109 von 180 Ferkeln bei Ankunft tot

Ferkel Ferkel
Bild: Archiv (kein Bezug zum Fall)

In Demker im Landkreis Stendal haben die Behörden nach Anwohnerbeschwerden auf einem Betrieb 109 tote Ferkel gefunden. Sie stammen von einem Hof in einem anderen Kreis und wurden am Montagabend auf dem Mastbetrieb in Demker abgeladen. Laut dem Betreiber der Schweinemastanlage sollen die Tiere aber schon bei Ankunft tot gewesen sein.

Ersten Informationen zufolge könnte der Transporter überladen worden sein. Gegen den Transporteur haben die zuständigen Behörden Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen laufen weiter.
 
Gegenüber top agrar online erklärte der Landkreis, das Veterinäramt habe zwei der verendeten Schweine durch das Landesamt für Verbraucherschutz untersuchen lassen. Pathologische und morphologische Untersuchungen sowie alle relevanten Testungen auf Bakterien und Viren seien mit negativem Befund.
 
Den Hergang der Ereignisse schildert die Behörde so: „Am Montagabend gegen 19 Uhr hat der Viehhändler 180 Ferkel mit einem Gewicht von ca. 30 Kilogramm zur Endmast nach Demker in einen Schweineaufzuchtbetrieb gebracht. Von den Ferkeln sind 109 verendet abgelegt worden. Eine Meldung an den Inhaber der Ferkelaufzucht erfolgte am Montagabend nicht.
 
Am Dienstag im Laufe des Tages erhielt der Betreiber Kenntnis über die Ablage der verendeten Schweine, organisierte den Abtransport und setzte sich mit dem Veterinäramt in Verbindung. Das Veterinäramt war zu dem Zeitpunkt (ca.15 Uhr) Vorort in Demker, da die Mitarbeiter des Amtes Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen sind.
 
Um 16:45 Uhr, Dienstag, waren die verendeten Tiere zur Entsorgung aufgeladen und die Hygienemaßnahmen am Ablageort abgeschlossen. Untersuchungen der verendeten Tiere, durch das Landesamt für Verbraucherschutz, wurden am Mittwoch ohne Befund bekannt gegeben. Der Betrieb in Demker wurde vom Veterinäramt kontrolliert, die Tiere und die Anlage sind in unbedenklichem Zustand.
 
Das Transportunternehmen für die Tierlieferung ist im Landkreis Salzwedel, Dähre, ansässig. Der Auftraggeber, ein Ferkelaufzuchtunternehmen, hat ihren Geschäftssitz in Mecklenburg Vorpommern. Laut den Angaben des Betreibers aus Mecklenburg Vorpommern wird das Transportfahrzeug derzeit untersucht. Ermittlungen werden durch DEKRA, Polizei und Veterinäramt Salzwedel durchgeführt.“

Ferkel stammen nicht aus Mecklenburg-Vorpommern

Am Donnerstag war der Fall nun auch Thema im Agrarministerium von MV. Dieses stellte klar, dass es sich bei den verendeten Ferkeln aus Sachen-Anhalt nicht um Tiere aus Mecklenburg-Vorpommern handele. Die Tiere stammten aus einem Zuchtbetrieb in Brandenburg. „Der Vorfall ist zutiefst bedauerlich. Um so wichtiger ist mir die Tatsache, dass kein Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern an dem Geschehen beteiligt ist“, betont Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.


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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Andreas Thiel · 1.
    Sauerei...

    Ist sowas...

    Das meinen unsere Leser:
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