Bauernverband kritisiert Einkaufsmacht des Handels

Bernhard Krüsken Bernhard Krüsken
Bild: Grüne Woche

Der Bauernverband spricht sich für die neue Richtlinie der Europäischen Kommission gegen „Unfair Trading Practices“ aus. „Wir unterstützen die Richtlinie der Kommission über unfaire Handelspraktiken bei Nahrungsmitteln ausdrücklich“, äußert Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gegenüber top agrar online. Die Richtlinie wurde von EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf den Weg gebracht und in den nächsten Monaten im Europäischen Parlament diskutiert.

Der Lebensmittelhandel würde zu Lasten  der Erzeuger eine Niedrigpreisstrategie fahren, sagte Krüsken zuvor der Welt am Sonntag. „Es entsteht Preisdruck, der sich durch Marktmacht entfaltet, durch die Produktionskette weitergereicht wird – und am Ende den einzelnen Landwirt erreicht.“

Der Handel sieht die Preisauswirkung jedoch nicht alleinig bei sich. Die Lieferketten bei Nahrungsmitteln seien komplex, so Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) in der Welt am Sonntag. In seinen Augen seien es vor allem die industriellen Verarbeiter wie Molkereien, Mühlen und Fleischverarbeiter, die den größten Einfluss auf die Erzeugerpreise haben.

Die Bundesvorsitzende der Deutschen Landjugend Nina Sehnke kritisiert gegenüber der Welt am Sonntag: „Die großen Player stellen sich in Hochglanzbroschüren toll als Umweltschützer und Förderer der Nachhaltigkeit und vor allem der ökologischen Landwirtschaft dar, gleichzeitig wird Grillfleisch in der Saison für ein paar Cent verramscht.“

Auch Krüsken meint gegenüber top agrar online: „Der Handel hat das Thema Nachhaltigkeit als Marketingthema für sich entdeckt. Da spielt auch eine gehörige Portion politischer Opportunismus mit“. Der Deutsche Bauernverband sei mit dem Handel in Gesprächen über Nachhaltigkeitsstandards. „Ich würde die Gespräche als hart, aber konstruktiv bezeichnen“. Es gäbe aber nicht nur Interessensgegensätze zwischen den zwei Parteien, sondern auch gemeinsame Projekte wie etwa die Initiative Tierwohl oder das QS-Prüfzeichen, die beide zusammen verfolgen, so Krüsken.

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25 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerd Uken · 1.
    @. Bothe

    Wo muss denn angesetzt werden? Bei den Chefeinkäufern von Aldi Lidl u. Edeka, die ja eine Geno ist und vornehmlich von solchen Genogeführten auch einkauft?! Beispiel Butter in NL nicht unter 2,-€ /250 Gr. Wieso bieten unsere Molkereien denn die sind ja die die anbieten und in die Knie gehen beim Preis nicht auch da an wo die Wertschöpfung höher ist km spiele keine Rolle das wissen wir doch -„Melk mut na Gummi stinken“ Sonst würde die Rohmilch nicht auch Kilometer weit gefahren! Würden alle die Verkaufspreise anheben auf das Niveau unserer Nachbarn hätten alle etwas davon. Wo ein Wille ist ist auch ein W. Aber wer kümmert sich vom E. Verband hab ich nichts vernommen bis jetzt da beschäftigt man sich mit Dürrehilfen und so subventionieren wir die Lebensmittel weiter auf unserem Rücken

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  2. von Rudolf Rößle · 2.
    Wintergerste

    wird teilweise schon für 19,50 Euro von Landwirt zu Landwirt gehandelt.

