DBV nennt Milchbeschluss der Agrarminister populistisch

Der Milchbeschluss der Agrarministerkonferenz (AMK) kommt beim Deutschen Bauernverband (DBV) nicht gut an. Statt einer Mengenbegrenzung der Milch fordert er kurzfristige, finanzielle Entlastungen für die Landwirte. Auch bei den Lieferverträgen warnt der DBV vor staatlichen Vorgaben.

Der DBV-Milchpräsident Udo Folgart kritisiert die Beschlüsse der AMK von vergangenem Freitag und bezeichnet die Androhung von einer entschädigungslosen staatlichen Milchmengenreduzierung als „populistisch“. Diese würde Hoffnungen wecken, die nicht erfüllt werden könnten, so Folgart weiter. „Der Kurs der zunehmenden Marktorientierung der Agrarpolitik wurde in den vergangenen Jahrzehnten von Politikern aller Couleur mitgestaltet und -getragen“, sagte Folgart. Die Politik könne angesichts der Marktkrise, die ihren Ursprung insbesondere in den weltweiten politischen und wirtschaftlichen Krisen habe, nicht eine 180-Grad-Wende vollziehen, so Folgart weiter.

Die Agrarminister der Länder hatten am Freitag die Milchbranche zu einer freiwilligen Begrenzung der Milchmenge bis zum Sommer aufgefordert. Sollte dies nicht geschehen, drohten sie eine zeitlich begrenzte, entschädigungslose, staatliche Begrenzung der Milchmenge sowie Sanktionen an. Die AMK forderte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt dazu auf, auf EU-Ebene dafür zu sorgen, dass dafür der § 221 der Gemeinsamen Marktordnung angewandt werde. Schmidt nahm die Aufforderung an, machte jedoch deutlich, dass er selbst davon nicht überzeugt ist.

Folgart plädiert nun an die Agrarminister, im Zuge der Milchkrise lieber die weiteren Maßnahmen, die die AMK am Freitag ebenfalls niederschrieb, zu verfolgen. Aus seiner Sicht gehören dazu ein erhöhter Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung, die Nutzung nationaler Beihilfen für ein Liquiditätsprogramm sowie Entlastungen bei den Sozialabgaben und im Steuerbereich. Mittelfristig würden steuerliche Anreize zur einzelbetrieblichen Risikovorsorge sowie die Verbesserung der wettbewerbs- und kartellrechtlichen Instrumente von hoher Bedeutung nicht nur für die deutschen Milchbauern sein, so Folgart weiter.

Handlungsbedarf sieht der DBV allerdings bei der künftigen Gestaltung der Lieferbeziehungen zwischen den Erzeugern und ihren Molkereien. „Es bedarf hierbei einer besseren Abstimmung zu den Anlieferungsmengen sowie Elementen zur preislichen Absicherung. Staatliche Vorgaben können jedoch nicht zu befriedigenden Lösungen führen“, schränkte Folgart jedoch ein.

Die AMK hatte den Bund dazu aufgefordert, die rechtlichen Vorgaben für die Vertragsbeziehungen im Milchsektor zu ändern. Laut dem Abschlussprotokoll der AMK, sollen auf EU-Ebene die Ausnahmeregelungen für Genossenschaften und die freie Verhandelbarkeit aller Vertragsbestandteile gestrichen werden. „Verbindlich vereinbarte und konkrete Vertrags- und Lieferkonditionen zu Menge, Preis und Laufzeiten, wie auch von der Mehrzahl der Erzeuger gewünscht, werden als Beitrag zur Abmilderung künftiger Marktkrisen angesehen“, begründen die Agrarminister im Abschlussprotokoll.

