Hendricks: "Größter Gefährder der Biotope ist die Landwirtschaft"

Barbara Hendricks Barbara Hendricks
Bild: Michael Gottschalk/photothek.net

Zu den größten Gefährdern der Biotoptypen in Deutschland gehört laut der neuen Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die intensiv betriebene Landwirtschaft. Für knapp zwei Drittel der 863 in Deutschland vorkommenden Biotoptypen besteht demnach eine angespannte Gefährdungslage. 

Besonders dramatisch soll die Entwicklung beim Offenland, vor allem den Wiesen und Weiden, sein. Positive Entwicklungen gebe es dagegen bei Küsten-Biotopen sowie an vielen Flüssen und Bächen, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen.

"Diese Rote Liste ist ein Alarmsignal. Der Zustand von Wiesen und Weiden wird immer schlechter. Das liegt vor allem an der Intensivierung der Landwirtschaft. Wir dürfen beim Naturschutz nicht nachlassen. Mit der Naturschutz-Offensive 2020 haben wir schon viel erreicht. Jetzt kommt es darauf an, dass auch die Agrarpolitik endlich ihre Verantwortung für den Naturschutz wahrnimmt", so die SPD-Politikerin.

Und BfN-Präsidentin Beate Jessel ergänzte: "Besonders schlecht ist es um das Grünland bestellt. Hier gibt uns zu denken, dass mittlerweile nicht mehr nur die extensiv genutzten Biotoptypen betroffen sind, sondern auch Lebensräume mittlerer Nutzung wie die artenreichen Mähwiesen in die höchste Gefährdungskategorie fallen. Die Folgen dieser Entwicklung spiegeln sich auch im dramatischen Rückgang von Lebewesen der Agrarlandschaft wieder, beispielsweise bei den Feldvögeln wie Feldlerche, Braunkehlchen oder Kiebitz und auch bei den Insekten."

Rote Liste

Rote Liste

Rote Liste der Biotoptypen: www.bfn.de/23433.html

Eine Kurzfassung der Roten Liste: www.bmub.bund.de/N54229/

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11 Leserkommentare Kommentieren

  1. von · 1.
    Hendriks!

    Der größte Gefährder der Landwirtschaft ist die SPD Politikerin Frau Dr. Hendriks. "Die SPD ist großer Mist, solang die Hendriks bei Ihr ist!"

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  2. von Maria Haas · 2.
    Hendriks

    Die größte Gefahr für denn Naturschutz ist Frau Hendriks Wo ist der DBV, würden sich Frau Henriks so Naturschützer äußern, währe Sie schon lange weggemoppt, oder man hätte Sie ins rechte Lager gerückt.

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  3. von Erwin Schmidbauer · 3.
    Wo findet man im...

    Wohngebiet, auf der Straße, im Industriegebiet oder im kurzgeschorenen Rasen ein Biotop? Sind das keine Gefahren für die Biotope?

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  4. von Alexander Audrit · 4.
    Nein Frau Hendricks...

    ...Sie und ihre offensichtlich Bauernhetze, sowie der Bevormundungswahn der aktuellen GAP, die immer größeren Forderungen nach sog. Ausgleichsflächen, häufig auf besten Nutzflächen (die im übrigen oft Niemand wirklich braucht). Der stetige Landfraß und die immer schlechter werdende Einkommenssituation, sowie die Verteuerung der Nutzfläche durch die steigende Nachfrage von Großkonzerne und Investoren treibt die Landwirtschaft in die Situation auch die letzten Quadratmeter möglichst optimal zu nutzen. Das ist das Problem! Die derzeitige Politik ist auf dem besten Weg die Landwirtschaft in Deutschland völlig zu zerstören, auch unsere Biokolegen werden dies über kurz oder lang verstehen. Wie finanzieren sich den z.B. die NGO's hier? Kaufen mit Spendengeldern den Landwirten die Nutzfläche weg und kassieren selbst die Agrarsubventionen und so dreht sich der Kreis immer weiter. Leider merken die Verbraucher das nicht weil es ja für die angeblich gute Sache ist. Für wie dumm halten Sie uns eigentlich? Ich bedauere die Verbraucher die in Zukunft nurnoch Tofu aus Brasilianischem Gensoja essen dürfen weil Sie mit Ihrer Politik die bewiesen nachhaltigste Landwirtschaft der Welt zerstört haben. Das dafür dann der Regenwald abgeholzt wird ist ja egal, dann gibts ja hier wieder genug Biotope! Letztlich geht es nur um eins, die Handelsbilanzen müssen wieder stimmen und was will der Industriestaat Deutschland importieren außer Agrargüter? Weiter so Deutschland! Aber spätestens wenn die landwirtschaftlichen Fläche in der Hand der Nahrungsmittelindustrie und Großkonzerne ist zahlen auch Sie den Preis, den Sie dann nicht mehr selbst bestimmten!

