Grüne machen Angebot für neue Debattenkultur in Landwirtschaftspolitik

Friedrich Ostendorff und Robert Habeck Friedrich Ostendorff und Robert Habeck
Bild: Pressebilder

Ein Gastbeitrag der Grünen-Politiker Robert Habeck  und Friedrich Ostendorff. Habeck ist stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Friedrich Ostendorff ist stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft und Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen.

„Bei kaum einem Themenfeld gehen politische Emotionen so ab wie bei der Landwirtschaft. Am Küchentisch oder auf Mitgliederversammlungen des Bauernverbandes, alle haben Wahrheiten, wenn es um „die Landwirtschaft“ und um „die VerbraucherInnen“ geht. Die Urteile und Vorurteile über die jeweils anderen sind festgezurrt, und wenn es sein muss, werden sie im Brustton unerschütterlicher Überzeugung vorgetragen, ausführlich oder knapp, laut oder auch mal in Reimen.
 
Lösungen kommen wir aber so nicht wirklich näher. Das muss uns aber gelingen. Immer mehr wird es als Problem wahrgenommen, dass Höfe zumachen, endgültig. Wir haben Dörfer ohne Bauern. Die Kinder der Landwirte, bestens ausgebildete Agrarier, wenden sich ab, suchen ihr Glück lieber woanders. Sie haben es satt, dass die wirtschaftlichen Krisen immer länger, und die Hochpreisphasen immer kürzer werden. Ebenso haben sie es satt, bei all dem auch noch ständig mit den Vorwürfen konfrontiert zu sein, die Umweltfrevler der Nation zu sein, das Tierwohl zu missachten und womöglich auch noch an Armut und Flucht in Ländern Afrikas mitverantwortlich sind. Wie soll angesichts solcher gesellschaftlicher Gemütslage jemand mit fröhlicher Zuversicht arbeiten?

Andererseits gibt es an zu vielen Orten zu viel Gülle für die Fläche, sickert an zu vielen Standorten Nitrat ins Grundwasser und Phosphat gelangt in Bäche und Flüsse. Tiere können in den Ställen ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben, ihnen werden Schwänze oder Schnäbel gekürzt. Kühe kommen nicht mehr auf die Weide, dafür wird Mais für die ganzjährige Fütterung im Stall angebaut. Die Artenvielfalt nimmt weiter ab, ausgerechnet in den landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaften und nicht mehr in den Städten.

Das sind keine Luxusprobleme. Und man löst sie besser mit den Landwirten als ohne sie. Zwei starke Wahrheiten, mit allen Fakten und Gefühlen, die dazu gehören, stehen sich gegenüber, mit echten Interessen. Wenn wir bei diesem Gegenüberstehen bleiben, wird es zur reinen Machtfrage, ob einer den Kürzeren zieht und die andere Seite obsiegt. Aber das können wir uns nicht leisten. Wir können nicht noch mehr aktive landwirtschaftliche Betriebe verlieren, weil damit die Konzentration der Tierhaltung oder Intensivierung der Flächennutzung, kurz die Industrialisierung der Landwirtschaft noch mehr zunimmt und der ländliche Raum verarmt. Und wir dürfen nicht länger sauberes Wasser, gesunde Böden und Artenvielfalt verlieren, weil wir alle auf den Kreislauf des Lebens angewiesen sind.

Uns muss mehr einfallen als das, was bisher auf Bundesebene geleistet wurde. Das steht nun an. Wir halten das für eine der zentralen Aufgaben der kommenden Legislaturperiode im Bund. Dafür setzen wir uns ein, und dafür brauchen wir Partner, auf allen Seiten. Gibt es wirtschaftliche Perspektiven für die Bauern und Bäuerinnen, die heute noch in unseren Dörfern wirtschaften, und vielleicht sogar für Neueinsteiger, die aufgegebene Höfe wieder in Betrieb nehmen? Wirtschaftliche Perspektiven, die es ermöglichen, auch die ökologischen Lebensgrundlagen und die Bedürfnisse der Tiere umfassend zu achten und zu befördern?

Bei der Energiewende haben wir schon viel erreicht. Da hatten wir es auf der einen Seite mit einer Handvoll verknöcherter Energiekonzerne zu tun, die jede Änderung blockiert haben. Auf der anderen Seite konnten wir viele neue Energiegewinner schaffen bis hin zu den hunderttausenden Dachbesitzern, die jetzt dezentral Strom erzeugen.

Bei der notwendigen Umgestaltung unserer Landwirtschaft haben wir es ebenfalls mit handfesten Interessen zu tun. Aber gleichzeitig müssen wir das Neue mit den heutigen Lieferanten dieser Konzerne, also mit den bestehenden 270.000 Höfen erreichen – es gibt keine anderen, und wir wollen es auch genau mit ihnen machen. Wir bieten Partnerschaften an, damit sie unter Einbeziehung unserer ökologischen Erfordernisse und Anforderungen tragfähige wirtschaftliche Perspektiven entwickeln können. Das schaffen sie nur, wenn sie uns auch als Partner anerkennen und anerkennen können. Sie sind gefordert, wir aber ebenso.

Partnerschaft statt Krieg – am Küchentisch und auf der Grünen Woche. Das klingt so einfach, ist es aber nicht. Damit das gelingen kann, müssen alte Vorurteile und Rituale aufgegeben werden – und jeder weiß, dass das am schwersten ist. Wir müssen unsere Argumente überprüfen, die einen die Markt- und Exportfixierung, die anderen das Ordnungsrecht. Wir brauchen neue Instrumente, die Umwelt- und Tierwohlleistungen einen Preis geben, und so den Bauern ein Angebot für ihre Zukunft machen, jenseits von Wachse oder Weiche.

Wir müssen und wollen uns an diese Art Arbeit machen. Da haben auch wir Grünen noch viel zu lernen, wir haben auch einiges beizutragen. Es ist Zeit, die Hände zu reichen und wo immer möglich gemeinsam anzupacken. Wir sind dazu bereit. Die Bundestagswahl ist eigentlich die Zeit der Polemik und Zuspitzung – wäre es nicht einen Gedanken wert, das genau umzudrehen: die Wahl als guter Anlass, die richtigen Weichen neu zu stellen?

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19 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Jörg Meyer · 1.
    So wird das nichts

    Die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Warum sollten ausgerechnet die Grünen ausgerechnet zu Wahlkampfzeiten auf ihre typische Rhetorik und Polemik verzichten? Und warum sollten ausgerechnet die Landwirte vergessen, was sie sich in den letzten Monaten anhören durften: Ob Glyphosat, Antibiotika, Tierwohl, Biodiversität oder Nitrat im Grundwasser – kein Schlagwort wird ausgelassen, um die Zustände in der Landwirtschaft anzuprangern. Von Massentierhaltung, Agrarindustrie, Giftspritzen, Drogenhandel, Brunnenvergiftung, Monokulturen und systemimmanenten Problemen ist die Rede. Allein die Beschreibung der Ausgangslage von Habeck und Ostendorff empfinde ich als unehrlich. Sicher ist es beklagenswert, dass immer mehr Höfe aufgeben müssen, aber mal ehrlich: Ist dieser Strukturwandel wirklich aufzuhalten? Vor allem: Ist dieser Strukturwandel wirklich mit grüner Politik aufzuhalten? Ein landwirtschaftlicher Betrieb hat nur dann eine Zukunft, wenn er für junge Menschen einen attraktiven Arbeitsplatz und ein gewisses Auskommen bietet. Daher sehe ich für die Betriebe im Wesentlichen zwei Perspektiven: -Der Landwirt spezialisiert sich oder schafft einen Gemischtbetrieb, der durch interne Synergien Wettbewerbsvorteile hat, und wächst jeweils zu einer Größe heran, die es ihm ermöglicht, effizient zu wirtschaften und Fremdarbeitskräfte einzustellen. -Oder er besetzt eine bestimmte Nische, idealerweise ein Hochpreissegment: z.B. Direktvermarktung, Solidarische Landwirtschaft, Urlaub auf dem Bauernhof sowie Sonderkulturen und Spezialitäten. Kleinere Betriebe, die keinen dieser beiden Wege einschlagen, werden es in Zukunft schwer haben, sich zu behaupten und Nachfolger zu finden. Denn auch das gehört inzwischen selbstverständlich zur modernen Arbeitswelt: Ab und an ein freies Wochenende sowie Urlaub. Ein paar Agrarumweltmaßnahmen mehr werden keinen Betrieb aus seiner Misere retten, wenn die Grundstruktur nicht stimmt. So zu tun, als könne man mit einer durch Quasiplanwirtschaft erreichten Re-Extensivierung das Rad zurückdrehen, ist unehrlich. Auch wenn grüne Politiker wie Niedersachsens Christian Meyer behaupten, dass eine Milchmengenregulierung den Weg aus der Krise weist, ist das den Bauern gegenüber unfair, weil Meyer ganz genau weiß, dass das nicht stimmt. Auch die Energiewende ist kein Musterbeispiel für gutes Gelingen grüner Politik, sondern ein Trauerspiel: die Stromkosten für private Haushalte sind massiv gestiegen, der CO2-Ausstoß hat zugenommen statt abgenommen und immer mehr Menschen wehren sich gegen die Errichtung von Windkraftanlagen oder Stromtrassen. Erst galten Landwirte als „Ölscheichs von Morgen“ und heute vermaisen sie die Landschaft und wissen nicht, wie sie ihre Biogasanlagen nach Ablauf der 20-jährigen Preisgarantie weiter betreiben sollen. Alte Vorurteile und Rituale müssen aufgegeben werden? Mag sein, aber sicher nicht nur auf der Seite der Landwirte. Allein der Satz „Tiere können in den Ställen ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben, ihnen werden Schwänze oder Schnäbel gekürzt.“ ist ein Affront und kein Gesprächsangebot. So wird das nichts.