Hintergründe:

Agrarminister drohen entschädigungslose Mengenreduzierung für Milch an (15.4.2016)

BDM begrüßt Beschlüsse der Agrarministerkonferenz (18.4.2016)

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34 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Harald Butenschön · 1.
    @Henrik Plaas-Beisemann

    Die Antwort auf deine Fragen ergibt sich aus der Tatsache, das die Kommentarfunktion von überproportional vielen BDM-Anhängern genutzt wird. Seitens des BDM hat man anscheinend bis heute nicht verstanden, daß weder Deutschland noch die EU eine Insel sind und wir ein Teil des Weltmarktes sind ( ob wir das so wollen oder nicht)! Man hat wohl auch vergessen, das wir auch mit der Quote schon Milchpreise von € 0,19 hatten ( der Milchlieferstreik vom BDM hat damals ,außer einigen verlorengegangenen Abnehmern bei den Meiereien, ja auch nichts gebracht). Ich selbst habe 45 Kühe und stehe hinter dem Bauernverband. Meiner Meinung nach sollte sich der Staat hier komplett heraushalten aus dem Markt, das gilt auch für die Liquiditäthilfen. Wer nach ein paar Monaten mit niedrigen Preisen schon nicht mehr zahlungsfähig ist, hat irgendetwas falsch gemacht-basta.

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  2. von H. Bogen · 2.
    Ein böser Mensch wer böses dabei denkt.

    Die Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) hat letzte Woche den Deutschen Bauernverband (DBV) neu in seinen Beirat gewählt. Dr. Peter Pascher, Leiter des Fachbereichs Betriebswirtschaft / Ländlicher Raum, wird den DBV im VDB-Beirat vertreten. „Wir wollen künftig Bürgschaften für Landwirte anbieten. Das neue Programm haben wir zusammen mit dem Deutschen Bauernverband und der Landwirtschaftlichen Rentenbank entwickelt. Wir freuen uns deshalb, dass wir den DBV mit seinem Know-how für unseren Beirat gewinnen konnten“, begrüßt der VDB-Vorsitzende Guy Selbherr die Aufnahme des Bauernverbands. Quelle: https://www.buergschaftsbank.de/buergschaftsbank/fuer-kreditinstitute/news/detailansicht/item/315-deutscher-bauernverband-neu-im-vdb-beirat

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  3. von Detmar Kleensang · 3.
    Der Reihe nach:

    Dass der Milchbeschluss der AMK beim DBV nicht gut ankommt ist klar. Schliesslich könnten deren Umsetzung einen Strukturbruch in der Landwirtschaft begrenzen. Und „Strukturwandel“ war für den DBV immer schon gut, selbst wenn er wie derzeit zum „Strukturbruch“ wird. Wenn Landwirte mangels Einkommen ihre Betriebe nur noch über Kredite am Laufen halten können, dann freut das den DBV und die Raiffeisenbanken, die im DBV Mitglied sind ebenso wie die Landwirtschaftliche Rentenbank, die mit Hilfskrediten zur Seite steht und in der Rukwied, Minister Schmidt und die übrige DBV-Vorstandschaft das Sagen haben: Sicherung der Arbeitsplätze und Nebeneinkünfte für unsere Bauernpräsidenten. — Statt einer Mengenbegrenzung, die ein marktkonformes Wirtschaften fördern würde, fordert der DBV lieber staatliche Bevormundung durch finanzielle Entlastungen, sprich weiterer Hilfskredite, die die Bauern in Abhängigkeiten versetzen und die Last der Unwirtschaftlichkeit der Agrarbranche auf den Steuerzahler abwälzen sollen. Sprich: In guten Wirtschaftszeiten werden Gewinne der Landwirte privatisiert, in schlechten Zeiten werden die Verluste auf den Steuerzahler sozialisiert. Mit „zunehmender Marktorientierung“, wie sie vom DBV propagiert wird, hat dies NICHTS zu tun! — Weiters folgt eine völlige Fehleinschätzung des DBV, mit der er die Grundlage der Wirtschaftskrise zu begründen versucht: die weltweiten und politischen Krisen. Verschleiert also wieder das unsäglich blöde Argument mit dem Russland-Embargo und Kaufkraftverlust in China. Was nach Russland exportiert wurde hat längst andere Absatzwege gefunden. Und mehr noch sogar, wurde der Export noch gesteigert! Wie soll das Embargo also Schuld sein an den sinkenden Erlösen? Richtig: das ist nur eine faule Ausrede und Verblödung der Öffentlichkeit sowie der Bauern! — Um diesem ganzen Blödsinn noch Nachdruck zu verleihen fordert der Milchpräsident des DBV, der in der DDR aufgewachsene LPG-Mann Folgart, der Staat solle einen erhöhten Zuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung (aus Steuerzahlerhand!), nationale Beihilfen für ein Liquiditätsprogramm (steuerzahlerfinanzierte Hilfskredite), Entlastungen bei Sozialabgaben und Steuern (abermals auf Steuerzahlerkosten oder woher sonst?) auflegen zur Hilfe der Bauern. Jede Menge staatliche Eingriffe in den Markt, die der DBV rundweg ablehnt, wenn es darum geht, dass eine marktorientierte Produktion auch schon helfen würde. Schizophren? Aber sowas von! Der DBV bekundet mit dieser seiner „Argumentation“ nur, dass es ihm gar nicht um die Ablehnung staatlicher Eingriffe geht, sondern lediglich um die Art und Weise! Der DBV bekundet damit weiters, dass eine Marktorientierung der Bauern gar nicht von ihm gewollt wird, sondern das die Öffentlichkeit für den Erhalt der Landwirtschaft aufzukommen hat! Wirtschaftlich gesehen ist diese „Argumentation“ des DBV ein Offenbarungseid und eine Bankrotterklärung der Land-Wirtschaft! Und das alles auch noch unter völliger Ignoranz der Realität, dass jedes weitere staatliche und sonstige Hilfsprogramm nach den AMK-Beschlüssen an Mengenbegrenzungsmaßnahmen gekoppelt sein müssen! — Es ist schon abenteuerlich, wie der DBV die einen staatlichen Eingriffe rigoros ablehnt, weil staatliche Eingriffe die angebliche Marktorientierung gefährden würden, andere staatliche Eingriffe in den Markt aber gutheißt und fordert. Die einen fordert er, die anderen staatlichen Eingriffe lehnt er ab, mit der Begründung, sie würden am Weltmarkt nicht funktionieren, gleichzeitig aber fordert er noch sehr viel kleinteiligere Lösungen als EU-weite oder staatliche, nämlich auf Molkereiebene. Spätestens da wird die Absurdität der Argumentationslogik des DBV offenkundig! Und so macht der DBV nur eines öffentlich: Das er sich um Kopf und Kragen redet, um die Bauern immer weiter in die Abhängigkeit von Molkereien und Banken zu bringen, aber sie ja nur nicht am Markt teilnehmen zu lassen. Die vom DBV propagierte „Marktorientierung der Landwirtschaft“ ist die größte öffentliche Lüge des Deutschen Bauernverbandes, weil sie die Bauern nicht mit einschliesst!

