht das zusätzliche theoretische Volumen? Beispiel Methanspeicher: Wieviel Speicherkapazität gibt es bereits? Reicht diese aus? Wenn neue gebaut werden müssen: Wo gibt es geeignete Gesteinsformationen? Können diese erschlossen werden? Sind diese potenziellen Speicher ausreichend für den Bedarf? ----- Ich glaube Sie haben jetzt erst mal eine ganze Menge zu tun. Bitte melden Sie sich erst, wenn Sie mit diesen Aufgaben fertig sind.

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  5. von Jens Geveke · 5.

    Ich möchte lernen: Beschreiben Sie mir Ihr Konzept einer Energieversorgung in 20 Jahren. Was ist möglich ? Worauf sollen wir achten? Was wird fünktionieren?

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  6. von Wilhelm Gebken · 6.
    Woher nehmen Sie das Recht über andere Menschen bestimmen zu wollen?

    Wenn Sie eine Energieversorgung auf Grundlage von Wind und Sonne wollen, dann versuchen Sie das. Niemand hindert Sie daran zu investieren. Sie sollten allerdings aufhören diejenigen zu beschimpfen, die grundlegende Fragen zu dem Thema beantwortet haben wollen. An der Art Ihrer Antwort habe ich gemerkt, dass Sie für etwas kämpfen das Sie selber nicht verstanden haben. Hätten Sie etwas Zeit investiert und die von mir geforderten Berchnungen angestellt, hätten Sie eine ganze Menge lernen können. Von Jemanden wie Ihnen, der andere zwingen will ihm zu folgen erwarte ich das: Lernbereitschaft.

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  7. von Jens Geveke · 7.

    Sie haben mich ertappt: Ich bin doof, weiss von nichts, entschuldige mich für mein handeln, werde mich in Zukunft in meine Stube zurückziehen und nichts mehr tun. Dann leidet auch niemand mehr. Damit ist die Bühne frei für Ihre Planungen der Energieversorgung in 20 Jahren. Sie haben noch nichts zu dem Thema geschrieben: Nun mal los!

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  8. von Wilhelm Gebken · 8.
    Zitat: "Wenn wir es nicht machen werden wir es auch nicht wissen."

    Sie geben also zu, dass Sie nicht in der Lage sind die wesentlichen Voraussetzungen für eine angemessene Planung, nämlich die Berechnung der benötigten Kapazitäten zu bewerkstelligen. Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion mit Ihnen. Übrigens: Ihre Art der "Planung" unterscheidet sich nicht im Geringsten von den "Planungen" der Partei "Die Grünen". Mit den Folgen müssen wir (die noch verbliebenen Landwirte) jeden Tag kämpfen: Biogasdesaster, Grünlanddesaster, Nitratlüge, Güllediffamierung, Stalleinbrüche, Anfeindungen von Gutmenschen gegenüber Bauern und deren Kindern sogar in den Schulen, u. v. a. m.. Mit uns leiden die letzten ebenfalls noch verbliebenen Orang-Utahs auf Borneo, Sumatra und Umgebung. Diese sterben für den Gutmenschenwahn der Grünen und ihrer Gläubigen. Darüber hinaus hungern Menschen in den rückständigsten Staaten der Welt weil Gutmenschen verhindern, dass Lebensmittel in diese Länder gelangen, nur um die dortigen erpresserischen Clanstrukturen mit total überhöhten Preisen und die "Pöstchen" der Gutmenschen in NGO´s und Entwicklungshilfe nicht zu gefährden. Diese Liste von unsäglichen Dummheiten einer an Größenwahn erkrankten Partei ließe sich beliebig fortsetzen. Schauen Sie in den Spiegel ob Sie zu diesen Leuten gehören wollen.

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  9. von Jens Geveke · 9.

