EDEKA reagiert empfindlich auf Kritik

Liebe Leserin,
Lieber Leser,

die zuvor hier veröffentlichte Meldung über Edeka haben wir aus Schutz des betroffenen Landwirts auf dessen Wunsch entfernt. Wir werden das Thema aber weiter beobachten und Sie informieren, falls sich das geschilderte Verhalten des Handels wiederholt.

Die Redaktion

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14 Leserkommentare Kommentieren

  1. von VolkerLi · 1.
    Edeka reagiert

    Für mich ist es unerklärlich, wie man für 1.50€ am Tag ein Schwein in Vollpension halten kann, alle Vorgaben zum Tierwohl, Arbeitsbedingungen gemäß Arbeitschutzgesetz und eine nachaltige umweltfreundliche Landwirtschaft betreiben kann. Genauso wenig kann ich mir das in der weiteren Tierhaltung bei Kühen, Hühnern, Hähnchen und dergleichen vorstellen. Ein Betrieb der 1000 l Milch melkt hat einen Umsatz von 300.--€ Brutto am Tag. Futterkosten, Energie , Arbeitszeit und Stallkosten abgezogen, was bleibt dann noch übrig ? Bei allen Betrachtungen fehlt in meinen Augen die betriebswirtschaftliche wahre Darstellung.

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  2. von bananenbaer · 2.
    Die Haltung des Landirtes gilt es zu respektieren...

    ... aber es bedarf sicher der Diskussion ob es geboten ist eine solche Unkultur im Umgang mit Geschäftspartnern zu tolerieren. Der Facebook-Eintrag des Landwirts ist betont sachlich und höflich formuliert, sollte Edeka froh sein wenn alle Einträge in dieser Form getätigt werden. Die Reaktion dieses Lebensmittelmultis zeigt aber leider deutlich von welcher Position man das Gespräch mit seinen Zulieferern sucht. Die Androhung der Beendigung des Lieferverhältnisses ist in hohem Maße unverhältnismäßig, gar eine Nötigung. Das darf nicht so stehenbleiben und zeigt m.E. deutlich dass es für die angemahnte Preispolitik keine Grundlage gibt sondern diese willkürlich aus der Position der Marktmacht erfolgt. Henry Ford, Kapitalist par exelence, hat seinerzeit die Löhne seiner Arbeiter verdoppelt (5 Dollar/Tag), nicht weil der Markt ihm das abnötigte sondern weil er für seine Produktion die besten und motiviertesten Arbeiter wollte die er kriegen konnte. Letztlich hat ihn das zum größten Automolbiltycoon seiner Zeit gemacht. Beispiel nehmen, Edeka!

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  3. von xf1 · 3.
    Danke für die Klarstellung, und danke, dass im Interesse des Landwirts so schnell reagiert wurde.

    Was den Liefervertrag des Bauern angeht, hätte ich vorerst keine Befürchtung. Wer mit einem Lebensmittelhändler, dessen Slogan "Wir lieben Lebensmittel" wirbt zusammen arbeitet, hat auch ganz bestimmt die Gewissheit, dass er berechtigte Kritik an einem Preis von 1,40 an einer Stelle anbringen darf, wo sie auch erhört wird. EDEKA hat das sicherlich nicht zuvor nicht bemerkt, und ist dankbar, von Kunden und Bauern darauf hingewiesen worden zu sein. Das ist wahrscheinlich nur ein Teil einer ganz neuen Transparenz, auf die sich der Handel wird einstellen müssen.

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  4. von adeter · 4.
    Löschung

    Sehr geehrte Leser, wir verstehen Ihren Unmut. In diesem Fall war es aber wirklich so, dass der Landwirt bei uns ganz sauer anrief und eine sofortige Löschung verlangte, er würde sonst seinen Liefervertrag verlieren (obwohl wir keinen Namen genannt haben). Er hatte qwohl nicht damit gerechnet, dass wir seinen Facebookeintrag als Bericht bringen. Sollen wir uns dann in so einem Fall gegen den eigenen Leser stellen? Gruß Alfons Deter

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  5. von 2234084 · 5.

    Tja.......also mir fehlen schlicht und einfach irgendwie die Worte. PS: Liebe TopAgrar. Durch uns Landwirte habt ihr Alle einen Job. Bitte nicht vergessen!

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  6. von a1260963 · 6.
    Das ist schon sehr sehr arm liebe Topagar Redaktion!!!!