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  4. von Christian Kraus · 4.
    @Reinhard Schnell

    Nur das Instrument "Intervention" dehnt das Problem. Kurzfristig kommt Milch vom Markt die in der Erholungsphase wieder auf den Preis drückt. Beim Rest kann ich leider keine Logik erkennen. Einmal hört man (vom den üblichen Verdächtigen) in der EU kann man sich nicht abschotten es ist ja ein globaler Markt. Dann kann man in Deutschland nichts machen da wir ja in der EU sind. Wenn man das tatsächlich so glauben würde dann gibt es es recht keine Möglichkeit bei der Lieferbeziehungen einzelner Molkereien mit den Bauern auch nur im Ansatz wirkungsvolle Lösungen darstellen können. Das ist als ob der Schwanz mit dem Hund wedeln soll. Ich kann bei dieser Phrase noch nicht einmal erkennen wie diese "Lieferbeziehung" denn eigentlich ausschauen soll wenn sie denn schon eine Lösung für den niedrigen Milchpreis sein soll. Die Optionen sind sowieso sehr eingeschränkt. Sollen die Bauern die Milch die auf dem Spotmarkt für 15 Cent zu haben ist jetzt auf einmal anstatt an die Molkerei abzuliefern direkt verkaufen?? Oder soll die Molkerei nur noch die Milch abholen können die sie haben will?? Ich kann in beiden Fällen nichts erkennen was auch nur im Entferntesten als Lösung anzusehen ist.

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  5. von Reinhard Schnell · 5.
    Der DBV hat recht

    Der staatliche Eingriff in den Milchmarkt wird nicht das Problem lösen sondern nur das Tal verlängern. Nur durch eine Veränderung der Lieferbeziehungen kann die Milcherzeugung der Nachfrage angepasst werden. Der Staat hat hier nichts zu suchen. Unser Problem müssen die Bauern und die Molkereien zusammen lösen und sonst niemand. Ein zurück in den Sozialismus wird doch wohl niemand wollen

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  6. von Josef Laumer · 6.

