Aeikens möchte Deutschland zum Agrarexportstandort ausbauen

Hermann Onko Aeikens Hermann Onko Aeikens
Bild: DBB

Agrar-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens hat auf dem Bauerntag des Deutschen Bauernbundes (DBB) in Bernburg die Leitlinien der Bundesregierung für eine künftige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik vorgestellt. Dabei geht es vor allem um ein besseres Verständnis zwischen Landwirten und Verbrauchern, eine größere Akzeptanz und mehr Transparenz.
 
Der Gunststandort Deutschland soll zum Agrarexportstandort ausgebaut werden, wobei die erste Aufgabe der Landwirtschaft die Produktion von Nahrungsmitteln ist, zitiert ihn der DBB. Zur künftigen gemeinsamen Agrarpolitik habe er den Erhalt der Direktzahlungen für den aktiven Landwirt hervorgehoben. Hierbei dürfe der Brexit keine Rolle spielen.

Dringenden Handlungsbedarf sehe Aeikens dagegen im künftigen Umgang mit dem Bodenmarkt. Die Länder müssten motiviert werden, gesetzliche Regelungen auf den Weg zu bringen.
 
Während der Podiumsdiskussion nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, die Europaabgeordnete Maria Noichl und die Abgeordneten aus drei verschiedenen Landtagen über ihre Vorstellungen für eine künftige Agrarpolitik in Deutschland zu befragen. Dabei wurden die unterschiedlichen Auffassungen in den Themen Kappung/Degression, Bodenmarkt und auch im Umwelt- und Tierschutz sehr deutlich.
 
„Wir hoffen, dass wir mit dieser Podiumsrunde und unserem Wahl-O-Maten, der von allen Parteien beantwortet wurde, unserer Bauernschaft eine Hilfe für ihre Wahlentscheidung in zwei Wochen gebe konnten“, so Jochen Dettmer, der neu gewählte Präsident des Deutschen Bauernbundes am Ende des Bauerntages.

DBB

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Dr. Heinrich Schulze Lammers · 1.
    Mehr Exporte, weil wir Importweltmeister sind

    Leser Frenzel hat recht. Wir sind Importweltmeister. Deutschland imortiert riesige Rohstoffmengen, entzieht dem Weltmarkt die Erträge von Miliionen ha. Wir benötigen noch einmal die halbe Anbaufläche, die wir selbst in Deutschland haben, vom Weltmarkt für unsere Inlandsernährung zusätzlich. Deswegen wäre es in höchstem Maße verantwortungslos, den Export zu drosseln. Mit Exporten stützen wir vielleicht die deutsche Agrarwirtschaft, vor allem reduzieren wir unser Handelsdefizit. In Zeiten einer guten Versorgungslage mag man ein solches Handelsdefizit hinnehmen, in den Jahren 2007 und 2012 wäre eine Katastrophe für Millionen Menschen gewesen.

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  2. von Harald Finzel · 2.
    Schneller kann man sich nicht ins Abseits manövrieren

    Vorrangige Aufgabe des deutschen Agrarsektors sollte es sein, die heimische Bevölkerung ausreichend mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Dass dies angesichts der Importe auch gewisse Exporte bedingt, ist nur folgerichtig. Angesichts eines jährichen Agrarhandelsdefizits von rund 9 Mrd € (!) aber von einem "Agrarexportstandort" zu sprechen, ist völlig daneben. Kein Wunder, dass der Bürger zunehmend fragt, weshalb denn der Agrarsektor mit Milliarden aus der Staatskasse unterstützt wird.

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  3. von Gerd Uken · 3.
    Gunststandort

    Was ist das eigentlich Herr Aikens? Ostfriesland/Regional waren doch diexSchkagworte vor Weihnachten,Nischen bedienen. Der Export boomt doch und trotzdem keine 40 Cent?!

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