    "1.) Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch in Deutschland?" Wesentlich höher als wir in absehbarer Zeit über Erneuerbare Energien decken können. Unsere Aufgabe ist es dennoch so viel wie möglich zu schaffen und nicht auf dem ersten Meter zu sagen, das geht sowieso nicht." 2.) Wie hoch muss in den Spitzenmonaten die Energieerzeugung durch Wind und Strom sein, damit der dabei entstehende Überschuß in den Monaten mit zu geringer Erzeugerung genutzt werden kann?" Sehr groß, aber auf der Nordsee ist noch ziemlich Platz und im Erdgasnetz auch. Ansonsten kann man auch noch Kavernen spülen. Wir schaffen momentan bei weitem nicht 100% , aber auch hier gilt, je mehr wir schaffen desto mehr lernen wir, noch mehr zu schaffen. "3.) Welche Kapazität müssen die dafür benötigten Speicher haben?" Wenn wir es nicht machen werden wir es auch nicht wissen. Zu groß können noch nicht bauen. Wenn wir einen Teil in den nächsten Jahren nachhaltig schaffen, können wir hochrechnen wieviel man bräuchte."4.) Welche Arten von Speichern schweben Ihnen vor?" Methan-Methan-Methan Haben Sie das jetzt verstanden??? "5.)Wie groß müssen diese Speicher vom Volumen her sein?"Sie wiederholen sich: Siehe 3. "Sollten Sie diese Fragen nicht beantworten wollen, so bitte ich Sie von weiteren Antworten abzusehen. Ich gehe davon aus, dass Sie auf übliche Ideologenmanier lediglich Ihre unsachlichen Bemerkungen verstärken werden. Das möchte ich mir ersparen." Ich glaube derjenige, der jetzt mal eine Idee nennen sollte sind Sie !!! Ich bin kein Ideologe, ich bin Praktiker. Unsere Dörfer sind schon zu 100% mit erneuerbarem Strom aus Gülle und Mist aus der örtlichen Milchvehhaltung versorgt. Wärme ist ein größeres Thema, sind wir aber dran. Kraftstoff arbeiten wir auch dran. Und was machen Sie : Krititsieren, Kritisieren. Davon wird es nicht besser. Ihre Idee?

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  10. von Wilhelm Gebken · 10.
    Nun, Herr Geveke, mein Verdacht hat sich bestätigt:

    Wie alle Ideologen sind Sie nicht Willens und in der Lage einfachste fachliche Fragen zu beantworten. Selbst Menschen die den Erneuerbaren positiv gegenüberstehen, aber unangenehme Fragen stellen, werden solange von Ihnen durch den Wolf gedreht, bis Sie diese Menschen als Gegner und "Klimaleugner" hinstellen können. Trotzdem wiederhole ich hier noch einmal meine simplen Fagen an Sie: 1.) Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch in Deutschland? 2.) Wie hoch muss in den Spitzenmonaten die Energieerzeugung durch Wind und Strom sein, damit der dabei entstehende Überschuß in den Monaten mit zu geringer Erzeugerung genutzt werden kann? 3.) Welche Kapazität müssen die dafür benötigten Speicher haben? 4.) Welche Arten von Speichern schweben Ihnen vor? 5.)Wie groß müssen diese Speicher vom Volumen her sein? Sollten Sie diese Fragen nicht beantworten wollen, so bitte ich Sie von weiteren Antworten abzusehen. Ich gehe davon aus, dass Sie auf übliche Ideologenmanier lediglich Ihre unsachlichen Bemerkungen verstärken werden. Das möchte ich mir ersparen.

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  11. von Jens Geveke · 11.

    Sie haben wieder nur geschrieben was nicht geht. Bitte schreiben was geht. Was ist denn Ihr Konzept ? Meinen Speicher habe ich jetzt schon vier mal beschrieben und als Antort bekomme ich wir hätten keinen Speicher. Das wird mir zu blöd. So. Ihr Konzeot: Wie soll die Energieversorgung in 20 Jahren aussehen ? Ich ahne Ihre Idee: Wir lassen alles so wie es ist und diskutieren die Folgen so lange weg, bis es sich nicht mehr ändern lässt. Und dann sagen Sie "Hab mich wohl getäuscht" und dann sind sie raus aus der Sache. Oder was haben Sie vor ?