    Anstatt den wirklich wichtigen Beitrag zu verbreiten wird er einfach entfernt! Anstatt die scheuklappen einzuziehen wäre es vieleicht mal angebracht die Marktmacht des Einzellhandels offensiv zu bekämpfen. Das kann nur passieren, indem auch in möglichst vielen Medien etwas geschrieben wird. Es wäre an euch gewesen beispielsweise die Faz oder den Spiegel auf diese Missstände aufmerksam zu machen.

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  7. von xf1 · 7.
    Die Reaktion, bzw. Nichtreaktion von EDEKA war zu erwarten

    Zum Schein, und fürs Greenwashing gründet man eine Kooperation mit dem mehr als umstrittenen Spendensammel-Löwen "WWF". Geht es um die Sache selbst, zieht man den Schwanz ein. Wir sollten sehr genau beobachten, wie mit dem betroffenen Landwirt und seiner berechtigt geübten Kritik umgegangen wird. Falls es nötig sein wird, werden wir ihm auch öffentlichkeitswirksam zur Seite stehen. Es gibt Grenzen, wo das Vortäuschen von Fairness jeden guten Geschmack verloren hat. Wenn sie mit dem Slogan "Wir lieben billig" werben würden, würde kein Mensch was sagen.

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  8. von bananenbaer · 8.
    Detmar Kleensang. ...

    ... sag mal, gibt es auch irgendein Problem auf der Welt an dem der Bauernverband nicht schuld ist, bzw. gibt es überhaupt an diesem Verband irgend etwas positives? Zitat Sir Peter Ustinov als Kaiser Nero, frei interpretiert :" Brenne er unsere Häuser nieder, töte er unsere Sklaven, raube er unser Vieh aber langweile er uns nicht länger mit seinen Ausführungen...(gähn)"

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  9. von toddelg · 9.
    Wäre ja auch

    eine Überraschung, wenn hier gewisse Dauernörgler an der Landwirtschaft, sich nicht gleich wieder negativ einbringen... Es war eine sachliche und fruchtbare Diskussion bei Edeka zwischen Landwirten und Verbrauchern. Da hat der BV nichts mit zu tun und persönliche Probleme sollten doch lieber persönlich geklärt werden und nicht zu Lasten von uns Landwirten.

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  10. von detmarkleensang · 10.
    Bauernverband löschte auch schon FB-Kommentare

    Da sollten demzufolge dann auch mal alle Bauern und Verbraucher bei allen Verbandsstellen nachfragen, was solch ein Umgang soll! Vor allem, wenn vom Bauernverband Kommentare von Bauern gelöscht werden! Nun ja, der Bauernverband hat es vorgemacht, Edeka hat offenbar davon gelernt. Für Bauern, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne unserer Landwirtschaft bemühen ist es immer eine derbe Ohrfeige, egal wer da Bauernmeinungen löscht. Und die, die Bauernmeinungen löschen, machen sich halt unglaubwürdig und unbeliebt in der Öffentlichkeit. Ob Edeka oder Bauernverband.

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  11. von bananenbaer · 11.
    Unglaublicher Vorgang.

    Eine im Wortlaut doch recht höflich und sachlich vorgetragene Äußerung wie diese mit der Drohung die Lieferbeziehung zu Beenden zu beantworten ist extrem schlechter Stil und zeigt eindrucksvoll woher der Preisdruck am Markt kommt. Es sind alle aufgerufen vom Landwirt, auch von denen sonst gerne gegen ihre Berufskollegen schießen, bis zum Verbraucher sich hierzu zu äußern. Denn ein solcher Umgang mit seinen Zulieferern darf doch wohl nicht selbstverständlich und reaktionsfrei sein.

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  12. von michael#002 · 12.
    Mäster reichen schaden weiter!

    So möchte ich auch mal Bauer sein , nächste Woche Ferkel -5 Euro wetten

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  13. von solarer · 13.
    Wertschöpfungsketten

    funktionieren nur dann auf Dauer, wenn auch die Produzenten Ihr Geld verdienen und damit letztendlich ihre Existenz sichern können. Vielleicht wäre es mal angebracht, dass die Einkäufer unserer LEH `s verpflichtend ein Praktikum beim Erzeuger machen müssen,damit sie überhaupt einen realen Bezug zur Produktion bekommen!

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  14. von schlaumeier · 14.
    Bitte alle nochmal bei EDEKA nachfragen

    per Post, Facebook, Twitter, Email, Telefon, persönlich an der Kasse, warum man so reagiert hat!!!!!!!!!!!!!!11 Bitte! Und natürlich NGOs und Parteien nicht vergessen!

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