Dänische Regierung legalisiert Hanfanbau für medizinische Zwecke

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Bild: Archiv

Die dänische Regierung hat den Anbau von Hanf für medizinische Zwecke zugelassen. Die Freigabe ist nach Angaben von Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby eingebunden in die Entscheidung der Regierung, ab dem kommenden Jahr Cannabis als Schmerzmedikament bei der Behandlung chronisch Kranker freizugeben.

Da das Mittel erwartungsgemäß sehr kranken Patienten zukommen werde, wolle man die Produktion von medizinischem Cannabis unter möglichst kontrollierten Bedingungen im Land stattfinden lassen, um so die bestmögliche Qualität und Sicherheit garantieren zu können.

Laut Nørby soll der Anbau zu Beginn in Versuchsanlagen vorgenommen werden, um die geeigneten Anbaumethoden entwickeln zu können. Ohnehin werde der Anbau auch in Zukunft nur auf Antrag möglich sein.

Ungeachtet dessen hat der Dachverband der dänischen Land- & Ernährungswirtschaft (L&F) die Entscheidung der Regierung ausdrücklich begrüßt. Für den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Lars Hvidtfeldt ist die offizielle Freigabe das erfolgreiche Endergebnis einer jahrelangen und intensiven Vorarbeit. Der Anbau von medizinischem Hanf im Inland bringe kontrollierte Bedingungen für die Arzneimittelherstellung und zugleich ein neues Einnahmefeld für die heimische Landwirtschaft mit sich.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Grimm · 1.
    Die Bediingungen für die Landwirte in Deutschland

    sind vom Gesundheitsministerium ganz bewusst landwirtschaftsfeindlich gestaltet worden. Da hatte man andere Freunde, denen man etwas Gutes tun wollte. Die Landwirte brauchte man nur bei der Bundestagszustimmung als angenehmes Alibi.

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  2. von Harald Finzel · 2.
    "Neues Einnahmefeld für die heimische Landwirtschaft"?

    Wohl eher nicht. Der Anbau von THC-haltigem Hanf unter Hochsicherheitsbedingungen im Geschlossenen System dürfte spezialisierten Unternehmen der Pharmabranche vorbehalten sein. Mit "Landwirtschaft" im klassischen Sinne hat das wenig zu tun.

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