Greenpeace greift Bauernverband scharf an

Der bei Greenpeace für die Landwirtschaft zuständige Referent Dr. Martin Hofstetter hat den DBV, der diese Woche den Bauerntag 2015 abgehalten hat, scharf angegriffen. „Die Bauern haben etwas Besseres verdient als eine Berufsvertretung, die vor allem Kritiker kritisiert, statt nach zukunftsfähigen Lösungen zu suchen.“

Laut Hofstetter wehren sich die Verbraucher in den Städten und immer mehr Bürgerinitiativen auf dem Land  gegen billige Agrarproduktion zu Lasten von Tieren und Umwelt. Sie forderten bessere und gesündere Lebensmittel, die umweltfreundlich ohne Pestizide von bäuerlichen Betrieben erzeugt werden. Auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen und der Wissenschaftliche Beirat Agrarpolitik empfehle drastische Reformen in der Landwirtschaft, so der Umweltschützer.

„Doch Bauernpräsident Joachim Rukwied setzt auf freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie, statt für klare gesetzliche Regelungen einzutreten. Wer sich gegen bessere Haltungsbedingungen für Tiere wehrt, die dringend notwendige Reform der Düngeausbringung torpediert und Maßnahmen wie Klimaschutz und ökologische Vorrangsflächen als Ausgleich für Subventionen ablehnt, der kann nicht mit Verständnis rechnen“, kritisiert Hofstetter. Er werde nicht nur die Unterstützung der Verbraucher und die milliardenschweren Agrarsubventionen, sondern wie bereits bei den Bioprodukten Marktanteile verlieren.

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17 Leserkommentare Kommentieren

  1. von jubodo12 · 1.

    Warum ist eigentlich der Greenpeacegründer zurückgetreten?

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  2. von lürade · 2.
    NEIN !

    Auf eine Ebene mit Greenpeace kann ich mich nur stellen, wenn ich genau so kriminell mit der Wahrheit umgehe wie dieser im Spendengeld ertrinkende Spendenkozern. Kämpfen wir also weiter mit sauberen Argumenten. Leider fehlt uns viel Geld,so etwas ähnliches wie die CMA fehlt uns.

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  3. von xf1 · 3.
    Wenn man Greenpeace angreift, stellt man sich mit denen auf eine Ebene

    Das wäre unter jeder Würde. Es reicht, wenn man dem ein oder anderen Bürgertäuschungskonzern öffentlichkeitswirksam die Tatsachen unter die Nase schmiert.

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  4. von lürade · 4.
    Der DBV greift endlich an,

    schon wird Greenpeace nervös.

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  5. von alzinger · 5.
    Spiegel vorgehalten?

    Hofstetter kritisiert am Bauernverband doch nur etwas was die üblichen Kritiker (und dazu gehört eben auch Greenpeace) doch grundsätzlich machen. Kritik zu üben ohne vernünftige, realistische und somit auch durchführbare Lösungen aufzuzeigen. Den Spiegel vorgehalten zu bekommen tut halt mal weh.

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  6. von paul-maier · 6.
    Haben Greenpeace und Co. das Monopol auf Kritik?

    Sie selbst verbitten sich jede Kritik an ihren Vorstellungen und zeigen damit, dass sie weder diskussionswillig noch -fähig sind. Wehe, wenn es die Bauern trotzdem wagen ihnen zu widersprechen.

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  7. von xf1 · 7.
    Preuße

    Eine Produktion nach den Vorstellungen von Greenpeace und Hofstetter findet beispielsweise in Nordkorea statt. Natürlich wissen die auch selbst, dass sowas weder aus Sicht von Mensch, Tier oder Umwelt erstrebenswert ist. Sie können ihre Forderungen nur aufstellen, weil sie von vorn herein wissen, dass sie in der westlichen Welt nie realisiert werden, und was in Entwicklungsländern anrichten, wissen sie hier spendenwirksam zu vermarkten. Hofstetter hat diese Seite mit Sicherheit schon mehr als fünf mal aufgerufen - aber der Realität stellen wird er sich wahrscheinlich nicht. Zu schlimm wäre es, wenn der durchschnittlich ökologisch verblödete Greenpeace-Spender den Verein enttarnen würde.

