Achtung: Tierrechtler installieren aktuell Kameras in Ställen

Stalleinbruch Tierrechtler sind in niedersächsischen Ställen unterwegs; Video einer Tierrechtorganisation
Bild: Archiv

In dieser Woche sind offenbar Tierrechtler und Tierrechtsorganisationen im Raum Cloppenburg/Lohne unterwegs, um heimlich Videoaufnahmen in Geflügel- und Schweineställen zu erstellen oder um Überwachungskameras zu installieren. Hintergrund dürfte das Urteil des OLG Naumburg sein, bei dem Eindringlinge einer Organisation freigesprochen wurden.

Für die entsprechenden Berichterstattungen, verbunden mit Negativschlagzeilen für die Branche, ist dann vermutlich damit zu rechnen, dass Filmaufnahmen und Bilder aus Geflügelställen, aber aktuell auch aus Schweineställen, über die Medien präsentiert werden. Aus der Praxis ist zu hören, dass Tierrechtsaktivisten in Hotels in Cloppenburg und Vechta abgestiegen sein sollen.

Geflügelhalter berichten bereits, dass in den Nächten zu Dienstag und Mittwoch Aktivisten in Hähnchenställe eingestiegen sein sollen, um Filmaufnahmen zu machen. Angeblich sollen Personen dabei entdeckt worden sein, die Polizei sei verständigt.

Die Tier- Aktivisten sollen mit PKWs, aber auch mit Fahrrädern unterwegs sein, um Stallanlagen zu filmen. Für Samstag, den 10. März 2018, planen die Tieraktivisten ab 14.00 Uhr eine Demonstration am Bahnhof in Lohne. Es werden bis zu 3.000 Demonstranten erwartet. Laut einer Facebook-Meldung der Tierrechtler geht es u.a. bei der Demo um angebliche „Tierrechtsverletzungen“, „menschenunwürdige Ausbeutung und Unterdrückung von Leiharbeiter/innen“ und die „Ausschlachtung der natürlichen Grundwasserressourcen“. Mit der Demo wollen die Tierrechtler ihre Solidarität gegenüber Tierbefreiungsaktivisten zeigen, die bereits in Haft sitzen oder demnächst vor Gericht stehen.

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13 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Hermann Kamm · 1.
    mei oh mei, ihr stellt euch an,

    ganz einfach das Hausrecht ausüben wenn Stall Einbrecher am werke sind. Und wer es alleine nicht schafft, dann müsst ihr euch halt mit ein paar Kollegen zusammen tun.

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  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    @Gerhard Steffek

    Guter Hinweis zum OOWV (Oldenburg-Ostfriesische Wasserverband). Dass die nur 20 Brunnen haben wusste ich nicht, erklärt aber so Einiges: Im emsländisch-ostfriesischen Raum gibt es auf Kley und Moorböden (anmoorig/tiefgepflügt/übersandet) kein Nitratproblem. Ganz einfach deswegen, weil die Sauerstoffsättigung des Grundwassers unter 1% liegt (Biostufe Kläranlage: Denitrifikation bitte googeln). Auf Sandböden liegt der Sauerstoffgehalt des Wassers bei ca. 5%, ein Problem für die Denitrifikation. Wenn nun der OOWV nur 20 Brunnen hat ( die alle unter den schweren Böden liegen) bedeutet das, dass der Wasserverband wie in einem riesigen Trichter das Wasser von oben nach unten saugt. Dadurch kommt Sauerstoff in das System, viel Sauerstoff das die anaeroben Mikroorganismen abtötet. Mit fatalen Folgen für die Denitrifikationsfähigkeit der äußerst fruchtbaren Böden (extrem hohe Humusgehalte). Hinzu kommt die erhöhte Mineralisierungsrate durch den Sauerstoff und die unnatürliche Erwärmung des Bodens, weil das "Wasser von unten" weg ist und damit die natürliche Kühlung, die erst zu den hohen Humusgehalten geführt hat, wegfällt. Kein Wunder also dass der OOWV nach dem Motto "Haltet den Dieb" vom eigenen Versagen ablenken will.

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  3. von Christian Bothe · 3.

    Bei so einem skandalösen Urteil (OLG Naumburg) wundert es mich nicht mehr,das EU Mitgliedsstaaten die Unabhängigkeit von Gerichten anzweifeln und andere Wege gehen.Für diese s.g.Tierschützer ist das ein Freibrief und der Staat sollte aktiv werden.

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  4. von Gerhard Steffek · 4.
    Übersehen!

    Ausschlachtung der natürlichen Grundwasserressourcen! Das ich nicht lache! Die einzigen die die natürlichen Grundwasserressourcen nach Strich und Faden ausbeuten sind doch die öffentlichen Wasserversorger wie z.B. der OOWV (Oldenburg-Ostfriesische Wasserverband). Oder wie soll man es sonst nennen wenn aus wenigen Brunnen aus 100 Metern Tiefe das Wasser für über eine Million Kunden gewonnen wird? Der Durchschnittliche Tagesbedarf wird mit 150 Liter pro Person gerechnet. Da braucht es ja auch keinen wundern, wieso der OOWV so sehr an der Wasserqualität interessiert ist. Verwunderlich ist nur, daß er sich gleichzeitig nicht zu schade ist auf die Bauern einzudreschen. Denn ein Miteinander ist allemal besser als ein Gegeneinander. In Bayern haben wir hier sehr viele gut funktionierende Modelle. Zumal wir bezogen auf die zu versorgende Bevölkerung von 670.000 EW in den Landkreisen Ebersberg, Miesbach, Rosenheim und Mühldorf über 800 Wasserversorgungen (Brunnen) haben und nicht nur 20 wie der OOWV. Wobei aus dem Landkreis Miesbach auch noch die Stadt München zu 80 % ihr Wasser bezieht. Das aber auf freiwilliger Kooperation mit den dortigen Landwirten. Ein Beispiel, wie es auch anders gehen kann. Der OOWV sollte zudem noch die Füße still halten, denn durch die dortigen tiefgründigen, humosen und moorigen Flächen, kann alleine schon aus dem vorhandenen im Humus gebundenen Stickstoff eine gewaltige Nitratfracht in den Untergrund möglich sein. Ich denke hier nur an den Torfabbau in der Esterwegener Dose.

