Nur noch jeder Fünfte Verbraucher glaubt, dass Diesel- und Benzinfahrzeuge auch im Jahr 2030 noch den Pkw-Markt dominieren werden. Eine Mehrheit von 59 Prozent der Befragten traut rein batterieelektrischen Antrieben und Plug-in- Hybriden eine dominante Rolle zu; weitere 10 Prozent setzen auf Wasserstofffahrzeuge. Das zeigt eine Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Deutschen Energieagentur (Dena) im August 2017. Telefonisch befragt wurden 1.001 Personen.

Dabei gab eine große Mehrheit der Befragten auch an, dass sie sich noch nicht ausreichend über alternative Antriebstechnologien informiert fühlen. Gespalten sind die Reaktionen auf die Frage, ob die deutschen Automobilhersteller für den Wettbewerb um die Mobilität der Zukunft gut aufgestellt sind. Während im Schnitt knapp jeder Zweite Zweifel äußert, bewertet die Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen die Zukunftsfähigkeit der Branche deutlich positiver: Immerhin 60 Prozent der Jüngeren haben Vertrauen in die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. „Die Zukunft gehört den alternativen und emissionsarmen Antrieben. Das ist bei den Verbrauchern angekommen. Jetzt geht es darum, den Umbruch als Chance zu nutzen, Angebote und Infrastrukturen auszubauen und attraktive Geschäftsmodelle zu entwickeln", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „

Wichtige Entscheidungen werden bei den aktuellen Sondierungs- und Koalitionsgesprächen zu treffen sein, sagt Kuhlmann. Die beteiligten Parteien hätten es in der Hand, den Wandel in der Mobilität mit einem klaren Fokus auf CO2-Vermeidung voranzutreiben. Weitere Informationen zu den Umfrageergebnissen unter www.dena.de/umfrage-mobilitaet.

Auch nach dem ersten Zwischenfazit der Dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“ werden elektrifizierte Antriebe eine wesentliche Rolle zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen in der Mobilität spielen. Neben der direkten Nutzung von Strom in batterieelektrischen Fahrzeugen werden außerdem synthetisch erzeugte flüssige und gasförmige Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, einen wichtigen Beitrag leisten müssen, insbesondere bei großen Reichweiten und schwere Lasten wie im Lkw-, Luft- und Schiffsverkehr. Weitere Informationen zur dena-Leitstudie: www.dena.de/integrierte-energiewende.

Indessen steigt die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland nur langsam an. Die Zwischenbilanz zur Wirkung des Umweltbonus der Bundesregierung, die als Kaufanreiz für 300.000 neue Elektrofahrzeuge gedacht ist, zeigt mit Stand zum 31. Oktober rund 37.700 Anträge, davon 21.963 Anträge für ein reines Batteriefahrzeug und 15.730 Anträge für Plug-In-Hybride. Am häufigsten wurde der Audi A3 als Elektrofahrzeug gekauft (4236 Fahrzeuge), gefolgt vom BMW i3 (3965), BMW 225xe (3319) und Renault ZOE Intens (3276). Der Hersteller mit den meisten verkauften Elektrofahrzeugen ist BMW. Die meisten E-Autos fahren in Bayern (8133) und Baden-Württemberg (7159). Weitere Infos erhalten Sie hier.