Dürre2018: Alternativvorschlag aus Niedersachsen soll Geldauszahlung erübrigen

Strohpressen "Die Politik sollte in derartigen Notsituationen in der Lage sein, die nötigen Veränderungen in bestehenden Verordnungen durchzusetzen. Das hilft uns viel mehr als pauschale Geldzusagen, die meist nicht auf den Betrieben ankommen", sagt das Lanvolk aus Nordostniedersachsen.
Bild: Krone

Die Forderung des DBV nach 1 Mrd. Euro Dürrehilfe hat in den vergangenen Tagen eine Debatte um die generelle Förderung der Landwirtschaft, deren zukünftige Ausrichtung und Risikovorsorge ausgelöst. In den Publikumsmedien wurde wiederholt Kritik laut.

Auch im Bauernverband selbst wird die Forderung lebhaft diskutiert. Der Landvolkverband Nordost-Niedersachsen (BVNON) etwa schlägt statt Geldleistungen folgendes vor:

In Niedersachsen bereits möglich sind:
  • Steuerstundung
  • Hilfsprogramme der Rentenbank
  • Nutzung von Stilllegungsflächen für Futterzwecke
  • Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter
Weitere Aspekte lesen Sie übrigens in einem interessanten Bericht in der Landeszeitung...

Mehr zum Thema:

Lesen Sie mehr

18 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Martina Junker · 1.

    Es gibt auch sehr viele Betriebe in der Marsch ohne Beregnung. Diese häufig Gemischtbetriebe haben die größten Einbußen hinzunehmen.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Henrik Plaas-Beisemann · 2.
    Die naheliegendste Forderung

    Wo ist eigentlich die für Nordostniedersachsen am naheliegenste Forderung? Deutliche Zugeständnisse bei den Quote für das Beregnungswasser.

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Christian Bothe · 3.

    Und wieder Forstgenossenschaft Hardegsen.Anstatt immer gegen den DBV zu poltern,sollten Sie sich dort mit Argumenten und Tatkraft einbringen.Rukwied hat alles richtig gemacht ob er gefordert hat oder nicht, die Milliarde wird ehe kaum reichen,wenn man die Ernteverluste auswertet.Schauen Sie doch nach Australien,Polen+Schweden...Dort haben die BV ähnliches gefordert ohne Imageschaden für die LW und ein Ende der Hilfen ist noch nicht in Sicht.Die Diskussion hier zur Unzeit ist grauenvoll.

    Das meinen unsere Leser:
  4. von Wilhelm Grimm · 4.
    Die Kritik an der DBV Forderung von 1 Mrd. Euro ist lächerlich.

    Da wird ein Imageschaden für alle Zeiten genannt. Das ist unwahr!. Außer einiger weniger Flindtzer und N-tver habe ich das in den Medien nicht gelesen und nicht gesehen und gehört. Ich habe zwangsläufig viele Kontakte zu Stadtmenschen. Außer Nachfragen keine ernsthaften Einwendungen.. In den Hauptnachrichtensendungen sind wir erstmals gut kommentiert worden. Das Fernsehen hat eindringliche und überzeugende Bilder von den Ausmaßen der Dürre geliefert. Wir waren in aller Munde, und zwar sehr positiv.. Das war, zwar ungewollt, gute Öffentlichkeitsarbeit des DBV. In Australien, Polen und Schweden soll es Dürrehilfen geben, bei uns auch. Aber wir wollen diese nicht. Die Kritik an Ungerechtigkeit und Bürokratie im Zusammenhang mit Geldleistungen ist berechtigt, rechtfertigt aber noch lange nicht eine generelle Ablehnung, zumal der überwiegende Teil der Bevölkerung die angedachten Zahlungen nicht grundsätzlich in Frage stellt. Was uns aber unwiederbringlichen Schaden zufügt, ist der in aller Öffentlichkeit unkontrolliert ablaufende innerverbandliche Richtungsstreit, Die Einheit des Verbandes ist ein hohes Gut, sie ist in Gefahr. Das ist meine größte Sorge.