    Es ist unfassbar mit welcher Arroganz und unbeeindruckt von der Basis diese Sturköpfe an Ihrem Kurs festhalten. Während mittlerweile viele Agrarpolitiger Abgeordnete der Länder, des Bundes und Europaabgeordnete eine Mengenanpassung für notwendig erachten, bekämpft der DBV jegliche Diskussionen um eine Mengenbegrenzung. Diese Herren nennen sich „Bauernvertreter“ treffender währe „Bauernverräter“ Durch die verfehlte Milchpolitik des DBV ist den Milchbauern enormer finanzieller Schaden entstanden. Die Typen stellen sich immer noch hin und verteidigen Ihren Kurs Ob im DBV außer der Ideologie vom freien Markt sonst noch was dialogfähig ist steht in den Sternen. Das Geschwafel um Steuergelder, Subventionen und Bürgschaften kotzt einem an. Mit dieser Logik finden wir beim Verbraucher bestimmt keine Akzeptanz aber ganz sicher einen gewaltigen Imageschaden. Wenn Ihr sonst nichts auf die Reihe bekommt räumt das Feld und überlasst es dehnen die es besser können PS.: ich dachte unser Milchpräsident Folgert geht in Ruhestand, wird auch Zeit die Milchbauern werden erleichtert sein.

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  7. von Armin Zehner · 7.
    Das Problem dieser hochdekorierten Bauernverbandsveteranen

    Milchbauern sterben nicht so leise, wie der Rest der Bauern. Man kann den Milchbauern nicht einfach erzählen, sie wären halt zu schlecht um eine Daseinsberechtigung zu haben. Ein Milchbauer weiß, was er täglich leistet und das er in der Gesellschaft das höchste Ansehen aller Landwirte hat. Wie schön hätten Ruckwied, Folgart, die Fürsten der Landesbauernverbände es, wenn es den BDM nicht gäbe. Aber so müssen sie sich um Kopf und Kragen reden um ihr Scheitern nicht zu zu geben.

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  8. von Johannes Brotzer · 8.
    Fair und ehrlich bleiben

    Viele Milchbauern haben gefordert die Quote abzuschaffen, allerdings bei einem Milchpreis von 38 -40 Cent. Jetzt fördern die Gleichen ein Mengen Begrenzung. .....?

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  9. von Thorsten Schäfer · 9.
    Gemüsebauer kennen den Markt seit Jahrzehnten,

    Milchbauern haben anscheinend zu lange entkoppelt von der Marktwirtschaft gelebt. Heute ist das Gejammer groß, den melkt weniger und macht nicht andere dafür verantwortlich, das ist ja hier bei TA bald wie im Kindergarten.

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  10. von Jürgen Beyer · 10.

    Jeder Bauer der noch Mitglied beim DBV ist,sollte schleunigst kündigen und sämtliche staatliche Zuwendungen die der BV erhält sollten gestrichen werden ;so eine berufsvertretung ist so überflüssig wie ein Loch im Kopf!

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  11. von Bernd Lohse · 11.
    Die Haltung unserer Berufsvertretung ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbeiten !

    Man hat nichts dazu gelernt und hat dies offensichtlich auch nicht vor. Viele Betrieb stehen vor der finanziellen Kernschmelze und der Bauernverband klatscht auch noch Beifall. Einen solchen Selbstzerstörungsmodus wie der Bauernverband hat wohl noch keine Berufsvertretung zu stande gebracht ! Herr Rukwied, Herr Folgart, treten sie ab !

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  12. von Hans-Peter Mahler · 12.
    Total Versagt!