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  5. von Ernst Dippel · 5.

    Die größte Gefährdung der Landwirtschaft ist.......... die Bauernhasserin Frau Hendricks........

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  6. von Matthias Fink · 6.

    Hallo Ich betreibe auf meinem Eigentum Landwirtschaft! Ich schreibe der Tante doch auch nicht vor wie sie ihr Haus streichen soll!!

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  7. von Armin Brenner-Schmid · 7.
    Und was ist mit Bauplätzen und riesigen Industriearealen??

    Sobald die Industrie was großes Bauen will, ist jedes Biotop plötzlich egal!! In Baden-Württemberg gibt es sogar ein Industriegebiet wo man plötzlich ein Landschaftschutzgebiet auflösen konnte!! Achwie!!

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  8. von Erwin Koch · 8.
    Hendriks for ever

    Wenn es am 24.9.so läuft wie es sich viele Landwirte wünschen das Merkel weiterhin Bundeskanzlerin bleibt. Sie aber nur "GroKo" kann. Dann wird sie sich bei den Landwirten als Wähler so bedanken das uns Bauern die Hendriks als oberste Bauernhasserin der Merkel Regierung und als Chefin des Umweltministeriums (auf ewig) erhalten bleibt. Der "Kanzler" bestimmt die Richtlinien der Politik und damit auch Art und Umfang der Hetze gegen die Landwirtschaft!

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  9. von Otto Müller · 9.
    863 verschiedene Biotoptypen!

    Wir brauchen dringend mehr landwirtschaftliche Nutzfläche, um die neue Düngeverordnung einzuhalten. Das wollen die Umweltschützer so. 100 verschiedene Biotoptypen reichen aus. Wir wollen doch nicht so sein! Der Rest wird genutzt.

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  10. von Gerd Kempken · 10.

    Hoffentlich können diese beiden Frauen sich nach der Bundestagswahl eine neue Spielwiese suchen und halten sich aus Sachen raus von denen sie auch nicht ansatzweise nur die geringste Ahnung haben Für diese Themen reichen schon die selbsternannten Fachleute ohne sachkundigen Hintergrund von Nabu Bund und Co

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  11. von Wilhelm Gebken · 11.
    Nun, wenn es denn so ist, dass die Landwirtschaft eine Gefahr für Wiesen und Weiden darstellt,

    warum wird denn der Landwirtschaft nicht verboten, diese Flächen zu nutzen? Ganz einfach: Weil diese Flächen dann sofort wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren würden. Sie würden wieder zu Wald werden. Damit dürfte auch das Dilemma deutlich werden, dass diese tollen Umweltschützer natürlich kennen, aber das sie dem unwissenden Städter so gerne verschweigen: Diese Wiesen und Weiden sind durch die ursprüngliche, Raubbau am Boden betreibende Landwirtschaft der vergangenen 3000 Jahre entstanden. Erhalten kann man sie nur, wenn weiterhin Raubbau am Boden betrieben wird. Wenn diese Gesellschaft das will, ok; aber die scheinheiligen Vertreter aus Politik und NGO sollen bitteschön die Wahrheit sagen und endlich aufhören, rechtschaffende Landwirte zu verunglimpfen und zu beleidigen.

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