BUND Naturschutz zieht positive „Grüne Bilanz 2017“

Prof. Hubert Weiger
Bild: www.nachhaltigkeitsrat.de

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) hat trotz mancher Rückschläge eine insgesamt positive „Grüne Bilanz“ für das Jahr 2017 gezogen. „Der Einsatz für eine ökologische und soziale Energiewende sowie für eine Agrar- und Verkehrswende zählten 2017 zu den Arbeitsschwerpunkten und hat zu konkreten Fortschritten geführt“, erklärte der BN-Vorsitzende Prof. Hubert Weiger. So unterstützen immer mehr Stadtwerke die Bürgerenergiewende, und der ökologische Landbau in Bayern boome.

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Bei der Biolandwirtschaft sieht der BUND Naturschutz dank seines eigenen Engagements und der Förderung im Ökopakt Bayern eine äußerst positive Entwicklung. Landesweit hätten im Jahr 2017 etwa 800 Betriebe neu auf „Bio“ umgestellt, so dass inzwischen 9 % der Landwirtschaftsbetriebe im Freistaat besonders umweltverträglich wirtschafteten.

Die Wachstumsraten bei der ökologischen Landwirtschaft und die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln ohne Gentechnik und ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind nach Ansicht der Naturschützer ein Indiz für ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Ebenso erfreulich sei der mehrheitliche Wunsch der Menschen in Bayern für einen dritten Nationalpark und für mehr „wilde Wälder“ vor ihrer Haustür.

Als „Trauerspiel und Rückschlag für Bayerns Natur“ wertet der BN die Entscheidungen zur weiteren Zulassung von Glyphosat und das Landesentwicklungsprogramm; dieses sei ein „Freibrief für Flächenverbrauch“.

Weiger kündigte an, dass der BUND Naturschutz als basisdemokratischer und überparteilicher Mitgliederverband gerade im Jahr der bayerischen Landtagswahl die Kandidaten auf den umweltpolitischen Prüfstand stellen werde. Der Verband werde 2018 unter anderem seine Arbeit für den Klimaschutz, für einen dritten Nationalpark, für „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ und für den Schutz von Boden und Landschaft vor dem Flächenfraß noch verstärken.

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Leserkommentare

  • Rudolf Rößle

    03.01.2018 - 15:07 Uhr

    Familienbetriebe

    Versuchen durch Wachstum sich Dienst und Arbeitskraft dazuzukaufen. Das Wachstum ist nur durch die niederen Gewinne und Flächenknappheit ausgebremst.

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