Ermittlungen gegen Gut Thiemendorf eingestellt

Sau Mitglieder von ARIWA hatten verdeckt in der Zuchtanlage gefilmt. Mit dem Bildmaterial warfen die Tierschützer dem Unternehmen unter anderem vor, trächtige Sauen zu lange in zu kleinen Ständen untergebracht zu haben. Zudem hätten Tiere geblutet und Ferkel seien unsachgemäß getötet worden, so der Vorwurf.
Bild: Archiv

Die Staatsanwaltschaft Gera hat die Ermittlungen gegen die Betreiber der Schweinezuchtanlage Gut Thiemendorf im Saale-Holzland-Kreis wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz in einem Fall eingestellt. Man habe dem Betrieb, der 9.000 Sauen hält - keine Straftaten nachgewiesen, heißt es.
 
Die Organisation Greenpeace hatte den Hof angezeigt, im Dezember 2017 begannen die Ermittlungen. Laut der Staatsanwaltschaft enthielt das mitgelieferte Bildmaterial von Tierrechtlern aber keine strafbaren Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht. Greenpeace meinte dagegen, die Bilder würden zu enge und  verkotete Buchten zeigen. Zudem hätten die Schweine kein Spielzeug. Dementsprechend prüft der Verein nun laut MDR eine Beschwerde.

Kastenstände zu klein

Wie der Sender jedoch weiter berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft in einem Hauptverfahren weiter wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz in der Anlage. Der Zweckverband Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (ZVL) in Stadtroda will Vergehen entsprechend der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ahnden. Ein Bußgeldverfahren gegen die Schweinezuchtalage Gut Thiemendorf sei bereits eingeleitet, sagte ein Sprecher des Amtes.

Kontrollen im April hatten ergeben, dass nicht jede Sau in der Schweinezuchtanlage Gut Thiemendorf in einem ausreichend großen Kastenstand untergebracht war, meldet der MDR. In der Anlage würden Sauen in 60 bis 80 Zentimeter großen Boxen gehalten. Laut Thüringer Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung müssen diese Kastenstände so beschaffen sein, dass jedes Schwein ungehindert aufstehen, sich hinlegen sowie den Kopf und in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken kann. In mehreren Fällen hätten die Schweine zudem kein Beschäftigungsmaterial, wie z.B. Holzstücke oder Körbe voll Stroh gehabt.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Friedrich Enslin · 1.

    Ihr Greenpeaceler ward auch schon mal besser, als ihr mit Schlauchbooten gegen die Bohrinseln kämpften. War wohl zu gefährlich. In der Zweiten Reihe die Landwirte anschwärzen ist scheinbar einfacher und lukrativer.

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  2. von Andreas Demann · 2.

    Einfach Einladen. Dann können die auch bei Tageslicht Filmen was das zeug hält. Am besten morgens um 8 Uhr. Die sind dann bestimmt noch Hundsmüde.

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  3. von Jürgen U. Elke Dippel GbR · 3.

    Kann Animal Watch bei mir auch Mal reinschauen und Fotos machen und die zu Greenpeace geben damit die sie auswerten können Nur damit ich mir auch sicher bin das alles okay ist.

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