EU-Studie: Pflanzenschutz für Bienensterben verantwortlich

Biene "Das Bienensterben könnte noch dramatischer werden. Experten der EU bestätigten, dass Pestizide dafür verantwortlich sind", schreibt der Spiegel. (Bild: Archiv)
Die Pflanzenschutzindustrie bekommt weiter Gegenwind von Seiten der EU. Jetzt hat das EU-Wissenschafsnetzwerk Easac eine Studie veröffentlicht, wonach es nun als bestätigt gelte, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schädlich für den Bestand von Honigbienen sein kann.

Es gebe starke Beweise für die negativen Auswirkungen auf andere Organismen durch Neonicotinoid-Insektizide, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie. In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst. Das Netzwerk berät Entscheidungsträger in der EU.

Die EU-Kommission überprüft bis Dezember die vor zwei Jahren verhängten Beschränkungen für Neonikotinoide, die überwiegend von Bayer und Syngenta produziert werden. Die Mittel werden in mehr als 120 Ländern eingesetzt.

Dem Bericht der Wissenschaftler zufolge sind vom Einsatz der Insektizide nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen bestäuben. Auch auf insektenfressende Vögel hätten die Mittel Auswirkungen. Der Studie zufolge drohe durch Pflanzenschutzmitteleinsatz ein "Bestäubungs-Defizit" - da immer mehr Nutzpflanzen angebaut werden, die in ihrer Entwicklung auf die Bestäubung der Bienen angewiesen sind.

Der Verband der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller (Ecpa) kritisierte die Easac-Studie als voreingenommen, irreführend und selektiv. Der Bericht erfülle nicht die wissenschaftlichen Standards und sei von einigen nationalen Experten bereits angezweifelt worden. Die Beschränkungen seien auch nicht wirksam. Nur die Bauern würden sich über ernsthafte Verluste bei ihren Pflanzenbeständen beklagen.

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21 Leserkommentare Kommentieren

  1. von rav4 · 1.
    Hauptberufliche Nachfolger...

    zu finden wird immer schwerer. Dies gilt für die Landwirtwirtschaft und auch für die zu den grünen Berufen zählende Imkerei. Die Ursachen hierfür haben die gleichen Ursachen wie in der Landwirtschaft, hauptsächlich wohl wirtschaftliche Überlegungen. Ausserhalb der LuF lässt sich halt einfacher mehr verdienen. Hobbyimkerei wird zwar zunehmen und das ist auch sehr zu begrüssen, das Wissen und die Effektivität in der Bestäubung und Honigerzeugung kommt aber von den hauptberuflichen Betrieben.

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  2. von klaus1618 · 2.
    Bei Rapsanbauflächen innerhalb Deutschlands von ca. 1,3-1,5 Mio Hektar über einige Dekaden hinweg....

    ...hat es am Honig-Selbstversorgungsgrad wenn überhaupt, nur graduelle Veränderungen im Prozentbereich gegegeben. Kurz und knackig die Fakten auf den Punkt gebracht. - WARUM WOHL!?

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  3. von rav4 · 3.
    Noch einmal, geschwollene Reden helfen nicht...

    Eine sachliche Diskussion schon. Die Bereitschaft hierzu vermisse ich bei einigen Kommentatoren bei Top Agrar.

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  4. von lürade · 4.
    Meine Imker sind zufrieden,

    mit den Bienen und mit mir !

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  5. von klaus1618 · 5.
    Nicht NUR ein HONIGSCHLECKEN....!

