Verpassen Sie diese Fristen nicht!

Biogasanlage Auch Betreiber von Biogasanlagen müssen an die Meldungen bis Ende Februar denken.
Bild: Neumann

Betreiber von Wind-, Photovoltaik- oder Biogasanlagen müssen am 28. Februar zwei wichtige Fristen einhalten, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorschreibt. Das sind:

  • Die Konformitätserklärung: Sie müssen dem Netzbetreiber alle Daten, die für die Vergütungsberechnung des Kalenderjahres 2017 erforderlich sind, übermitteln. Wie Rechtsanwalt Dr. Helmut Loibl aus Regensburg erläutert, gehören dazu die eingespeisten Kilowattstunden sowie Anlagendaten wie Standort, Inbetriebnahmejahr, installierte Leistung, Boni und Zusatzvergütungen einschließlich des eventuell nötigen Umweltgutachtens. Zur Übermittlung gibt es Muster von den Netzbetreibern oder Branchenverbänden. „Achten Sie auch auf einen entsprechenden Zustellungsnachweis oder Faxbericht, dass die Unterlagen bis zum 28.2. um 24 Uhr eingegangen sind“, rät Loibl. Wichtig ist auch, dass Sie die Anlage im Anlagenregister bzw. Marktstammdatenregister gemeldet haben.
  • Die Eigenstrom-Meldepflicht: Hierin teilen Sie dem regionalen Netzbetreiber mit, wie viel Strom in kWh Sie selbst verbraucht haben. Zuständig ist der Netzbetreiber, von dem Sie die EEG-Vergütung bzw. Marktprämie erhalten. Wichtig ist, dass Sie einen geeichten Zähler besitzen, der den selbst verbrauchten Strom misst. Sie müssen den Eigenstrom auch dann melden, wenn Sie eigentlich umlagebefreit sind. In der Meldung sollten Sie auch mitteilen, ob Sie von der EEG-Umlage befreit sind oder nicht. „Eine Meldung an die Bundesnetzagentur ist nicht mehr nötig“, sagt Loibl. Eine Eigenversorgung im Sinne des EEG liegt übrigens dann vor, wenn Stromerzeuger und Stromnutzer „personenidentisch“ sind. Es muss also die gleiche natürliche Person oder Gesellschaft sein.

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7 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Engelbert Wankner Jun. · 1.
    Konformitätserklärung

    Laut Netzbetreiber Bayernwerk wird hier nichts gefordert.

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  2. von Engelbert Wankner Jun. · 2.
    Marktstammdatenregister

    Hallo, laut Schreiben der Bundesnetzagentur wurde das Webportal nicht rechtzeitig fertig gestellt. Man hat somit bis 30.6.2019 Zeit um diese Eintragung zu erledigen. Nach dem Start des Webportals erfolgt ein weiteres Schreiben als Erinnerung. Nur bei Anlagen ab Inbetriebnahme 1.7.2017, bzw. die installierte Leistung ändert sich muss eine gesonderte Meldung ohne das Webportal bei der Bundesnetzagentur erfolgen.

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  3. von Markus Kauffmann · 3.
    Update

    Ist das Thema für Neuanlagen gemünzt? Bestehende Anlagen müssten doch der BNA bekannt sein, ebenso den Regionalen Netzbetreibern.

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  4. von Peter Schmid · 4.

    Dazu kann ich nur sagen..... deutschland verblödet langsam.

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  5. von Johannes Gorißen · 5.
    Verwirrung perfekt!

    Das Marktstammdatenregister soll laut Bundesnetzagentur erst am 4.12.18 fertig sein! Wie bitteschön soll ich mich denn da jetzt erklären? Auch diese "Konfirmitätserklärung" befremdet mich doch sehr, da meine Stadtwerke schon seit Jahren meine Anlage kennen und die Zählerstände im Dezember abgelesen haben. Ich denke hier besteht noch Aufklärungsbedarf (Update) seitens der Redaktion!?

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  6. von Egge Mansholt · 6.
    Info

    Das Markstammdatenregister ist ja noch nicht mal verfügbar. Da sollten erst mal die eigenen Hausaufgaben erledigt werden.

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  7. von Werner Kriegl · 7.
    Bitte???

    Mein regionaler Netzbetreiber ist das Bayernwerk - soll ich denen ihre eigene Abrechnung zufaxen? Die wissen ja sowieso alle Zählerstände: Gesamterzeugung - Einspeisung = Eigenverbrauch Was soll der Blödsinn?

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