Sind Berichte von Agrarbloggern sinnvoll oder kontraproduktiv?

Marcus Holtkötter Immer mehr Landwirte sind im Netz aktiv, auch aus Ärger über kritische Medienberichte. Sie wollen Einblicke in ihre Arbeit geben, ihr Image verbessern - etwa wie Marcus Holtkötter mit Fotos von seinen Ferkeln.
Bild: NDR

Immer mehr Landwirte bemühen sich, das Image der Branche mit eigenen Blogs, Fotos und Videos im Netz zu verbessern. Bei Twitter ist u.a. Marcus Holtkötter als "Bauer Holti" bekannt, bei Youtube ist es Dirk Nienhaus, bei Snapchat Thomas Fabry. Sie erklären einfach ihre Arbeit und stellen ihre Sicht darauf dar, erkennt das NDR-Magazin ZAPP an.

Gleichzeitig würden sie häufig die aus ihrer Sicht falsche oder einseitige Berichterstattung von Zeitungen und Fernsehberichten kritisieren. Das NDR-Magazin nennt hier beispielhaft die Ferkelschutzkörbe, die je nach Sichtweise tierschutzwidrig oder lebensrettend sind. Marcus Holtkötter etwa kommt in den Medien zu kurz, welche enorme Wichtigkeit die Körbe haben. Dirk Nienhaus empfiehlt daher Verbrauchern, dass sie sich am besten direkt bei den Landwirten informieren sollten, nicht über die Medien.

"Fotos haben Unschuld verloren"

Eine solche Haltung findet der FAZ-Journalist Jan Grossarth "hochproblematisch". Grossarth hat den Eindruck, dass so letztlich eine vielstimmige, facettenreiche Diskussion über Landwirtschaft unterbunden werden solle. Er möchte stattdessen in seinem Blatt auch über Probleme in der Tierhaltung schreiben. Als Beispiel erwähnt er gegenüber dem NDR Studien, wonach viele Schweine an Lungen- und Gelenkkrankheiten leiden sollen. Ein Fünftel der Tiere verende sogar noch vor Erreichen des Schlachtshofs, so Grossarth. Vor diesem Hintergrund hätten Fotos von rosa Ferkeln, wie sie beispielsweise der Landwirt Marcus Holtkötter postet, für ihn die "Unschuld" verloren.

Holtkötter sieht dagegen aktuell keine Tierschutzprobleme in der Schweinehaltung; abgesehen  von einigen schwarzen Schafen. "Ich sehe es doch, dass die Betriebe sich gut um die Tiere kümmern", sagt er. Grundsätzlich habe man natürlich in großen Ställen auch immer einige kranke Tiere. Das sei aber nicht anders als in einer Großstadt, wo es auch kranke Leute gebe. "Wir Landwirte sind dabei Probleme anzugehen. Nur dies geht nicht immer so schnell wie sich das alle wünschen." 

Schwarz bestätigt, dass Tierhalter Fehler machen

Werner Schwarz Werner Schwarz
Bild: NDR
Der Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbands, Werner Schwarz, dagegen räumt im Interview mit ZAPP überraschend klar Tierschutzprobleme ein. Man arbeite daran, sagt er. Als etwa die Studie zur Vielzahl der verendeten Schweine veröffentlicht worden sei, hätten sie sofort darauf reagiert und über Facebook den Landwirten gesagt: "Liebe Leute, so geht es nicht." Wenn ein Tier unheilbar krank sei, müsse es getötet werden und "nicht aufgrund von Siechtum irgendwann verenden".

Gegenüber dem Magazin ZAPP gab Schwarz außerdem zu, dass seine Branche in der Vergangenheit nicht offen genug gewesen sei. "Wir mussten erfahren, dass Nichtkommunzieren ein Problem ist", sagt er. Deshalb begrüße er es nun, wenn Landwirte wie Marcus Holtkötter im Internet aktiv seien. Er selbst habe seit 2013 eine Webkamera über der Abferkelbucht hängen. Dort sei alles zu sehen, wie es passiere, auch Totgeburten oder dass ein Tier unter der Kamera verende.