    Wenn in diesem Zusammenhang AUCH ein neben den Honigbienen in das Blickfeld gerückter Anwenderschutz keiner tatsächlichen „risikobasierten Abwägung“ bedarf, na dann gute Nacht liebes Agrardeutschland!****Ich glaube, man ist sich der Tatsachen noch immer nicht bewusst, wieviele Stunden im Jahr der moderne Bauer zwischenzeitlich diesen Spritznebeln, Dämpfen, Feinstäuben ausgesetzt ist. Stichwort u.a. mit vielleicht wiederholender plakativer AHA-WIRKUNG: Kumulative Effekte!!!! Was den Orientierungssinn der Bienen, einmal ganz banal ausgedrückt, „STÖRT“, ist für die menschliche Gesundheit vollkommen irrelevant!? - Allein die Menge macht bekanntlich das Gift! (Paracelsus) - Es ärgert mich als Praktiker, der durchaus weiß, wovon er spricht, nachhaltigst, mit Verlaub, wenn man derart mit Blindheit die „DREI-AFFEN-SCHEMATA“ an den Tag legt und somit einmal mehr verantwortlichem Querdenken geflissentlich auszuweichen vermag. SO kann nur jemand agieren wollen, der selbst nicht auf dem Schlepper sitzt und die Bauernberuhigungspillen vom Schreibtisch aus dem gut klimatisierten Officeumfeld verteilt. Ein Wink mit dem Zaunpfahl scheint tatsächlich nicht zu funktionieren, die verbale Holzhammerkeule MUSS hervorgezaubert werden, um hier überhaupt entsprechend schlummernde(?) Sensibilitäten zum Leben erwecken zu können. Glaubt man im übrigen wirklich, dass im Rapsanbau aufgrund der in den vergangenen Jahrzehnten verstärkt verkürzteren Anbauintervalle mit nun geradezu explodierenden Schadinsektenpopulationen als Negativum u.a. einhergehend, man mit der behördlich abgesegneten Aufwandsmenge bauernseits in der Praxis noch zurande kommt!? Recht naiv, sich hinter einer solchen Denkweise verstecken zu wollen. SO WHAT - weiter so! Unser Gesundheitswesen will schließlich auch ausgelastet sein. Schade im eigentlichen, dass man einen gewissen unverzichtbaren geistigen Tiefgang an gerade entscheidenden Stellen nicht voraussetzen darf!!?? - Als nur einfacher Bauer verfüge ich allerdings über eben jene Fachkenntnisse, die mir bei der einen oder anderen lapidaren ABHANDLUNG aufgezeigter Problemstellungen schon des Öfteren, mit zunehmender Häufigkeit, brutal die Nackenhaare zu Berge stehen lassen!!!! Somit sehe ich es als eine durchaus mitmenschliche Pflicht an, mich hier schützend auch für jene Berufskollegen argumentativ, wenn nötig auch mit Nachdruck, positionieren zu wollen, die über einen solchen Kenntnisstand selbst nicht verfügen u. somit blind den leider manchmal fraglich funktionsfähigen Kontrollmechanismen vertrauen und Glauben schenken MÜSSEN. Diese greifen insbesondere zu Lasten der BAUERN ja leidvoll nachvollziehbar bestens!!!

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  6. von Doris Peitinger · 6.
    Nur Tatsachen statt verfälschten Studien können das Problem lösen

    Ist ja direkt lustig, wenn andere aufgefordert werden, das Für und Wider ideologiefrei zu diskutieren, aber die eigene Ansicht als alternativlos dargestellt wird. Es ist weder im Sinn der Imker noch der Bauern, wenn bei der Problematik nur Teilbereiche untersucht und andere außen vor gelassen werden . Das Bienenmonitoring ist ein äußerst gutes Beispiel dafür, was bei Zusammensetzung der Zahlmeister nicht wundert und äußerst kontraproduktiv ist. Denn so kann das Problem sicher nicht gelöst werden, das sich aus verschiedenen Ursachen zusammensetzt. Dies bestätigt jeder Imker, mit dem ich spreche. Ebenso, wie die Neonicotinoide als äußerst problematisch angesehen werden. Was nun diese neue Studie bestätigt. Da nutzt es auch nicht, zu versuchen, diese ins Reich der Ideologien abschieben zu wollen, nur weil sie manchen nicht paßt.

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  7. von rav4 · 7.
    @sandrock...danke

    So kommen wir weiter. Ich sehe auch einen Eintrag von zu vielen verschiedenen Wirkstoffen. Allerdings benötigen wir für die verschiedenen Schädlinge ein breites Spektrum an Wirkstoffen. Einige sind vielleicht noch entbehrlich andere werden dringend benötigt, um Resistenzen zu brechen oder zu verhindern. Neonicotinoide sehe ich als wirksame und im Moment nicht zu ersetzende Gruppe. Deshalb muss bei den Auswirkungen Pro und Contra ideologiefrei gegeneinander abgewägt werden. Diese risikobasierte Abwägung sehe ich in vielen Bereichen der Diskussion leider nicht.

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  8. von Sandrock · 8.
    72 Pflanzenschutzmittel imn Stock

    Hier in Hessen wird an Bienen von Seiten der Offizialberatung geforscht. Auf der letzten landwirtschaftklichen Woche wurden die Ergebnisse vorgestellt. Die Rapsinsektizide töten die Bienen nicht direkt. Aber diese tragen die Mittel mit in den Stock, wo sie in die Ernährung der Brut gelangen. Diese Verursachen eine Schwächung der Folgegeneration, geschwächt gegen Krankheiten und Varoa-Milbe. Insofern töten die Mittel indirekt. Außerdem werden hier 72 verschiedene Pflanzenschutzwirkstoffe im Bienenstock nachgewiesen. Das halte ich doch für so bedenkenswert, dass wir das nicht einfach wegwischen können, sondern hier müssen wir was ändern.

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  9. von rav4 · 9.
    Was habe ich nur furchtbares geschrieben...

    Warum diese Reaktion. Ob Bio oder Konventionell ist Wurscht. Nur, bei vielen Biobetrieben wird es immer problematischer - in D - Qualitätsanforderungen und Lieferverpflichtungen zu erfüllen und trotzdem wirtschaftlich für die Hofnachfolger interessant zu bleiben. Die Preisschere wird übrigens seit Einführung der Demokratie durch Angebot und Nachfrage bestimmt (jetzt 5 Einkäufer bundesweit) und nicht durch den BV. Und die Subventionen in D sehe ich als das kleinere Problem der Wettbewerbsverzerrung, die GMO in Brüssel ist der größere Teufel.

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  10. von klaus1618 · 10.
    So ein SCHMARRN!

    Ich bin KEIN BIOBAUER sondern konventioneller Ackerbauer; mit meinen eigenen betriebswirtschaftlichen Daten indes bestens vertraut. Diese sind für mich jederzeit, an jedem Ort, in meinen Hirnwindungen abrufbar! Meint, dass ein durchaus vorhandenes unverzichtbares Kostenbewusstsein bei JEDER ackerbaulichen Maßnahme vorhanden ist. Ich widme mich penibel einer Vollkostenrechnung. Innovation innerhalb der Landwirtschaft endet für mich nicht am eigenen Hoftor. An der Feststellung, dass jeglicher Stillstand, auch geistiger Natur(!), Rückschritt bedeutet, da ist etwas Wahres dran. Die ständig eingeforderte Flexibilität der Bauern ist allerdings nicht gleichbedeutend eines stetigen vollkommen sinnbefreiten Größenwachstumes der Betriebe, wie dies unsere berufsständische Vertretung so gerne zu vermitteln weiß. Heute mehr denn je fressen die Schnelleren die Langsameren. ....Und DAS ist wahrlich kein "Wort zum Sonntag"!

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  11. von rav4 · 11.
    Geschwollene Reden reichen schon lange nicht mehr

    Der Bioanbau wird in Sachen Pflanzenschutz und Führung der Kulturen bzw. Bienen alleine gelassen mit bestehenden und zukünftigen Problemen wie zum Beispiel eingeführten neuen Schädlingen. Innovationen in weiten Teilen Fehlanzeige. Diese würden ja aufzeigen, dass auch in diesem, interessanten Bereich massive Probleme vorhanden sind. Diese anzusprechen ist aber in den innovationsfeindlichen Gruppierungen absolut tabu und Lösungen dürfen nicht thematisiert werden. Es entwickelt sich eine neue Religion.

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  12. von klaus1618 · 12.
    mRNAs - die Bedeutung lokaler Proteinbildung in den Fortsätzen der Nervenzellen

