Alle Jahre wieder: Demo gegen die "Agrarindustrie"

Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt" fand am Samstag die jährliche Demonstration von Kritikern der heutigen Landwirtschaft statt. Rund 30.000 Menschen mit etwa 70 Schleppern sollen es nach RBB-Angaben dieses Mal gewesen sein.

Sie forderten besseren Tier- und Naturschutz in der Landwirtschaft sowie von der Bundesregierung eine agrarpolitische Wende. Statt weiterhin "Klientelpolitik für die Agrarindustrie" zu betreiben, solle sich die Bundesregierung für eine "tiergerechte und ökologische Agrarwende" einsetzen, hieß es.

"Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, lässt die Bauern im Stich und handelt gegen die Interessen von Verbrauchern, Tieren und Umwelt", erklärte Jochen Fritz vom Bündnis "Wir haben es satt". Er kritisierte eine mögliche Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa und forderte eine Landwirtschaftspolitik, "die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft."

Neben Tierwohl und Gentechnik rückten die Unterstützerorganisationen vor allem das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA in den Blickpunkt. Das Abkommen schade Verbrauchern und Landwirten gleichermaßen. "Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik auf dem Teller lehnen wir ab", erklärte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. Stattdessen sollten die bäuerlichen Betriebe in Deutschland gefördert werden.

Darüber hinaus gelang es einigen Aktivisten, am Funkturm auf dem Messegelände ein Transparent auszurollen. Auch in den Messehallen selbst gab es einige Aktionen, darunter auch auf dem Erlebnisbauernhof.

Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begrüßte nach RBB-Informationen, dass sich Demonstranten an der politischen Debatte beteiligten. "Alle Argumente, die dort vorgetragen werden, spielen auch in unserer Diskussion eine Rolle und haben ihre Berechtigung", sagte er. Es sei gut, dass die Demonstranten ihre Meinung sagten, "weil es zeigt, dass viele Menschen sich Gedanken machen um die Welternährung". Gute Landwirtschaft mit nachhaltiger Produktion und hoher Qualität wollten alle erreichen. Über den Weg dorthin gebe es verschiedene Ansichten.

DBV-Präsident Joachim Rukwied stellte dagegen klar, dass die Branche nicht mehr bereit sei, über "Kampfthemen" mit Menschen zu diskutieren, die eine andere Landwirtschaft wollen.

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56 Leserkommentare Kommentieren

  1. von meyenburg33 · 1.
    Wir machen weiter...

    bis unser Ziel erreicht ist, tönt es von den Berliner Bühnen. Dann wird auch der letzte Jungbauer entnervt das Handtuch geschmissen haben. Verständlicherweise.

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  2. von xf1 · 2.
    "Umwelt und langfristige Spätfolgen kosten bekanntermaßen den derzeitigen Betriebswirt nichts"

    Aha, und das heißt, alle ökologischen Errungenschaften ablegen und wirtschaften wie in den 60igern? Ansonsten hast du Unterhaltungswert. Du bist zu was Besonderem berufen, echt!

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  3. von xf1 · 3.
    Was will die "SAV"

    http://www.sozialismus.info/sav/ _________________________________________________ (google_"SAV_Verfassungsschutz)_"Breites gesellschaftliches Bündnis" Da wundert es nicht, daß der BUND und der BDM sich zuhause fühlen.

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  4. von Torro5100 · 4.

    Schon bei Kuhlmann mar in den siebzigern zu lesen: Das primäre Ziel der Landwirtschaft ist die Erwirtschaftung von Einkommen. Das bedeutet Gewinn. Alles andere ist Geschwafel. Sind nur nützliche Vehikel. In Betrieben juristischer Personen (AG, GmbH) ist das Unternehmensziel Gewinnmaximierung. Gewinne werden in der hochtechnisierten Landwirtschaft unserer Zeit durch perfekte Rationalisierung erzielt. Alles andere orientiert sich in der Betriebswirtschaft daran. Das ist der Unterschied zur Gerneration unserer Großeltern. Dort war Einkommenserzielung in der Landwirtschaft eine wichtige Nebenbedingung. Es ging primär um die Gestaltung eines Lebensraum für die Familie im ländlichen Raum. Wie hätten auch sonst 5ha Betriebe 15 Famileinmitglieder ernähren können. Lebensart zu verwirklichen, das hatte sogar Gültigkeit für die Großen und Blaublütigen. Die Protestbewegung in Berlin richtet sich gegen die heutige gnadenlose Durchrationalisierung unter Vernachlässigung aller gesellschaftlichen Nebenwirkungen, die die heutigen Agrarbetriebe nicht driekt bezahlen oder noch nicht bezahlen müssen. Umwelt und langfristige Spätfolgen kosten bekanntermaßen den derzeitigen Betriebswirt nichts. Werden also vernachlässigt und haben keinen Einfluß auf Prodkutionsentscheidungen (Deckungsbeiträge). Das ist der Skandal der heutigen Agrarproduktion im industralisierten Stil. Das spüren immer mehr Menschen. Deshalb reisen tausende aus ganz Deutschland nach Berlin. Auch viele ( weitsichtige) Bauern. Es geht nicht nur um die Teilnehmer . Hinter jedem Teilnehmer stehen noch einmal geschätzt 5 - 10 Leute. Viele Komentare hier an dieser Stelle zeigen wenig Verständnis für den Kern der Sache, um den es geht. Mit Polemik und Schimpftraden kommt eine Landwirtschaft nicht weiter. Das eine Redaktion dieses niedrige Nieveau von Beiträgen zu lässt, ist der Qualtät von TA nicht zuträglich. Das Thema des Beitrags ist viel zu wichtig, um eine Plattform für Geschrei und Trotz zu sein. Kein Wunder , unsere Präsidenten in D und He machen es ja vor. Wir haben bereits mehr als ein Hand voll grüne Agrarminister in den Ländern. Wir sollten den Diskurs suchen. Aus reinen Zwecküberlegungen. Fragt mal in Hessen nach, wie alt man plötzlich aussieht, wenn man auf das falsche Pferd setzt. Auch für die CDU in Hessen ist der "Berufsstand" nicht mehr so wichtig. Ein wahres Bauernopfer.

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  5. von jobelego · 5.
    http://www.sozialismus.info/2014/01/wir-haben-es-satt-demonstration-2014/

    "Allerdings dominierten vor allem kleinere Initiativen zu speziellen Themen, so dass die allgemein vorherrschende antikapitalistische Grundstimmung auch nicht verwundert. Auch die RednerInnen auf der Auftaktkundgebung griffen zum Teil die Eigentumsverhältnisse an. An über die Forderungen der Demonstration hinausgehenden Ideen zur Frage der Enteignung der Profiteure und demokratisch-sozialistischer Planung bestand ein großes Interesse" Kann man froh sein, wenn jeder Vario wieder heil nach Hause kam.....

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  6. von meyenburg33 · 6.
    Die Grüne Woche

    Hat über 300.000 "Nichtfachbesucher", von ca 82.000.000 Deutschen waren 81.980.000 nicht auf der Demo. Wo bitte kann man da eine Mehrheitsbildung der Bevölkerung rausleiten? Oder kommt die Einschätzung etwa von Internetumfragen, die von einem Splitterbauernverband manipuliert werden?

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  7. von xf1 · 7.
    Torro schreibt: Wir als Bauern sollten mit der Kritik an der modernen Agrarproduktion konstruktiver umgehen.

    Die moderne Agrarproduktion ist durch die gestiegenen Anforderungen an Tierschutz, Qualität, Umweltschutz und Gesundheit - und nicht zuletzt auf Druck der Konsumenten geformt. Daß dabei die Idylle von verschissenen Milchsieben und Holzgeschirr verloren gegangen ist, wird er akzeptieren müssen. Das gibts selbst bei Bio nicht mehr. Leute, die ohne jegliche Begründung gegen die "moderne Landwirtschaft" kämpfen, kämpfen nicht gegen irgend einen erdachten industriellen großkapitalistischen Feind, sondern gegen zehntausende junge Bauernfamilien, die sich ins Zeug gelegt haben, die gestiegenen Anforderungen der Gesellschaft an Landwirtschaft und Lebensmittel, sowie die eigenen Anforderungen eines zeitgemäßen Lebensstandards unter einen Hut zu bringen. Ich finde es äußerst verwerflich und dreckig, wenn jetzt irgendwelche demokratiefeindlichen Kräfte sich auf widerlichste Art ihrem Rücken profilieren wollen, in dem sie einen auf "Dort ist der Jube" machen.

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  8. von Torro5100 · 8.
    Bitte mehr Sachlichkeit

    Die dringende Bitte an die Redaktion auf Sachlichkeit und Respekt zu achten. Besonders die Komentare Nr. 18 und 19 sind inakzeptabel. Die Beiträge von xf1 sind allesamt nicht konstuktiv und förderlich. Der Komentar der Süddeutschen Zeitung vom 17.1. zu Ruckwieds Aussage zur Massentierhaltung auf der Grünen Woche, sagt alles , was unsere Gesallschaft zur modernen Landwirtschaft denkt. Diese Zeitung steht nun wirklich nicht in Verdacht, links oder unseriös zu sein. Wir als Bauern sollten mit der Kritik an der modernen Agrarproduktion konstruktiver umgehen. Der Tipp stammt von Kommunikationsprofis. Warum gestehen einige Kollegen mündigen Bauern nicht zu, das sie aus eigener Überzeugung an der Demo in Berlin teilgenommen haben? Die Demo ging gegen Agrarindustrie, und nicht Agrarwirtschaft. Der Schwerpunkt war diesmal das geplante Freihandelsabkommen mit den USA. An diesem Punkt sollten alle europäischen Bauern aufwachen. Warum wird das Abkommen eigentlich hinter verschlossenen Türen ausgehandelt? An dem Wegfall nichttarifärer Handelsbeschränkungen haben nur Konzerne ein Interesse zur Gewinnmaximierung. Im Lebensmittelbereich nicht die deutsche und deuropäische Gesellschaft und auch nicht die deutschen Bauern. In den USA wird Verbraucherpolitik nur von Wirtschaftsinteressen gemacht. In Deutschland gibt es zum Glück noch politische Willensbildung. Das ist gelebte Demokratie. Das muss man als Bauer aushalten. Demokratie ist nicht nur der Schutz von Eigentumsinteressen. Stellen wir uns der gesellschaftlichen Diskussion. Verweigerung führt ins Abseits. Helmut Keller

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  9. von Rhönerblut · 9.
    Sind es Vorschriften oder Preise

    für erzeugtes Produkt? Was von beiden zwingt die Bauern zum Aufgeben? Ich denke es sind die Preise, die die Kosten nicht decken. Preise für Ihr Produkt, die Kostensenkungen verlangen, die keine angemessene Investition in Komfort für Mensch und Tier erlauben.

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  10. von jobelego · 10.
    wenn Die Politik bei den Kühen mal so durchgreift

    wie bei den Schweinen (Vorschriften, welche nur von größeren Betrieben stemmbar sind und die kleinen zur Aufgabe drängen) hört es mit den idyllischen Anbindeklitschen sehr schnell auf und die letzten Kühe werden aus ihren dunklen AbL-Ställen befreit.