Allerdings ärgert sich Schwarz über Aufnahmen aus Ställen, die von Tierschützern illegal gemacht und später in Beiträgen gezeigt werden. Für FAZ-Journalist Jan Grossarth kein Problem. Seiner Meinung nach gibt es einen "Transparenzmangel". Was in den Ställen passiere, sei "nahezu unsichtbar", und es gebe zu wenig behördliche Kontrollen. Deshalb sei die Arbeit der Tierschutzorganisationen "durchaus ein Gewinn".
 

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21 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Georg Keckl · 1.
    die 20% stammen aus dem "Fleischatlas 2013"

    und man kommt auf die absurde Zahl, wenn man die Todgeburten und die unvermeidlichen Saugferkelverluste zuzählt. Ein Propagandatrick nach NGO-Stil mit dem der Eindruck erweckt werden soll, den großen Schweinen gehe es so schlecht. Leider fallen Journalisten darauf rein. Näheres dazu in https://www.boell.de/sites/default/files/uploads/2014/10/das_schweinesystem.jpg?dimension1=division_oen und Seite 4 in https://euleev.de/images/Beitraege/Anti_Fleischatlas_Georg_Keckl.pdf Grüße: gk

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  2. von Stefan Lehr · 2.
    @Joerg Meyer

    Wenn so eine Aeusserung auftaucht, dann frage ich mich WER bei dem renomierten und ausgezeichnetem Agrarmagazin topagrar die Journalisten sind? Herr Grossarth redet und schreibt derjenigen Klientel nach dem Mund die das Salaer entrichtet. Leider sind das in der Regel nicht die Landwirte (dazu reichen unsere Erloese noch nicht :-) )

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  3. von Stefan Lehr · 3.
    Wer unterdrueckt hier was?

    Wenn die Landwirte sich - aus der Erkenntnis heraus nichts gemacht zu haben - entscheiden an die Oeffentlichkeit zu gehen, dann ist es einseitig und falsch? Das verbreiten von ILLEGALEM Medienmaterial aber richtig? Hier muss ich mich schon fragen in welcher Welt der FAZ-Journalist Jan Grossarth lebt. Anscheinend ist erlaubt was gefaellt und Auflage bringt und ein Vergleichsmedium, dass den Verbraucher/Leser kritisch werden laesst ist verpoehnt, wenn nicht sogar unlauter. Wenn er auf derartigen Komunikationsmitteln besteht, dann muss auch in Zukunft, bei dem Verdacht auf Unregelmaessigkeiten bei einem Nachbarn im Wohnsilo, ein Einbruch und heimliches filmen legal sein und von den Medien gefoerdert werden. Ich begruesse die Initiative der Blogger und bewundere auch deren Courage sich damit bewusst den ideologischen Kritikern auszusetzen.

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  4. von Henrik Plaas-Beisemann · 4.
    Diskussion unterdrücken?

    Ich folge Marcus Holtkötter auf Twitter. Ich war offenbar in einem anderen Film. Marcus diskutiert auf Twitter sehr häufig mit anderen Menschen über die Landwirtschaft,die dieser in ihrer verbreitetsten Form, sprich der konventionellen Landwirtschaft kritisch gegenüberstehen. Er vertritt klar und deutlich seine Meinung und seine Überzeugungen. Anhand von den einem oder anderen Scherz,der solche Diskussionen oft auflockert, erkennt man, dass er dieses nicht mit Verbitterung führt. Er sieht offenbar in seinem Gegenüber stets den Menschen. Ein Tatsache, die bei Twitter bei manchen Nutzern eher selten ist. Ich glaube die Agrarblogger suchen den offenen Dialog. Sein Überzeugungen zu vertreten, kann und darf nicht ehrenrührig sein. Das gilt im Umkehrschluss auch für die Seite der Agrarkritiker, auch diese dürfen ihre Meinung vertreten. Der Konflikt gehört zur Demokratie und zur Meinungsfreiheit. Wo bei mir allerdings die Toleranz aufhört, ist dann erreicht, wenn Rechte anderer verletzt werden. Stalleinbrüche sind eindeutig nicht zu tolerieren. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, und nur bei diesem. Wer glaubt, der Zweck heilige die Mittel, der hat aus der Geschichte nichts gelernt. Ich hatte gehofft, das Denunziantentum und Selbstjustiz ein für alle Mal auf dem Müllhaufen der selben gelandet sein.

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  5. von Lars Henken · 5.
    Die 20% sind realistisch

    Da hier ja das Thema 20% der Schweine kommen nicht am Schlachtband an angesprochen wurde, will ich es mal aufschlüsseln. Wenn man alles mitrechnet, dann liegen die Ferkelverluste an der Sau bei 12 % bis 15 %. Untersuchungen aus Dänemark bei Bio-Schweinen zeigten sogar Ergebnisse von über 30% Ferkelverluste an der Sau. In der Ferkaufzucht kommen dann noch einmal ca. 2% Tierverluste hinzu. Für die Mast kann man noch mal ca. 3% Verluste rechnen. 15% Ferkelverlust + 2 % Aufzuchtverlust + 3 % Mastverlust = 20 % Gesamtverlust. Nagelt mich jetzt nicht auf 0,5% an, aber so in etwa dürften diese Zahlen doch stimmen. Sollte ich da einen denkfehler haben, dann klärt mich bitte auf. Die Frage ist ja nur, was uns die Zahl von 20% Verlusten sagt. Ich denke kein Tierhalter wird Tierverlust billigend in Kauf nehmen, die vermeidbar wären, schließlich geht es um bare Geld. In den letzten Jahren sind die Verluste ja auch zurück gegangen und Bio ist da ja auch keine Lösung, da die Tierverluste da deutlich höher liegen wie in konventionellen Betrieben, das spricht nur niemand an.

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  6. von Gerhard Odinga · 6.
    offensichtlicher gehts kaum

    da braucht nur einer eine Zahl zu verwenden, in diesem Falle die 20, und als Prozent ist eh alles diskutabel, und schon gehört ihm die gesamte Aufmerksamkeit. Alles was dann noch kommt wird kaum noch wahr genommen.

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  7. von Anton Heukamp · 7.
    20% verendete Tiere???

    ...es möge mir bitte jemand die Zahl von 20% verendeten Tieren (im Durchschnitt) belegen. Das ist schlicht unwahr. Das überlebt kein Tierhalter, auch wenn es das "Produktionsziel" einiger, undifferenzierter Pressevertreter ist. In der Praxis sind 3% Verluste schon extrem viel, gute Betriebe liegen deutlich darunter. Erst mit der Sache beschäftigen, dann um sich schlagen (aber nur wenn es berechtigt ist)!

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  8. von Wilhelm Grimm · 8.
    Naja Herr Jörg Meyer,

    Das Hochproblematische an Herrn Grossarth ist, dass er sein wahres Gesicht nicht immer zu erkennen gibt. Darauf sind m.E. auch schon Landesverbände hereingefallen.

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  9. von Jörg Meyer · 9.
    Naja

    Ich war im Dezember auf einem Seminar in Bonn bei der Andreas-Hermes-Akademie zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Der Seminarleiter vertrat die Auffassung es gebe nur einen echten Agrarjournalisten in Deutschland: Herrn Grossarth.....

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  10. von Lars Henken · 10.
    Bauern die Meinung verbieten?

    ich finde die Öffentlichkeitsarbeit von Marcus Holtkötter & Co. einfach nur gut. Das sollten noch viel mehr Landwirte machen, ich versuche da ja auch schon seid längerem einiges zu tun, wenn auch nicht in dem Umfang wie es einige andere machen. Was Herr Grossarth angeht, so frage ich mich was in seinem Kopf vorgeht, gehört zu einem vielstimmigen Diskurs nicht auch die Sichtweise der Bauern? Ich habe schon mit Herrn Grossarth E-Mail gewechselt und ich war über seine Sprunghaftigkeit doch verblüfft. Nach der ersten Mail dachte ich, der Mann hat ganz vernünftige Ansichten, in der zweiten Mail kam dann die Generalabrechnung mit der ganz groben Keule. Man hätte den Eindruck haben können, die Mails wären von verschiedenen Leuten geschrieben worden. Ich finde es immer sehr bedauernswert, wenn ein Diskussionsteilnehmer meint einem anderen das Recht sich zu äußern absprechen zu wollen. Anscheinend hat Herr Grossarth Probleme damit Meinungen gelten zu lassen, die nicht seiner eigenen entsprechen. Viel schlimmer findet ich allerdings, dass der NDR meint je mehr die Landwirt von sich preis geben, um so mehr müssten die Journalisten dagegen halten. Man könnte es fast so verstehen, dass der NDR meint man müsse mehr in Ställe einbrechen je mehr Landwirte an die Öffentlichkeit gehen. Hier kann man den NDR-Beitrag sehen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Das-Bild-der-Bauern,bauernverband148.html

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  11. von Paul Siewecke · 11.

    Und ich suche immer noch nach den Studien, wonach 20% der Schweine es nicht bis zumSchlachthof schaffen. Eventuell, wenn man Totgeburten und Nachgeburt mitzählt???

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  12. von Gerhard Seeger · 12.
    Herrn Grossarth, mit "ss" und "th"...

    ... hielt ich bisher stets für einen Journalisten mit relativ geerdetem Hintergrund. In diesem Beitrag agiert er allerdings so wie es vielen Landwirten immer vorgeworfen wird. "Getretene Hunde beißen" sagt man. Herr Grossarth und seine Berufskollegen fühlen sich durch die vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit der gezeigten Bauern ausgebootet. Bei Durchsicht der gebloggten Videos erkenne ich den ganz normalen Alltag mit all seinen Licht- und Schattenseiten unseres Berufes. Interessant, facetten- und vor allem arbeitsreich. Umso höher ist anzuerkennen wenn Landwirte neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch noch filmen, erklären, schneiden und bloggen. Das scheint der Journaille nicht zu passen, kommen doch hier Informationen unters Volk die mit der Sichtweise der Sensationspresse nicht übereinstimmen. "Es kann nicht sein was nicht sein darf" ist ein weiteres passendes Sprichwort. Ich wünsche unseren bloggenden Kollegen Erfolg bei ihrer Arbeit, viel, hoffentlich positive Resonanz, und die Erkenntnis: Wenn Journalisten diese Bloggs empören, dann habt Ihr alles richtig gemacht.

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  13. von Hans Gerster · 13.
    Meinungsmache ohne jegliche Zulassung sachlicher Kommentare...

    Da fehlen einem die Worte als Landwirt.... Wenn es so weiter geht, gute Nacht. Es gibt bundesweite Gesetze, an die sich jeder Tierhalter halten muss! Bei Nicht-Einhalten gibt es erhebliche Strafen, bis hin zum Tierhaltungsverbot. Übrigens auch bei Haustieren.

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  14. von Gerhard Steffek · 14.
    Angst um die Deutungshoheit?

    Hat Grossarth Angst um die Deutungshoheit seiner Klientel. Wenn ja, dann ist er ja in bester Gesellschaft. Da ist er doch mit den Grünen auf einer Linie. Mit seiner Aussage, daß durch die Blogs und Videos von Landwirten im Netz eine vielstimmige, facettenreiche Diskussion ÜBER Landwirtschaft unterbunden wird, diskriminiert er sich nur selbst. Zumindest beim "Fachpublikum", bzw. bei denen, die es berührt - nämlich bei den Landwirten. Denn - im Grunde hat er ja Recht, beachtet man seine Worte. Hier hat er ja das Wörtchen "ÜBER" mit dabei. Wenn jetzt Landwirte auf einmal mitreden, dann kann man aber nicht "ÜBER" sie reden. Vielleicht ärgert ihn das jetzt, da auf einmal Kontrahenten vorhanden sind, die vielleicht ein bißchen mehr Ahnung von der Materie haben als so ein "Diplom-Volkswirt". Obwohl doch gerade das entsprechende Vielfalt und Facetten zur Diskussion beitragen könnten. Aber vielleicht ist es so wie bei den Grünen, daß er nur seine Sichtweise gelten lässt und alles andere ist Populismus. Den Landwirten, die das machen, kann man nur den allergrößten Respekt bezeugen, bekommen sie doch als "Feadback" auch die ganze Breite einer "vielstimmigen, facettenreichen Diskussion" ab. Wobei sie unter Umständen mehr zu verlieren haben als so ein "kleiner" Grossarth. Schließlich lebt und handelt der nicht im "Schußfeld" so mancher militanter "Tierschützer".

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  15. von Berthold Lauer · 15.

    "Grossarth hat den Eindruck, dass so letztlich eine vielstimmige, facettenreiche Diskussion über Landwirtschaft unterbunden werden solle." Zitat Ende. Erreicht man das, indem man nur die Horrorbilder und die Skandale bringt???? Sind diese Blogger nicht auch eine Stimme und eine Facette einer solchen breiten Diskussion??? Oder geht es ihm eigentlich nur um seine Deutungshoheit??? Dürfen Tiere in landwirtschaftlicher Nutztierhaltung nicht erkranken?? Jeder verantwortungsvolle Tierhalter wird aus jeder Erkrankung seine Schlüsse ziehen und versuchen sie für die Zukunft zu vermeiden, und wenns nur aus wirtschaftlichem Interesse ist. Vielleicht sollte auch mal einen Blick auf den Haustierbereich werfen, wo gefühlt mehr als die Hälfte der gehaltenen Tiere an übertriebener oder nicht artgemäßer Fürsorge und Pflege erkanken und den Kleitierpraxen und der Haustierindustrie die Kassen füllen.

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  16. von Hermann Stroemer · 16.
    Herr Grossarth

    möchte also eine vielstimmige facettenreiche Diskussion. Aber bitte ohne die Stimmen einiger Landwirte. Ein solches Aufklärungs- und Informationsverständniss für einen Journalisten ist schon bemerkenswert.

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  17. von Wilhelm Grimm · 17.
    Entschuldigung !

    Grossarth mit th !

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  18. von Wilhelm Grimm · 18.
    Das hochproblematische an Grossardt ist,

    dass er Landwirtschaft erklären möchte, aber sein Fachwissen nicht in der vielseitigen landwirtschaftlichen Praxis erworben hat.

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  19. von Albert Maier · 19.
    Sollte Grossarth...

    .... sich tatsächlich so geäussert haben, wie hier dargestellt, so hat er m.E. den letzten Funken an Seriosität verloren. Der Schlingerkurs von Schwarz mit dem Anspruch, erverybodys Darling zu sein, schadet der Landwirtschaft allerdings genauso!

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  20. von Hubertus Berges · 20.
    Meinungsmonopol

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein FAZ Journalist, der sogar illegale Aufnahmen für unproblematisch hält, findet es dagegen problematisch, wenn ein Landwirt seine Bilder veröffentlicht! Gehts noch? Fürchtet er um sein Meinungsmonpol? Leider ist in den letzten Jahren der Qualitätsjournalismus billiger, teilweise schlecht recherchierter Meinungsmache gewichen. Häufig haben gerade scheinbar renommierte Blätter hier völlig einseitig berichtet. Die Story war schon im Kopf des Schreibers fertig, bevor mit der Recherche begonnen wurde. Sich dann über andere Veröffentlichung aufzuregen ist dann sehr entlarvend aber absolut lächerlich!!

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  21. von Bernd Müller · 21.
    Das Problem ist...

    ...das die Printmedien immer nur die schrecklichen Bilder aus den Ställen zeigen. Die anderen machen ja keine Auflage, die aber die Regel sind. Ich ziehe vor Kollegen wie Herrn Holtkötter den Hut, die versuchen der breiten Bevölkerung ein realistisches Bild der heutigen Landwirtschaft zu zeigen. Herr Schwarz hat recht wenn er sagt, dass die Landwirtschaft in der Vergangenheit viel versäumt hat. Das ist einer der großen Aufgaben für die Zukunft in der Landwirtschaft. Es muss angegangen werden und es muss professionell gemacht werden. Wenn die Landwirte es nicht selbst können, muss jemand dafür engagiert und bezahlt werden. Es könnte auch über eine Art Umlage wie früher die CMA funktionieren

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