Geschlechtsbestimmung im Ei soll kostengünstig sein

Die neue Geschlechtsbestimmung im Ei soll laut der Bundesregierung nur marginal höhere Erzeugungskosten zur Folge haben. Konkret soll es um Mehrkosten von unter einem Cent pro Ei und unter 2 Cent für jedes weibliche Küken gehen, die der Unternehmer zu tragen hat, konnte Kirsten Tackmann von den Linken erfahren.
 
„Es wird sich zeigen, ob der Optimismus der Bundesregierung den Faktencheck besteht oder ob   geflügelhaltenden Betrieben und der Bevölkerung damit ein Kuckucksei ins Nest gesetzt wird", so die Agrarsprecherin der Partei dazu. Die Beispielrechnung geht von einer Brüterei mit jährlich 10 Millionen weiblichen Küken aus. Inwiefern, die zugegebenermaßen wenigen, kleineren Betrieben für das neue Verfahren finanziell höher belastet sind, ist ihrer Ansicht nach unklar.

Die Linke will daher weiter ihren Ansatz nach einem Zweinutzungsrassen und Bruderhahninitiativen zur Aufzucht der männlichen Eintagsküken verfolgen. "So braucht es keine neuen technologischen Investitionen, um das Töten männlicher Küken zu verhindern, sondern den politischen Willen. Wir werden kritisch beobachten, ob wenigstens die Rechnung der Bundesregierung für die Mehrkosten pro Ei aufgeht und weiter für die Alternativen kämpfen“, so Tackmann.
 

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Harald Finzel · 1.

    "Die Beispielrechnung geht von einer Brüterei mit jährlich 10 Millionen weiblichen Küken aus. Inwiefern, die zugegebenermaßen wenigen, kleineren Betrieben für das neue Verfahren finanziell höher belastet sind, ist ihrer Ansicht nach unklar." --- 10 Millionen weibliche Küken pro Jahr entsprechen ja nur mal eben ein Fünftel des gesamten deutschen Marktes. Ein Cent pro Ei entspricht also jährlichen Kosten von 200.000 Euro, der Großteil davon vermutlich Fixkosten. Bei einer Abschreibung von nur fünf Jahren wären das also Investitionskosten von ~1 Mio Euro. Die noch bestehenden Kleinbrütereien werden sich freuen. Aber das sind eh nicht mehr viele, die haben keine Lobby. Laut https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/LandForstwirtschaft/ViehbestandTierischeErzeugung/Gefluegel2030423137004.pdf?__blob=publicationFile gab es 2013 noch 72 Brütereien mit Fassungsvermögen von über 1.000 Eiern, davon 26 Brütereien mit >500.000 Eiern.

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  2. von Alois Riedl · 2.
    Absolut mag das ja günstig aussehen,...

    ...relativ ist es bei Eierpreisen von 15 ct und weniger teuer.

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