    Hirnforscher am Max-Plank-Institut, Ffm., haben mRNAs indentifiziert, die für die Erkrankungen von Alzheimer und Autismus verantwortlich zeichnen. Wäre es nicht eventuell denkbar, dass ähnliche Mechanismen auch die Abläufe im Hirn der Bienen stören, Parallelen zu den Abläufen der Alzheimer Erkrankung beim Menschen herangezogen werden könnten? Ein solcher Gedankengang wird mit Sicherheit auf wenig, falls nicht wissenschaftlicherseits im stillen Kämmerlein bereits vollzogen, abklärungsbedürftige Gegenliebe stoßen, weil im Endeffekt auch nicht so ohne weiteres ein entsprechender Nachweis erfolgen könnte. Unwidersprochen steht allerdings im Raum, dass das Orientierungssystem unserer geschwächten Honigbienen, nachhaltig gestört, tangiert zu sein scheint. Wenn die Varroa-Milbe ursächlich in Hauptverantwortung für das Bienensterben identifiziert ist, die in einigen europäischen Ländern, nicht jedoch in Deutschland, sogar einer Meldepflicht untersteht, so simpel mit der Chemiekeule zu bekämpfen ist, warum stellt dies nach wie vor dann noch ein derart essentielles Problem dar!? Andere der Lüge bezichtigen und selbst mit vollkommen verdrehten Tatsachen argumentieren zu wollen, schafft wahrlich auch keine glorreich bedeutsamen Überzeugungsgewalten!!!****Man wird in der Pflanzenschutzmittelindustrie wohl keine Veröffentlichung von Studien erleben, die sich oben genannten kritischen Gedankengängen hinterfragend widmen wollten. „CHEMIE heilt CHEMIE“, lautet wohl die dort weit eingängigere Devise in einer entsprechenden Positionierung, an selbiger Stelle mit durchaus auch nachvollziehbarer einzigartiger Glaubensbezeugung.*****Wo waren die deutschen HONIGIMPORTE im letzten Kalenderjahr angesiedelt? Wenn ich mich richtig besinne, so dürften die dem Vernehmen nach bei 70-80% liegen. Demnach eine inländische Herkunft von NUR 20-30%! Die anderen Sektoren in der Landwirtschaft würden sich in Anbetracht solcher Fakten wahrlich geradezu die Finger lecken, machte hier doch eine gebetsmühlenartig eingeforderte Produktionssteigerung tatsächlich wirklich einmal Sinn. Warum verschenkt man innerhalb dieses landwirtschaftlichen Terrains gönnerhaft inländisches Wertschöpfungspotential!? Weil man ANDEREN keinen Schuss vor den Bug verpassen möchte!? - Das verbands- /agrarpolitische Labyrinth gleichermaßen ist für manchen strukturiert aufgestellten Praktiker so gar nicht schlüssig nachvollziehbar geistig zu durchdringen. -Nun, SELBSTVERSTÄNDLICH behält unsere berufsständische Vertretung in Schulterschluss mit der Agrarpolitik alleinwissend recht, wo kämen wir denn auch hin, wollte man so jedem dahergelaufenen Bauern Glauben schenken!? - Das selbstständige Denken verbieten kann man diesem allerdings nicht!

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  13. von paul-maier · 13.
    Die Imker und ihre Lobby zeigen sehr gern auf die Landwirtschaft.

    Eine Frage wird sorgsam ausgeklammert bei allen Studien die die Schädlichkeit vor allem von Neonicotinoiden beweisen sollen. Die vielen Wildbienen sind in der selben Umwelt zu Gange wie die überzüchteten Honigbienen. Sogar die zu Recht gefürchtete Varoa MIlbe kann ihnen nichts anhaben. Diesen Schädling holten sich die Imker höchst selbst ins Land mit importierten Königinnen zum Zwecke der Leistungssteigerung. Im letzten Frühjahr flogen so viele Hummeln wie ich noch nie gesehen hatte. Die müssten doch eigentlich auch vergiftet sein. Zudem kann ich mir nicht erklären, wieso gerade die Imker als die schlimmsten Massentierhalter die es gibt auch noch einen Kuschelbonus in unserer Gesellschaft haben. Die Völker bei allen Wildbienen sind gemessen an den Stärken der Honigbienenvölker verschwindend klein und deshalb wohl gesünder.

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  14. von rav4 · 14.
    Hört endlich auf mit den Lügen

    Und argumentiert im Sinne der Imker und Bauern. Ein Bekannter, auch Imker, hat in diesem Jahr erstmalig die Milben chemisch bekämpft, weils nicht mehr anders möglich war. Und siehe da, keine Ausfälle in diesem - erwartet - schwierigem Jahr. In den vergangenen Jahren sagten alle mir bekannten Imker, dass die Milbe die großen Verluste bringt. Pflanzenschutz dezimiert nur bei Fehlanwendung, die verboten ist. Gute Beobachtung und Kontrolle im Winter ist ebenfalls wichtig, um den Völkern das Überleben zu ermöglichen.