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  11. von jobelego · 11.
    Ob in einem super Stall nun 50 oder 500 Kühe stehen

    ist auf deutsch gesagt scheißegal. Das Komische ist, dass die letztere Zahl von Landwirtschaftsfeinden durchaus noch toleriert wird, während ein bäuerlicher Mastschweinebestand von 1500 oder lächerliche 40000 Hähnchen schon verunglimpft werden. Manche Landwirtschafts"experten" haben weder Ahnung von Vieheinheiten noch von Wertschöpfungspotential noch von tiergerechter Haltung. Und werden trotzdem als solche "Experten" bezeichnet.

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  12. von Rhönerblut · 12.
    Ernährung von Massen von Menschen

    mit Milch und Milchprodukten geschieht als scheinbar auch ohne Massentierhaltung. Noch!? Wenn aber durch die falsche Politik und die Förderung von Massentierhaltung und Agrarindustrie die Masse der Milchbauern zum Aufgeben gezwungen wird, kann die Masse der Bevölkerung in Zukunft wohl auch nur noch durch Massenmilchkuhhaltung mit Milch und Milchprodukten ernährt werden.

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  13. von jobelego · 13.
    Ich weiß von einem Kommentarschreiber

    der hier mit seinem richtigen Namen seine Meinung vertrat. Das Resultat seiner Offenheit waren Drohungen von einem führenden Funktionär eines eigentlich aufgrund der lächerlichen Mitgliederzahl unbedeutenden aber in den Medien als bedeutungsvoll hingestellten Splittergrüppchens. Per mail und Telefon. Sowas muß man sich nicht wirklich antun. Oder?

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  14. von jobelego · 14.
    Selbstverständlich gibt es Massentierhaltung

    wie soll man die notendige Haltung einer Masse von Tieren für eine Masse von Menschen sonst nennen? So gesehen würde auch Rukwied ihre Existenz wohl gerne eingestehen. Da das Wort aber zum Einen völlig undefiniert ist und zum Anderen von seinen Anwendern negativ besetzt wurde, tut man sich zu Recht schwer damit. Ich würde es gerne SO sehen: Massentierhaltung bedeutet die tiergerechte Haltung von Nutztieren in großen hygienischen Ställen mit bestem Klima und guter Gesundheit. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die keine gesundheitlichen Probleme durch Parasiten und Mykotoxine haben wie bei der umweltschädlichen ressourcenverschwendenden Freiland- und Misthaltung und dass man nicht 33% Jungtierverluste hat, wie bei den von völlig fachfremden Ideologen wie zahlreichen NGOs oder 1200-Mitglieder-Bauernsplittergrüppchen geforderten Haltungsformen. Deshalb muß man wohl zwangsläufig Abstand von der Bezeichnung nehmen und ganz einfach und AUCH richtig "moderne tiergerechte Nutztierhaltung" sagen. Sobald es jemand schafft, den Begriff Massentierhaltung klar zu definieren, kann man auch über seine Verwendung oder Nichtverwendung nachdenken. Bis dahin bleibt zu empfehlen, davon Abstand zu nehmen. Und so gesehen war Rukwieds Äußerung auch im Zusammenhang mit Milchvieh in der Tat etwas ungeschickt. Was daraus gemacht wurde, entspricht Medienmachenschaften totalitärer Systeme.

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  15. von Rhönerblut · 15.
    Rukwied

    wenn Rukwied die Aussage, es gäbe keine Massentierhaltung auf Milchvieh bezogen hat, meint er dann damit, dass es sie anderswo gibt und tritt er ihr dann dort entgegen, oder lässt er es laufen?

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  16. von Rhönerblut · 16.
    Kann sein,

    das sich der ein oder andere den Namen von Kommentarschreibern wünscht. Aber was würde er denn davon haben? Sich an seinem Betrieb vergehen? Mehr als eine Tastatur wirds in deren "Betrieben" nicht geben.

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  17. von jobelego · 17.
    Rukwied hat diese Aussage (es gibt keine Massentierhaltung) auf Milchvieh bezogen

    Das wissen die Medien, das weiß auch die AbL. Dass sie das Zitat aus dem Zusammenhang reißen und als Allgemeinaussage hinstellen, zeigt die nicht vorhandene Dialogbereitschaft. Wer mit solchen perfiden Methoden verleumdet, verunglimpft und Dreck wirft hat sich als Diskussionspartner disqualifiziert. Die Intention des Bauernverbandes muß es sein, solche ans Kriminelle grenzenden Machenschaften zu dokumentieren und zu sammeln und öffentlich zu machen. Damit in späteren Epochen niemand sagen kann "Wir haben nichts gewußt"

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  18. von Slowfoot · 18.
    wo bitte gibt es

    denn ein offizielles Register für "Massentierhaltung"? Wo wurde "Massentierhaltung" genehmigt? eine Statistik über "Massentierhaltung" ? Einen Link?

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  19. von eniemann · 19.
    Südddeutsche Zeitung vom 17.1. zu Rukwied: "Kopfschütteln und Hohngelächter"