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  12. von Wilhelm Gebken · 12.
    Dann werden Sie wohl ein Gesetz erlassen müssen, dass Ihre Vorstellungen mit Gewalt durchsetzt,

    denn die marktwirtschaftlichen Kräfte tun dies nicht. Der Markt braucht tragfähige Konzepte. Sie haben die nicht: Ich hatte es schon gesagt, Biogasanlagen wurden zuerst hochgejubelt, dann haben die Biogasanlagen bestehende landwirtschaftliche Strukturen zerstört, jetzt werden Biogasanlagen behindert bzw. vernichtet. Dasselbe beim Biosprit. Erst hochgejubelt, dann hat auch noch die letzte Ölmühle geschlossen, genau so beim Palmöl, zuerst wurde die EU von den Grünen moralisch erpresst diese zuzulassen, jetzt brennen deswegen die Urwälder auf Borneo und Sumatra. Soviel CO2 können Sie gar nicht einsparen, wie für das grüne Palmöl in die Luft geblasen wurde. Jetzt ist dieses Palmöl wieder verboten. Niemand baut freiwillig Ihre Gaskraftwerke, Niemand baut freiwillig Ihre Elektrolysekapazitäten, Niemand entwickelt und baut freiwillig die für die Wasserstoffspeicherung benötigten nichtdiffundieren Tanks, Niemand zahlt plakative Gasprämien wie für Elektroautos, Niemand investiert mehr in das Gastankstellennetz, Niemand will Ihre dezentralen BHKW´s installieren, Niemand hat bisher Batterien entwickelt die auch nur ansatzweise Ihre Probleme lösen könnten. Sollten diese doch erfunden werden und sich durchsetzen, werden Sie vermutlich der erste sein, der gegen den massiven Rohstoffbedarf dieser Batterien auf die Straße gehen wird und ein Verbot fordern wird. Niemand will den weiteren Ausbau der Übertragungsstromnetze. Und Niemand (ausser Deutschland) will die "Energiewende". Auch in China werden keine E-Autos wg. dem Klimawandel gebaut . Sie werden dort gebaut um den Smog aus den Innenstädten zu verbannen. Für den Betrieb der E-Autos werden dafür neue Kohlekraftwerke am Rande der Städte gebaut. Und noch etwas: Sie tun so, als würden Sie gerade die Welt retten. Sie stellen sich moralisierend über andere obwohl Sie selber kein Konzept haben. Sie haben doch gerade zugegeben, dass Sie keine Lösung haben. Alles was Sie haben, ist Ihre Behauptung "Erneuerbare" seien gut und Kohle sei schlecht. Und daraus leiten Sie ab, dass sich Andere Ihrer Moral unterzuordnen haben und an Ihrem nichtvorhandenen Konzept mitarbeiten sollen, nur weil dieses Konzept "gut sei" und man ja lernen könnte? Und anstatt auf die Kritik an Ihrem "Konzept" wie der offensichtlichen Speicherlücke und den nicht beherrschbaren Produktionsspitzen bei weiterem Ausbau von Wind und Sonne sachlich einzugehen und die erforderliche Berechnung (bitte keine Fantasien) vorzulegen, wird von Ihnen der Kritiker angegangen und ihm Worte in den Mund gelegt, die er nie gesagt hat. Ja, Sie brauchen ein Gesetz um Ihre Vorstellungen umzusetzen und dafür haben Sie sogar ca. 10% der Bevölkerung auf Ihrer Seite. Nur, der Sachverstand um das zu Tuende zu überblicken, der haben die anderen 90 %.

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  13. von Jens Geveke · 13.