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  15. von Doris Peitinger · 15.
    Das deutsche Bienenmonitoring - bewußte Verfälschung der Tatsachen

    Äußerst begrüßenswert, dass eine erneute Studie zu der Problematik angestellt wurde. Denn das in Deutschland durchgeführte Bienenmonitoring kann, wenn man ganz wohlwollend ist, als schlampig bezeichnet werden. Realistischer ist wohl, dass es als ( sehr durchsichtiges und unheimlich freches ) Alibi herhalten sollte, dass es keinen Bezug zwischen Pestiziden und Bienensterben gibt, indem es von BAYER, BASF und Syngenta mitfinanziert wurde und diese "Experten" ganz bewußt dazu auserkoren waren, nichts zu finden. Hier eine der Kritiken: http://www.staff.uni-marburg.de/~ag-biene/en/files/nabu_debimo_2011.pdf Dabei sind die Bienen viel zu wichtig, um sie der puren Geschäftemacherei zu opfern, wie hier versucht wurde.

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  16. von lürade · 16.
    Und die Varoa-Milbe läßt sich gut bekämpfen,...

    mit Chemie.

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  17. von milton06 · 17.
    Wem summt es hier im Kopf?

    Ich finde es höchst bedenklich, dass manche Berufskollegen nicht in der Lage sind, grüne Propaganda von Fakten zu unterscheiden. Es ist sachlich nicht nachvollziehbar, wie diese EU-Studie zu solchen Ergebnissen gekommen ist. Seriöse Untersuchungen kamen zum Ergebnis, dass Pflanzenschutzmittel fast keinen Einfluss auf die Mortalität der Bienen haben. Schlimmste FEinde der Bienen sind die Varroa-Milbe und zwei weitere Schädlinge.

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  18. von klaus1618 · 18.
    Summ, summ, summ, Bienchen summ herum...(lustiges Kinderliedchen)

    Haben wir das nicht alle schon einmal unseren Bauernkindern tonstark, mehr oder weniger melodisch vorgeträllert....!?**** - Nun, wie nachstehend eingefordert, man soll sich ja nicht gänzlich uneinsichtig zeigen, revolutionierte (althergebrachte) Bauernparolen braucht das Land: „Pralle Konten für die moderne, unentbehrliche Agrarindustrie - leere Hosentaschen für die mehrheitlich verzichtbaren schlichten Bauern!“ - Wer greift dann auch gerne noch einem armen Mann in die leeren Hosentaschen!? Und BIENEN, sind das nicht die gelb-schwarz gestreiften fliegenden Ungetümer, wo‘s garstig brennt und vernichtend schmerzt, wenn sie sich denn in Menschenhaut verirren!!??****Es könnte witzig bis zum Totlachen sein, wenn die Bauernrealitäten denn nicht vielfach so niederschmetternd ernst wären...!

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  19. von lürade · 19.
    Ohne Industrie auch im Agrarbereich

    wären wir noch im Mittelalter.

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  20. von klaus1618 · 20.
    Auf die Einsicht folgt nicht selten die weise Voraussicht!