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  3. von H. Bogen · 3.
    Es ist zu einfach

    die Schuld beim LEH zu suchen, dem ist nämlich nicht vorzuwerfen das er denn größtmöglichen Gewinn versucht zu erwirtschaften, das sich nicht jeder Verarbeiter vorallem genossenschaftliche dafür einsetzen das ihre Lieferanten den besten Preis bekommen sondern auch nur auf ihren Gewinn schielen, naja liegt in der Sache der Natur. Aber das der Bauernverband ständig jammert, ja den als solches kommt es außerhalb der Landwirtschaft an, ist angesichts dessen das er als Vertretung der Bauern in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, eine Katastrophe. Ich nehme es dem DBV einfach krumm das er es einfach nicht fertigbringt in der Öffentlichkeit klar herauszustellen, was den unterschied zwischen israelisch und deutschen Kartoffeln ausmacht, das er sich nicht dafür Einsetzt das in Deutschland kein Genverändertes Futter verfüttert wird und den Verbraucher darüber aufklärt, wo hierbei das Problem ist, nämlich nicht in der Qualität sondern das durch den übermaeßigen Pestizideinsatz dort wo Gensoja angebaut wird die Menschen Krank werden. Alles was ich mir vom Bauernverband wünschen würde wäre eine vernünftige Pressearbeit die den Verbraucher aufklärt wo die Unterschiede in der Produktion zwischen z.B. konventionell und BIO oder zwischen argentinischem und deutschen Rindfleisch liegt und keine Werbung für Produkte mit schönen Bildchen, den das kann der LEH viel besser.

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  4. von Rudolf Rößle · 4.
    Blick

    sollte über den Deutschen Rand geführt werden. Lebensmittel werden in anderen EU- Ländern weit mehr geschätzt und der LEH sieht nicht die Notwendigkeit die Preise so zu drücken wie in Deutschland. Der Discountergedanke muss gebrochen werden, um wieder vernünftig über Qualität und Preise sprechen zu können.

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  5. von Hans Nagl · 5.
    Aufsichtsrat Baywa AG

    Joachim Rukwied . Das ist doch der Handel der an der Landwirtschaft verdienen will. Welche Interessen vertritt dann Herr Rukwied ?@

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  6. von Christian Bothe · 6.

    @FW Hardegsen. Ein vollkommen falscher Ansatz und Sie überschätzen die Kraft des DBV und anderer Verbände gewaltig, denke ich. Der DBV hat auf die Listungen zwischen Verarbeiter und LEH kaum Einfluß. Ich habe das ja heute morgen schon am Beispiel von Kartoffelverarbeitungsprodukten kommentiert. Sie verkennen scheinbar, das der DBV in erster Linie Primärproduzenten(diese sind scheinbar ganz zufrieden damit) vertritt und nicht den Verarbeiter, der dann die Listungsverhandlungen führen muß. Force Majeure bei Vertragsverhandlungen mit dem LEH?? Das sind 2 vollkommen verschiedene Schuhe und ich weiß wovon ich schreibe. Sie sagen der DBV arbeitet nicht aktiv für die Interessen der Bauern und auf der anderen Seite kritisieren Sie dessen angesagte und richtige Dürrebeihilfe...Was vertreten Sie denn nun,werte FW Hardegsen? Im Übrigen ist diese Forderung richtig und andere BV in Polen, Schweden, Australien und Bayern haben ähnliches gefordert und die Politik hat bereits reagiert schneller als die BRD. Zurück zum DBV, dessen Aktivitäten ich genau verfolge (ich bin und war kein Mitglied des DBV und anderer Verbände). Rukwied ist ja auch Bauer,kann als Bauernvertreter auch die angedachten zu verändernden Rahmenbedingungen nur flankierend begleiten, da Politik und Brüssel Entscheidungskompetenzen haben und nicht der BV. Das was der LEH zugunsten unserer Bauern tun könnte, habe ich auch in Top agrar 08/18 kurz skizziert. Voraussetzung dazu wäre ein runder Tisch mit allen Beteiligten, auch dem DBV, der ja bei der letzten Runde im Ministerium nicht dabei war. So sehe ich das und in erster Linie ist jetzt Hilfe jeglicher Art für alle Betriebsformen, wenn notwendig, angesagt. Das sollte momentan absoluten Vorrang haben um Bauern Existenzängste zu nehmen mit oder ohne DBV.