    Also weiter auf Betteltour bei Aldi, und dem Verbraucher der sowiso unseren Gigantismus im Stallbau, und dem mit mit neuen gelaesten Trecker zur Demo in der Innenstadt kein Verständnis hat .Ihr habts vergeigt. Die Entschädigungslose Abschaffung der Quote ohne Übergangs und Nachfolgeregelung ist komplett in die Hose gegangen.Da nützt es auch nichts nach Schuldigen in China oder Russland zu suchen, die machen ihre eigene Politik. Auch Landwirtschaftsminister Schmidts Idee MIlch nach Amerika zu exportieren,so in einem Fernsehinterview auf Fakt ARD ist eine Schnapsidee irgendwie produziern die doch selber Milch oder bin ich da falsch informiert. Vieleicht mal in Neuseeland anfragen für ein paar Spezialitäten werden die noch Platz im Regal haben.Mein Tipp tretet doch einfach ab. Wir brauchen einen Neuanfang in der die Industrielobby die ihr vertret keinen Platz hat. Wo sind übrigens die Kommentarschreiber geblieben, die uns immer erzählen wollten das ohne Quote alles besser wird?

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  13. von Dieter Müller · 13.
    Größe zeigt nur der, der seinen Irrtum zugibt und seinen Kurs ändert.

    Dies trifft zwar auf die Agrarpolitiker von Deutschland zu, jedoch nicht auf die Feld-Wald- und Wiesenkrawattenträger auf diesem Bild. Diese Verbandsverantwortlichen nehmen Erzeugerpreise, die aktuell unterirdisch sind, hin und verlangen weiterhin Liquiditätsdarlehen, damit die Rentenbank nicht auf ihren Geldern sitzen bleiben muss. Wichtig scheint diesen Leuten nur, dass sie ihren gutbezahlten Vorstands- Aufsichtsrats und Beiratsposten nicht verlieren. In anderen Verbänden ist es Bundesvorständen usw. nicht gestattet solche Posten gleichzeitig mit ihren Verbandspositionen auszuüben. Der Grund dafür ist gut nachvollziehbar. Wer gewählt ist um Landwirte zu vertreten, der kann nicht gleichzeitig für die Belange von Banken, der Industrie oder anderen Institutionen eintreten. Interessenskonflikte sind dann nicht zu vermeiden. Übrigens ist die Aussage von Udo Folgart Nonsens, dass die Politik keine 180-Grad-Wende vollziehen kann. In der Atompolitik wurden z. B. erst die Laufzeiten verlängert und kurze Zeit später der Ausstieg beschlossen.

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  14. von Henrik Plaas-Beisemann · 14.

    Herr Adlberger. 1. Wie kommen sie auf 320 €. 2.Die Greenigprämie geht als Kosten für die Stillegung und Feldrandstreifen wieder drauf. Aber da ich davon ausgehe, das sie flächengebundende Tierhaltung betreiben, ist ihre Futterfläche ebenfalls Prämien berechtigt. Hier herrscht zum Glück für jeden Hektar in Deutschland gleiches Recht ob Acker- oder Grünland, ob Sachsen oder Holstein. Meine Fragen haben sie mir damit nicht beantwortet, bloß eine Neidfrsge aufgeworfen. Aber trösten sie sich ich bin ein kleiner Ackerbauer, aber deshalb nicht doof.

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  15. von Gerhard Metz · 15.
    Im Selbstzerstörungsmodus

    Rukwied und Folgart demontieren den DBV in der Milchfrage gerade vor Publikum. Wir stehen ganz fassungslos daneben!

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  16. von Martin Schmidt · 16.
    Milchproduzenten vertritt der DBV nicht.

    Ich dachte der DBV wollte die Milchbauern vertreten, dem scheint nicht so zu sein. Mein Banking-Programm hat da so eine Funktion, welche Lastschriftrückgabe heißt.Und schwubs ist der Beitrag wieder auf dem Konto des Milchproduzenten.

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  17. von Nikolaus Adlberger · 17.
    Etwas zum Nachdenken für Getreidebauern

    Herr Plaas-Beisemann, ein Getreidebauer wird bei 8Akh pro ha und Jahr mit vierzig Euro pro Stunde vom Steuerzahler unterstützt. Hätte ich die gleiche Alimentierung für meine Arbeit im Stall, wäre mir der Milchpreis egal. Cross Compliance gilt nicht nur auf dem Acker sondern auch im Stall. Ich muss 85% meines Einkommens über den Markt erwirtschaften, bei Getreidebauern kommen 85% vom Staat. Daher die unterschiedliche Denkweise!

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  18. von Renke Renken · 18.
    Gewerkschaften

    hätten bei solchen Verhaltensweisen kein einziges Mitglied mehr ................!

