Grünen-Studie über die „Vernetzung von Agrarwirtschaft und Agrarpolitik“

Filz Filz: Ebenso solchen im übertragenen Sinne werfen die Grünen dem Bauernverband und der Union vor.
Wie die Agrar- und Ernährungswirtschaft mit der Interessenvertretung in Spitzenverbänden und in der Politik verknüpft ist, soll eine aktuelle Studie der Grünen verdeutlichen. Dipl.-Ing. agr.Veikko Heintz hat dazu eine Netzwerkbetrachtung angefertigt.
 
Die Frankfurter Rundschau schreibt dazu heute, die Studie lege nahe, dass das personelle Geflecht zwischen Bauernverband, Agrarwirtschaft und –politik so dicht ist, dass es nahezu unauflösbar scheint. Vor allem die Funktionäre des Bauernverbandes seinen häufig als Mitglieder der CDU/CSU gut in die Politik vernetzt und mit zahlreichen Politikern im EU-Parlament, dem Bundestag und den Landtagen vertreten, heißt es weiter. Von 20 in den Parlamenten vertretenen DBV-Funktionären seien laut Heintz 16 Mitglieder der CDU/CSU, zwei der FDP und jeweils einer Mitglied der SPD und der Freien Wähler.
 
Als weiterer Schwerpunkt betrachtete die Studie den Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und den Agrarhandel. Auch hier seien acht Funktionäre in den Parlamenten, die der Union angehören, zitiert die Rundschau weiter. Häufig seien die Personen auch in mehreren Funktionen gleichzeitig tätig, u.a. auch in Ausschüssen und Aufsichtsräten, z.B. von Versicherungen, Banken oder Agrarkonzernen. Als Beispiel zählt Heintz die Posten des nordrhein-westfälischen Bauernpräsidenten und CDU-Politiker Franz-Josef Holzenkamp auf.
 
Auf Basis der Studie wiederholen die Grünen nun ihre Forderung nach Einführung eines Lobbyregisters und bessere Transparenzregeln. (ad)

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25 Leserkommentare Kommentieren

  1. von arching · 1.
    Vernetzung

    Eine Vernetzung zwischen Landwirtschaft und Politik und auch Unternehmen ist als solches nicht von vornherein schlecht. Aber: Du kannst nicht zwei Herren Dienen, Gott und den Mammon! Soll heissen: Jeder Aufsichtsrat ist seinem Unternehmen verpflichtet und schon daraus müssen Zielkonflikte erwachsen! Hier wären weniger Posten entschieden mehr! Die Grünen agieren sicher reisserisch, aber sie streuen nur Salz in eine offene Wunde.

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  2. von xf1 · 2.
    Es wird doch niemand die Arroganz besitzen,

    und Leute, die mit BUND und weiteren Ausgeburten Lügenindustrie gegen Bauern auf die Straße gehen, als Bauern zu bezeichnen.

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  3. von Hans-Nagl · 3.
    Die bauer haben es Satt!!

    Doch was steckt dahinter wenn Bauern zur ABL, BDM Wechseln. Diese Bauern sind oder wahren alle Mitglieder in der so tollen Berufsvertretung den Bauernverband. Sind es die Person Rukwid oder Sonnleitner die diesen Unmut auslösten? Gerd Sonnleitner hat sich selbst hinter die Berufskollegen gestellt die Tomaten auf seinen Vorgänger Constantin Freiherr von Herremann geworfen haben. Gerd Sonnleitner hat sich lautstark über die 23 Posten und Positionen von seinen Vorgänger beschwert, jetzt Jahre später hatte er selbst in 21 Posten. Doch die wahren Gründe liegen tiefer, es ist das was der Bauernverband und die Politik aus den einst freien Bauern gemacht haben. Die Bauern haben es satt nur noch von Subventionen und Zuschüssen abhängig zu sein und jedes Jahr neue Brüsler Beschlüsse fürchten zu müssen. Die Bauern haben es satt laufend neue Auflagen und Kontrollen über sich ergehen zu lassen. Die Bauern haben es satt immer die alten Rezepte zu hören Kostensparen und Wachsen (1980= 30 Kühe 1990= 60 Kühe 2000=100 Kühe und so weiter). Die Bauern haben es satt nur durch Verzicht (Zitat: wenn ich keinen Urlaub mache kann ich die Milch noch billiger produzieren) und durch ein zweites oder drittes Standbein das Überleben des Betriebs zu sichern. Der Bauernverband hat nur eines im Sinn die Abtrünnigen in die „Ecke“ zu stellen und als Radikale darzustellen. Der Bauernverband hat die Bauern schon lange entzweit und zwar in gut bezahlte ( Ackerbauer und Großagrarier ) und schlecht entlohnte je Arbeitsstunde ( Grünland und Milchbauern ).Dabei schafft es der Bauernverband seit Jahren nicht mehr die Basis zu mobilisieren. Ein weiteres großes Problem im BV ist das er den Herausforderungen der Konzerngesteuerten Globalisierung konzeptlos gegenüber steht. Diese Globalisierung braucht neue Strategien und Lösungen sonst ist der bäuerliche Familienbetrieb nur noch in den Geschichtsbüchern vorhanden. Mit den alten Rezepten von Subventionen und Wachstum sind diese Herausforderungen nicht zu meistern

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  4. von helmut_ehrlicher · 4.
    Wer die Finger überall drin hat, der kann nicht mehr mit der Faust auf den Tisch hauen

    Anstatt hier jetzt so wild um sich zu schlagen könnte man als treues BV oder CDU Mitglied dazu stehen, dass dieses Netzwerk nur für 5% der Elite-Bauern und die Industrie agiert. Wozu die Aufregung, wenn das mal wieder einer akkurat aufschreibt? Oder wolltet ihr das nicht hören, weil ihr auch nur zu den anderen 95% gehört? Wer jetzt das Gegenteil behauptet sollte mal die Kommentatoren durchzählen und sich einreihen! Der Bauernverband mit seinen abgehobenen Funktionären an der Spitze ist jedenfalls nicht reformierbar, auch wenn hier noch so gejault wird. Das sich andere Verbände gegründet haben ist nur die logische Folge dieser Misswirtschaft bzw. Funktionärsgeklüngel beim DBV, es mußte auch mal wieder jemand wie z.B. der BDM sagen wo der Schuh wirklich drückt. Dass die Grünen und Linken nun ausgerechnet in Sachen Milchpolitik für diese anderen Kräfte zugänglicher sind, ist meines Erachtens lediglich taktisches politisches Kalkül, um die Bauernschaft weiter zu spalten. Hier müssen wir gewaltig aufpassen! Den Startschuß dazu hat aber immer noch der DBV mit seinem Bamberger Beschluß und anderer Vorarbeit schon in der Vergangenheit gelegt. Seit demütig und übt euch lieber in Selbstkritik!

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  5. von klaus1618 · 5.
    Ämterhäufung: Probleme kann man nie mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind (Albert Einstein)

    Es ist sehr befremdlich, dass hier so einige Kommentatoren nicht imstande sind, sachliche, nüchterne Analysen zu einzelnen Diskussionsthemen vorzunehmen. Man ergießt sich derzeit lieber ausschließlich in Hasstiraden, die verleumderischen Charakter annehmen und verschließt sich gänzlich vorliegender Tatsachen. Mit Demokratieverständnis hat das für mich wenig zu tun. In unserer Verfassung ist die Meinungsfreiheit eines jeden Einzelnen garantiert, über die Zensur gar der Gedanken sind wir weit hinaus. Vielleicht sprechen aber nüchterne Tatsachen in Form eines "kleinen" Rechenexampels zwecks Veranschaulichung eine eigene Sprache, der man sich, sachlich betrachtet, nicht verschließen kann: Der Ernte 2012 lag lt. berufsständischer Schätzung u. unserer Agrarpolitik eine eingefahrene Erntemenge von ca. 45 Mio. Tonnen zugrunde bei einem Preisniveau von ca. 250,00 €/t (entspricht dem Getreidepreisniveau Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts!). In diesem Jahr werden voraussichtlich ca. 47 Mio. Tonnen einschließlich Körnermais in der BRD nach berufsständischer Glaskugelschätzung geerntet. Der Verkaufserlös wird sich bei durchschnittlich ca. 180,00 €/t einpendeln. Dies ist gleichbedeutend einem MINDERERLÖS für die Landwirte gegenüber der letztjährigen Ernte von ca. 2,8 Mrd. €!!! (diesjährige Verkaufserlöse liegen 28% unter den Verkaufserlösen Anfang der 80er Jahre!) Wer vereinnahmt für sich die Differenzen? Ein jeder, der vom Getreide- u. Milchverkauf oder sonstigen agrarischen Produkten seinen Lebensunterhalt erwirtschaften u. von seiner Hände Arbeit leben muss, wird solche gedanklichen Verknüpfungen nicht in Frage stellen. All diejenigen, die sich absolut auskömmlich an den Differenzen partizipieren, werden mit ihren Kommentaren auch weiterhin verbal entgleisen u. sich in Verbalinjurien ergießen, gilt es doch die eigenen Pfründe zu verteidigen. Für die ausgelobten Tantiemen und sonstigen Zuwendungen ist man bereit, den gesamten Berufsstand zu verkaufen. Frau Ulrike Detmers, die neue Präsidentin des Verbandes der Deutschen Großbäckereien, verlautbarte am gestrigen Tage in der FAZ, dass trotz guter Weizenernte die Brötchen nicht billiger werden. Gerade unsere in die Landtage u. in den Bundestag gewählten berufsständischen Funktionäre werden eine alternative Wertschöpfung des Bauern für seine Erzeugnisse auch in der Zukunft erfolgreich zu verhindern wissen zwecks Pfründesicherung der Agroindustrie. Das eigene Hemd ist schließlich näher als das Jacket. Es mutete als Hohn u. Spott für die eigenen Berufskollegen an, ließ Herr DBV-Präsident Rukwied ignorant trotz des exorbitanten Preisverfalles während der Ernte im Handelsblatt verlauten: Die Landwirte sind im großen und ganzen zufrieden. Meinte er die Berufskollegen, die von vorstehender Differenz mehr als erklecklich leben können. Dieselben werden den Kollegen im Hamsterrad insgeheim nur ein mitleidiges Lächeln schenken. - MACHT steuert WISSEN!!!

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  6. von solarer · 6.
    Einfach nur noch peinlich

    Einfach nur noch peinlich,wie die Grünen agieren und sich zum angeblichen Anwalt des bäuerlichen Familienbetriebs aufspielen und gegen konventionelle Landwirtschaft und Bauernverband hetzen. Trittin und Konsorten täten gut daran, mal Ihre Klappe zu halten und vor der eigenen Haustür zu kehren,als zahllose Bauernfamilien zu diffamieren und damit auf Stimmenfang bei der städtischen Bevölkerung zu gehen. Leider unterstützen nicht wenige Berufskollegen dieses unsägliche Spiel. Ich hoffe nur, dass die Wähler dieser Partei eine deutliche Abfuhr erteilen.

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  7. von martin61 · 7.
    Gute Kollegen

    Gute Kollegen gehen sicher nicht zu den Grünen oder zu NGOs und sonstigen Spendenmafia, denn diese wiesen wo sie ehrlich behandelt und nicht Angelogen werden. Das man von den Grünen nicht behaupten, denn diese Leute setzten täglich neue Lügen über die Landwirtschaft in die Welt nur um gegen die Landwirtschaft Stimmung zu machen. Da kann ich so machen Schreiberling hier nicht verstehen, oder denken sind diese gar von der Spendenmafia organisiert oder gar als Kinder schon bei Tritt-ihn gewesen.

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  8. von Doris Peitinger · 8.
    Einfach nur lesen...

    Ich kann gut verstehen, dass die Task-Force Truppe des Bauernverbandes so um sich schlägt. Ich rate jedem, diese Studie zu lesen, obwohl sie geraume Zeit in Anspruch nimmt. Und dann als Nachschlagewerk abzuspeichern.

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  9. von Baldus_Z · 9.
    Was hat dies mit EHEC zu tun?

    Vielleicht haben Sie vergessen, das durch EHEC 53 Menschen gestorben sind, ausgelöst durch Bio Sprossen.

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  10. von demmer · 10.

    Es wird höchste Zeit diese Grünen Zeitgenossen(samt Trittin und Co)am Sonntag in die Schranken gewiesen werden.Grüne, sind das keine Lobbyisten.Haben diese Leute eine Heiligenschein?

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  11. von xf1 · 11.
    Ein anderer Bündnispartner - Dem Verfasser des Textes ist hoffentlich Gerechtigkeit wiederfahren

    BUND Sachsen: Güllewirtschaft – ein Privileg zum Töten? EHEC muss als Warnung ernst genommen werden Was der Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Sachsen, Hans-Udo Weiland, schon seit langem befürchtet und in vielen Genehmigungsverfahren immer wieder in die öffentliche Diskussion gebracht hat, ist eingetreten. Lebensgefährdende Bakterien, die mit der Gülle auf landwirtschaftliche Flächen gelangen, sind offensichtlich gegen herkömmliche Antibiotika re-sistent geworden und verursachen schwerste, zum Teil tödlich verlaufende Erkrankungen beim Men-schen. Für Fachleute ist der Mechanismus der Infektion klar. EHEC wird von Tieren in industriellen Massen-tierhaltungen mit dem Kot ausgeschieden und mit der Gülle auf die Äcker ausgebracht. Die Tiere selbst erkranken nicht. Glyphosat wie es in dem in der Landwirtschaft häufig eingesetzten Herbizid Roundup enthalten ist, zerstört die Bodenlebewesen, die damit nicht mehr in der Lage sind, die gefährlichen E-HEC-Bakterien unschädlich zu machen. Die Killerbakterien überleben also in großer Zahl sogar über Frostperioden hinweg und gelangen mit den später angebauten Ackerfrüchten in die menschliche Nah-rungskette. In den Medien behaupten dann Vertreter der konventionellen Landwirtschaft scheinheilig, EHEC habe mit Gülle nichts zu tun, weil Gemüse nicht mit Gülle gedüngt wird. Das ist zwar richtig, gleichzeitig verschweigen sie aber, dass die Gülle bereits vor der Aussaat oder Pflanzung des Gemüses auf die Ackerflächen ausgebracht und in den Boden eingearbeitet wird. Würde die Gülle endlich als Sondermüll, was sie tatsächlich ist, betrachtet und dementsprechend ent-sorgt werden, brauchten nicht erst Menschen zu sterben und Hunderte mit schmerzhaften blutigen Durchfällen in Angst und Schrecken versetzt werden. Gülle muss sofort der verlogene Status als Wirt-schaftsdünger aberkannt werden, der für viele gewissenlose Landwirte Legitimation ist, die Natur zu schädigen, die Umwelt zu verseuchen und jetzt auch noch Menschenleben in ernste Gefahr zu bringen. Verbraucherministerin Aigner muss endlich verhindern, dass aus der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland ein Privileg zum Töten wird. Wenn wir nicht aufhören, Lobbyinteressen in der Landwirt-schaft zu bedienen und nicht endlich die warnenden Stimmen vieler Wissenschaftler ernst nehmen, brauchen wir uns über ein kollabierendes Gesundheitssystem nicht mehr zu wundern. BUND Sachsen e.V. Hans-Udo Weiland Landesvorsitzender Fon: 03423 60 84 24 weiland@bund-sachsen.de

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  12. von Slowfoot · 12.
    gesellschftlich relevantere Gruppen

    Auf Focus -Online: sein Verhalten zum Sponsor von werder Bremen wird mit den aktuellen Vorwürfen verglichen: "Jürgen Trittin ist das prominenteste Gesicht einer großen deutschen Partei. Hühner also waren diesem Aushängeschild ein Rücktritt wert – die Gefühle der Opfer sexuellen Missbrauchs sind es offenbar nicht."

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  13. von xf1 · 13.
    "unerlässliche Frage nach Bündnispartnern"

    Ja, am Besten wie das Agrarbündnis aus unverbesserlichen Bauernbashern, rechtkräftig verurteilten Tierquälern und chronischen Dauerlügnern, insbesondere um die Zeit, als die Veganerpest grasierte, und sogar einzelne Vertreter des selbsternannten Agrarbündnis die Ermittlungen dahingehend behindern wollten, in dem sie forderten, man sollte doch in der "agrarindustriellen Massentierhaltung suchen" (und nicht am schludrigen Biovganhof von nebenan?). Auf solche Bündnispartner können die Bauern gut und gerne verzichten. >>> http://celleheute.de/abl-fordert-ehec-suche-in-agrarindustrieller-tierhaltung/ <<<

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  14. von aheum716 · 14.
    Frechheit!

    Der AbL Sprecher hat dafür gesorgt, dass heute im NRW Landtag die Aufhebung der Bezuschussung bei der Tierkörperbeseitigung möglicherweise beschlossen wird. Außerdem hat die AbL eine manipulierte (Glyphos) Getreideprobe untersuchen lassen. Wenn Niemann was "in der Hose" hätte und nicht nur einen großen Mund, würde er was zu den Diffamierungen der Grünen sagen.

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  15. von meyenburg33 · 15.
    Ähm

    Wieso nicht auch eine Netzwerkanalyse der anderen "großen" Bauernvertretung Abl? Und sollen nur unbequeme Zeitgenossen ohne grüngespülte Meinung ins Lobbyregister? Und nur weil die ganzen NGOs (angeblich) ohne finanzielle Interessen agieren, sind ihre Ideologien hinzunehmen, frei nach dem Motto wer nicht mit uns ist gegen uns?

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  16. von eniemann · 16.
    Bündnis mit der Agrarindustrie oder mit den Bürgern?

    Eine zentrale Frage landwirtschaftlicher Berufs- und Interessenvertretung ist die - angesichts von nur noch 3% Landwirten in der Gesellschaft - unerlässliche Frage nach Bündnispartnern. Auch die Bauernverbands-Spitze hat dies richtig erkannt, sich aber für ein bauerninteressen-schädliches "Wertschöpfungsketten"-Bündnis mit Agrarchemie, Zuchtkonzernen, Agrarindustrie, Molkerei-, Schlacht- und Landhandelskonzernen ("Raiffeisen"-Zentralgenossenschaften) entschieden, vielleicht auch wegen der gut vergüteten Posten in diesen Strukturen. Dies geht zu Lasten der Akzeptanz und auch der Erzeugerpreise. Andere Berufsvertreungen wie die AbL schmieden das viel perspektivreichere Bündnis mit gesellschaftlich viel relevanteren Verbänden aus Umwelt- und Tierschutz oder Eine-Welt-Gruppen und bringen dort - auch mit Konflikten - erfolgreich die Interessen von Bauern ein. Allerdings meist ohne Posten in diesen Verbänden und zumeist auch ohne Postenvergütungen. Eine parteipolitische Unabhängigkeit sollte für Bauernverband und alle anderen Interessenvertretungen eine Selbstverständlichkeit sein bzw. bleiben, ebenso eine deutliche Kritik an Fehlentwicklungen in allen Parteien einschließlich der Grünen. Schade nur, dass sich die Aktivitäten und Blickpunkte mancher Kommentatoren auf dieser Internetseite auf Tiraden gegen Grüne beschränken und obige Kritikpunkte am Bauernverband völlig ausblenden. Die Anliegen und die Meinung der allermeisten Bauern gibt diese ideologie-verbissene Engsicht nicht wieder.

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  17. von jobelego · 17.
    Es gibt nichts Sinnvolleres und Erstrebenswerteres

    als Landwirte im Aufsichtsrat und Vorstand von Genossenschaften und AGs, deren Mitglieder und Geschäftspartner hauptsächlich Landwirte sind.

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  18. von revoluzzer · 18.

    Eine Vernetzung zwischen Berufsvertretung und Politik ist normal, da schließlich jeder vernünftige Mensch auch versucht politisch sein Leben mitzugestalten. Die Schweinerei ist das lukrative Postensammeln im vor- und nachgelagerten Bereich. Dazu zählen auch Posten in genossenschaftlichen Organisationen. Hier werden wir Bauern verkauft! Das ist Verrat!

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  19. von jobelego · 19.
    Ich verstehe die Aufregung nicht

    Angefangen von Ostendorff über sämtliche grünen Landwirtschaftsminister sind doch die gleichen Verflechtungen zur AbL, zu diversen NGOs und zu sämtlichen Bioverbänden auch bei den Grünen vorhanden. Das Ganze scheint mir ein wildes um-sich-schlagen und Dreckwerfen im Angesicht eines peinlichen zu erwartenden Wahlergebnisses zu sein.

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  20. von Hardthof · 20.
    Ist doch nix neues.

    Weshalb braucht man hierfür eine Studie. Diese Verbände können demnach auch ohne Beitragszahlende Bauern Ihre Lobbyistenarbeit erledigen.

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  21. von altmann · 21.
    Die Günen und Tierschutz

    Sind die Grünen mit kriminellen Tierschutzorganisationen vernetzt ??

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  22. von rockefeller1932 · 22.

    Da stellt sich doch die Frage wie die Grünen mit Nabu BUND und co vernetzt sind.

    Das meinen unsere Leser:
  23. von altmann · 23.
    Die Grünen und Tierschutz

    Sind die Grünen auch mit kriminellen Tierschutzorganisationen vernetzt ? ?

    Das meinen unsere Leser:
  24. von Weitzel · 24.
    Vernetzung

    wenn es den Bauern so viel helfen würde wie der indusdrie, dann könnte man damit leben.

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  25. von nw62 · 25.
    ???

    Ist doch auch nicht schlimm...die Grünen versuchen auch überall und mit nicht immer schönen Methoden ihre Ziele durch zu boxen. Die schrecken selbst vor Lügen nicht zurück. Da ist ein bisschen Lobbyarbeit nicht schlimm.

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