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  8. von Bauer-Berni · 8.
    Die Realität

    Greenpeace und co. haben einen mächtigen Gegner: Die Realität. Die Verbraucher in den Städten und auch auf dem Land haben gar nichts gegen billige Agrapodukte, im Gegenteil, sie kaufen diese und das mit Vorliebe. Wir Landwirte müssen uns schon an die Realität halten und das ist der Markt, sprich das Verbraucherverhalten. Greenpeace und co. haben eine andere Realität diese richtet sich nach dem Spendenverhalten der Bevölkerung.

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  9. von toddelg · 9.
    Bürgerinitiativen gegen Greenpeace

    sind auch Realität. Die Windräder von Greenpeace Energy will auch niemand. Und in Asien können sich die Erblindeten oder Gestorbenen gar nicht gegen Greenpeace wehren, durch deren Kampf gegen die humanitäre Hilfe dort. Greenpeace betreibt moderne Hexenjagd, heute könnte man es Bauernjagd nennen.

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  10. von preuße · 10.

    Unrecht hat Hofstetter nicht. Und Seitens des Verbandes ist es auch grob fahrlässig versäumt worden diese Klientel zu bedienen. Nur eins vergißt Hofstetter, die Produktion nach den von ihm suggerierten Vorstellungen, ist alles andere als umsonst. Wenn er die Landwirte ins Boot holen will, dann muß er auch Ideen haben, wie die dann notwendigen Erzeugerpreise erzielt werden sollen/können. Ich fürchte, das nämlich auch seine Klienteel letzlich überwiegend nach dem Preis einkauft - und dieses Dilemma müßte seitens des Verbandes in die Diskussion mit Greenpeace eingebracht werden.

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  11. von frada · 11.

    Was soll er auch sonst sagen. Selbst ehemaligen Gründer sind mit der Organisation nicht mehr zufrieden! https://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace#Kritik

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  12. von xf1 · 12.
    Hier passt ein Text der BVSH: "Fürchtet die Furcht"

    "Echte" Ängste sind heute wichtiger als echte Tatsachen Ängste hat jeder, nur fürchten wir uns vor dem Falschen. Falsche Furcht kann aber echt gefährlich werden. 630 Menschen sterben bei Flugzeugunglücken. Schrecklich. Ein Medienthema erster Güte. 1,24 Millionen Menschen kommen jährlich im Straßenverkehr um. Schrecklich. Aber kein Medienthema. 70 Prozent fürchten sich wahnsinnig vor Pestiziden, Antibiotika, Hormonen und Gentechnik in Lebensmitteln. 15 tödliche Krebserkrankungen im Jahr sollen auf diese Hauptängste der Menschen zurückzuführen sein. Wir haben Angst vor einem Gespenst. 70.000 Menschen sterben aber tatsächlich an ungesunden Ernährungsgewohnheiten: zu viel, zu fett, zu süß oder alles zusammen. Doch fürchten wir uns davor? Nein. Wir leben heute sicherer und gesünder als vor 50 Jahren. Aber wir fürchten uns zu Tode. Und tun nichts. Denn die Gefahrenbereiche, in denen wir etwas tun könnten, gehen wir nicht an. Rauchen, Trinken, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung sind für etwa die Hälfte aller vorzeitigen Todesfälle verantwortlich: Ein riesiges Betätigungsfeld für den Bürger, die Politik, die Medien, die zahlreichen NGOs. Doch passiert – fast nichts. Stattdessen wir drauf gehauen auf Gefahren, die keine sind. Hier spielen Medien und Politik eine interessante Rolle. Berichterstattung und politische Sonntagsreden setzen bei den „echten“ Ängsten an, nicht bei den echten Tatsachen. An der EHEC-Epidemie im Jahr 2011 erkrankten 3.800 Menschen, 53 starben an der Infektion. Bis heute wird BSE für weitaus gefährlicher gehalten. Dabei ist wohl eher jemand an der Angst vor BSE gestorben, als an einer Übertragung auf den Menschen. Politisch glichen die BSE-Folgen einem Umsturz. EHEC dagegen folgte dem – falschen - Matra: Schuld ist die Massentierhaltung. US-Präsident Franklin D. Roosevelt sagte 1932 in seiner Antrittsrede: „Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.“ Man ergänze: Und diejenigen, die sie ungerechtfertigt schüren.

