Brunner weitet Förderprogramm für kleinere Investitionen aus

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Bild: top agrar

Ab sofort können Landwirte in Bayern für eine Vielzahl kleinerer Investitionen Fördergelder beantragen. „Wir haben die Angebote in unserem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft gezielt erweitert“, sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München.

Das aus Landesmitteln finanzierte Programm bietet laut dem Minister damit noch attraktivere Anreize, um kleinere Investitionen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen und zur Vermeidung von Witterungsschäden zu ermöglichen. Neu ist laut Brunner unter anderem, dass jetzt die erstmalige Umstellung kleiner Milchviehbestände von Anbindehaltung auf Laufställe gefördert werden kann.

Zuschüsse gibt es auch für Anpassungen an den Klimawandel: etwa für die Anlage von Wasserspeicherbecken oder Insektenschutzeinrichtungen im Obst-, Garten- und Weinbau.

„Mit der Ausweitung unseres Programms stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer bäuerlichen Betriebe und tragen den Anliegen einer artgerechten Tierhaltung Rechnung“, so Brunner. Wie schon bisher können auch künftig Investitionen in Tierausläufe, für Witterungsschutzeinrichtungen im Obst-, Garten-, Wein- und Sonderkulturbau, für die Anschaffung von Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen im Berggebiet und im Weinbau, für Heutrocknungsanlagen auf Basis regenerativer Energien und für Saatgutaufbereitungsanlagen gefördert werden.

Das Sonderprogramm sieht Zuschüsse von 25 Prozent für alle förderfähigen Investitionen zwischen 5 000 und 100 000 Euro vor. Die Umstellung auf Laufstallhaltung kann bis zu einem Investitionsvolumen von 150 000 Euro bezuschusst werden, bei Saatgutaufbereitungsanlagen und Schutzeinrichtungen liegt die Grenze bei 50 000 Euro. Der Freistaat stellt für das Programm jährlich bis zu fünf Millionen Euro bereit.

Detaillierte Informationen und die Antragsunterlagen gibt es bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser.
 

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Martin Lindermeir · 1.
    Johann Schneider

    Sehr geehrter Herr Schneider Alle Landwirte in Deutschland leben von der Betriebsprämie. Durch den angeblich Bayerischen Weg (Kulap, Diveresvizierung) haben trotzdem mehr als genügend Betriebe aufgehört. Wo sollen in Bayern die Ländlichen Gebiete gefördert worden sein? Ein Landwirtschaftsminister kann auch nur so viel Geld verteilen auch wenn der von der CSU kommt, als er Geld hat.

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  2. von Johann Schneider · 2.
    Lachnummer Bayern

    Sehr geehrter Herr Lindermeir Die Nord und ostdeutschen Grossagrarier lachen schon seit 50Jahren über uns. Sie selber können aber auch nur mithilfe von Subventionen überleben. Gut dass es noch ein paar Politiker wie Brunner gibt,der mit seiner Agrarförderung nicht die Preise kaputtmachen sondern die ländliche Bevölkerung fördern will.

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  3. von Martin Lindermeir · 3.
    Brunner weitet Förderprogramm für kleinere Investitionen aus

    Diese besonders hohe Förderung für den erstmaligen Umstieg vom Anbindestall zum Laufstall für bis zu 25 Milchkühe ist wohl eher eine Lachnummer des Bayerischen Landwirtschaftsministers, hier braucht man sich nicht wundern das die Norddeutschen Landwirte über uns in Bayern lachen! Statt in einen Stall für 25 Kühe noch zu investieren währe es sinnvoller aufzuhören. In meinem Landkreis Aichach-Friedberg (nähe Augsburg) liegt die durchschnittliche LKV Bestandsgröße bei 45 Kühen. Mit einer Förderung von maximal 37500€ wird man wohl nicht weit kommen. Beim normalen AFP für Stallbau plant man im Münchner Landwirtschaftsministerium den direkten Zuschuss von 300000€ auf 130000€ zu kürzen (heuer sind leider keine Landtagswahlen), dabei muss man gleich noch einen teuren Laufhof mitbauen. Helmut Brunner hat vor etlichen Jahren gesagt die Landwirte haben mit der GAP Reform keine Planungssicherheit mehr. Bei der Investitionsförderung/AFP braucht man scheinbar keine Planungssicherheit, obwohl man bei der Antragsstellung schon einen genehmigten Bauplan haben muss der ja auch viel Geld kostet. Mit dieser Förderpolitik in Bayern wird es die Anbindehaltung noch sehr lange geben bzw. den Ausstieg wird uns früher oder später LEH vorgeben. Martin Lindermeir

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