    Die Honigbienen sind auch gerade für die Bauern als dessen beste Freunde absolut unverzichtbar, insofern sollten wir uns für den besonderen Schutz der Bienenvölker einsetzen und uns nicht missbräuchlich vor den Karren der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller in alleiniger Bauern(?)-Heilsbringerfunktion spannen lassen.****Auch die Bauern selbst sind im übrigen, gerade auf ihren Rapsfeldern, bei sowohl den Vorblüten- als auch den Blütenspritzungen erheblichen Risiken ausgesetzt. Dem Stellenwert eines verantwortlichen Anwenderschutzes kommt in der Positionierung des Verbandes der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller (Ecpa) ein geradezu stiefmütterliche Bedeutung zu. Einzig die im Vorfeld von selbiger Seite bereits propagierten hohen „Durchschnittserträge“ der ölsaatenverarbeitenden Industrie haben im Agrarindustrieumfeld Präferenz. Eine beiderseits befruchtende, äußerst gewinnbringende Strategie selbiger Agrargiganten in entsprechend stillschweigender Allianz. Die Raps-Schauversuche bedürfen in der Praxis allerdings eines Abschlages von 20%, was man bei den Feldversuchen so gerne verschweigt. Aufgrund suggerierter möglicher Druscherfolge, aktuell vorauseilend vorgegeben mit real(?) umsetzbaren Durchschnittserträgen von ca. 40 dt/ha, werden bauernseits Begehrlichkeiten geschaffen, diese hehre Zielsetzung auf den eigenen Feldern erfolgreich umsetzen zu wollen, die entsprechenden Bodenklassen spielen hier fatalerweise wahrlich keine Rolle, „positive“ Einflussnahme inbesondere für die vorgenannte Agrarindustrie im vor- und nachgelagerten Bereich, die die Profite zuverlässig abschöpfen dürfen. Für den Bauern außer Spesen nichts gewesen, da die Masse bauernseits wiederum gegenläufig enormen Preisdruck auf das Erzeugerpreisniveau auszuüben vermag. Ein Wertschöpfungs-Selbstläufer damit also in erster Linie für WEN!?****Infolge des Neonicotinoideinsatzes vermochte man im übrigen die Anbaupausen im Rapsanbau auf den Feldern erheblich reduzieren zu können, hat in dieser ackerbaulich recht einseitigen Sicht der Dinge allerdings sträflichst vernachlässigt, dass infolge der immer kürzeren Anbauintervalle der Betriebe großflächig in direkter Nachbarschaft die Schadinsektenpopulationen zwischenzeitlich geradezu explodiert sind. Die Pflanzenschutzmittelindustrie hat in diesem Zusammenhang selbstredend verständlicherweise ein nachhaltiges Eigeninteresse daran, die derzeit ausgesetzte Anwendungszulassung der Neonicotinoide in Umkehr wieder aktivieren zu können, handelt es sich hier im eigentlichen um ein doch recht junges, hochpreisiges Produktsegment, das als absoluter KASSENSCHLAGER in der Liga der TOP-SELLER-KLASSE gigantische Profite in selbigen Reihen schreiben lässt. Hier Verzicht üben zu müssen, tut nachvollziehbar natürlich so richtig weh! Patentschutzjahre gehen sodenn einstweilen ungenutzt schlichtweg einfach flöten. *****Die Toxizität solcher Mittel gerade auch für die Bauern, die ganzjährig viele Stunden in Folge in diesem Spritznebel sitzen, insbesondere in Kombination mit noch anderen Mitteln, blendet man gerne aus. KUMULATIVE EFFEKTE, hatten die bei unabhängigen wissenschaftlichen Studien bereits jemals eine entsprechend notwendige Relevanz!? Bereits bei der Zuckerrübenaussaat mittels pneumatischer Einzelkorn-Sätechnik ist der Bauer den belasteten Feinstäuben ausgesetzt, im Nachgang fortgesetzt in den mehrmaligen Spritzgängen im Raps, wo ein kontinuierliches Einatmen über die Atemwege erfolgt.****An die Adresse der sehr wissbegierigen, spontan äußerst umsetzungsfreudigen GRÜNEN gerichtet: NICHT dem Bürger im generellen, was natürlich viele Wählerstimmen auf dem grünen Konto verzeichnen lässt, gilt mein eigentliches Ansinnen, MEIN Hauptaugenmerk. Nein, die tatsächlich Betroffenen sind hier die BAUERN, deren Gesundheit man vernachlässigend allseits ganz weit hinten ansiedelt in einer verantwortlichen Prävention. Diese sitzen 10 Stunden und länger an einem Tag, eingeschlossen in ihren Schlepperkabinen, und inhalieren den Spritznebel. KEINEN anderen Bürger tangiert das in ähnlichem Umfang, um hier argumentativen GRÜNEN IRRWEGEN vorbeugen zu wollen, man verdammt von deren Seite gerade das kleine Bäuerlein verallgemeinernd ja zu gerne.****Aber ist es nicht auch ein Bauernleben wert, dass dieses überlagert von einer rein monetären Gier, vollkommen gewissensbefreit nicht brutal mit Füßen getreten werden darf!? - Ich selbst versuche dem schon längst innerhalb meiner Betriebsstrukturen eigenverantwortlich Rechnung tragen zu wollen. Die gute ackerbauliche Praxis, unter der bewussten Renaissance bereits bestens bewährten altvorderen Wissens, hat bei mir wieder einen enorm hohen Stellenwert erlangt.

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  21. von lürade · 21.
    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden

    wider deinen Nächsten. Wer bezahlt eigentlich diese Studien-"Experten"? Wir leisten uns mehr "Experten" als Bauern. Teure Arbeitslose !

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