    Doch Begriffe wie Agrarindustrie und Massentierhaltung sind für Rukwied einfach nur Kampfparolen, durch die er rechtschaffene Landwirte diffamiert sieht. Er werde das nicht tolerieren, schimpft er kurz vor Beginn der Grünen Woche in Berlin bei einer Pressekonferenz. Harte Worte. Dann fügt er noch hinzu: "Massentierhaltung gibt es nicht." Ein Satz, der bei den meisten Zuhörern im Saal verständnisloses Kopfschütteln oder gar Hohngelächter auslöst. … Solche Aussagen machen deutlich, wie fremd sich Verbraucher und die gesamte Ernährungswirtschaft in den vergangenen Jahren geworden sind. Die Fronten sind verhärtet. Und daran sind nicht in erster Linie die Konsumenten oder kritische Umweltverbände schuld, sondern Bauern- und Lebensmittelverbände selbst. Kaum eine Branche ist so intransparent. … Sicher sind manche Vorwürfe, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht, so nicht oder nur zum Teil berechtigt. Genauso offensichtlich ist es jedoch, dass einiges im Argen liegt. Aber der Mangel an Bereitschaft zur Selbstkritik ist nicht zu übersehen. Es hilft nichts, Begriffe wie Agrarindustrie oder Massentierhaltung in den Giftschrank des Vokabulars zu verbannen. Probleme lassen sich nicht durch totschweigen oder schönreden aus der Welt schaffen. Kritiker lassen sich auch nicht den Mund verbieten. Rukwied wäre deshalb gut beraten, moderatere Töne anzuschlagen und den konstruktiven Dialog zu suchen. Verbraucher sind Kunden, die ein Recht darauf haben, umfassend und aufrichtig informiert zu werden. Der Ruf einer ganzen Branche steht auf dem Spiel. Lebensmittel sind eine Sache des Vertrauens, und das will verdient sein. Konsumenten sind zunehmend skeptisch - und tragen ihren Unmut auf die Straße. Seit vier Jahren demonstrieren sie unter dem Motto "Wir haben es satt" am Rande der Grünen Woche gegen Fehlentwicklungen in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter einen neuen Besucherrekord mit weit über 20.000 Teilnehmern. Nicht nur Umwelt-, sondern auch Sozial-, Gewerkschafts- und Kirchenverbände haben dazu aufgerufen. Selbst Landwirte beteiligen sich. Es ist die größte Protestaktion dieser Art in Deutschland. … Vor allem das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, Hauptthema der geplanten Demonstration, beunruhigt immer mehr Verbraucher. Die Angst, dass mit einer transatlantischen Handelsunion Gentechnik und Chlorhühnchen auf dem Teller landen und mühsam erkämpfte Qualitätsstandards aufgegeben werden, ist groß. Bauernverband und Lebensmittelindustrie haben bislang nicht eindeutig Stellung bezogen bei diesem heiklen Thema. Auch das schadet dem Ansehen. Dies lässt den Verdacht aufkommen, dass die Branche durchaus zu Zugeständnissen bereit sein könnte, um ihre Exportchancen zu verbessern. Der Verdacht ist nicht unberechtigt, denn sie wächst seit Jahren nur noch dank steigender Ausfuhrzahlen, in Deutschland stagnieren dagegen die Umsätze. Und die USA machen mächtig Druck, dass die EU ihre strengeren Vorschriften für Lebensmittel lockert und so etwa den Weg für Gentechnik und Hormonfleisch in Europa frei macht. Der Bauernpräsident muss rasch Position beziehen, wenn er den Schaden begrenzen will. Nicht nur Konsumenten, vor allem auch kleine und mittelständische bäuerliche Betriebe hätten das Nachsehen, wenn die EU-Kommission den Forderungen der USA nachgeben sollte.

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  20. von xf1 · 20.
    Röhnerblut, die haben nicht die "Agrarindustrie" satt

    sondern alle Bauern, die Tiere halten. Die Demonstration fand unter dem Motto einer Einführung der bioveganen Landwirtschaft statt (Seite 6, AbL). Die paar Ewiggestrigen, welche als bezahlte "Demo-Bauern" teilgenommen haben, erhoffen sich vielleicht noch, die Politik möge den erfolgreicheren Nachbarn enteignen (auch Enteignung war ein Leitthema der Demo), und es dann ihm zuteilen, und der ein oder andere würde sich die Namen der Kommentarschreiber wünschen, um an dessen Betrieb "Zivilen Ungehorsam" ausüben zu können. Insgesamt ein ganz bunter Haufen, mit unterschiedlichsten Interessen - lediglich geeint im gemeinsamen Feind - und das ist jener, der sie satt macht. rein von K20-Sprossen wollen sie dann doch nicht leben.

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  21. von Rhönerblut · 21.
    Halloooooo Redaktion

    Die Demo hat die Agrarindustrie satt! Sie wendet sich ausdrücklich nicht gegen die Agrarwirtschaft. Zu der Agrarwirtschaft zähle ich mich als bäuerlicher Betrieb auch, fühle mich aber durch die Demo unterstützt und nicht angegriffen. Da die Redaktion schreibt, dass sich die Demo gegen die heutige Landwirtschaft richtet, ist es ein journalistisch ganz miserabel recherchierter Bericht. Auch heute gibt es noch bäuerliche Landwirtschaft, deren Obergrenzen auch definiert sind. Und gerade diese Betriebe sollen durch die Demo unterstützt und geschützt werden. Geschützt vor der Agrarindustrie. Also liebe Redaktion, was soll das?

    Anmerkung der Redaktion:
    Vielen Dank, ist geändert. Die Passage wurde von einer Tageszeitung falsch übernommen.

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  22. von jobelego · 22.
    Da gibts nichts zu beschönigen

    nichts zu verharmlosen. Wenn Tierhalter mit Veganern kuscheln. Wenn Milchviehhalter moderne tiergerechte Schweinehaltungssysteme anprangern und Haltungsformen fordern, welche für 33% Tierausfälle stehen. Wenn Ackerbauern mit Pflanzenschutzfeinden wie dem BUND händchenhalten. Wenn man als "Bauer" gegen 99% seiner Kollegen hetzt weil man sich dadurch Marktvorteile erhofft. Wenn man für ein wenig Judaslohn den 939er startet um gegen "Agrarindustrie" zu wettern.... dann taugt nicht mal mehr "einfältiges Gemüt" als Entschuldigung.