    " Sie könne Die Energiespitzen bei weiterem Ausbau von Wind und Sonne nicht abfangen und Sie können kein Speicherkonzept auch nur theoretisch benennen, das geeignet wäre für den o. a. Zeitraum den Strombedarf zu decken." Habe ich glaube ich schon drei mal geschrieben: Windlastspitze über Elektrolyse in Wasserstoff speichern. 70% der Energie ist gespeichert. Diesen Wasserstoff über Methanisierung mit CO2 zu Methan und das ins Erdgasnetz einspeisen. Geht nicht nur theoretisch (Audi in Werlte, weitere Projekte sind schon in Planung.) Zurückverwandeln in Strom will gar keiner, weil das weiterer Energieverlust bedeutet und Gas auch gebraucht wird. Stromtäler durch Gaskraftwerke auffangen. Am besten dezentral über ein System von BHKW an allen großen Wärmenachfragern mit Pufferspeicher. (funktioniert hier auch gut bei einer kleinen Altenpflegefirma mit Tagesstätte: eigenes BHKW für Wärme im großen Gebäude und Strom für die Pflegefahrzeuge.Im Sommer Solaranlage. Ob das jetzt in Deutschland für 20,30 oder 40% Erneuerbare Dauerlast ausreicht weiss ich nicht !!! Das weiss keiner !!! Aber wie wäre es wenn wir bei 10% anfangen !!!! DAS IST MEIN KONZEPT. Ich hoffe nicht auf andere, sondern auf die vorhandene Technik in der mittelständischen Wirtschaft. Es gibt im Erneuerbaren Bereich ein zig faches an Innovationskraft als im Vorstand der RWE. Alles andere muss noch zunächst fossil laufen. Ist nicht zu ändern. Aber wir haben in 10 Jahren dann mit sicherheit wieder viel gelernt. Und wir müssen es lernen. Gegenfrage Herr Gebken: Wie soll die Energieversorgung nach Ihrem Konzept in 20 Jahren aussehen ? Und bitte nicht erzählen, was alles nicht geht, sondern was wir machen sollen. Bitte denken Sie dabei ans Klima und Fukushima. Diese Themen kann man gerne noch dikutieren, jedoch nicht mehr mit 97% der Wissenschaft. Auch Sie müssen ein Konzept haben, erst recht wenn Sie bei denen, die zumindest etwas versuchen, alles schlecht reden.

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  14. von Wilhelm Gebken · 14.
    Ich kann es nur wiederholen: Liefern Sie mir eine Berechnung!

    Wenn Sie Geld von der Bank haben wollen müssen Sie auch ein Konzept vorlegen. Wenn Sie wollen, dass Deutschland Ihnen folgt müssen Sie auch ein Konzept vorlegen. Das Tun Sie nicht. Ich habe Ihnen den Schwachpunkt genannt, der derzeit das veraltete Konzept "Hoffnung auf andere" scheitern lässt. Ihre bisherigen Antworten waren alles andere als Überzeugend: Sie könne Die Energiespitzen bei weiterem Ausbau von Wind und Sonne nicht abfangen und Sie können kein Speicherkonzept auch nur theoretisch benennen, das geeignet wäre für den o. a. Zeitraum den Strombedarf zu decken.

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  15. von Jens Geveke · 15.

    Keiner hat hier behauptet eine 100% Erneuerbar Lösung parat zu haben. Dann müssten wir nicht im Forum schreiben, sondern man würde uns in Brüssel zuhören. Was ich aber behaupten möchte ist, dass wir bereits einen Teil Erneuerbar konstant könnten, wenn man uns mehr liesse. Mitte der neunziger hat man mehr als 4% des Stromes Erneuerbar für unmöglich gehalten, jetzt sind es Mitte 30%. Jetzt sagen ähnliche Kritiker, "Ja, aber niemals konstant". Doch: Wenn wir den WEg einfach weitergehen und entwickeln wird es möglich sein. Und wenn es jetzt bei zb. 15% konstant möglich wäre, dann sollten wir das Fördern und Fordern, damit wir lernen, warum es dann auch bei 20% gehen könnte. Und so schritt für schritt weiter. Power to Gas ist nicht so teuer wie beschrieben. Wenn ich natürlich PowertoGas machen möchte, um der Alu-Schmelze bei Dunkelflaute billigen Strom zu liefern, dann hat da jemand was nicht verstanden. PowertoGas soll dazu sein, die schwer händelbaren Spitzen im Wind abzufangen und in eine gasförmige, speicherbare Energie umzuwandeln mit einem Wirkungsgrad von gut 50%, wenn man es nicht wieder zu Strom zurück bringt, sondern als Gas nutzt. Das angeblich Gasspeicher schon an Gasprom verkauft wurden, ist natürlich der Gipfel der Ignoranz der großen Energiekonzerne: Nur Euros im Kopf. Und das ist dann wieder ein Beispiel für die "große" Unterstützung für die Energiewende. Da mal rumstöbern: https://www.energy-charts.de/power_de.htm?source=all-sources&month=1&year=2018 Es gibt noch gewaltige Aufgaben zu lösen, aber die löst man nur wenn man anfängt.

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  16. von Leonhard Seitz · 16.
    Von billiger Energie werden wir uns verabschieden müssen.

    Was gebraucht wird sind Tarife, die Angebot und Nachfrage berücksichtigen. Der Mensch bei uns verbraucht jährlich 40000Kwh Energie, das entspricht etwa 4000 Liter Heizöl. Wenn jeder überlegen muss wann er welche und wie viel Energie er braucht, hätten wir ein anderes Bewusstsein. Wir leisten und den Luxus von 200 PS beim Auto und schicken 75% der Energie über Auspuff und Kühlung in die Atmosphäre. Das Teil kostet 40000 €. Die 10000 € für eine Batterie sind der Masse der Menschen zu viel und wenn 2 mal im Jahr der Strom abgeregelt wir, ist der Jammer groß. Die Politik tut das Beste und lässt uns für den Strom aus der eigenen Anlage 40% der 6,88€C bezahlen. Dann wird durch einen Zubau oder Hofübergabe bei einer, eigentlich befreiten Anlage, das wieder aktiviert und für den Buchführungsabschluss, der neuerdings notwendig ist werden nochmal 400,-€ fällig. Da dürften alle Beteiligten nachdenken.

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  17. von Wilhelm Gebken · 17.
    @Jens Greveke: Nochmal, wo soll die Energie herkommen, wo wird sie gespeichert?

    Bitte benennen Sie mir den Energieverbrauch in Deutschland und berechnen Sie daraus die benötigte Speicherkapazität. Die Speicherkapazität muss darauf ausgelegt sein, in dem Moment, wo der Strom gebraucht wird aus dem Speicher abrufbar zu sein. Das ist bei Wind und Sonne von September bis Januar der Fall. Die Batterie von Herrn Seitz kann nur Tag und Nacht ausgleichen, mehr nicht. Sie müssen aber bis zu 90% des jeweiligen Tagesverbrauchs für die o. a. Monate in Energiespeichern zu Verfügung stellen, also für mindestens 90 Tage am Stück. D. h., Sie müssen die Speicher ein dreiviertel Jahr bei kleineren Entnahmen auffüllen, um dann die benötigte Menge abrufen zu können. Das können Sie weder im Gasnetz noch können Sie es in Autobatterien. Es sei denn, Niemand fährt mehr mit dem Auto, sondern hat dieses nur um im Herbst die gespeicherte Energie abgeben zu können. Für das Gasnetz gilt dasselbe, mit Ausnahme der Erdspeicher, die (falls Sie es noch nicht wussten) an Gazprom verkauft wurden. Gazprom wartet bestimmt nicht auf "PowertoGas", sondern befüllt seine Speicher mit russischem Erdgas. Darüber hinaus kostet die Umwandlung von Strom zu Methan ca. 75% der eingespeisten Energie. Bei Windstrom (0,06 €/kwh in der Entstehung) verteuert sich der "Endstrom" somit auf 0, 24 € in der Entstehung, ohne Anlagenkosten und Betriebskosten, ohne Abgaben, Transport und Steuern, ohne den Rückkauf bzw. Neubau von Erdspeichern. Die kwh wird dann nicht mehr 0, 25 € sondern mindestens 0,60 € kosten . Glauben Sie dass es dann noch eine industrielle Produktion in Deutschland geben wird? ZumVergleich: Die kwh kostet in Frankreich ca. 0,11 €. Es würde mir schon reichen, wenn Sie mir das Ganze für 30 Tage mit 50% der benötigten Energiemenge vorrechnen. Nur damit Sie eine Ahnung davon bekommen um welche Energiemengen und um welch gigantische Speicherkapazität, sowie um welch enormen Kosten es hier geht.

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  18. von Jens Geveke · 18.

    "Sorgen Sie dafür, dass aus volatilem Wind- und Sonnenstrom gesicherte Leistung wird, ganz gleich wie. Das wäre nämlich Teil des Erneuerbaren-Energien-Projekts." Da sind alle dabei: PowertoGas wird vorangetrieben und die Biogasanlagen rüsten auf Flex-Betrieb, d.h. Massiv mehr Leistung wenn Wind weniger ist und keine Leistung wenn Wind da ist. Weitere Techniken wie intelligente Stromzähler können die Verbräuche steuern, so das sie lastgeführt stattfinden. Das funktioniert gut, bekommt jedoch keiner (!) der Betreiber momentan bezahlt, weil man die Netz voll mit konstantem Strom lässt. Und wie sollen sich dann weitere Betreiber motivieren, das zu tun ? Wie sollen wir denn unsere Hausaufgaben machen, wenn der Markt dafür nicht freigegeben wird, sondern mit BIllig-Kohlestrom weiterhin besetzt wird. Wir können nicht alle den Strom zweimal verkaufen solange bis eine Parallelwelt abgeschafft werden kann. Weiterhin versucht man alles, um die Erneuerbaren auszubremsen (EEG-Umlage auf Eigennutzung von Solarstrom) und lässt die Kohle ohne CO2-Abgabe ohne Rücksicht auf Dörfer, Schwermetallemissionen usw. weitermachen. Der Strommarkt muss langsam knapper werden, die fossilen müssen für ihre Kosten bezahlen und dann regelt sich vieles mit vorhandener Technik. Zum Herrn Seitz: Er braucht keine "gigantische" Batterie, denn er soll nur sein täglich Brot speichern. Das kann eine Batterie im Keller sein oder eine Batterie in seinem PKW für den Pendelverkehr zur Arbeit.

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  19. von Wilhelm Gebken · 19.
    Sehr geehrter Herr Geveke,

    das Netz mit Kohlestrom haben wir, weil die Kernkraftwerke abgeschaltet wurden. Und wir haben es, weil Gaskraftwerke nicht nur nicht gebaut, sondern sogar stillgelegt wurden. Und wir haben es deshalb, weil Wind und Sonnenstrom volatil sind, also nur im geringem Maße zur Verfügung stehen und gesichert schon gar nicht. Sie sollten sich Ihren Kommentar noch einmal durchlesen. Sie behaupten nämlich, dass es mit der Energiewende deswegen nicht klappt weil der Kohlestrom ungeeignet ist, die Volatilität auszugleichen. Ja das ist er. Er hat aber auch nie etwas anderes behauptet. Was also ist das für eine Argumentation, einem unbeteiligten Dritten die Schuld an den eklatanten Fehlern bei den Erneuerbaren zu geben? Sorgen Sie dafür, dass aus volatilem Wind- und Sonnenstrom gesicherte Leistung wird, ganz gleich wie. Das wäre nämlich Teil des Erneuerbaren-Energien-Projekts. Dann verschwinden die Kohlekraftwerke von ganz alleine. Aber Sie zäumen das Pferd von hinten auf und bestehen darauf, dass zuerst die Kohlekraftwerke verschwinden müssen bevor sie mit den Erneuerbaren die Welt retten können. Ja, wieviel einfacher ist es doch an die Moral zu appellieren und mit dem Finger auf den Bösen Dritten zu zeigen, anstatt seine Hausaufgaben zu machen. Und was den Herrn Seitz betrifft: Wie will er mit seiner Batterie im Keller die gigantische Energiemenge speichern, die zur Sicherung "unseres täglich Brot" erforderlich ist?

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  20. von Jens Geveke · 20.

    ...und nochmal konkret zu Ihrem Kommentar zu dem Beispiel des engagierten Herrn Seitz: Es müsste in seinem Fall kein "zweites" Netz mit Kohlestrom geben, denn die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach benötigt gar kein eignes Netz. In dem dann schon mal bei Tageslicht entspannten Stromnetz würde ich dann als Stromversorger Gaskraftwerke fahren lassen, und zwar ungefähr nach Sonnenprognose. So daneben kann die gar nicht sein. Dann geht der Strompreis auch nicht durch die Decke. Selbst wenn die Preise dann sehr teuer werden würde , dann wird sich Herr Seitz eine größere Batterie in seinen Keller bauen, und eine kleine Steuerung für seine Spülmaschine und seine Waschmaschine. Wie schnell wäre sowas auf dem Markt, wenn wir nur endlich anfangen würden, die Energiewende wirklich zu beleben.