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  7. von Christian Kraus · 7.

    Diese scheinheilige Kritik am Handel hätte sich der Bauernverband sparen können. Das der Handel den maximalen Gewinn für sich selbst raus holen will liegt in der Natur der Sache. Wer die politischen Rahmenbedingung so mit beeinflusst das für die Bauern die ganze Zeit nicht mehr als ein Butterbrot übrig bleibt der sollte erst mal den eigenen Saustall aufarbeiten. Der Handel würde ohne mit der Wimper zu Zucken auch einen Euro für den Liter Milch bezahlen wenn er damit der billigste ist. Das Problem ist das Grundniveau der Preise die wir Landwirte bekommen nicht der Handel der versucht das meiste für sich raus zu holen. Setzen wir die Rahmenbedingungen so das die Preise ein angemessenes Grundniveau haben dann können wir die Krisen ohne betteln um Almosen überstehen.

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  8. von Jörg Meyer · 8.
    Wir sind halt auch ein Stück selbst schuld

    wir lassen zu das Lebendtiertransporte zu deutschen Schlachthöfen über sehr lange Strecken möglich sind, hier sollten wir uns für mehr Tierschutz einsetzen, Wir sollten QS-Beauftagte in Verarbeitungsbetriebe schicken, die sicherstellen, dass auch nur Deutsche Ware in Tüten mit der Aufschrift aus Deutschland kommt und wir sollten vor allem den Handel kontrollieren und uns dafür einsetzen das anstatt der EU-Nummer immer die genaue Adresse des Verarbeitungsortes für den Verbraucher erkennbar ist. Handelsmarken sollten verboten werden! Kurzum wir sollten mit voller Kraft uns für Transparenz und Nachvollziehbarkeit einsetzen und selbst kontrollieren und in der Öffentlichkeit kommunizieren! Aber auf der anderen Seite müssen wir auch sicher stellen, dass Betriebe die unterdurchschnittlich wirtschaften keine Garantie auf Existenz haben und dass wir im Wettbewerb untereinander immer versuchen Vollkosten anzusetzen ! Wenn wir selbst ständig Lohn- und Eigenkapitaldumping betrieben., dann haben wir als Branche es auch schwierig unsere kosten glaubhaft nach außen zu kommunizieren!

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  9. von Forst Genossenschaft Hardegsen · 9.
    Genau, in der Rolle des DBV ist die Lösung zu suchen

    Herr Bothe, wenn man sich nur einmal die letzten 15-20 Jahre die oberste Verbandspolitik des DBV genau anschaut, die tatsächlichen Ergebnisse für uns Bauern aus dieser Politik analysiert und aus Sicht eines Bauern bewertet, dann kommt man (leider) zu der Sicht, wie ich sie hier vertrete. Warum kritisiert der DBV immer nur den LEH und bietet gleichzeitig keine Lösung dazu an? Warum fordert er er nicht "Force Majeure" und ein Auflösen der Verträge mit dem LEH und harte Neuverhandlungen? Warum fordert er "nur" kurzfristige Milliarden Krisenhilfe ohne langfristige Rahmenbedingungen, die jedem Bauern ein eigenmächtiges, problemloses überstehen solcher Krisen in Zukunft helfen würde? Derer Beispiele gibt unzählige, die alle beweisen, dass die DBV-Spitze nicht (mehr) primär die Interessen der Bauern vertritt, sondern alles tut um der nachgelagerte Industrie immer reichlich billigen Rohstoff zur Verfügung zu stellen, deren Marge zu sichern, aber das Marktrisiko und Restgeld beim Bauern zu lassen. Nennen Sie mir doch Beispiele wo das so nicht zutrifft.

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  10. von Christian Bothe · 10.