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  5. von Gerhard Steffek · 5.
    @Wilhelm Gebken -

    GG - ich weiß. Das GG beißt sich ja zum Teil selber in den Schwanz, bzw. tritt sich auf die Füße und steht sich selber im Weg. Ein aktuelles Beispiel ist zur Zeit der Islam. Dieser ist nach Art. 20 in Deutschland nicht tragbar, wird aber durch Art. Absatz 2 erlaubt, obwohl der Islam von sich aus wieder zu Art. 2 Absatz 1 konträr ist und Art. 2 und 3 mit Füßen tritt. Es kommt leider immer wieder darauf an, worauf man Wert legt. Wobei es wirklich eindeutig ist, daß Angela Art. 16 sehr stark gebogen hat, um nicht zu sagen mißbraucht, aus humanitären Gründen. Leider wurde hier dann anscheinend übersehen, daß diese Leute aufgrund ihrer Herkunft meines Erachtens, um ihm landwirtschaftlichen Jargon zu bleiben, bei uns in "keiner "artgerechten Haltung" leben können. Es ist einfach eine fremde Welt. Aber angefangen hat es ja schon unter Helmut Kohl als er über unsere Köpfe hingweg den Euro einführte. Ich habe noch gut seine Worte im Kopf, das deutsche Volk wäre nicht dazu in der Lage die Tragweite der Entscheidung zu überblicken. Ich empfinde das noch heute als Frechheit.

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  6. von Wilhelm Gebken · 6.
    @ Gerhard Steffek, was will man erwarten?

    Der Fisch fängt bekanntlich am Kopf zu stinken an. Und da haben wir ja bekanntlich eine Bundeskanzlerin, die Art. 16 a Abs.2 GG ausser Kraft gesetzt hat, was bekanntlich nur eine zweidrittel Mehrheit der Bundestagsabgeordneten könnte. Lediglich Thomas die Misere hätte in seiner Eigenschaft als Innenminister begründete Ausnahmen in Einzelfällen nach § 18 Abs 4 Nr. 2 zulassen können. Er kann aber schwerlich die Ausnahme zur Regel machen und so über die horrenden Ausgaben von 100 Milliarden Euro jährlich als Folge seiner Entscheidungen befinden. Dagegen wirkt die 1 Milliarde jährlich für Tierwohl in der Schweinemast geradzu lächerlich und zeigt sehr deutlich die behandlungsbedürtige geistige Verwirrtheit unserer angeblichen "gesellschaftlichen Eliten".

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  7. von Armin Brader · 7.

    Art.20, so sollte es sein. Seit Merkel gilt nichts mehr!

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  8. von Gerhard Steffek · 8.
    Grundgesetz Art. 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist. Dieser Artikel sagt eigentlich alles aus und zum Glück ist er unveränderbar. Satz 4 ist für mich auch Hinweis für die eigenständige Abhilfe. Das Urteil des OLG Naumburg ist mir nach wie vor unverständlich. Nicht nur das es an meinem Selbstverständnis eines ordentlichen Staates, der sich seine Staatsgewalt nicht aus der Hand nehmen lässt, kratzt, nein es tritt auch noch unsere staatlich Grundordnung, unser Grundgesetz mit Füssen. Hier werden für mich ganz klar die Artikel 13 und 20a im weiteren Sinne verletzt. Demgemäß wäre es dann sogar möglich diese "Vereine" nach Artikel 9 zu verbieten, bzw. sind grundsätzlich verboten.

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  9. von Hans Merk · 9.
    Wenns so ist

    warum nicht im Stall Bewegungsmelder mit Handyalarmierung. Dann gibt's da noch Literflaschen mit Pfefferspray als Begrüßung..,. Leute empfangt diese Einbrecher aktiv und seit nicht immer nur (Bauern)Opfer!

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  10. von Armin Brader · 10.

    immer ein Ersatzstihl für den Besen dahaben

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  11. von Andreas Christ · 11.

    und es wird noch vom Staat gedeckt

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  12. von Reinhard Matzat · 12.
    Richtig Herr Plaas-Beisemann!

    Und wenn sie nicht erfolgreich sind müssen sie die Kadavertonnen aubrechen und im Stall entsprechend preparieren um das gewünschte Bildmaterial zu bekommen

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  13. von Henrik Plaas-Beisemann · 13.
    Liebe Vertreter der Medien

    Anhand der immensen „Kontrolldichte“ durch selbsternannte „Kontrolleure“ können Sie erkennen, dass systematische Probleme in der Tierhaltung offenbar nicht vorliegen. Unsere lieben Freunde der Selbstjustiz müssen eine große Anzahl an Betrieben auskundschaften, um mit Mühe und oft mit manipulierten Bildern überhaupt genug Bildmaterial zusammen zu bekommen, um damit ihren Geschäftszweck aufrechtzuerhalten.

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