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  23. von toddelg · 23.
    @simon

    Man kann unterschiedlicher Meinung sein, nur sollten sich Meinungen an Fakten halten, sonst ist das relativ gesehen eher Karneval für Blödsinn. Selten so planlose Leute gesehen.

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  24. von simson09 · 24.
    Wenn man sieht was hier abgeht.....

    ....dann könnte das hier das treffen der anonymen Frustrierten sein.Immer drauf hauen ohne Sinn und Verstand und Topagrar liefert jeden Tag neues Kanonenfutter.Und dann Leute ,die hier 10 Kommentare auf die Seite hauen,nur weil mal jemand anderer Meinung war,da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.Es mag ja sein ,dass diese Demonstranten "nur "böses im Sinn hatten,was ich aber nicht glaube.Ich denke,die Zeit wird es zeigen,vielleicht denken wir bald genauso.

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  25. von xf1 · 25.
    Dabei sind doch ganz andere Prioritäten zu setzen:

    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2014/019-FR-Agrarministergipfel.html

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  26. von martin61 · 26.
    Alle Jahre weider

    Alle Jahre wieder gehen die Z-Promis ins Dschungel-Camp und alle Jahre wieder Gehen die Taugenichtse der Landwirtschaft mit der verlogen und landwirtschaftsfeindlichen Spendenmafia in Berlin zur Demo (schreiben dazu noch einige naive und dumme Kommentare). Und alle Jahre wieder ist es ein Medianfressen, man sucht nun mal das Abnormale. Hierzu kann man nur sagen: Nur die dümmsten Kälber suchen sich ihren eigenen Metzger selbst.

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  27. von xf1 · 27.
    Mich stört keineswegs, wenn die Demonstranten Größenstrukturen ala Straathof ablehnen

    Aber der "Kampf", den sie führen, muss ein Ehrlicher sein - mit Fakten. Da kann man weder mit Qualität, noch mit Tierschutz gegen an kämpfen, und mit AB-Verbrauch schon garnicht. Hätte Straathof die Ausfallquote ähnlich der Biolandwirtschaft, wäre er Pleite (Verreckte Tiere sind kein Tierschutz). Straathof ist bekannt für gesunde Ferkel und Zuchtlinien, die außerordentlich krankheitsresistent sind. Hat natürlich auch Vorteile, die gesunde Aufzucht. Wenn wie in der Biobranche 33% vor dem Verkauf verrecken, bedeutet das nicht, daß die anderen, welche grad so überlebt haben, umso gesünder sind. Insgesamt ist es auch kein Geheimnis, daß Tiere in Biobetrieben nicht so gesund sind, wie in konventionellen Betrieben. Ja, wenn sie weniger gesund sind, brauchen sie bestimmt nicht weniger AB. Mit Klimaschutz kann die Biolandwirtschaft auch nicht punkten, wenn es ein physikalisches Gesetz ist, daß jedes Korn Biogetreide mindestens den doppelten CO2-Ausstoß verursacht hat. Gesundheit ist auch kein Thema. Das einzige mal, wo erstmals seit dem Krieg Menschen direkt der Landwirtschaft geschuldet erkrankt und gestorben sind, war ursächlich die Biovegane Landwirtschaft an der Todesmeile K20 in Bienenbüttel. Die Gegner der modernen Landwirtschaft (Kuhkomfortgeneration), welche selbst noch in Anbindeställen melken, müssen sich also andere Gründe einfallen lassen, wenn sie den Nachbarn mit ein paar Kühen mehr bekämpfen wollen - ehrliche Gründe. Und sie müssen auch erkennen, daß geschützte Märkte der Vergangenheit angehören, von der Politik kann man bestenfalls ein Standard-Abgleich für Importware erwarten, und selbst das ist unrealistisch, wenn man sich mit dem Marktgefüge zwischen Import und Export ein wenig beschäftigt. Wir können Milch und Fleisch für die "Bananenrepublik", und sie kann Bananen usw. zu uns. Einfach eine braune Hetzveranstaltung unter Missbrauch 30.000 Unkundiger ist unausgegoren, kurzfristig und dumm.

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  28. von xf1 · 28.
    Renate, diese Leute sind das:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_gesammelten_maerchen_der_gebrueder_gruen_teil_1 ________________________________________________________________________ und-was-die-Veranstalter-sind, sollte man garnicht schreiben müssen.

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  29. von JOHN3050 · 29.
    Sprachlos machen mich einige dieser Kommentare

    Was ist bloß aus uns geworden. Pseudonyme benutzen und fröhlich draufloslamentieren. Wenn sich die Herren mal die Mühe machen würden und sich die Seite ,Wir haben es satt, mal ansehen würden und lesen worum es überhaupt geht dann müsste es doch klick machen und ein wenig Verständnis für diese Menschen die sich aus ganz Deutschland aufgemacht haben aufkeimen. Sie machen es sich zu einfach. Das sind nicht alles Mitläufer , das sind denkende Menschen die für die Zukunft ihrer Familien und nachfolgende Generationen auf die Straße gehen. Friedlich! Alle Altersgruppen sind vertreten. Wir sind eine aussterbende Art wir müssen mit diesen Menschen in den Dialog kommen. Renate Kaupenjohann

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  30. von Slowfoot · 30.
    Der xf ist kein Funktionär

    ganz sicher nicht, auch steht er nicht für einen Haufen Schulden , nein, xf ist für bäuerliche Landwirtschaft. Nur bei Hetze und Lügen ist für ihn Schluss mit lustig.

