CDU in Niedersachsen fordert Hilfe für Wiesenhof-Schlachterei

Björn Thümler Björn Thümler
Bild: CDU
Schnelle und unbürokratische Hilfe haben Vertreter der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion von der Landesregierung in Hannover für die Ende März bei einem Brand stark beschädigte Schlachterei „Oldenburger Geflügelspezialitäten“ in Lohne gefordert.

Bei einem Treffen mit dem Vorstandsvorsitzenden der PHW-Gruppe, Peter Wesjohann, kündigte der CDU-Fraktionschef Björn Thümler außerdem an, „das Familienunternehmen beim Erhalt des Standortes“ zu unterstützen. Konkrete Maßnahmen wurden allerdings nicht genannt.

Dem Ministerpräsidenten Stephan Weil warf Thümler indes Untätigkeit vor. „Wohlmeinende Ratschläge“ würden in der gegenwärtigen Situation nicht weiterhelfen, so der Fraktionschef. Lobend erwähnte er die „viel schneller als ursprünglich geplant realisierte Inbetriebnahme des nicht zerstörten Gebäudeteils“.

Unterdessen sorgte Wiesenhof für Negativschlagzeilen. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel TV“ berichtete über die Zerhäckselung von Entenküken in einem Wiesenhof-Betrieb. Angesichts dieser Vorwürfe beklagte der Agrarsprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, dass „in der aktuellen industriellen Tierhaltung die Ökonomie über allen moralischen Grundsätzen steht“. Es sei Zeit für einen gesellschaftlichen Wandel.

Ostendorff forderte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt dazu auf, die Haltung von Enten endlich in der Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung zu regeln. Freiwillige Absprachen mit der Wirtschaft seien das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt seien.

Mehr:
SOKO Tierschutz stellt Entenmast auf Wiesenhof-Betrieben an den Pranger (20.4.2016)

Empfehlen Sie den Artikel weiter:

Das interessiert Sie bestimmt auch:

3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Heinrich-Bernhard Muenzebrock · 1.
    Keine Unterstützung für PHW!!

    da sieht man mal wieder, auf welcher Seite die CDU steht: auf Seiten der Monopolisten, Industrie usw. (Bonzenpartei)!!!. Wie kann man jemanden unterstützen, der keine Rücksicht auf Menschenrechte, Umwelt usw. nimmt. Mindestens 50% seiner Arbeiter sind Leiharbeiter, die man, wie im aktuellen Fall, schnell los werden kann!!. Den Schaden durch den Brand bezahlt doch die Versicherung, den Schaden durch die Grundwasserabsenkungen bezahlt niemand. Nachdem die Schlachterei ihren Betrieb einstellen musste, hat man festgestelltl, dass die Grundwasserpegel wieder steigen!!. Dazu kommt, dass wohl nur minimale Summen an Gewerbesteuern usw. bei der Stadtkasse in Lohne ankommen!. Ob diese Gruppe überhaupt Steuern in Deutschland zahlt, sei dahingestellt. Alles in Allem benötigt dieser Betrieb, nach meiner Meinung, keinerlei Unterstützung durch Steuergelder aus dem Land Niedersachsen.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Georg Nordendorf · 2.

    Die Frage stelle ich mir auch....Wofür Hilfen? Den Brandschaden inkl. des Verdienstausfalles zahlt eigentlich die Versicherung - zumindest wenn der Laden korrekt versichert war. Wenn dort wer Hilfen braucht, dann die Angestellten, die unverschuldet Arbeitslos und in Folge des Brandes entlassen werden. Ansonsten sollte sich die niedersächsische CDU mal mit den exestienziellen Problemen auf den Höfen befassen.....Da gäbe es genug zu tun.....oder droht hier am Ende eine lukrative Parteispende auf der Strecke zu bleiben???

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Franz Josef Aussel · 3.
    Hilfe ?

    Wofür braucht denn ein Schlachthof Hilfe ?Bei Brandschäden zahlt dieVersicherung ,ansonsten will der Verbraucher doch angeblich lieber kleinere Schlachtereien !

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren