Hensel: "Die Möhre aus der Spüle ist gefährlicher als Glyphosat-Rückstände"

Die Argumentation der Kritiker, Verbraucher wollten keine Chemie essen, kann der Fachmann indes nicht nachvollziehen. Wer in Chemie aufgepasst habe, wüsste, dass eigentlich alles auf der Welt, sogar der Körper, ausschließlich aus Chemie besteht. Als Beispiel schockt Hensel seine Zuhörer gerne mit dem in der Lebensmittelbranche eingesetzten Dihydrogenmonoxid, bis er am Ende auflöst, dass das eine wissenschaftliche Bezeichnung für Wasser ist.

Die Angst der Deutschen vor Chemie begründet Hensel mit der Angst vor Kontrollverlust. Zudem gebe es gerade in Deutschland viele Nichtregierungsorganisationen, die die Angst vor Chemie gezielt verstärken.

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15 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Paul Maier · 1.
    Was spricht eigentlich dafür

    die Aussagen von Dr. Hensel anzuzweifeln, ihn sogar für einen Lobbyisten der Chemieindustrie zu halten und dagegen die Horrormeldungen von NGOs über Glyphosat bedenkenlos für die Wahrheit zu halten. Die Motivation auf Seiten der NGO´s ist doch klar erkennbar das Bestreben viel Geld zu sammeln und politische Entscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen und da sind sie schon sehr weit vorangekommen. Dazu bedarf es übrigens längst nicht mehr der Hilfe aus den Reihen der Landwirte auch wenn es unter ihnen manche gibt, die das immer noch für nötig halten. Der umstrittene Wirkstoff Glyphosat wird als Phosphonat bezeichnet und eben solche seien auch in sämtlichen Reinigungsmitteln enthalten und wenn Rückstände gefunden werden, z.B. in Bier, dann könnte es auch andere Eintragsquellen ausserhalb der Landwirtschaft geben an deren Aufdeckung wie auch beim Nitrat im Wasser niemand gelegen ist. Zum Schluss dieses Kommentars noch ein kurzer Vers von mir: Der g´schundene Bauer, der fragt sich doch heut´, wie g´sundheitsbewusst so leben die Leut`. Sie rauchen und saufen und mancher gar kifft und suchen ausschließlich im Essen das Gift.

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Das Leben ist grundsätzlich - Lebensgefährlich!!

    Das sollte keiner vergessen. Sobald man den kleinen Zeh aus dem Bett rausstreckt wird es gefährlich. Mann/Frau könnte ja dabei stürzen. Aber jetzt Schluss mit der Ironie. Das BfR, bzw. Herr Hensel, hat mit diesem Interview es eigentlich sehr schön auf den Punkt gebracht. Man muss immer abwägen was gefährlicher ist. Und wie es Paracelsus schon sagte: jedes Ding ist Gift, allein die Dosis machts (siehe Schlaftabletten, Alkohol, Zigaretten). Nur die Grünen und entsprechende NGO's versuchen durch hysterische Panikmache ihre Interessen durchzusetzen und zu verfolgen. Dabei wird fleißig aus einer Maus ein Elefant gemacht und der Elefant geflissentlich verniedlicht, bzw. gänzlich verschwiegen. Glyphosat ist da eben ein schönes Beispiel. Mit Glyphosat kann man wunderbar Minimalbodenbearbeitung betreiben, dadurch bodenschonend arbeiten und auch noch Treibstoff (Diesel) einsparen. Das bay. Landesamt für Landwirtschaft hat es 2015 in einem Artikel zu Glyphosat im Sortenheft des Erzeugerringes für pflanzliche Qualitätsprodukte schön geschrieben. Durch den Einsatz von 5.330 Tonnen Glyphosat in DE wurden über 200.000 Tonnen Diesel eingespart. Jeder dem ich dieses Beispiel nenne schweigt dann ziemlich ratlos, bzw. betroffen. Besonders wenn man die jetzige Diskussion betrachtet wegen der Stickoxide und Fahrverbote für Diesel in der Stadt ist das ganze komplett zur Farce. In der Stadt wollen sie den Diesel aufgrund seiner "Gefährlichkeit" raushaben, aber auf dem Land sollen wir uns durch vermehrten ineffektivem Einsatz im "Biolandbau" vergiften. Ineffektiv deshalb, weil halber Ertrag im Biolandbau gleich doppelter Produktionsmitteleinsatz (Diesel) ist. Ergo - Umweltvergiftung schlechthin. Wenn Bio ehrlich sein soll, dann bitte nur noch mit Handarbeit. Bestensfalls noch mit Pferd. Dass ein Realitätsverlust bei den "Grünen" vorherrscht sieht man doch auch am Bier-Glyphosat-Skandal oder Urin, Muttermilch, Kinderkleidung. Wie kommt Glyphosat ins Bier? Meine Antwort: höchstwahrscheinlich durchs Spülmittel der Flaschen in der Brauerei. Heutzutage hat man in jedem Spül- und Waschmittel das einigermaßen sauber wäscht (Biospülmittel sind damit ausgeschlossen) Phosphonate. Früher war es Phosphat, aber da das ja "Böse" ist (Phosphat im Wasser), nimmt man heutzutage Phosphonat her. Ist nämlich nicht so wasserlöslich. Dumm ist nur, das Glyphosat auch ein Phosphonat ist, versehen mit der Aminosäure Glycin. Dieses Glycin ist in jedem Organismus drin, ja sogar essentiell. Nimmt man dann noch den richtigen Test her findet man bestimmt AMPA, das Abbauprodukt von Glyphosat und man kann lauthals losschreien "Glyphosat im Bier, im Urin, in der Wäsche, in der Muttermilch". Zumindest beim Urin kann man hier dieses Muster erkennen. Der BUND hat in seinem Bericht "Glyphosat im Urin" (https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/glyphosat-im-urin/) auf eine Studie verwiesen, die Glyphosat hätte beweisen sollen. In dieser Studie des medizinischen Labors Bremen (in Englisch)(https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/umweltgifte/glyphosat_urin_analyse.pdf) kamen sie aber zu dem Ergebnis, dass es auch Tenside sein könnten die diese Rückstände ergeben. Macht aber nichts, der BUND schreit trotzdem (wer liest schon eine Studie, noch dazu in Englisch bis zum Ende). Diese Studie ist somit eigentlich das gleiche Ergebnis wie die Antwort vom 27.09.2011 (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/071/1707168.pdf) der Bundesregierung auf die "kleine" Anfrage der Grünen zu Glyphosat. Tenor: auf das Vorhanden sein besonders des Abbauproduktes AMPA kann nicht unbedingt auf Glyphosat geschlossen werden. Unter Umständen sind es Phosphonate die heutzutage in großen Mengen auch anderweitig angewendet werden. Und hier kommt das perfide Verhalten der Grünen und entsprechender NGO's zutage. Hier wird künstlich eine Angst geschürt, die nüchtern betrachtet völlig daneben ist. Beim Bier kommt es auch zum tragen. Wie war das nochmal? Um den täglichen ADI-Wert von Glyphosat zu erreichen müsste ich 1.000 ltr. Bier trinken! Bei dieser Menge hat jeder normale Mensch doch schon 100mal eine Alkoholvergiftung. Bei dieser Menge bin ich doch schon mit normalem Wasser ertrunken. Also, wie perfide ist diese Argumentation der Grünen und ihrer Helfershelfer. Mögen sie meinetwegen tagtäglich 1000 Tote sterben, so sollten sie zumindest ihr Umfeld damit nicht belasten. Wie geschehen bei der Muttermilch, als Mütter zu stillen aufhörten. Vor diesem Hintergrund ist dieses Interview mit Herrn Hensel Gold wert, um mal wieder einiges ein bißchen ins Lot zu rücken. Eigentlich ist nur schade das es so spät kommt, bzw. so selten, denn es kann an und für sich nicht oft genug wiederholt werden.

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  3. von Doris Peitinger · 3.
    Und Kalifornien warnt aktuell vor Glyphosat....

    Herr Hensel versucht zu verharmlosen, während gerade aktuell das ach so fortschrittliche Kalifornien vor Glyphosat warnt! Und deren Erfahrungswerte sind vermutlich höher als bei uns! Dass Herr Hensel und Teile des BfR der Agroindustie hörig sind, ist doch ein offenes Geheimnis! Die Bauern sollten hier auf keinen Fall den Fehler begehen, sich auch noch vor diesen Karren spannen zu lassen. Nebenbei ist es mehr als lächerlich, wenn diese angeblich wissenschaftliche Fakten auf den Eigenstudien der Hersteller basieren. PCB läßt grüßen, nur wurde das System inzwischen noch wesentlich verbessert!-----Und nur noch ganz nebenbei sollte sich der obige Herr mal mit der Sauberkeit seiner Spüle beschäftigen. Ein derartiger Unsinn darf doch nicht wahr sein !!!

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  4. von Paul Siewecke · 4.
    Wie kommt Glyphosat ins Bier..

    das war weiter unten eine Frage. Über die Braugerste nicht, dort ist der Wirkstoff verboten. Dito bei Hopfen und Wasser.... Bleiben nur illegale Möglichkeiten: die wahrscheinlichste dabei ist: der Brauerei oder dem Getreidehändler geht die Braugerste aus und er verschneidet mit Futtergerste bei der eine Sikkation durchgeführt wurde. Möglichkeit 2 wäre die verbotene Sikkation der Braugerste. Oder irgendein "Schlauberger" hat den Lagerplatz entsprechend "behandelt", das Wasser der Brauerei ist entsprechend belastet, der Hopfen hat über Abdrift was abgekriegt, etc... Fakt ist nun mal, dass PSM (welches auch immer), erst recht nicht die jeweils nicht zugelassenen, auch in geringsten Mengen nichts in Lebensmitteln zu suchen haben. Und wenn Herr Hensel noch so sehr abwiegelt und verharmlost.

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  5. von Rita Kienberger · 5.
    Warum wird nicht aufgeklärt?

    Ich wußte z.B. nicht,dass Fleischesser vermehrt Blei anreichern, was bei Kindern neurotoxisch wirkt. Schwermetalle bei Brotkonsum ist mir auch neu! Da darf man sich über die vielen kranken Kinder nicht wundern,die unsere besten Lebensmitteln aller Zeiten essen!

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  6. von Hans Nagl · 6.
    Warum lassen sich !

    Warum lässt sich die Landwirtschaft immer als Verteidiger der Agrarchemie misbrauchen. Die Hersteller halten sich vornehm zurück. Stellen wir uns doch Mal hin und fordern z.Beispiel ein Verbot der Sikkation mit Glyphosat. Das würde den Berufsstand mit Sicherheit nicht schaden.

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  7. von H. Bogen · 7.
    @Hans Nagel

    Es gibt keine harmlose Chemie, die Menge macht das Gift, deswegen heißt das Institut ja auch Risikobewertung und nicht Risikoverhinderung, den Suppe ohne Salz schmeckt ziemlich fade.

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  8. von Bernhard ten Veen · 8.
    ich glaube...

    dieser Herr ist ein eindeutiger Fall für den Anti Korruptionsausschuss sowie für die Staatsanwaltschaft. Eindeutige Lobbyisten geschriebene Argumentation, unterwandert von den Global agierenden Agrochemie Konzernen.

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  9. von Otto Klapfenberger · 9.
    Hans Nagl & Wilhelm Bee

    Wollen wir in D Chemikalien auf Basis staatlich wissenschaftlicher Bewertungen zulassen oder nicht? Die meisten davon haben Auswirkungen auf unsere Umwelt oder dem Menschen. Auch in der Medizin werden die Produkte auf Basis eines ähnlichen Zulassungssystems wie das bei PSM zugelassen. Und auch hier werden jede Menge Rückstände von verschiedenen Präparaten in der Umwelt gefunden. Darüber redet aber niemand mehr.

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  10. von Jens Haman · 10.

    Sehr schöner Beitrag! Sachlich und einfach werden wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt.

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  11. von Wilhelm Bee · 11.
    Mir war das

    Argumentationsniveau des BfR schon immer suspekt. Wer will denn solche Leute noch ernst nehmen?

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  12. von Gerd Kempken · 12.

    Top Beitrag Aber die Ngos und alle anderen penetranten Spendensammler werden weiterhin Lügen verbreiten weil sich schlechte Nachrichten einfach besser verkaufen lassen. Am besten diesen Leuten die Grundlage entziehen,die Gemeinnützigkeit aberkennen,dann gibt es auch keine Spenden mehr und sie müssten mal mit ehrlicher Arbeit ihren Unterhalt verdienen.

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  13. von Hans Nagl · 13.
    So ein Käse.

    Contagan DDT u. s.w. alles harmlose Chemie ? Mit so einer Argumentation können sie niemand überzeugen. Noch eine Frage wie kommt Glyphosat ins Bier .

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  14. von Hans-Heinrich Meyer · 14.
    Dankee

    Schöner Beitrag, Verlinken!!!!

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  15. von Gerd Schuette · 15.
    Danke für die Fakten

    Mit der "German angst" lassen sich aber so leicht Spendengelder und Stimmen im Wahlkampf generieren...

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