    Das meinen unsere Leser:
  5. von Gerd Uken · 5.
    @Finzel

    Man kann natürlich jetzt Ackergras/Kleegras aussäen wenn denn Regen kommt nur es entschärft die jetzige Situation nicht. Mais wird gehäckselt, der auf einigen Flächen vertrocknet-Glück hat der der beregnen konnte -durfte.... Der Mais kann jetzt noch für Entsoannung bei Futterbaubetrieben sorgen ansonsten ist alles gelaufen und das was die IstNiedersachsen da fordern ist erst in Zulunft wirksam. Wirkliche Hilfe kommt nur über den Preis und der steht in Rekation zur Menge-was ja nie einer zugeben will/wollte. bislang.

    Das meinen unsere Leser:
  6. von Eike Bruns · 6.
    2 Dinge

    Gerste: Erntepreis 16,5 Stand heute Nordwestniedersachsen 20,5 rd. 25 % plus 2. In der NWZ liest es sich ganz anders dort wir Schulte to Brinke so zitiert das er dem DBV vorwirft die Forderung besser nicht gestellt zu haben hierfür hat der Landvolkverband dann auch meine volle Zustimmung. Für das da oben nicht.

    Das meinen unsere Leser:
  7. von Manuela Bach · 7.

    Wir hatten letztes Jahr 30% weniger Ertrag durch Trockenheit, und da hat mir keiner geholfen. Wenn hilfe beansprucht wird, dann bitte für alle gleich, egal ob 50ha oder 5000 ha.

    Das meinen unsere Leser:
  8. von Harald Finzel · 8.
    Unausgereift und widersprüchlich

    Wenn Herr Riggert vom BVNON meint, es "kommt von Hilfszahlungen bei der Masse der Betriebe nichts an, weil sie irgendeine Auflage nicht erfüllen" (Zitat Landeszeitung), was macht ihn glauben, dass eine Versicherung Schäden in Höhe von etlichen Milliarden mal eben unbürokratisch ausgleichen würde? Wie will er eigentlich eine Mehrgefahrenversicherung finanzieren? --- Wenn Herr Riggert fragt, welchen Sinn es mache, "wenn wir jetzt Untersaaten oder Zwischenfrüchte säen, die ohnehin vertrocknen", was soll dann seine Forderung, nun "Futterpflanzen wie Ackergras" auf Greening-Flächen anbauen zu dürfen?

    Das meinen unsere Leser:
  9. von Steffen Hinrichs · 9.
    Wo bleibt die Forderung nach kostendeckenden Preisen ?

    Wir haben durch die Dürre höhere Kosten ,die wir über unsere Produkte wieder erwirtschaften müssen . Das gehört zur Marktwirtschaft dazu .

    Das meinen unsere Leser:
  10. von Gerd Uken · 10.
    @ Pleis B.

    Dann stellen sie mal den Link zum Original Interview hier her damit wir dann alle den gleichennWissensstand haben

    Das meinen unsere Leser:
  11. von Henrik Plaas-Beisemann · 11.
    Rukwied hat die Milliarde gar nicht direkt gefordert

    Im Original-Interview der Funke-Mediengruppe beschreibt Joachim Rukwied die Schäden von ca. 1.Mrd - die Versicherungswirtschaft geht im übrigen von 2,4 Mrd. € aus- Darauf hin wird er gefragt, ob der Ausgleich durch den Staat für die Ausfälle als wünschenswert erachtet. Er hat gesagt: Wünschenswert schon. Ich kann da keine problematische Forderung erkennen. Problematisch ist die Stille Post der Medien.

    Das meinen unsere Leser:
  12. von Forst Genossenschaft Hardegsen · 12.
    Uns Bauern fehlt das Sprachrohr der Basis und ein kritischer, unabhängiger Agrarjournalismus - Chapeau BVNON!