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  31. von ramsdorf · 31.
    @xf1 die Arbeit

    hier gegen den Hardlinern und Freunden des ABL und BDMs anzukämpfen kannst du dir sparen, was sie damals vermurkst haben, haben die eh schon vergessen oder wollen es. Von dessen Führung ist die Devise "Es gibt keine Fehler, die gibt es nur beim bösen DBV" ausgegeben worden. Die leben in ihrer eigenen Welt. Die Vergessen nur eins, das Deutschland niemals dahin gekommen ist wo es jetzt steht mit solchen Leuten und einer solchen Denkweise! Wenn es nach denen geht, sitzen wir immer noch in den Bäumen und werfen uns gegenseitig Bananen zu!

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  32. von SteffenH · 32.
    xf1 tüpischer Verbandsfunktionär ohne praktische Erfahrung !

    xf1 ist für dänische Verhältnisse wo der Durchschnittsbetrieb 1.6 Mio kg Milch erzeugt und 2,9 Mio. Schulden hat !

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  33. von jubodo12 · 33.

    Das ist keine Demo , daß ist Terror . Wie lange hält unsere Demokratie noch ? Das demokratische Recht auf Eigentum für Bauern ist ja schon längst aufgehoben , wenn man die Naturschutzgebietsausweisung , FFW Gebietsausweisung oder die Enteignungsverfahren für Ausgleichsflächen für staatliche Bauvorhaben betrachtet , sieht es für den Fortbestand unsere Demokratie nicht gut aus .

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  34. von grubber7 · 34.
    @ Prinz zu Löwenstein

    Der Herr Prinz war anscheinend auch auf der Demo und hat gegen die meisten Deutschen Bauern demonstriert. immerhin gibt es auf der internetseite der Kaputten eine Stellungnahme von Ihm, wo er nur zur Gentechnik sich äußert. Wahrscheinlich hat ernicht mal mitb ekom m en dass auch gegen die moderne Tierhaltung demonstriert wurde, und vor 14 Tagen hat er noch den Hals aufgerissen, weil Schneider junior im internet erklärt hat warum er nicht auf Bio umstellt!!!! Rausschmeißen aus dem Bauernverband sollte man den anstatt sich zu entschuldigen !!!!!!

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  35. von SteffenH · 35.
    Wie sieht denn unser Leitbild in der Landwirtschaft aus Herr xf1 ?

    Wenn die Politik so weiter macht bekommen wir in der Milchviehhaltung immer größere Einheiten die ganzjährig im Stall gehalten werden und kein Weide mehr sehen .Sie werden von einem Roboter oder einem Osteuropäer gemolken und der Betriebsleiter ist sich 24 Std am Tag damit beschäftigen das die Zahlen stimmen damit ihn das Fremdkapital und die Tilgung nicht überrollt ! " Siehe Elitebericht "

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  36. von agroalf · 36.
    Abgeschriebene Propaganda

    Ein großes Problem für die Bauern ist, dass viele Journalisten selbst zur Klientel der "Wir haben es satt"-Hetzer zählen. Das erklärt wohl auch, warum die Teilnehmerzahl ohne zu hinterfragen von den BUND-Kampagnenmachern übernommen wird. Wer sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat, wird die Zahl 30000 mehr als bezweifeln. Wie in besten BDM-Zeiten, da war auch gern mal eine Null zu viel an der Zahl. Jedenfalls wäre es nicht zu viel verlangt, wenigstens die Traktoren grob nachzuzählen, was die Sache schon sehr versachlichen würde. Auf jeden Fall ist es interessant, wenn die größten deutschen Traktoren, die überhaupt gebaut werden, auf solchen Demos herumkurven und angeblich gegen Agrarindustrie kämpfen. Sozialisten, LINKE und Grüne haben einen großen Anteil der Stände und der Teilnehmer gestellt. Und die Umweltschutzverbände nutzten diese Bühne um hemmungslos Spendengelder einzutreiben. Bitter, dass auch kirchliche Einrichtungen sich nicht zu Schade dafür sind. Teilt man die echte Zahl der Teilnehmer (ein Drittel der genannten dürfte noch deutlich zu hoch gegriffen sein) durch die Zahl der Veranstalter relativiert sich so manches. Trotzdem sollten sich die Bauern, die sich vor diesen Karren spannen lassen, wirklich fragen wem sie da eigentlich das Alibi verschaffen, die Landwirtschaft zu unterstützen.

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  37. von toddelg · 37.
    @arching

    99,9% der Demonstranten haben sich zur Gentechnik bekannt, sie trugen Kleidung aus GV-Baumwolle.

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  38. von jobelego · 38.
    In der Geschichte Deutschlands

    war es schon immer so, dass man durch Schaffung von Feindbildern den Mob auf die Straße bekam. Ob es nun 20000 oder 30000 waren ist bei einer Bevölkerung von 80 Mio egal. Im Mittelalter bekam man trotz mangelnder Mobilität soviele Leute in einer größeren Stadt als jubelnde und gröhlende Zuschauer einer Hexenverbrennung zusammen. So gesehen könnte man unbesorgt sein, wenn da nicht sich "Bauern" nennende Hetzer mit dem Mob mitmarschieren würden. Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass sich ein lächerliches Splittergrüppchen mit gerade mal 1200 Mitgliedern mit seinen widerlichen feindseeligen Parolen als Repräsentant der Landwirtschaft aufspielt und die Medien diesen größenwahnsinnigen Anspruch auch noch unreflektiert weiterverbreiten.

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  39. von arching · 39.

    Hat eigentlich jemand die Demonstranten zu ihrem eigenen Einkaufsverhalten befragt? Ich vermute: viele Demonstrieren zwar, aber wenn sie im Laden stehen, kaufen sie das billigste und nicht alle kaufen dass, wofür die auf die Straße gegangen sind.