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  21. von Jens Geveke · 21.

    ...und an demm Beispiel ist hervorragend beschrieben, dass der Kohlestrom völlig ungeeignet ist, um den volatilen Teil der Erneuerbaren Energien auszugleichen. Kohlestrom ist das unflexibelste, dreckigste was wir in Deutschland haben und gehört Schritt für Schritt aber konsequent weggeschaltet. Denn der Kohlestromproduzent braucht sich momentan überhaupt keine Sorgen darüber machen, wo seine Abgase hingehen und dass er fossile Reserven der von Millionen von Jahren in dem Zeitraum von 1-2 Generationen verbraucht. Herr Gebken: Wir haben noch ca. 2-3 Generationen, dann sind alle fossilen Energieträger auf einen Stand verbraucht, der sie sehr knapp werden lässt. Und jetzt werden Sie sagen, nein ist doppelt so lange, dann sind es 4-5, also Ihre Ur-Ur-Enkel. Die werden Ihnen vorwerfen, dass Sie immer gesagt haben: Wir glaubten nicht an eine Lösund des Erneuerbaren Energien-Problems, als haben wir es gar nicht erst versucht. Wir müssen eine Energiewende schaffen, und die schaffen wir nur wenn wir es umsetzen, nicht wenn wir es kaputtreden. Und immer wer einen Fehler aufzeigt, muss dann auch helfen eine Lösung zu finden. Ein zurück auf fossil wird es mittelfristig nicht geben.

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  22. von Wilhelm Gebken · 22.
    @Leonhard Seitz

    Ganz sooooo ist es nicht. Der Solarstrom ist deshalb für 9 C vom eigenen Dach zu haben, weil sich der Photovoltaikbesitzer keinerlei Gedanken darüber machen muss, wo der Strom her kommt, wenn die Sonne nicht scheint. Müsste er das und müsste er Vorkehrungen dafür treffen, würde sein Strompreis durch die Decke gehen. Das tut sein Strompreis nur deswegen nicht, weil parallel ein zweites Stromnetz mit Kohlekraftwerken u. ä. existiert. Wenn die Sonne scheint und der Photovoltaikanlagenbesitzer seinen guten Eigenstrom "genießt", nimmt ein Pole oder Tscheche den Kohlestrom ab. Scheint die Sonne hingegen nicht, bekommt der Photovoltaikanlagenbesitzer in Deutschland den Kohlestrom.

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  23. von Leonhard Seitz · 23.
    Nein nicht ganz so Herr Gebken!

    Die bisherige Klimapolitik hat bei Solaranlagen dazu geführt, dass der Eigenstrom vom Dach für 9 €C zu haben ist. Das heißt, wenn ich zwei Drittel vom so erzeugten Strom "nicht nutzen würde" wäre es preisgleich zu 27€C. Das ist der unumstrittene Erfolg des EEG. 50% vom Dachstrom zu nutzen ist durchaus realistisch. Dass die Durchführung und die Nebenbestimmungen wie Mieterstrom eine katastrophale Energiewendeverhinderung und Bürokratie sind, ist auch unbestritten. Ich kenne keinen Politiker der das Mieterstromgesetz erklären kann, denn es wurde nicht von der Politik sondern von irgendwem in das Gesetz diktiert. Das kann man aber täglich ändern, wenn man will.

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  24. von Wilhelm Gebken · 24.
    Wo ist der qualitative Unterschied zu Donald Trump?

    Was war das doch für ein Hassgeheul als Donald Trump das Pariser Abkommen gekündigt hat! Und jetzt? Jetzt muss die Berliner Laienschauspielschar eingestehen, dass es ebenfalls trotz Milliardenzahlungen bisher absolut Nichts erreicht hat und auch Nichts erreichen wird! Nothing! Gar Nichts! Übrigens, wer es nicht weiß: Die Jahreszahl 1990 wurde gewählt, weil da noch die veraltete DDR-Industrie Unmengen an CO2 und Sonstiges in die Luft geblasen hat. Diese Industrie gibt es nicht mehr, aber die damit verbundene CO2-Einsparung haben sich die obigen Politikdarsteller mal eben selber gutgeschrieben.

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