Oesterhelweg als Umweltminister im Schattenkabinett in Hannover

Die CDU Niedersachsen nominiert den Landwirt Frank Oesterhelweg als Umweltminister in ihr Schattenkabinett.
Bild: CDU Niedersachsen

Gewinnt die CDU die Landtagswahl in Niedersachsen, soll der Landwirt Frank Oesterhelweg Umweltminister werden. Er selbst gibt sich als „Praktiker des Naturschutzes“ aus. Den Wolf will er in Problemregionen zur Jagd freigeben.

Der CDU-Spitzenkandidat für die niedersächsische Landtagswahl, Bernd Althusmann, will den Abgeordneten und Landwirt Frank Oesterhelweg bei einem Wahlerfolg zum Umweltminister machen. Das berichtet der NDR. Oesterhelweg sei ein bodenständiger Vollblutpolitiker mit Ecken und Kanten, sagte Althusmann bei der Vorstellung des 55-Jährigen in Hannover.

Gewässerschutz gegen Landwirte will er verhindern

Der Vorsitzende des CDU-Landesverbands Braunschweig nannte sich selbst einen Praktiker des Naturschutzes. Als Landwirt aus dem Kreis Wolfenbüttel und langjähriger Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sei ihm besonders an einer Auflösung der Gegensätze von Ökonomie und Umwelt gelegen, heißt es beim NDR weiter. Oesterhelweg stehe für eine Politik, die Bauern und Unternehmern entgegen komme. Das gelte auch für die Ausweisung von Schutzgebieten in Elbe und Weser und für den Wasserschutz. "Es geht mir um freiwillige Vereinbarungen, nicht um Verordnungen von oben", sagte er. Gewässerschutz gegen die Landwirte werde es mit ihm nicht geben. Den Wolf will er in Problemregionen künftig zur Jagd freigeben, trotz des strengen Artenschutzes. Eine Regulierung der Bestände sei unabdingbar, sagte Oesterhelweg.

Personalie ist eine Provokation für die Umweltverbände

Für Umweltverbände ist die Personalie eine Provokation, schreibt der NDR. Oesterhelweg selbst beschreibt seinen Stil als pragmatisch, nicht als ideologisch. Er sieht sich als Vertreter einer "Klare-Kante-Politik". "Ich formuliere gerne deutlich", sagte er. "Das hat den Vorteil, dass am Ende jeder weiß, was ich meinte." Oesterhelweg ist Diplom-Ingenieur gehört dem niedersächsischen Landtag seit 2002 an, seit 2013 ist er dort CDU-Vize-Fraktionschef. Er hat einen Ackerbau-Betrieb, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bereits bekannt ist, dass Landfrauen-Chefin Barbara Otte-Kinast bei einem CDU-Wahlsieg das Agrar-Ressort übernehmen soll.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerd Uken · 1.
    Holt er den Wolf dann ins

    Jagdrecht?? Die Möglichkeit bestünde-ob damit das Problem allerdings gelöst wäre ist fraglich. Aber die Entschädigung wäre dann nicht mehr Ländersache??

    Das meinen unsere Leser:
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