    Sehr gut von Dr.Billau.Genauso verhält sich der Handel. Ob viel oder wenig geerntet die Margen werden stimmen.Was H.Nagl sagt,ist gut gedacht aber es funktioniert leider nicht so.Bieten Sie dem LEH aus der Ernte 2018 mal landwirtschaftliche höher preisliche Produkte an,was jeder aus kaufmännischer Sicht versuchen wird. Er wird sich sofort nach billigen Alternativen im Ausland oder der BRD umsehen und finden...

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  11. von Hans Nagl · 11.
    Hallo Bauer Willi

    Solange wir nicht die Produktion an den Absatz anpassen wird der Handel mit uns leichtes Spiel haben. Angenommen ALDI erhöht den Preis, wer bekommt dann den Preis für die Mengen die am Weltmarkt verramscht werden müssen? In der Menge liegt der Schlüssel, was die jetzigen Getreidepreise zeigen.

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  12. von Christian Bothe · 12.
    Rolle des DBV?

    Wieder einmal Forstgenossenschaft Hardegsen mit seinen unsachlichen und unfreundlichen Kommentaren gegenüber dem DBV. Was soll diese ständige und teilweise unsachliche Polemik in den Kommentaren? Engagieren Sie sich doch im DBV um etwas zu verändern, falls es nötig ist. Was Krüsken sagt ,ist korrekt und die Aussage von Falk( HDE ) nicht verwunderlich. Nur der Verarbeitungsindustrie den "Schwarzen Peter" zu zu schieben, ist auch nur bedingt richtig. Wenn man im LEH als Verarbeiter gelistet werden will, bist du den Einkaufskonditionen des Handels bei den Listungsgesprächen vollkommen ausgeliefert. Das ist besonders der Fall, wenn es um gleichwertige Produkte geht, die schon im Regal liegen (meine Erfahrungen bei Listung von Kartoffelprodukten als ehemaliger Kartoffelverarbeiter)) oder noch die Eigenmarke der Kette bedienst oder bedienen sollst. Der Standort des Unternehmens Ost oder West spielt meistens auch eine Rolle und die Chance als Ostbetrieb im Westen komplett gelistet zu werden, ist auch gering...Bin gespannt wie sich die Preise nach der Kartoffelernte 2018 entwickeln?? Von Überangebot kann ja keine Rede sein H.Mansholt. In der jetzigen Situation noch Preise zu senken, ist moralisch (hat der Handel Moral?)nicht zu akzeptieren. Aber das interessiert den LEH nicht, der Umsatz steigt egal ob die Ernte verdorrt, und den Kunden freut es. Was soll da der DBV beeinflussen können?

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  13. von Karl-Heinz Mohrmann · 13.

    Es gibt keinen Vorschlag oder Aktivitäten des DBV. Weder bei Schwein. Noch bei der Milch. Alle Änderungen wurden und werden vom DBV aktiv verhindert und blockiert.

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  14. von Karl-Heinz Mohrmann · 14.

    Nun wo ist der konkrete Vorschlag des DBV wie wir diese Situation jetzt ändern ??

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  15. von Klaus Fiederling · 15.
    Unter faulen Äpfeln hat man wenig Wahl (Shakespeare)

