1 Mrd. Euro für Bio-Ökonomie und Lebensmittelwirtschaft

Ziele der Europäischen Investitionsbank Ziele der Europäischen Investitionsbank
Bild: www.eib.org

Die Europäische Investitionsbank (EIB) legt ein Programmdarlehen für Europas Bio-Ökonomie, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft in Höhe von 400 Millionen aus dem Juncker-Investitionsplan auf. Mit diesen Geld will die EU-Kommission private Investitionen von weiteren 600 Millionen Euro mobilisieren, so dass insgesamt 1 Mrd. Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung stehen soll.

Im Fokus der Initiative stehen privatwirtschaftliche Genossenschaften und landwirtschaftliche Unternehmen sowie die Bioökonomie. Dies teilte die EIB zu Beginn dieser Woche im Luxemburg am Tagungsort mit. Unter Bioökonomie versteht die Kommission die Wertschöpfungsketten der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, Werkstoffen und Energie aus erneuerbaren und biologischen Ressourcen an Land und im Meer.
 
Juncker-Plan offen seit Beginn 2018 für Landwirtschaft und Lebensmittelbranche

Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Der EFSI  (auch Juncker-Plan genannt) fungiert dabei als zentrale Komponente der Investitionsoffensive für Europa.
Seit Anfang 2018 sind darüber auch Aktivitäten aus den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft und Bioökonomie förderfähig.
 
„Wir müssen den Zugang zu Kapital erleichtern, damit in der Landwirtschaft mehr investiert wird. Nur dann kann Europa seine Stellung als weltweit führender Anbieter von qualitativ hochwertigen, sicheren Lebensmitteln behaupten“, sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Montag in Luxemburg. Der Juncker-Plan könne ganz wesentlich dazu beitragen. „Ich begrüße diese Initiative sehr, die einen Beitrag von einer Milliarde Euro zur Beschäftigung und zum Wachstum in den ländliche Gebieten Europas leisten wird“, zeigte sich der Ire Hogan höchst erfreut.
 
„Die Wertschöpfungsketten der Landwirtschaft und der Bioökonomiesind wichtige Motoren für die europäische Wirtschaft. Mit der neuen Initiative will die EIB die beiden Sektoren noch stärker unterstützen. Ich bin überzeugt, dass das maßgeschneiderte Programmdarlehen den Wettbewerb ankurbeln wird und in überwiegend ländlichen Gebieten und Kleinstädten in ganz Europa Arbeitsplätze mit Zukunftsaussicht schaffen wird“, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer bei der Vorstellung des Programms. Damit könne der Landflucht begegnet und mit zielführenden Projekten auch der Entvölkerung des ländlichen Raums durch gezielte regionale Wirtschaftsentwicklung im ländlichen Raum entgegengewirkt werden,
 
Die Förderung von Wertschöpfungsketten der Bioökonomie, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie und der Holz- und Forstwirtschaft, sei entscheidend, um die Ziele der EU und die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Umwelt und CO2-arme beziehungsweise „grünes“ Wirtschaften zu erreichen. Trotz ihrer Größe und ihrer Bedeutung für die Gesamtwirtschaft in der EU würden Landwirtschaft und der Bio-Ökonomiesektor von Unternehmen und Genossenschaften dominiert, so die EIB. Diese führten in der Regel aber nur kleine Investitionsvorhaben durch, für die die EIB kaum Direktdarlehen bereitstellen könne. „Die EIB unterstütze kleinere Projekte von Landwirten und kleinen und mittleren Unternehmen, die an den Wertschöpfungsketten der Bioökonomie beteiligt sind, bereits über Geschäftsbanken in ganz Europa, erläuterte EIB-Vizepräsident, Andrew McDowell.
 
Copa-Cogeca begrüßt EIB-Mittel zur wirtschaftlichen Belebung des ländlichen Raums

Auch der europäische Dachverband der Landwirte und Genossenschaftsunternehmen (Copa Cogeca) begrüßte am Dienstag, die neu geschaffene EIB-Faszilität. „Der EU-Landwirtschafts- und Forstsektor trägt aktiv zur Kreislaufwirtschaft und Bio-Ökonomie durch die nachhaltige Produktion von Erneuerbaren Ressourcen in der EU bei“, erklärte Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen, Die Bereitstellung von EU-Geldern für Forschung, Innovation und Wissenstransfers seien von entscheidender Bedeutung um dieses Potential zu verstärken.
 
Die Mobilisierung von einer Milliarde öffentlichem und privatem Kapitel mittels des Juncker-Plans trage dazu bei, die landwirtschaftlichen Genossenschaften zu stärken und neue Beschäftigung und Wachstum in attraktiven ländlichen Räumen zu schaffen. Überdies trage diese Initiative gleichzeitig zu positiven Umwelteffekten bei, so Pesonen.
 

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