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  13. von lablume · 13.
    Herr Hofstetter bringt es auf den Punkt

    wenn er sich auf Verbraucher in den Städten beruft, die von der Arbeit auf dem Land keine Ahnung haben. Die Bürgerinitiativen auf dem Land rekrutieren sich zu meist auch aus Bewohnern, die aus Städten gezogen kamen und sich wundern, dass ein Tier nicht nach Weichspüler riecht. In der "guten alten Zeit" haben viele sich selbstversorgt. Heute werden viele durch wenige versorgt, alles soll möglichst billig sein, aber möglichst weit weg produziert werden! Es muss doch möglich sein, denn "umweltbewussten" Verbraucher über das ob und wie der landwirtschaftlichen Produktion aufzuklären und endlich den Ideologen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Kritik der Kritiker der Kritiker ist doch wahrlich nicht enu.

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  14. von nds-bauer · 14.
    Geschäftsmodell "dagegen" und "Risiko"

    Greenschiss lebt davon, Risiken zu erschaffen und "dagegen" zu sein. Die verkaufen das mit Erfolg. Bei Milch klappt das nicht so gut.

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  15. von xf1 · 15.
    Wenn es Hofstetter gelingt, auch nur einen einzigen Landwirtschaftskritiker

    zu benennen (einschließlich sich selbst), der nicht in schlechter Absicht handelt, steht einem Dialog nichts im Weg. Solange alle Landwirtschaftskritiker einschließlich der Grünen mit Halbwahrheiten bis hin zu glatten Verleumdungen argumentieren, macht das keinen Sinn. Wie zB. dieser Clown hier: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Verbraucherschuetzer-wollen-Verbot-von-Glyphosat,pestizide156.html Zitat Meyer: ***Umwelt und Gesundheit dürften nicht gefährdet werden, um "billige Lebensmittel" zu produzieren, so Agrarminister Meyer. Der ökologische Landbau beweise seit Jahren, dass eine Nahrungsmittelproduktion auch ohne den Einsatz von Pestiziden möglich sei.*** Demeter meint: http://www.demeter.de/presse/anwendung-von-kupfer-im-%C3%B6kologischen-landbau Wikipedia meint: https://de.wikipedia.org/wiki/Pestizid Warum ist es nicht möglich, dass Landwirtschaftskritiker auch nur einen Satz sprechen können, ohne den unkundigen Betrachter anlügen zu müssen?

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  16. von xf1 · 16.
    Langsam wirds echt langweilig

    Eine primitivere Möglichkeit, die schlechte Absicht von Greenpeace zu verschleiern hätte Hofstetter nicht wählen können. Sich auf den durch und durch korrupten, und bekanntlich mit falschen Zahlen arbeitenden Sachverständigenrat für Umweltfragen zu berufen, ist mehr als durchsichtig. Schon der "Mann aus dem Zoo" hatte sich mit diesem Thema versucht: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Regierungsberater-warnt-vor-schlimmen-Folgen-durch-Ueberduengung-1731034.html

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  17. von Pälzer_Bub · 17.
    :-)

    Kritisiert da nicht einer die Kritiker der Kritiker?

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