    Solange ein Drittel unserer bäuerlichen Roherzeugnisse nicht auf den Tellern landen, sondern elitärerweise vollkommen schmerzbefreit in die Tonne gekloppt werden können, ändert sich am Status quo der Bauern rein gar nichts. Mithin anteilig zwischen derzeit 5-6 Mio. Hektar in Deutschland, auf denen Nahrungsmittel erzeugt werden, die niemand braucht, geschweige denn haben will. Eine solche strukturelle Sinnlosigkeit konterkariert natürlich durchgängig das Streben nach steigenden Preisen in der Landwirtschaft, unsere Bauernhosentaschen bleiben genau deshalb oftmals leer. Jene natürlich, die innerhalb dieses Systems herausragend gut AN der LW verdienen, werden keinesfalls bestrebt sein, an diesem Zustand kurz- bis mittelfrist etwas gravierend verändern zu wollen. Insofern muss sich Herr Krüsken durchaus eine Scheinheiligkeit in der obig von ihm initiierten Diskussion vorwerfen lassen. / Es gibt sie im übrigen tatsächlich, hochdotierte Wissenschaftler, die händeringend gesuchte Modelle zu entwickeln imstande sind, denen es dennoch aber davor graust, ähnliche gesellschaftliche Debatten, wie die einer noch heute omnipräsenten unseligen „Teller-oder-Tank-Diskussion“ über sich ergehen lassen zu müssen. Wie kann es sein, hochverehrter Herr Krüsken, da böten sich realiter Chancen für uns Bauern, in solchen Booten unsererseits mit unserem vielfältigen Produktportfolio befruchtend mit Platz nehmen zu können und unser Verband verharrt dahingehend in lethargischer Schweigsamkeit. WARUM wird gemauert? Sie lassen jeglichen berufsständischen Esprit missen, euphorisch mit Hand anlegen zu wollen an der Neugestaltung einer solchen zukünftsfähigen Landwirtschaft von morgen. / Ein Dürrekatastrophenjahr 2018 ermöglicht laut IGC jüngst erst ermittelter Daten und Fakten noch immer eine weltweite Bevorratung von immerhin 122 Tagen -welche Mengen auch immer davon alleine im Reich der Mitte gelagert sind, sei‘s drum- das eine Drittel zuviel also, das uns Bauern die Preise absolut verhagelt! / Ausblenden sollten wir im übrigen auch nicht, welche Teuerungsrate unsere Treibstoffe, die wir während der Ernte auf unseren Äckern im Tank benötigten, genau in diesem Zeitraum erfahren haben. / Ursache und Wirkung, hochverehrter Herr Krüsken, der geistige Horizont jedweder Ermessensspielräume in Reihen unseres DBV ist eng, viel zu eng...

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  16. von Martin Krautter · 16.
    Kartelgesetz

    Das Problem ist die politisch gewollte Gesetzgebung. Die 4 großen Handelsketten bestimmen wie im Monopol den Preis indem einer von Ihnen den Einkaufpreis bestimmt und die Andern die Preise einfach so übernehmen. (z.B. Milchprodukte Aldi usw.) Im Gegensatz dazu, dürfen sich die Anbieter von Lebensmittel im Verkauf nicht Bündeln, dies verstörst gegen das Kartellrecht. In diesem Sehr wichtigem Punkt muss die Politik dringend handeln. Im Moment bleibt und nur der weg um bessere Preise zu bekommen, wenn man einen Absatzmarkt im Export hat. Auch brauchen wir uns nicht einreden, wenn wir im Inland weniger Produzieren, dass dann unsere Preise besser bezahlt werden. Dies ist der Industrie gleich Recht als Devisen beschaffter mit quer Subventionierten Lebensmittel aus dem Ausland, welche dem LEH, dann angeboten werden.

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  17. von Willi Kremer-Schillings · 17.
    Warum drückt der LEH die Preise?

    Weil er es kann! Es läuft doch immer nach dem gleichen Muster: ALDI geht vor und alle anderen folgen. Ein solches Oligopol zu "knacken" ist schwierig, zumal das Kartellamt da eine unrühmliche Rolle spielt. Die gegenwärtige Dürre ist eine Steilvorlage, eine Riesenchance, die Bauern und Weiterverarbeiter nutzen können und sollten. "Force Majeure" heißt übersetzt "Höhere Gewalt" (d.h. vom Hersteller nicht zu beeinflussen, wie diese Dürre eben) und berechtigt zum Kündigen bestehender Lieferverträge. Das ginge zum Beispiel bei der Milch. Ich weiß auch nicht, ob das zum Erfolg führt, aber einen Versuch ist es wert. Jammern und anderen die Verantwortung in die Schuhe schieben können wir dann immer noch. Also: schreibt eine Mail an den Vorstand eurer Molkerei und zwar fix. In vier Wochen ist die Dürre wieder vergessen. Positiv denken... :-) Bauer Willi

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  18. von Egge Mansholt · 18.
    wem wundert`s?

    wenn es vom Verarbeiter wegen Überangebot billig angeboten wird, macht der LEH das beste daraus, billig dem Entverbraucher anzubieten. Wann kapieren es die Herren vom DBV entlich, die Menge muß runter!!!