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  40. von xf1 · 40.
    @Willi

    du solltest dich vom Glauben verabschieden, es ginge dort irgendeinem teilnehmenden Verein um Landwirtschaft und die Bauern. Vielmehr lässt sich erkennen, daß es denen um die Überwindung der derzeitigen Staatsform in ein totalitäres Ökoregime nach dem Vorbild "GröVaZ" geht.

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  41. von massa04 · 41.
    Wenn es wirklich den Bauern hilft, dann reden wir miteinander

    Bisher ist mir noch keine vernünftige Aussage bekannt, die wirklich den kleinen und mittleren Betrieben hilft und den Strukturwandel stoppt. Alles, was die Produktion verteuert (Steuer auf Stickstoff, Diesel, PSM, Tierwohl extra plus...) verteuert die Produktion besonders der kleineren Betriebe. Strukturwandel wird beschleunigt. Die Systemrelevanten bleiben und erkaufen sich mit hohen Spenden an BUND, Greenpeace, Peta,.. deren Schweigen. Paul Watson war 1972 eines der ersten Mitglieder von Greenpeace International und bis 1977 deren Vorsitzender. Nach seinen Worten hat sich Greenpeace zur größten „Wohlfühlorganisation“ der Welt entwickelt. Er sagt, dass Menschen Greenpeace beitreten, um sich gut zu fühlen. Sie wollen sich als Teil der Lösung fühlen und nicht als Teil des Problems. Nach der Meinung von Paul Watson ist Greenpeace ein Geschäft. Dieses Geschäft verkaufe den Menschen ein gutes Gewissen. Also realistische Lösungsvorschläge her, wir beraten darüber! Willi Billau RBV Starkenburg

    Das meinen unsere Leser:
  42. von xf1 · 42.
    (...)

    (...)

    Das meinen unsere Leser:
  43. von Slowfoot · 43.
    Aufgeschnappt

    "»Wir-haben-die-Agrarindustrie-und-die-Nutztierhaltung-satt" http://www.neues-deutschland.de/artikel/921159.wir-haben-nutztierhaltung-satt.html

    Das meinen unsere Leser:
  44. von Slowfoot · 44.
    Aufgeschnappt:

    "Auch die RednerInnen auf der Auftaktkundgebung griffen zum Teil die Eigentumsverhältnisse an. An über die Forderungen der Demonstration hinausgehenden Ideen zur Frage der Enteignung der Profiteure und demokratisch-sozialistischer Planung bestand ein großes Interesse." >>> http://www.sozialismus.info/2014/01/wir-haben-es-satt-demonstration-2014/

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  45. von eniemann · 45.
    HAZ nennt Massentierhaltungs-Leugnung von Rukwied und Friedrich "absurd"

    Kommentar der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 16.1.2014 zur Behauptung von "Bauernpräsident" Rukwied, Massentierhaltung gebe es in Deutschland nicht und dies sei nur ein "Kampfbegriff von Gruppierungen, die die Landwirtschaft aufgrund falscher Informationen diskreditieren" wollten: " Absurd": ... "Der schlichte Konsument jedenfalls hat angesichts einiger zehntausend Hühner oder einiger Tausend Schweine in einem einzigen Maststall keine Zweifel, dass es sich um Massentierhaltung handelt. Aber nein, sagt Rukwied: Die gebe es in Deutschland gar nicht. Über das Für und Wider industrialisierter Fleischproduktion und damit günstiger Ware mag man streiten. Aber die Beschreibung des Offensichtlichen schon als Diffamierung abzutun, ist absurd. Dann gibt es in Rukwieds Welt offenbar auch keine übermäßige Anwendung von Antibiotika und keinen Gülletourismus - wie schön. So sieht es offensichtlich auch der neue Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich. .... Man kann nur hoffen, dass Rukwieds Äußerung schlicht der rhetorische Unfall eines Amtsneulings ist. Im gleichen Atemzug hob er immerhin die Vielfalt in der Landwirtschaft und die Rolle der Familienbetriebe hervor. Viele von ihnen suchen ihre Chance in der Abgrenzung von den Großbetrieben. Ihnen hat ihr Präsident mit seiner steilen These keinen Gefallen getan."

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  46. von Kirsten Wosnitza · 46.
    Wenn Minister Friedrich

    ernst meint, was er sagt, kann es zukünftig zu einem ernsthaften Dialog zwischen Gesellschaft und Bauern über die Zukunft der Landwirtschaft kommen. Nicht mehr mit denen diskutieren zu wollen, die eine andere Vorstellung von Landwirtschaft wollen ist dagegen eine Bankrotterklärung eines Verbandes und nicht nachvollziehbar. Man kann Herrn Rukwied nur darum bitten, seine Worte zu überdenken und die Landwirtschaft nicht ins gesellschaftliche Abseits zu führen. Wer aufhört den Dialog zu führen, der hat schon verloren. Das haben die Bauern nicht verdient.

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  47. von eniemann · 47.
    "Alle Jahre wieder" - und jedesmal mehr...

    "Alle Jahre wieder" - und jedesmal mehr demonstrierende Bauern und Bürger - und jedesmal noch hilflosere Reaktionen der Agrarindustrie-Lobbyisten. Das macht Mut. Der Einsatz für "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" hat breite gesellschaftliche Resonanz und Zustimmung - der Einsatz für die Agrarindustrie macht gesellschaftlich immer einsamer. Und je heftiger, platter und hilfloser manche Reaktionen der Gegenseite und mancher Kommentatoren auch ausfallen mögen - desto mehr weiß man, dass man auf einem erfolgreichen Wege ist. Alle Jahre wieder...

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  48. von SteffenH · 48.
    Es darf doch demonstriert werden !

