Edeka verkauft Hähnchenschenkel für 15 Cent/100 g

Edeka Bei Edeka ist es der "Montagsknüller", gültig an nur einem Tag: Hähnchenschenkel für nur 15 Cent pro 100 Gramm
Bild: Facebook @Simone Animale

Edeka hat Hähnchenschenkel der Initiative Tierwohl für nur 15 Cent pro 100 Gramm verkauft. Daraufhin haben sich aufmerksame Kunden gefragt, wie da Qualität und Tierwohl gewährleistet sein können, berichtet das Spiegel-Magazin Bento.

In aufgeregten Diskussionen bei Facebook hieß es demnach, dass die Billig-Hähnchenschenkel "der Gipfel der Geschmacklosigkeit" seien. Einige Nutzer hätten angekündigt, nicht mehr bei Edeka einzukaufen. Edeka habe daraufhin klargestellt, der Angebotspreis hätte "keinen Einfluss auf den Erzeugerpreis", den die Landwirte erhielten. Der billige Preis ginge zu Lasten des Groß- und Einzelhandels.

Dazu verweist die Supermarktkette nochmals auf die "Initiative Tierwohl", bei der man sich unter anderem engagiere. Nutzer konterten, dass solche Ramschangebote dennoch die Folge hätten, dass sie das Produkt entwerteten.

Gegenüber Bento meinte auch Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg, dass Edeka ein ganz schlimmes Eigentor geschossen habe, weil man den falschen Eindruck vermittelt bekommt, dass Tierschutz nichts kostet. Der Landwirt habe zwar höchstwahrscheinlich in diesem Fall das Geld für mehr Tierwohl bekommen, trotzdem sende die Supermarktkette mit der Aktion ein falsches Signal an Verbraucher.

Ein Vergleich mit anderen Supermärkten zeige, das Edeka mit dem aktuellen Hähnchenangebot so billig ist wie kein anderer, wobei die Preise dort allerdings auch nicht weit darüber lägen: Bei Rewe kosten Hähnchenschenkel etwa 25 Cent, bei Kaufland rund 23 Cent und bei Lidl gibt es sie bereits gewürzt für knapp 20 Cent pro 100 Gramm.

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Kindl · 1.
    Ist doch super!

    Finde diesen Preis doch gerechtfertigt für Hähnchen-Schenkel. Aufgewachsen irgendwo in Fernost, beim Transport die halbe Welt gesehen, einen riesengrossen CO² - Fußabdruck hinterlassen etc. MAn kann den Käufern solcher Ware nur eines sagen: Jeder frisst was er verdient....MAHLZEIT!!!

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  2. von · 2.

    EDEKA: Wir lieben Lebensmittel (wenn sie im Einkauf billig sind) Das hat mir vor einigen Tagen erst der Verkäufer einer Molkerei bestätigt!!!

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  3. von Wolfgang Daiber · 3.
    Alle unter einer Decke

    Hier ist der Beweis,daß das Kartellamt,die Regierung mit ihren Ministerien und und ein Großteil der Politik von den Lebensmittelkonzernen gekauft ist,andernfalls würden sie diese Machenschaften unterbinden.

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  4. von Paul Siewecke · 4.

    Vielleicht mussten die Hähnchenschenkel ja auch einfach nur schnell weg?

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  5. von Georg Nordendorf · 5.

    Ich zitiere: "Edeka habe daraufhin klargestellt, der Angebotspreis hätte "keinen Einfluss auf den Erzeugerpreis", den die Landwirte erhielten. Der billige Preis ginge zu Lasten des Groß- und Einzelhandels." Wenn dem so ist, wie EDEKA behauptet, liegt doch der Verdacht nahe, das hier unter Einstandspreis verkauft wird.... Meines Wissens ist das doch verboten???

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  6. von Christian Bothe · 6.

    Soweit zum ITW,den eigenen Supermarktlabels und den vielen Diskussionen mit selbsternannten Tierschützern und Co. Eine bedauerliche Entwicklung, aber Kapitalismus pur mit seiner Marktwirtschaft. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen, zumal ich das an anderer Stelle bereits mehrfach kommentiert habe und das Einkaufsverhalten des LEH aus eigener Erfahrung ganz gut kenne.

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  7. von Kreisverband Steinfurt · 7.
    Edeka

    Wir lieben Lebensmittel. Man gucke sich mal den Gemüseanbau in Spanien unter welchen Bedingungen da produziert und wie die Menschen da "gehalten" werden. Ein Skandal dieser Konzern

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  8. von Gerhard Steffek · 8.
    Zwiespalt?

    Es zeigt das Dilemma und Verlogenheit der ganzen Diskussion auf. Hat man ja schon an der "DLG-Silberwurst" gesehen. Der Urproduzent kann sich noch so bemühen, wenn die nachfolgenden Ketten "Mist" bauen ist alles für die Katz. Aber Hauptsache es ist billig und macht den Wanst voll. Brot und Spiele braucht das Volk damit es die Klappe hält.

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  9. von Willy Toft · 9.
    Eine schallende Ohrfeige für den Erzeuger, geht`s nicht noch billiger?

    Einen Bärendienst für den Tierschutz!

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