EU-Kommission: Mehr Geld für Absatzförderung von Agrarerzeugnissen

Phil Hogan Phil Hogan
Bild: EU-Kommission

Für Programme, die den Absatz europäischer Agrarprodukte weltweit wie auch in der EU vorantreiben sollen, stellt die EU-Kommission im laufenden Jahr zur Kofinanzierung insgesamt 169 Mio. Euro zur Verfügung und hat damit das Budget um 27 Mio. Euro aufgestockt.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan erklärte dazu laut aiz.info: "Im Bereich der Agrarerzeugnisse und Lebensmittel ist die EU weltweit der größte Handelspartner und die erste Adresse für hochwertige Produkte. Auf mehreren Dienstreisen in verschiedenen Ländern hatte ich die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, wie sehr sich Verbraucher und Unternehmen auf der ganzen Welt für EU-Agrarerzeugnisse und -Lebensmittel interessieren. Ich begrüße diese neuen Absatzförderungsprogramme, die in der Vergangenheit neuen Antragstellern oftmals erfolgreich Türen geöffnet haben und die unsere Außenwirkung weltweit erhöhen. 2017 lagen die Anträge beinahe um das Zehnfache über den verfügbaren Mitteln. Für förderfähige Organisationen ist jetzt also der Zeitpunkt, sich zu bewerben."

Zwei Drittel der verfügbaren Mittel sind für die Absatzförderung in Nicht-EU-Ländern vorgesehen, insbesondere in Staaten, bei denen großes Wachstumspotenzial im Bereich der Agrar- und Lebensmittelausfuhren der EU besteht, wie zum Beispiel Kanada, Japan, China, Mexiko und Kolumbien. Bei Programmen innerhalb der EU sollte der Schwerpunkt darauf liegen, die Verbraucher über die verschiedenen EU-Qualitätsregelungen und über Logos für geografische Angaben und Bio-Erzeugnisse zu informieren. Spezielle Unterstützung erhalten Programme zur Förderung einer nachhaltigen Schaf- und Ziegenhaltung. Weitere Mittel sind für Kampagnen zur Förderung einer gesunden Ernährung und zur Steigerung des Konsums von Obst und Gemüse vorgesehen.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Was sind die Ziele?

    Mehr als Essen, damit man satt wird, geht nicht. Oder möchte man die Lebensmittelverschwendung fördern? An Ende müsste es wohl darauf hinauslaufen, dass in Europa der Absatz teuerer Produkte gefördert werden müssten, die für die Landwirtschaft (nicht nur für die Verarbeiter und Handel!) eine höhere Wertschöpfung bringen. Ansonsten wäre es verschwendetes Geld. Und die Förderung von Billigexport nützt der Landwirtschaft wenig. Hier muss ebenfalls verstärkt auf Wertschöpfung geachtet werden.

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