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  2. von Paul Maier · 2.
    Not macht erfinderisch.

    So könnte man das Gesprächsangebot von Ostendorf und Habeck an die Bauern auch deuten. Denn wie viele Bauern plagt diese die Sorge um ihre Existenz als grüne Lautsprecher. Dabei verdrängen sie aber immer gekonnt, welchen beachtlichen Anteil ihre eigenen Äußerungen zur Landwirtschaft und die von ihrer Partei herbeigezwungenen "segensreichen" neuen Gesetze und Verordnungen an der allgemeinen Resignation unter den Bauern hat. Auch die Dauerberieselung der Bürger mit den Phrasen: Bio gleich gut und konventionell grundsätzlich schlechter hat sich im Bewustsein breiter Schichten festgesetzt. Vorgänge in jüngster Zeit erschüttern auch den Glauben, dass der Einstieg in die Bio Landwirtschaft etwa die Rettung vor dem Prinzip des Wachsens oder Weichens bringen könnte, denn eben erst war von Bio Landgrabbing in Rumänien durch deutsche Bio Produzenten berichtet worden. In letzter Not suchen nun also die Grünen Hilfe ausgerechnet bei denen, die sie zuvor jahrelang mit ihrer Regelungswut drangsaliert haben. Die Frustration über grüne Politik ist doch in Kreisen der Bauern noch viel tiefer als bei der übrigen Wählerschaft, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.

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  3. von Heinrich Vinnemann · 3.
    Dummes Gelaber- zumindest von Ostendorff

    Bisher hat Friedrich Ostendorff noch nie eine Gelegenheit ausgelassen auf seine Berufskollegen einzuschlagen. Das wird sich auch nicht ändern. Herr Habeck sollte sich einen anderen Mitstreiter für einen anderen Umgang mit den Bauern suchen. Ostendorff ist ein hoffnungsloser Fall!

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  4. von Hans Spießl · 4.
    Alles Schwachsinn was da zu lesen ist!

    suchen sie mal einen Betrieb! . Pachtpreise wo man zB bei Getreideanbau so ca. 500 Euro/ha draufzahlt! Da ist doch jeder Landbesitzer besser dran möglichst teuer zu verpachten. dann für Neueinsteiger - das Verbriefte Recht auf Betriebsprämie must du dir erst kaufen - ein Gerangel....... Die scheinheiligen Politiker aller Parteien sollten einmal die Augen aufmachen und schauen was wirklich Sache ist. mir wurde schon vor Jahren in Vernehmungen bei Behörden gesagt und jetzt kommt die eigentliche Wirklichkeit Betriebsgründungen sollten verhindert werden!! Sowas wie da eine im Kopf kranke Vegetarierin da auf einen Bauern losgeht ist doch eigentlich nur eine Kleinigkeit gegen dem was die verantwortlichen Politiker und Konzerne mit den Bauern machen.

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  5. von Christian Bothe · 5.

    Scheinbar dämmert es den Grünen langsam,das sie aus dem Bundestag verschwinden,wenn sie so weiter Landwirtschaftspolitik gegen die Bauern betreiben.Wer hat denn die ganzen,teilweise unsachlichen und polemischen Diskussionen angefangen und so die Land-und Nahrungsgüterwirtschaft in Verruf gebracht? Fake news lassen grüßen... Wenn ich mir die Entwicklung der LW der letzten Jahre betrachte,ist doch erheblich in artgerechte Tierhaltung bei allen Nutztierarten investiert wurden.Tierwohl und Zertifikate wie QS,QM,Vloxx etc.bestätigen das eindeutig.Im Feldbau betrifft das den rentablen Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln (Cross complaince)etc.Das ließe sich weiter fortsetzen und sollte die Basis für sachliche Gespräche mit den NGO's darstellen.

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  6. von Hans Merk · 6.
    Maul halten - Beide

    Keine Partei hat durch ihre Propaganda und Regelwut mehr jungen Leuten die Zukunft verbaut als die Grünen und jetzt wo sie Richtung 5% driften weil die Masse der Bevölkerung die Landwirtschaft viel positiver sieht als Hofreiters Vasallen fressen diese Herrschaften Kreide! Ignorieren und nicht durch Dialog aufwerten.

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  7. von Doris Peitinger · 7.

    Leider haben Herr Ostendorf und Herr Habeck in vielem recht. Die Probleme und Krisen können nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden, wie es lange Zeit der Fall war. Dabei denke ich, wie noch vor einigen Jahren ganz klar behauptet wurde, dass die Milch für 20 Cent produziert werden kann. Oder es kein Mengenproblem gibt. Ebenso, wie das ZLF immer noch als "Event für die ganze Familie" und "Streichle mich" beworben wird und sich deshalb keiner über merkwürdige Ansichten der Stadtmenschen aufregen sollte, wenn er gleichzeitig die Veranstalter als Verband für die Bauern bezeichnet. In der Praxis wird es für die Bauern nicht besser, wenn man die Realität ignoriert. Und dies bedeutet nichts anderes, als dass die derzeitige Agrarpoltik, die nur Billigpreise und Export ausgerichtet ist, das Höfesterben verursacht. Und dann sollte sich jeder, der sich hier aufregt, überlegen, ob es so weitergehen kann. Oder ob es nicht endlich an der Zeit wäre, die dafür verantwortlichen Regierungsparteien ( da macht die Opposition nämlich bei der derzeitigen Koalition keinen Stich ) zu einer Poltik im Sinn der Bauern aufzufordern. Anstatt nur brav das Kreuzchen dort zu setzen, wo es schon die Ahnen hingesetzt haben!

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  8. von Armin Brader · 8.

    Die Grünen abschaffen, ein Lügenverein weniger!

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  9. von Heinrich Esser · 9.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die zwei sich an ihre hier getroffenen Aussagen halten, jedoch hat die Partei gerade in ihrem linken Flügel genug Potential, um sich nicht an diesen Dialogvorschlag zu halten. Vielleicht gelingt es ja trotzdem bei der CDU für ein kleines Umdenken zu sorgen. Deren Politik hat nun wirklich nicht dafür gesorgt, dass das Höfesterben gebremst wird. Allerdings konnte man die Grünen dafür verantwortlich machen. Wobei Exportorientierung und ein für große Betriebe attraktives Förderungssystem ganz eindeutige Faktoren für den Rückgang an Betrieben sind.

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  10. von Gerhard Steffek · 10.
    Walkampfschmeichelei?

    Sehen jetzt die Grünen auf einmal ihre Felle davonschwimmen und wollen sich jetzt um zu retten was zu retten ist bei den Bauern einschmeicheln? Vielleicht ein paar Stimmen abgreifen um nicht mit wehenden Fahnen unterzugehen? Aber das ausgerechnet bei den Bauern? Hoffen sie da auf ein "Täter-Opfer-Syndrom" oder sind sie wirklich so dämlich und zugleich arrogant zu Glauben, dass nach all dem Bashing das sie gegenüber den Landwirten betreiben hier noch irgendeinen dummen Hund hinter dem Ofen hervorlocken können. Na ja, nachdem die Dummen leider nicht aussterben können sie ja darauf hoffen. Getreu dem Spruch: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Half damals aber auch nicht mehr. Worauf ich hoffe.

