Dänische Wolfsforscher raten zur Vorsicht im Wald

Dänische Forscher haben die Verhaltensweisen von Wölfen untersucht.
Bild: Archiv

Aus Sorge vor möglichen Wolfsübergriffen warnen dänische Fachleute davor, kleine Kinder allein in den Wald zu lassen. So lautet zumindest ein Hinweis des Projekts „Ulvedialog“, bei dem Experten in den vergangenen Jahren Verhaltensratschläge zum Umgang mit dem Wolf erarbeitet haben.

Nach Einschätzung des Wolfsforschers Peter Sunde von der Universität Aarhus sind Angriffe von Wölfen auf Menschen zwar extrem selten, können aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden. Besonders gefährdet sind ihm zufolge kleine Kinder und Jogger mit Kopfhörern. Bei beiden Risikogruppen sei es möglich, dass sie eine potenzielle Gefahr durch sich nähernde Wölfe nicht rechtzeitig erkennen. Zudem müsse bei kleinen Kindern damit gerechnet werden, dass sie keine Kenntnis von den richtigen Verhaltensweisen zum Umgang mit dem Beutegreifer haben. Dadurch könne es zu potenziell gefährlichen Situationen kommen.

Der Wolfsexperte rät beim Kontakt mit einem nicht flüchtenden Wolf dazu, Krach zu schlagen und direkt auf das Tier zuzugehen. Keinesfalls dürfe man davonlaufen, da sonst der Jagdinstinkt des Wolfs ausgelöst werden könne. Im Prinzip bewähre sich in einer solchen Gefahrensituation das gleiche Verhalten, das man auch bei einem freilaufenden Hund anwenden würde, so Sunde. Aus diesem Grund sei anzuraten, kleine Kinder solange nicht allein in den Wald gehen zu lassen, bis sie in dieser Hinsicht ausreichend geschult seien.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    @Wilhelm Gebken -

    das ist dann praktizierter Umweltschutz. Als erstes muß ja das "Umweltrisiko/Schädlingspotential" Mensch daraus ferngehalten werden. Man denke nur an die "Waldkindergärten". Außerdem welche Kinder? Die meisten sitzen doch heutzutage eh lieber zu Hause vor der Spielekonsole etc. und zocken da rum. Da kann man gefahrloser und bequemer zur Not auch mal die Natur im "Virtualrealitymodus" erleben. Noch dazu viel leichter einen Wolf streicheln. :-) Aber es ist ja schon mal wieder erstaunlich, daß es für diese Erkenntnis einiger "Wolfsforscher" bedarf. Aber wie heißt es so schön: "Experten sind Leute, die andere daran hindern ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen" (Hannes Messemer, dt. Schauspieler). Das dieser Satz stimmt, kann ich mittlerweile immer wieder feststellen. Wenn man bedenkt, wieviele Politiker sich von "Experten" beraten lassen, da sie von der Materie selber keine Ahnung haben, dann befürchte ich anhand ihrer Entscheidungen ....... (kürze ich lieber selber) :-)

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  2. von Gerhard Seeger · 2.
    Herr Gebken,...

    ... wem der Wald gehört weiß ich im einzelnen nicht aber Kinder spielen dort leider schon lange nicht mehr. Wir waren seinerzeit nachmittags bis zum Einbruch der Dunkelheit für unsere Eltern quasi nicht erreichbar, das erzählen Sie heute mal den Helikoptermuttis, die kriegen Schnappatmung. Außerdem waren wir noch i.d.R. mit ner veritablen Schleuder "bewaffnet". Wenn unsere Kinder´mal Kinder aus der Ortschaft zum Spielen da hatten und es in den Wald ging, wurde bei Abholung zunächst das Auto innen komplett mit Zeitungen ausgelegt damit nur kein Fleck auf den Sitz kam. Vor diesem Hintergrund wundert einen manches nicht mehr. Ansonsten gebe ich Ihnen absolut Recht.

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  3. von Wilhelm Gebken · 3.
    Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern

    Der "Hauptspielplatz" für die Kinder der ganzen Region im Alter von 6 bis 16 Jahren waren die umliegenden Waldstücke. Von Versteckspielen bis zum Bauen von Baumhäusern war alles drin. Das ist dann wohl vorbei. Der Wald gehört dem Wolf.

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