Bestechung: Gammelfleisch mit krebserregenden Stoffen in Brasilien gefunden

Brasilien Das Ministerium betonte, man habe ein strenges Kontrollsystem für insgesamt 4837 Produktionsstätten, die den Export von Fleisch in über 160 Länder abwickeln.
Bild: Flagge
Brasilien, der größte Fleischexporteur der Welt, wird von einem Gammelfleischskandal erschüttert. Eine Gruppe Betrüger soll den Verkauf großer Mengen Gammelfleisch, das mit noch haltbarem Fleisch vermischt wurde, organisiert haben. Betroffen ist auch der weltweit größte Fleischproduzent JBS. 20 Personen wurden nach Informationen der Zeitung DIE WELT bereits festgenommen.

Auch 33 Lebensmittelkontrolleure sollen in den Betrug verwickelt sein. Wie das Agrarministerium mitteilte, wurden bisher drei Produktionsstätten geschlossen und 21 Betriebe unter Sonderbeobachtung gestellt. Man habe in einigen Fällen krebserregende Stoffe in dem Fleisch gefunden. Diese sollten offenbar den Geruch des verdorbenen Fleisches überdecken. Mit weiteren chemischen Produkten hätten die Täter das Fleisch zudem optisch aufhübschen wollen. Presseberichten zufolge sollen überdies Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet worden sein.

Die Bundespolizei war dem Skandal durch abgehörte Telefonate auf die Spur gekommen. Rund 1100 Polizisten seien an den landesweiten Ermittlungen beteiligt. Brasilien exportiert Fleisch in mindestens 160 Länder. Ob von dem verdorbenen Fleisch etwas nach Deutschland gekommen ist, ist bislang noch nicht klar.

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Renke Renken · 1.
    Das ganze System

    ist krank - hier wird alles doppelt und dreifach kontrolliert und sanktioniert - für alles importierte die gleichen strengen Maßstäbe anlegen wir hier bei uns, dann kommt auf mittelfristige Sicht gar nichts mehr rein.

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  2. von Gerd Schuette · 2.
    Die Welt lacht über uns...

    Wenn das Begleitpapier dabei ist, dann ist alles in Ordnung. Der Ablasshandel funktioniert, weil viele Menschen an beschriebenes und gestempeltes Papier glauben.

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  3. von Rudolf Rößle · 3.
    Fertigprodukte der Industrie

    Prost Mahlzeit. Wie bei Kindern. Sie essen nur Gemüse in der Suppe. Was in einer Fertigpizza alles drin ist, will man gar nicht wissen.

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  4. von Martina Junker · 4.
    Vertraue nur dir selbst

    Egal was kommt, der eigene Braten wird immer einen Platz in unserem Stall haben, soviel steht fest.

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  5. von Matthias Haep · 5.

    Immer locker bleiben. Dieses Gammelfleisch aus aller Herrenländer wird bei uns bald aller täglich Brot.Sobald der dicke Schröder vom Tierschutzbund die Viehhaltung in Deutschland kaputt gemacht hat.

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  6. von Wilhelm Grimm · 6.
    Germany first ?

    Das werden die Grünen und deren NGOs verhindern. Denn unsere Flächen werden für den staatlich kontrollierten Umweltschutz gebraucht. So haben die schon vor 20 Jahren geredet. Wir leben nun mal vom Export unserer Industriegüter.

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  7. von Paul Maier · 7.
    Ist wirklich nur Fleisch betroffen?

    So kam es in BW vor vielen Jahren zu einem Skandal weil Dioxin in der Milch gefunden wurde. Als Erklärung für die Kontamination wurde seinerzeit folgende Story aufgetischt: Im Milchleistungsfutter waren Zitrusexpeller verarbeitet worden, die aus Brasilien eingeführt wurden. Um deren hohen Säuregehalt zu neutralisieren wurden Kalkschlämme aus der Zementproduktion eingesetzt und so gelangte das Dioxin aus dem Brennmaterial in diese Kalkschlämme. Ansatt sie als Sondermüll zu entsorgen wurde daraus noch ein Geschäft gemacht und hiesige Milchbauern damit geschädigt. Ein anderes Beispiel wurde erst kürzlich bekannt, nämlich dass die Öko Zertifikate für den Kaffee hier in Europa ausgestellt werden und keinerlei vor Ort Kontrollen in den afrikanischen Erzeugerländern durchgeführt werden, vielleicht weil es zu teuer oder aber viel zu gefährlich wäre. Aber es wird noch sehr viel mehr passieren müssen, bis der deutsche Verbraucher nach der Devise handelt: Germany first und damit die weltweit höchsten Standards hierzulande anerkennt und mit seiner Kaufentscheidung auch belohnt.

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  8. von Gerhard Lindner · 8.

    Warum lesen wir sowas immer nur in unseren Fachgremien und Zeitschriften? Sowas würde sich in alle für jederman zugängigen Tageszeitungen und Medien veröffentlicht werden müssen. Z. B heute morgen unzählige Prospekte an der Haustür, unter anderem Aldi: Bestes Steak oder Roastbeef aus ???? Land usw... . Weiterhin bei EDEKA, wir stehe hinter Tierwohl, Fleisch, egal ob Schwein oder Rind bis zu 30% reduziert.! Wo ist da das Mehr? Warum schaut hier unser Verband tatenlos zu? Wo sind hier die Versprechungen, welche uns immer suggeriert werden, welches wir aber auch auf den Erzeugertagen in Herrsching besprochen haben? ! Sind den all Vertreter schon gekau...? Gibt es keine Ehrlichkeit mehr unter uns? Ist die Landwirtschaft in Deutschland schon verkauft? Warum werden wir so von allen Seiten verarscht? Warum lassen wir uns ständig einreden, das wir in Deutschland keine Ahnung von Landwirtschaft haben? Warum suchen wir nicht das offene Gespräch? Warum werden wir so von unseren Verbänden im Stich gelassen? Würde mich über eine Antwort sehr freuen, aber über ein besseres miteinander noch mehr!.

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  9. von Willy Toft · 9.
    Deutschland hat ein Hang zum Exotischen!

    Alles was von weit weg herkommt ist unbedenklich, und bei uns können die Kontrollen nicht scharf genug sein! Bin mal gespannt, ob das Auswirkungen auf unseren Fleischmarkt hat. Zumindest bedarf es noch viele solcher "Katastrophen", ehe einige Verbraucher es wieder richtig zu schätzen wissen, was sie an der hiesigen Produktion haben.

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  10. von Hans Spießl · 10.
    Gammelfleisch auf dem Weltmarkt

    Das wird sicher unseren guten Minister Schmidt und unserer noch besseren Bundeskanzlerin Merkel nicht passen! am besten diesen Personenkreis um eine ehrliche Auskunft bitten! (aber mit der Ehrlichkeit sehe ich grad bei diesen Personen ein Problem!)

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  11. von Wilhelm Schulte · 11.

    Man kann ja deutsche Lebensmittel kaufen und das importierte lässt man im Regal liegen. So einfach ist das

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  12. von Heiko Dierks · 12.

    Und diese Rotze wird in hiesigen Steakhaüsern für einen Haufen Geld verkauft. Aber deutsche Umwelt , Tierschutz, und Qualitätsnormen spielen ja keine Rolle. Bei uns regen sich die QS Auditoren ja auf wenn bei einem schlachtreifen Bullen eine Ohrmarke fehlt.

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