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  19. von Henrik Plaas-Beisemann · 19.
    Ein paar Fragen eines Ackerbauerns

    Meine Damen , meine Herren, mir stellen sich bei diesem etwas emotionalen Thema doch einige einfache, praktische Fragen: 1.) Wieso fahren viele der Teilnehmer dieser Debatte immer wieder auf den deutschen Selbstversorgungsgrad ab. Der liegt bei Eiern deutlich unter 100 %, die baden aber auch nicht im Geld. Marktgleichgewichte, habe ich gelernt, stellen sich heute weltweit ein, und selbst unser eher moderater Aussenschutz verschiebt das Gleichgewicht doch nur etwas. 2.) Welches Interesse hätten die Iren an einer europäischen Lösung. Die produzieren auf ihrem Grünland bei 300 oder mehr Weidetagen und geringeren Flächenkosten doch weit eher an, den heutigen Preisen, und sind somit wahrscheinlich nach der Krise bei den Gewinnern.Abgesehen davon war die Quote aus deren Sicht tatsächlich über Jahrzehnte die reinste Zumutung. Alle Vorausetzungen waren vorhanden, nur melken durften sie nicht. 3.) Und das ist mir am Schleierhaftesten: Eine Referenzmenge braucht einen Referenzzeitraum. Welcher ist der richtige? Als mein Stall voll war oder der meines Nachbarns. Hier herrscht schon jetzt oft ein mir unerträglicher, hasserfüllter Ton. Was dann passiert sprengt den Berufsstand- auch zwischen den jetzt noch gemeinsam leidenden. Vielleicht erklärt mir jetzt jemand, wie diese Dilemma aufzulösen ist. Aber bitte sachlich. Ein ratloser Ackerbauer Henrik Plaas-Beisemann

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  20. von Nikolaus Adlberger · 20.
    Was hat der Bauernverband die letzten Jahre auf den Weg gebracht?

    Dummes Geschwafel, wie man es gewohnt ist. Immer die gleiche Leier, aber kein vernünftiger Lösungsansatz. Am besten wäre es, ihr würdet überhaupt nichts sagen, wenn ihr den Mund auf macht, schadet ihr uns Milchbauern.

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  21. von Petra Hoffmann-Hochhardt · 21.
    Ein Klassiker

    „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“ Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust - Eine Tragödie)

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  22. von Alfred Gmelch · 22.
    Jetzt bekennt sich die Politik zur Mengenreduzierung als Ausweg aus der Krise und der BV wehrt sich dagegen, was für ein Trauerspiel

    Und was macht der BV? Ja ist denn bei Folgart und Rukwied noch nicht angekommen, dass wir mit den von ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen sehenden Auges an die Wand fahren? Folgart auch deine Leute im Osten der Republik verstehen deine ablehnende Haltung zum AMK Beschluss nicht mehr. Reihenweise werfen sie das Handtuch und geben die Milchviehhaltung auf, dank deiner desaströsen Vorschläge. Also mach`s doch besser, aber von dir kommt ja nichts, aber auch gar nichts. Oder willst du wirklich, dass immer noch mehr Betriebe aufhören müssen, weil sie nicht mehr können, um so dem Übermengenproblem Herr zu werden. Zutrauen tät ich dir`s. Seht es doch endlich ein, wir haben keine andere Wahl, als alle gemeinsam die Beschlüsse der AMK schnellstens umzusetzen. Ansonsten gehen ganz einfach die Lichter aus für die meisten Milchbauern, ob groß oder klein. Die abgedroschenen Phrasen von euch, wie Liquiditätshilfen und der Gleichen helfen uns nichts. schaut euch diese Videos an, dann wisst ihr wie der Hase läuft. http://www.swr.de/report/billige-milch-kranke-kuehe-das-leiden-in-deutschlands-hochleistungsstaellen/-/id=233454/did=15036076/nid=233454/11ggja8/index.html

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  23. von Thomas Imhof · 23.
    Einfach

    nur beratungsresistent

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  24. von Forst Genossenschaft Hardegsen · 24.
    Was sagt der eine Geisterfahrer zum anderen ....?

