100 Bauern beim Agrar-Blogger-Camp in Münster

Agrarblogger Agrarblogger bei ihrem Treffen in Münster
Bild: Agravis
Bei Facebook, Twitter und Co. sind sie seit Jahren die Speerspitze der deutschen Agrarblogger: Marcus Holtkötter, Nadine Henke, Bernhard Barkmann, Thomas Wengenroth, Sönke Hauschild und viele mehr. Zusammen mit 100 Gleichgesinnten, die online sehr aktiv sind und mit Verbrauchern und Kritikern diskutieren, hielten sie am Donnerstag in Münster das erste Agrar-Blogger-Camp ab.

Veranstaltet wurde das CAmp von Nadine Henke, Bernd Degner, Sönke Hauschild, Rainer Winter und Marcus Holtkötter. Unterstützung erhielten sie hierbei von der Agravis und dem WLV.
 
In zahlreichen Vorträgen und Workshops lernten und diskutierten die Camp-Teilnehmer das kleine ABC der Aufklärung in den Sozialen Medien. Der Autor Klaus Alfs berichtete über den richtigen Umgang mit „Hate Speech“, Professor Matthias Kussin von der Hochschule Osnabrück über modernes Storytelling und Thomas Fabry vom Verein „Tierhaltung – modern und transparent“ über SnapChat. Markus Holtkötter und Nadine Henke gaben ihre Erfahrungen mit der Krisenkommunikation preis. Besondere Aufmerksamkeit genossen sicherlich die Gäste aus dem Ausland. Caroline van den Plas aus den Niederlanden erzählte von ihren Erfahrungen mit Twitter, Derek Klingenberg aus den USA über seine Aktivitäten auf YouTube. DBV-Vizepräsident Werner Schwarz warb für "entwaffnende Kampagnen" als Antwort auf die Angriffe von Gegnern.
 
Bei dem Treffen zeigte sich, wie wichtig die Netzwerke von Bauern sind, die im Internet Seiten betreiben, über ihren Alltag bei Facebook berichten oder twittern. In Krisen können sie einzelnen Landwirten viele wichtige Tipps geben und durch beherztes gegensteuern in den Kanälen Schlimmeres verhindern, wie etwa Falschmeldungen oder Shitstormes über einzelne Bauernfamilien ins Leere laufen lassen. Voraussetzung: Die Community reagiert sofort nach Bekanntwerden eines Angriffs von Gegnern und kommt deren Negativpresse zuvor.

Die Agrar-Branche vernetzt sich viral und setzt trotzdem auf einen persönlichen Austausch. Der Wunsch nach einer Fortsetzung dieses Treffens wurde von vielen Teilnehmern deutlich gemacht.
 
 

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