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  11. von Lars Henken · 11.
    Soll man es wirklich glauben?

    Die GRÜNEN rufen zu Dialog und Partnerschaft auf, vom Ansatz her klingt es gut und scheint richtig zu sein. Aber kann man glauben was man da liest? bei der Energiewende hat man ja schon so viel erreicht? Stimmt wohl die GRÜNEN haben mit Frau Künast die Biogasanlagen angeschoben und heute schimpft man über die Vermaisung und das Substrat aus den Anlagen. Man beschwert sich, dass immer mehr Höfe aufgeben, dabei tragen doch gerade die GRÜNEN dazu bei. Jede zusätzlich Auflage, die von den GRÜNEN durchgeboxt wird, macht kleine Betriebe kaputt, die man doch angeblich retten will. GRÜNEN-Politiker behaupten im fernsehen, dass Schweinen die Rüssel abgeschnitten würden und zeigen an vielen Stellen, dass das Fachwissen über die Landwirtschaft bei den GRÜNEN doch eher Mangelware ist. Ich halte die ganze Sache für eine Finte, man hält die Hand zum Dialog hin und kreuzt hinter dem Rücken die Finger. Wenn die Hand dann ausgeschlagen wird, zeigt man wieder auf uns und ruft: "Die bösen Bauern wollten ja nicht!" Schöne, neue, grüne Welt!

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  12. von Christoph Arning · 12.

    Wie scheinheilig ist das denn?

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  13. von Arno Remmers · 13.
    Allein mir fehlt der Glaube!

    Die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen und es sollte auch jedem an einer fortwährenden Weiterentwicklung unseres Berufszweiges gelegen sein, allerdings traue ich dem Braten nicht! Wer, wie wir in Niedersachsen, mit Herrn Meyer als Landwirtschaftsminister gestraft ist, hält nichts mehr von schönen Reden oder Schriften, wenn direkt im Anschluß daran wieder von hinten in die Beine gegrätscht wird! Wir warten auf Taten!

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  14. von Jens Geveke · 14.
    es fält schwer...

    ...wenn diese Partei es geschafft hat, dass viele Bürger die Landwirte für blöd und hohl erklären, weil biologisch angebauter Salat nicht mit Gülle und nicht mit Kunstdünger gedüngt wird, weil Wasser schliesslich überall sei und die Landwirte nicht wissen was in der Welt los sei, dann muss diese Partei erst einmal anfangen, in den eigenen Reihen die Fakten über eine nachhaltige Landwirtschaft zu erklären. Und wenn dann dort auch das Wissen eines Agraringenieurs wieder akzeptiert wird, dann kann man auch wieder mit Landwirten über eine zukunftsfähige Landwirtschaft diskutieren. Die Landwirte kennen alle noch ihren Opa und wissen das sie ihm den Hof zu verdanken haben und wissen dass die Enkel auch noch auf dem Hof arbeiten wollen. Ihnen muss man nicht erklären, was nachhaltig oder tiergerecht ist (ausgenommen die paar schwarzen Schafe unter den Landwirten).

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  15. von C. Schmidt · 15.

    Politiker wie Ostendorff und Hofreiter haben ihr Recht auf Zusammenarbeit durch ständige unfaire Attacken mit Halbwahrheiten und durch ihre Hau-drauf-Mentalität klar verwirkt. Da wäre bei den Grünen ein echter Personeller und ideologiefreier Neuanfang notwendig bevor sich nicht bio-Landwirte wieder ernsthaft mit ihnen auseinandersetzten wollen. Die Kühe kommen nicht mehr auf die Weide? Wer wird seine Kühe denn in ein paar Jahren noch auf die Weide stellen wollen wenn der Wolf sich weiter ungebremst vermehrt? Sind die Grünen nicht zum großen Teil mitverantwortlich das viele Betriebe und Hofnachfolger unter ständig neuen Auflagen keine Perspektive mehr sehen, oder sich nicht täglich von den Grünen und verschiedenen NGO's in der Öffentlichkeit denunzieren lassen wollen, man muss ja durch die ständige Bauernhetze der genannten Gruppierungen inzwischen schon Angst haben das die eigenen Kinder aufgrund des Berufs ihrer Eltern in der Schule gemobbt werden. Darüber sollte mal diskutiert werden, eine Partei deren Führungsriege ständig solche verbalen Entgleisungen von sich gibt liegt für mich auf dem Niveau von NPD und co.