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  19. von Forst Genossenschaft Hardegsen · 19.
    Die DBV-Spitze bietet keine Lösung, sondern ist Teil des Problems

    Solange die DBV-Spitze weiterhin als Handlanger der aufnehmenden Industrie -durch Beeinflussung politischer Entscheidungen pro Exportorientierung- mit dafür sorgt, dass die Menge und Preis der Urproduktion bei uns Landwirten von der Marktentwicklung zumeist abgekoppelt bleibt und Überproduktion angeheizt wird, solange werden wir weiterhin das Phänomen der ungerechten Verteilung von Marge und Risiko in der Wertschöpfungskette zu Lasten von uns Bauern betrachten können, bzw. ausbaden müssen. In dem Zusammenhang ist diese Kritik von Krüsken nicht mehr als Hohn und Spott gegenüber den BV-Mitgliedern. Wer diese Zusammenhänge nicht sehen will und diesen Hafensängern weiterhin blind die Stange hält, der hat es nicht besser verdient, leider.

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  20. von Gerd Schuette · 20.

    Gegenseitige Schuldzuweisungen und "Schwarze Peter" schieben löst kein Problem. Wie bekommen wir Landwirte das geändert? Das ist die Frage auf die eine Antwort her muss. Auf Fairness zu hoffen reicht da nicht!

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  21. von Willy Toft · 21.
    Der Markt wird von Hauspreisen der Verabeitungskonzerne und Dumping Angeboten des LEH gedrückt!

    Ich weiß nicht, wo da noch das Kartellamt seinen Einfluss geltend macht. Der Landwirt bleibt immer der Leidtragende in der Produktionskette! Ob der einzelne Landwirt da viel ausrichten kann, ist zu Bezweifeln. Der Neo-Kapitalismus hat uns voll im Griff, die soziale Marktwirtschaft hat uns schon länger verlassen!

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  22. von Hans Nagl · 22.
    Auf geht's Herr Kürsten

    Dann unterstützen sie den "ISN-Aufruf: „Keine Schweine an Hauspreisschlachthöfe!" Oder machen sie es wie bei der Milch wo alles Torpediert wird.

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  23. von Wilhelm Bee · 23.
    Es liegt bei den Bauern selbst!

    Solange sie nicht auch die "ökonomische Logik" anwenden, springt man entsprechend mit ihnen um.

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  24. von Steffen Hinrichs · 24.
    Wer Sitz den in den Vorständen und Aufsichtsräten !

    Der DBV selber ist doch in den Genossenschaftsmolkereien mit Schuld das Dumpingpreise überhaupt gemacht werden .

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  25. von Dr. Willi Billau · 25.
    Haut endlich mal auf den Putz!

    Faire Preise müssen her. Die Spannen des LEH stimmen immer, sie sind in Niedrigpreisphasen besonders hoch. Hier müsste die EU mal ansetzen, gefordert von COPA/COGECA, und Milliardenstrafen verhängen, ähnlich bei Microsoft, wegen unfairer Wettbewerbspraktiken. Als wir in der Pfalz/Südhessen mit Frühkartoffeln an den Markt kamen (Preis ca 40 €/dt) sagte der Einkäufer von Edeka: entweder Ihr halbiert den Preis, oder wir fahren noch 14 Tage israelische Kartoffeln. Solchen Leuten hätte man früher die Zähne geputzt.

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