    ".... guck mal da, ..... tausende Geisterfahrer kommen uns entgegen???" Ungefähr so kann man die Pressemitteilung dieser zwei (...) kommentieren. Da stehen diese beiden Komiker nun und merken nicht das ihr mit neuen Liquiditätshilfen neu gesatteltes, aber totes Pferd (Zukunftsbetrieb) auf der Gegenfahrbahn liegt. "Ihr werdet gar nicht genug Milch für den Weltmarkt produzieren können" - gescheitert. "Wenn Aldi zickt schicken wir die Milch nach China" - gescheitert. "Quotenkosten gespart" - gescheitert. Softlanding gescheitert. Kurskorrektur im Verband - Nicht in Sicht.

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  25. von Christian Kraus · 25.
    Ja ist denn das noch zu glauben??

    Jetzt haben sie die Politik jahrelang bequatscht und den Karren an die Wand gefahren und dann beschweren sie auch noch wenn einer die Richtung ändern will?? Was ist denn das für ein Verein? Da geht den Bauern fast das halbe Milchgeld ab und sie fordern allen ernstes ein Butterbrot als Lösung.

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  26. von Steffen Hinrichs · 26.
    Rukwied ist ja auch Vorstandsvorsitzender im Verwaltungsrat der Rentenbank

    und Christian Schmidt ist der stellvertretende Vorsitzender ; noch Fragen !!! Deswegen wird jegliche Wertschätzung der Milch vom BV getreten .

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  27. von Eibo Eiben · 27.
    DBV

    ... ja, der DBV "tritt" auch noch nach; ich sehe es so wie @H. Nagl !! ...

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  28. von Hans Nagl · 28.
    Gescheitert !!!!

    Leuchttüre Gescheitert . Weltmarkteroberung Gescheitert. Soft-Landig Gescheitert. Quotenausstieg Gescheitert. Und jetzt noch nachtreten.

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  29. von Michael Ruscher · 29.
    Wir haben nichts dazugelernt!

    Wir produzieren Milch, geben diese dem Verarbeiter, der uns nach der Verwertung, 14-Tage später bezahlt. Den Gewinn steckt der Verarbeiter ein, während wir den Rest bekommen, mal kostendeckend, meist nicht mal das. Wir haben seit 2009 es nicht vermocht das System zu drehen, eine Vermarktungsorganisation aufzubauen, die die Milcherzeugung den Markterfordernissen anpasst. Die Verarbeiter befinden sich in der konfortablen Situation, selbst in der Krise Gewinne zu verbuchen, weil die Rohstoffpreise fallen und nach der Krise bezahlen wir auch noch die Erschließung der neuen Märkte. Keiner sagt, dass das zum Zerfall einer tragenden Säule der Landwirtschaft führt. Rechnet keiner mehr im Bauernverband?

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  30. von Gerd Uken · 30.
    Was will man auch anderes erwarten

    vom U-Boot denn das was propagandiert wurde seitens des DBV funktioniert nun nicht so...........Menge runter -,Preis rauf 1.Semester BWL meine Herren! MIV u. Raiffeisen sind ja bekanntlch bei ihnen Im Präsidium.

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  31. von Rudolf Rößle · 31.
    Mengenbegrenzung

    Warum macht man nicht eine Umfrage über das Internet Fax usw unter den Milchbauern beim DVB ob sie eine Mengenbegrenzung zeitlich befristet wollen? Das wäre so einfach. Es müsste nur bei den Molkereien eine Vorlage mit der Milchpost verschickt werden. In einem Monat haben wir ein klares Meinungsbild.

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  32. von Susanne Mairhörmann · 32.

    Schämt euch, jetzt seid ihr nicht in der Lage über euren Schatten zu springen und ein mengenbegrenzungsmodell zu unterstützen, nein, jetzt klaut ihr auch noch die Idee der road map und stellt euch auch noch als die Retter dar. Pfui pfui pfui, abscheulich Landwirte aufwachen, was machen die mit uns???? Jetzt waren doch alle Akteure mal an einem Tisch....wie lange darf dieser Verein noch ungestraft Kapital vernichten?

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  33. von Martin Siekerkotte · 33.
    Udo lebt noch

    Er meldet sich zu Wort und wieder keine Lösung

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  34. von Hans-Hermann Nohring · 34.
    Die Totengräber

    der deutschen Milchbauern melden sich zu Wort

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