SPD-Vorstand fordert das Aus für Glyphosat in Deutschland

Die Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hält das Thema Glyphosat weiter auf der Agenda.
Bild: SPD/ Susie Knoll

Die SPD will an einem Glyphosat Verbot in Deutschland dranbleiben. Das hat SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles am Montag bekräftigt. Zieht die Parteibasis in dieser Woche mit, soll es Sondierungsgespräche mit der Union für eine Große Koalition im Bund geben.

Die SPD im Bundestag will die Anwendung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat in Deutschland beenden. „Wir wollen eine Initiative ergreifen, die national das Ausbringen von Glyphosat und Präparaten, wo Glyphosat enthalten ist, verhindert“, sagte Fraktionschefin Andrea Nahles laut der Deutschen Presseagentur (dpa) am Montag vor einer Sitzung der Bundestagsfraktion in Berlin, ohne Details zu nennen.

Wenn nichts unternommen werde, beeinträchtige Glyphosat weiter die Artenvielfalt im Land. Zudem solle künftig nicht mehr die „Agrarlobby“ entscheiden, welche Pestizide zugelassen würden. „Das kann nicht mehr das Landwirtschaftsministerium in erster Linie entscheiden“, wird Nahles weiter zitiert.

Der SPD-Parteivorstand hat sich am Montag für ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine mögliche Regierungsbildung gestimmt. Eine neue Regierung in diesem Land müsse sich den großen Herausforderungen stellen, ein einfaches "Weiter so!" reiche nicht aus, sagte SPD-Parteivorsitzender Martin Schulz in Berlin. Der SPD-Bundesparteitag muss allerdings noch grünes Licht für die Gespräche geben. Das dreitägige Treffen der SPD beginnt am Donnerstag. Bereits am ersten Tag soll über das Vorgehen in Sachen Regierungsbildung entschieden werden.

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Harald Butenschön · 1.
    Ich fordere...

    ... das Aus für den SPD-Vorstand! (wegen mutwilliger Volksverblödung)

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Ab morgen kriegen sie in die Fresse !

    Was sie damit gemeint hat ? Das weiß ich nicht, dass können die CDU/CSU in den vielleicht stattfindenden Koalitionsgesprächen dann sehr einfach feststellen. Wenn Minister Schmidt dann im Fernsehen mit einem blauen Auge erscheint, wissen wir die Antwort. Wenn nicht mit blauen Auge, ist das ihre normale Umgangssprache.

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  3. von Wilhelm Gebken · 3.
    Hat sie das damit gemeint als sie sagte,

    "ab morgen kriegen sie in die Fresse"?

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  4. von Klaus Goller · 4.
    Schwanz

    Der Schwanz will schon wieder mit dem Hund wedeln, obwohl noch keiner ein Stöckchen geworfen hat.

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  5. von Albert Maier · 5.
    Taktiererei

    Jetzt verkommt die Diskussion um Glyphosat zur blanken Taktiererei. Nahles war immer schon auf tiefstem Niveau und bestätigt dies auch hier. Die "Agrarlobby" hat bisher glücklicher Weise nicht darüber entschieden, ob ein Pflanzenschutzmittel zugelassen wird. im Gegenteil, das Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln war bisher aufwendiger und sorgfältiger als das Zulassungsverfahren für Arzneimittel.Die Pseudoökospd will dies künftig sicherlich vereinfachen: man lehnt einfach jeden Zulassungantrag ab.

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  6. von Dirk Krey · 6.
    Stimmenfang

    Da wird , wie so oft , mit allen möglichen Mitteln Stimmen- und Spendenfang betreiben ......... gilt für nahezu alle Parteien und öffentliche Meinungsbildner ( NGO´s) . Traurig , aber wahr !

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  7. von Wilhelm Grimm · 7.
    "WELT AM SONNTAG" vom 3.12.2017. Seiten 1, 2 und 3." GLYPHOSAT, Protokoll einer deutschen HYsterie"

    Sehr empfehlenswert ! Hoffnung keimt auf.

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  8. von Gerhard Steffek · 8.
    Wie Harald Ebner bei "hart aber fair"

    so kann man es auch bei der Nahles sagen: "je hohler das Gefäß, umso lauter tönt es". Die SPD war für mich schon immer nicht wählbar. Brandt und Wehner waren mir nie sympathisch und seit dem Wahlkampf gegen Strauß war der Ofen erst recht aus. Damals hatten sie außer Polemik, haltlose Unterstellung und Panikmache auch nichts auf der Pfanne. Erst recht offenbaren sie ihre Dummheit mit ihrem Programm für die GroKo. Wenn sie auf den Familiennachzug für die Flüchtlinge beharren, dann verkennen sie die Stimmung im Land und sind sich damit selber im Weg. Denn wollen sie den unbedingt durchdrücken, dann sperrt ihnen Seehofer die Tür zu.

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  9. von Wilhelm Grimm · 9.
    Willi Toft hat natürlich Recht: Die SPD will die GROKO scheitern lassen !!!!!

    Die SPD hat kein Programm, sie hat wirklich nicht mehr drauf als diese unredliche Trickserei. Das ist ein Steilpass für die CDU zum Gegenangriff. Aber meine "Noch" -Partei trickst auch nur noch substanzlos vor sich hin , wie jeder in den abendlichen Krawalldiskussionssendungen leidvoll erfahren muss. Eine halbe Ausnahme macht nur noch Minister Schmidt, aber auch nur eine halbe. Das politische Duckmäusertum muss beendet werden.

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  10. von Matthias Bückner · 10.

    Was kann man denn von denen sonst erwarten. Erst wollte der Martin Kanzler werden, mit Pauken und Trompeten. Dann wollten sie auf jeden Fall in die Opposition, ganz konsequent. Jetzt heißt es: Groko ja, aber nur ohne Glyphosat. Der dritte fundamentale Schwenk in wenigen Wochen. Da kann sich der SPD-Wähler ja auf eine stabile Regierungsbeteiligung freuen. Das alles wäre irgendwie lustig zu beobachten, wenn es nicht auch um Grundlegendes in der Landwirtschaft gehen würde...

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  11. von Gerd Schuette · 11.

    Vor einigen Wochen war Glyphosat noch so gefährlich, weil es potential krebserregend sein könnte. Davon ist jetzt von Frau Nahles kein Wort mehr zu hören. Jetzt zerstört Glyphosat die Artenvielfalt und ist für das (nicht wirklich wissenschaftlich erwiesene) Insektensterben verantwortlich. Welche Konsequenzen ein Verbot von Glyphosat für die Artenvielfalt, für die Umwelt und die Natur haben wird, darüber wird kein Wort verloren, kein Gedanke verschwendet. Wie reagieren die Landwirte auf ein mögliches Einsatzverbot und welche Auswirkungen hat das wiederum? Der Feind ist ausgemacht, das Denken eingestellt. Ich wünsche mir ein wissenschaftlich fundiertes Herangehen, eine Konsequenzenanalyse, die dann Basis einer Entscheidung jenseits von politischem Kalkül und Wahlkampf wird. jedoch wird uns auch dies nicht gelingen. Wir gründen und bezahlen Behörden wie die EFSA und das BfR um ihnen dann, wenn uns das Ergebnis nicht gefällt, die fachliche Qualifikation oder die Objektivität abzusprechen.

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  12. von Willy Toft · 12.
    Jetzt zeigt sich das wahre Gesicht der SPD!

    Sie wollen die GROKO scheitern lassen, und mit Glyphosat Wahlkampf machen! Ob die Rechnung aufgeht, zeigt sich bald.

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