Bauernwerk für strukturpolitische Anreize anstelle der Hofabgabeklausel

Gruppenbild Ausschuss des Evangelischen Bauernwerks Württemberg
Bild: www.hohebuch.de

„Nur noch schwer vermittelbar“ ist nach Auffassung des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg die Hofabgabeklausel als Voraussetzung für den Rentenbezug in der Alterssicherung der Landwirte. Zur Förderung der rechtzeitigen Hofübergabe seien stattdessen in Zukunft strukturpolitische Anreize notwendig, heißt es in einem Positionspapier mit dem Titel „Hofabgabe fördern“.

Darin schlägt das Bauernwerk einen Ausbau der Junglandwirteförderung sowie die Einführung einer Altersobergrenze für landwirtschaftliche Fördermittel vor. Künftig solle die Voraussetzung für den Bezug staatlicher Agrarförderung mit Erreichen des Rentenalters enden, fordert das Bauernwerk.

Verwiesen wird auf das Beispiel der Schweiz, wo dieses Modell der Förderung der Hofübergabe seit Jahren erfolgreich praktiziert werde. Beispielsweise ende dort der Anspruch auf Direktzahlungen mit Erreichen des Rentenalters.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Agrarförderung an die Altersgrenze für die Regelaltersrente zu koppeln. Gelten soll dies sowohl für nationale als auch für europäische Fördermaßnahmen. Die anstehende Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) biete dafür eine gute Gelegenheit.

Hier die gesamte Stellungnahme...

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Reinhard Joesting · 1.
    Gottes scheinheiliges (Bauern)Bodenpersonal

    Die größten Bauern waren auch in der Kirche schon immer privilegiert, verbunden mit dem entsprechenden Einfluss auf Entscheidungen über kircheneigene materielle Angelegenheiten (z.B. die Pachtzuschanzung von kircheneigenen Agrarflächen). Das alles sind- wie auch das hier zur Debatte stehende Positionspapier des evang. Bauernwerkes- Vorgänge, die höchst egoistisch sind und mit den Anliegen und Maximen des christlichen Glaubens nichts zu tun haben und mit diesen auch nicht im Einklang stehen. Das gilt explizit auch für diese anmaßende und diskriminierende Stellungnahme mit dem eigennützigen Ziel der Gängelung jener landwirtschaftlicher Unternehmer, die den Zeitpunkt der Betriebsüber-(oder -auf) gabe selbst bestimmen wollen. Für einen selbstbewußten Menschen bedarf es keiner Kirche (und keines evang. Bauernwerkes), um gottgläubig zu sein.

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  2. von Walter Rothenbacher · 2.
    Hofabgabeklausel

    Ich bin evangelisch, aber was geht das Evangelische Bauernwerk die Hofabgabe an? Wieso eine Altersobergrenze einführen und dann noch mit einer Kürzung der Agrarförderung ? Also scheinheiliger geht's nimmer.

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  3. von Peter Held · 3.
    Landwirte sind Unternehmer!

    Der Vorschlag ist ja geradezu hinterlistig und verschärft für viele Bauern die soziale Lage auch noch. Wie jeder freie Unternehmer sollten auch Landwirte selber entscheiden können wann sie ihren Betrieb ab- oder aufgeben. Alles andere ist Gängelung und Zwangsverrentung. Makaber ist auch, dass Landwirte, die über das reguläre Rentenalter hinaus den Betrieb weiter führen nicht mehr in die landw. Alterskasse einzahlen dürfen und daher ihre Rente nicht mehr steigerungsfähig ist. Jeder Arbeitnehmer oder auch sonstige Unternehmer kann das aber. Ich sehe auch nicht, dass die Jungbauern Schlange stehen, um kleine und mittlere Betriebe zu übernehmen. Das Strukturargument riecht ein wenig nach Alterdiskriminierung und Landbeschaffungsmaßnahme für Großbetriebe!

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  4. von Gerd Mersmann · 4.
    Scheinheilig

    Ergänzung Fordert Einkommensverzicht von Landwirten die keinen Nachfolger haben

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  5. von Gerd Mersmann · 5.
    Scheinheilig

    Hofabgabe abschaffen,dafür keine Fördergelder mehr bewilligen.Scheinheiliger gehts meiner Meinung nach nicht. Eine Kirche die in Ihrem Programm " NÄCHSTENLIEBE " stehen hat,fordert von Landwirten die keinen Nachfolger haben,und dringend auf zusätzliches Einkommen aus der aktiven Landwirtschaft angewiesen sind,weil ihr minimales Altersgeld nicht ausreicht,der sollte man kein Geld mehr zukommen lassen.

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  6. von Wilhelm Grimm · 6.
    BauernUNwerk

    nimmt sich die GROSSE AGRARNATION Schweiz zum Vorbild.

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