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  16. von Klaus Goller · 16.
    Kreide

    Die Wölfe wollen Kreide fressen, - aber die Bauern Geisslein habens längst gemerkt. Ich empfehle jedem die Teilnahme an einer internen Parteidisskussion der Grünen im kleinen Kreis zum Thema Landwirtschaft, um die Bauernverhetzer zu entlarven. kleiner 5% ist das Ziel!

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  17. von Willy Toft · 17.
    Die Grünen zeigen auf einmal Verständnis, wo sie doch...

    eher die angeschlagene Landwirtschaft mit "Nachtreten" noch abstrafen möchten. Sie möchten gerne wieder im Dialog mit der Landwirtschaft die Probleme angehen. Doch am "Markt" herrschen Andere, die eben nicht die Forderungen der Grünen in bare Münze umsetzen. Deshalb können sich deren "Forderungen" auch nicht durchsetzen, weil der Erzeuger, durch die ständigen angeordneten Standards, schon nicht belohnt wird. Ideologie ist das Eine, auskömmliche Machbarkeit das Andere!

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  18. von Josef Doll · 18.
    Wir machen teuer

    Das Konzept ging bei der Atomkraft voll auf !! Nur in der Landwirtschaft geht nun mal das Konzept abschaffen nur bedingt auf !! Die Latte die zu überspringen einfach auf Bio - Vorgaben hoch legen zieht auch nicht so richtig !! Nein alles was ihnen zu diesem Thema einfiel ---- teuer machen ---- Nur das das mit teuerer Technik und größer nein besser noch größer besser ist ---- Was natürlich auch Größe auf der anderen Seite voraussetzt . 3000 cbm Gülle an einem Tag fahren können setzt auch eine Großtechnik auf der anderen Seite voraus !! Massentierhaltung ist ein Schlagwort die keine Grenze kennt--- oder sind 250 Kühe konti Massentierhaltung Bio nicht ?? Giga Landwirtschaft die mit 0,1 -- 0,3 Ak je 100 ha auskommt , braucht die auch Struktur die sich dem zwangläufig Unterordnet--- braucht halt nicht die Betriebe die heute da sind. Somit geht der Landwirtschaft über kurz oder lang die Betriebsleiter aus die sich für " Frondienstarbeit " auch wenn es in der Landwirtschaft ist zu schade sind !! Hier sind nicht nur die gemeint die sich in die Rente retten wollen sondern auch die die dem Hamsterrad nicht gewachsen sind . Die Vorboten sind da würden " Die Grünen " bei der Klimaerwärmung sagen ------- Schon heute gibt es in Landwirtschaft Betriebe bei dem 10 % der Betriebe heute schon über 60 % der Produktion liefern !! Das heißt wenn 50 % der Betriebe aufhören macht dies an der Gesamtproduktion nicht(s)/viel aus!! Nur liebe Grünen und auch alle andere die den Markt wollen hat sich die Industrie in der Landwirtschaft durchgesetzt ----- weiss die Indusrielle Landwirtschaft Sie wie man 20 % Gewinn auch im Sinne der Aktionäre durchsetzt wären 50 % wünschenswert(er)------ Ist der Kurs so hoch ist das schon Voraussetzung Addias macht es vor............

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  19. von Werner Kriegl · 19.
    vergifteter Apfel

    Ausgerechnet die Partei, die keine Gelegenheit ausgelassen hat um zu polarisieren! Die Heuchler reichen jetzt den Landwirten "großzügig" die Hand zum Dialog? Ist erstaunlich, was alles passiert wenn die Umfragewerte plötzlich in Richtung 5% wandern... Das Ziel muss sein, daß die Grünen aus den Parlamenten verschwinden - Projekt <5% läuft!

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