Evangelischer Kirchentag mit Themenschwerpunkt Landwirtschaft und Ernährung

Evangelischer Kirchentag 2017 Evangelischer Kirchentag 2017
Bild: www.kirchentag.de

Auf dem Evangelischen Kirchentag nächste Woche in Berlin geht es u.a. um das Thema Landwirtschaft und Ernährung. Darauf weist der EKD-Agrarbeauftragte Dr. Clemens Dirscherl als Mitglied der Projektleitung hin.
 
So gebe es eine Podienreihe in Halle 9 des Messegeländes mit drei Veranstaltungen, die am Freitagvormittag ab 11.00 mit einem Streitgespräch über "Wie sollen Bauern künftig produzieren" zwischen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und dem Fraktionsvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen Anton Hofreiter beginnt. Ebenfalls dabei sind als Vertreter der praktischen Landwirtschaft die Kreisvorsitzende des Landwirtschaftsverbandes Münster Susanne Schulze Bockeloh und die Vizepräsidentin von Bioland Stephanie Strotdrees sowie der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder, der Bereichsvorstand von Lidl Neckarsulm Robin Goudsblom und Prof.Dr. Ute Knierim als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates Agrarpolitik der Bundesregierung.
 
Freitagnachmittags steht dann ab 15.00 das Thema Fleischkonsum auf dem Programm unter anderem mit dem Präsidenten des Landwirtschaftsverbandes Westfalen-Lippe MdB Johannes Röring, der ehemaligen nordelbischen Bischöfin Wartenberg-Potter und der Agrarreferentin von Germanwatch Reinhild Benning.
 
Am Samstag geht es nachmittags ab 15.00 abschließend um die grundsätzliche Frage der gesellschaftlichen Ernährungskultur in Deutschland. Unter der Leitung von Dr. Clemens Dirscherl diskutieren unter anderen der Kulturwissenschaftler Dr. Gunther Hirschfelder von der Universität Regensburg, der Vorstand vom Bundesverband Verbraucherzentrale Klaus Müller, Dr.Ursula Hudson von Slow Food Deutschland sowie der Geschäftsführer Edeka Südwest Fleisch Jürgen Mäder.
 
Mit der Podienreihe soll der besonderen christlichen Verantwortung für das "täglich Brot", für das im Vaterunser als einzige materielle Bitte gebeten wird, Rechnung getragen werden - insbesondere wenn der Kirchentag im urbanen Ballungszentrum der Hauptstadt Berlin in Distanz zu den Schöpfungsgrundlagen der Ernährung, nämlich der Landwirtschaft stattfindet, so Dirscherl.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Armin Brader · 1.

    Es wird mal wieder Zeit das man den Pfaffen und Spinner wieder 12 Bauernartikel an die Kirchentür hämmert! Ich für meinen Teil werde aus der Kirche austreten wenn das Ausufert, siehe nicht ein dass ich den Mist was die erzählen mit finanziere!

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Auch bei Martin Luther

    nicht mehr alles in Butter 1

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Erwin Koch · 3.
    Bange Frage

    Wird das mehr als nur ein weiteres Hetzprojekt der EKD gegen die Bauern im Land des Reformators der schon vor 500 Jahren die Bauern als dumme Knechtsmenschen bezeichnete? Die Evangelische Kirche kann wohl nicht anders! Die Macher des Kirchentages stehen da sicherlich in der geistigen Tradition der intellektuellen Geistlichkeit die hoch über der realen Welt der Bauern steht. Da die Kirche von heute, alles und jeden toleriert und "liebt", kennt sie nur noch eine "Sünde", das ist die; die Gottesschöpfung bedrohende moderne Landwirtschaft. Es ist davon aus zu gehen das auf diesem Kirchentag: "Politisch Korrekt" das Wort BAUERN nur so Buchstabiert wird( B runnenvergifter A rtenvernichter U mweltverpester E rosionsschadenföderer R ücksichtslose Tierquäler N itratverseucher! )

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  4. von Hans Merk · 4.
    Wenn denen nichts mehr anderes einfällt als zusammen mit den Grünen uns Bauern zu masregeln

    ...denn genau darauf läuft das ganze hinaus, dann werden sie sich auch nicht wundern wenn die Kirchen am Land völlig leer bleiben wie jetzt schon oft in der Stadt. Wenn die alten Bauern gestorben sind, die jungen müssen sich das nicht antun und die Grünen kommen eh nicht in die Kirche. Schade dass eine Handvoll linksgrüner im Bodenpersonal tatsächlich denkt es könne den Verein attraktiv machen indem es die enge uralte Bindung von Bauernfamilien zur Kirche ruiniert... Und wer keine Pachtflächen von der Kirche hat kann da schon mal über Kirchensteuern sparen nachdenken...

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