    Weshalb wird denn demonstriert ? Wir haben kein Leitbild mehr in der Landwirtschaft ,die Politik hat uns trieben lassen und die Agrarmärkte liberalisiert ohne uns über die Folgen bewusst zu machen .Eigentlich müßte doch jedem klar sein :Wer Grenzen aufmacht ,muss internationalen Konkurrenzdruck aushalten .Wer Wettbewerb befürwortet muss Strukturwandel in Kauf nehmen und wer sich weiterentwickeln will,muss auf Forschung wie Gentechnik setzen ! Wir Bauer sind es aber Leid immer des Spiel mit dem wachsen oder weichen mitzumachen und immer zu den Besten 25 % der Branche zu gehören um zu überleben . Wir brauchen eine verläßliche Politik die uns Familienbetriebe befürwortet und unterstützt .

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  49. von xf1 · 49.
    @toddelg

    Da hat man das Glück, in einer Zeit mit den besten Lebensmitteln die es je gab zu leben - dazu hat man noch das Glück, in einer Region zu leben, wo es die besten und sichersten Lebensmittel weltweit gibt - dann hat man noch das Glück, daß man die Lebensmittel noch für weniger Gegenleistung bekommt, als an jedem anderen Punkt auf dieser Welt, und daß hier dem Tier- und Umweltschutz mehr Rechnung getragen wird, als an jedem anderen Punkt dieser Welt. ††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††† Mit Ausnahme der Biopfer (Bioveganpest Bienenbüttel 2011) ††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††††† Aber der größte Hammer ist, anstatt sich zufrieden zurückzulehnen, noch dagegen anzukämpfen. Was außer Betrug kann einen umweltinteressierten Menschen dazu bringen, sich diesem Mob anzuschließen?

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  50. von xf1 · 50.
    Eigentor?

    Der BDM bemerkt ein Eigentor erst, wenn das Spiel abgepfiffen ist. Eigentor wäre eine Unterstellung an den BDM, jemand würde begreifen, was da gerade abgeht.

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  51. von ramsdorf · 51.
    Der BDM

    hat sich da vor einen Karren spannen lassen, vor dem er so nicht mehr wegkommt. Geschadet hat er damit mehr die Bäuerlichen Betrieb wie seine Agrarindustrie, wo da die Grenzen liegen weiß der BDM selber nicht einmal. Jedenfalls die Auflagen die gekommen sind und noch kommen werden stemmen die größeren Betrieb besser wie die kleinen, und das ist so vom BDM gewollt? Schönes Eigentor!

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  52. von toddelg · 52.
    Whes

    BUND will billigere Lebensmittel, Demonstranten in Schweinchenkostüme sind gegen Anbindehaltung... Ein klarer Erfolg für die "industrielle Landwirtschaft" die Demo, muss man als Resümee ziehen. Warum AbL und BDM da nun mitgemacht haben scheint dann eher schleierhaft, Vielleicht sollte man nächstes Jahr Mettbrötchen verteilen an die Demonstranten.

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  53. von Slowfoot · 53.
    Andere Baustelle...

    Mal ne Frage an die Redaktion (weil das Thema an anderer Stelle unter vielen Kollegen gerade aufkommt), ob man es einrichten könnte, eine kurzfristige, praktisch sofortige Kündigung des Abos zu ermöglichen? Viele fühlen sich nicht mehr angesprochen und würden sich gerne nicht mehr mit dieser Zeitschrift identifizieren. Deshalb wäre eine Antwort wichtig und wenn möglich ein kurzes Formular zum runterladen, vielen Dank!

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  54. von xf1 · 54.
    Selbst wenn es 30.000 Demonstranten waren,

    muss dazu gesagt werden, daß da bestimmt nicht alle mit schlechter Absicht hingefahren sind. Wahrscheinlich über 29.000 davon sind einfach auf die Lügen der Veranstalter reingefallen und sind selbst Opfer. Beschämend ist, daß sich offensichtlich 70 Traktorfahrer gegen Geld haben kaufen lassen, an dieser Demonstration gegen Mensch, Tier und Umwelt teilzunehmen - nur um den Menschen vorzutäuschen, es sei eine bäuerlich getragene Demonstration. Was sind das für Leute? Kein vernünftiger Bauer verrät gegen 30 Silberlinge seine Berufskollegen.

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  55. von toddelg · 55.
    Fordern können die paar viel

    Fordern können die viel, sie leben aber in einer Demokratie. Gesetze, Verbraucherverhalten und die Masse an Landwirten sollte geachtet werden. Mit Hetze und Parolen wurde Deutschland noch nie glücklich. Von Verbänden und Organisationen erwarte ich doch mehr sinnvolles Verhalten und Achtung vor der demokratischen Mehrheit. Noch leben wir in deinem freien Land und das sollte einem Jeden das höchste Gut sein.

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  56. von grubber7 · 56.
    Unnatürlich

    Zur Gentechnikangst empfehle ich einen Artikel in der zeitung "Die Welt" vom 17.1.2014: "Esoterische Luxusangst, die über Leichen geht". Schämt Euch Ihr Demonstranten!!! Es waren lediglich 23.000 Demonstranten, was beider großen Anzahl der beteiligten NGOs nicht viel ist. Die Kritik an der modernen Landwirtschaft ist für mich größtenteils nicht nachvollziehbar: unsere Nahrungsmittel waren noch nie von so hoher Qualität wie heute und der größte Nahrungsmittelskandal der Nachkriegszeit waren Biosprossen mit ca. 50 Toten und üb er 2000 Personen mit z.T. schweren Spätfolgen wie Dialyse und ähnliches. Solange es vielen Menschen in der Welt schlechter geht als uns und Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil Sie zu uns kommen wollen, solange Kinder in Asien unsere Kleidung herstellen, solange halte ich es für unnatürlich sich Gedanken über das Wohl eines Mastschweines zumachen. Die eigene Spezies ist mir da wichtiger!

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