    Wenn man den Artikel "Bauernrebellion" in der LZ gelesen hat und um die Zusammenhänge weiß und dann den Artikel hier liest, was da am Ende für eine Weichspül-berichterstattung draus geworden ist, dann kann man sich wieder sicher sein, dass es in Verbandssachen so weiter gehen wird wie bisher. Die Vorstände des BVNON werden ob ihrer öffentlichen Wiederworte gegen das Hauptpräsidium in Berlin zurechtgestaucht und langfristig abgestraft. In sämtlichen grünen Wochenblättern wird es maximal auch eine kleine Berichterstattung zu möglichen Alternativvorschlägen geben, wenn überhaupt, aber keine Wiederworte. Der normale Bauer ärgert sich zwar über die PR-Katastrophe von Rukwied, weil er weiß, dass von der 1 Mrd. Forderung nur Ärger bei ihm ankommen wird, denn er muß es vor Ort gegenüber der Gesellschaft ausbaden, aber er wird kaum die zu Recht geführte "Rebellion" innerhalb des Verbandes mitbekommen, weil sämtliche grünen Wochenblätter unter der Kontrolle einiger DBV-Verbandsfunktionäre stehen. Da ist kein kritischer Journalismus gegenüber der internen Verbandspolitik des DBV geduldet. Das ist eine bedenkliche Entwicklung.

    Das meinen unsere Leser:
  13. von Matthias Zahn · 13.
    Druck vom DBV!!!

    Da kam wohl Druck vom DBV so dass der Artikel geändert und die Überschrift entschärft wurde. An alle Leser bitte den TA Artikel überspringen und den Link am Ende öffen. Der verlinkte Bericht ist besser.....

    Anmerkung der Redaktion:
    Nein, wir haben natürlich beim DBV um Stellungnahme gebeten. Dort hieß es heute morgen, man werde sich dazu nicht äußern. Die Änderung der obigen Meldung geht auf einen Wunsch der Verfasser aus Nordostniedersachsen zurück, weil das ein internes Schreiben sei, was in Gänze nicht veröffentlicht werden soll.

    Das meinen unsere Leser:
  14. von Heinrich Roettger · 14.
    Klare Forderungen sind notwendig und richtig

    Die sofortige Einführung von Agrardiesel für die Landwirtschaft mit dem notwendigen damit verbundenen Bürokratieabbau ist besonders wichtig. Warum fehlt diese Forderung , obwohl Sie die Betriebe sofort entlasten würde??? Das notwendige Geld soll sich Finanzminister Scholz endlich von einer Flugbenzinsteuer holen. Unsere Umwelt leidet besonders unter der progressiven Zunahme des klimaschädlichen Luftverkehrs.

    Das meinen unsere Leser:
  15. von Matthias Zahn · 15.
    Überschrift geändert....

    Schade....vorher wars besser...

    Das meinen unsere Leser:
  16. von Andreas Böggering · 16.
    wurde der Artikel im Nachhinein geändert?

    und wenn, warum?

    Anmerkung der Redaktion:
    Wunsch der Verfasser des Briefes, weil der intern für die Mitglieder war...

    Das meinen unsere Leser:
  17. von Matthias Zahn · 17.
    Respekt!

    Vor diesem Schritt und der klaren Positionierung der oben genannten Herren habe ich Respekt! Gut gemacht! Bei der vielen Kritik die ich sonst so verteile muss für dieses Vorgehen auch mal ein großes Lob drin sein. Danke für dieses Statement. Es gibt anscheinend doch noch etwas Hoffnung für die Bauernverbände......

    Das meinen unsere Leser:
  18. von Uwe Lamparter · 18.
    Irgend was ausgesagt oder doch "falsch" beraten?

    Die 1 Mrd.-€ -Forderung wird uns Landwirten noch ewig anhaften. Wollte Präsident Rukwid so in die Schlagzeilen oder gaben die die sogenannten Hauptamtlichen im Deutschen Bauernverband und in seinem Landesbauernverband einfach den Rat, diese Zahl einfach auszusagen? Ich habe gegenüber den Hauptamtlichen öfter meine Zweifel, da sich dort nicht nur ausgebildete Landwirte/Landwirtinnen befinden, sondern auch Juristen/Juristinnen Medienexperten/Medienberaterinnen,Unternehmensberater/Unternehmensberaterinnen usw. ( diese Form der Schreibweise, damit ich nicht noch Probleme mit den Frauenbeauftragten bekomme). Dem Vorschlag Hilfe zur Selbsthilfe kann uneingeschränkt zugestimmt werden. Und Vorschläge seitens der Landwirtschaft müssen natürlich auch kommen.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren