Hauk will medizinische Versorgung auf dem Land stärken

Hausarzt Hauk hofft, dass die Patientenkarte.Online die Abläufe im Gesundheitswesen vereinfachen und beschleunigen wird.
Bild: Archiv

Mit dem Modellprojekt „PatientDigital“ will Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk die medizinische Versorgung außerhalb der großen Städte verbessern und damit den ländlichen Raum stärken. „Ich freue mich, dass ich zusammen mit dem Gesundheitsnetz Süd ein vielversprechendes Modellvorhaben auf den Weg bringen kann, das mit Hilfe der Digitalisierung dazu beitragen kann, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum in Zukunft effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten“, erklärte Hauk bei der Übergabe des Förderbescheids in Stuttgart.

Für das gemeinsame Projekt mit der ärztlichen Berufsvertretung „Gesundheitsnetz Süd“ wurden für eine Laufzeit von Mitte 2017 bis Mitte 2019 Gesamtkosten von 300 000 Euro kalkuliert, von denen das Ministerium die Hälfte fördern wird. Kernstück ist dabei ein Online-Gesundheitskonto, das mit einer digitalen Patientenkarte gekoppelt wird.

Mit dieser bereits fertig entwickelten Karte soll der Patient Gesundheitsinformationen jeglicher Art - beispielsweise Behandlungspläne, Laborbefunde, Röntgenbilder, Überweisungen oder Rezepte - in digitaler Form erhalten, die er dann weiterbehandelnden Ärzten, dem Krankenhaus, oder der Apotheke zur Verfügung stellen kann. „Ich hoffe, dass die Patientenkarte.Online die Abläufe im Gesundheitswesen vereinfachen und beschleunigen wird und sowohl für die Patienten und die behandelnden Ärzte als auch für die sonstigen Akteure des Gesundheitswesens im ländlichen Raum ein spürbarer Mehrwert geschaffen wird“, so Hauk.

Er bekräftigte, dass für die Erhaltung der Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums die Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgung für die Bevölkerung notwendig sei und dabei innovative Lösungen gefunden werden müssten. Dazu gehöre auch, dass Bund, Länder und Kommunen in Kooperation mit der ärztlichen Selbstverwaltung konsequent daran arbeiten müssten, das Medizinstudium, die Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt auch die medizinischen Infrastrukturen vor Ort an die Bedürfnisse der künftigen Mediziner anzupassen.

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