Hitzschlag eines Erntehelfers: Landwirt gegen Zahlung von 8000 Euro freigesprochen

ernte Dem Landwirt wurde vorgeworfen, den Erntehelfer zu sehr schwerer Arbeit angetrieben zu haben. Sie hätten 800 bis 900 jeweils 20 Kilogramm schwere Heuballen auf einem Anhänger stapeln müssen. Es habe keine Pausen und getränke gegeben.
Bild: Archivbild ohne Bezug zum Fall

In Freiburg ist das Strafverfahren gegen einen Landwirt gegen Geldauflagen eingestellt worden, auf dessen Feld im Sommer 2014 ein rumänischer Saisonarbeiter gestorben war. Der 32 Jahre alte Mann, der zuvor laut Staatsanwalt über gesundheitliche Probleme geklagt hatte, erlitt einen Hitzschlag und starb.

Den Richtern zufolge konnte eine Schuld des 48 Jahre alten Betriebsleiters nicht festgestellt werden. Die Beweisaufnahme habe kein klares Bild der Ereignisse erbracht. Dennoch muss der Landwirt, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagt war, 8000 Euro zahlen. 6000 Euro davon gingen an die Witwe des Erntehelfers, der Rest gehe zur Begleichung der Gerichtskosten an die Staatskasse.

Mit der Einstellung des Verfahrens erklärte sich der Landwirt einverstanden. Er gilt dann weiter als nicht vorbestraft. "An den Vorwürfen ist nichts dran", hatte er vor Gericht gesagt. Er habe die Erntehelfer korrekt behandelt. Die gesundheitlichen Probleme des Mannes seien ihm nicht klar gewesen, dieser habe kein Deutsch gesprochen. Zudem hätten seine Helfer stets Zugang zu Getränken gehabt und hätten Pausen machen können. Am Tod des Saisonarbeiters trage er keine Schuld.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    "Richterliche Freiheit"

    treibt oftmals seltsame Blüten. Da werden manchmal trotz massiver Hinweise Menschen ohne Auflagen "Im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen und manchmal wird das Verfahren mit Geldauflage eingestellt, obwohl es nur ganz vage Verdachtsmomente gibt. Staatsanwaltschaften arbeiten auch nicht anders!

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  2. von Andreas Demann · 2.

    Euro für Freispruch. Wenn ich ein schlechtes Gewissen hätte ja aber sonst würde ich bis Karlsruhe gehen.

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  3. von Jan Peter · 3.

    So ein Grünlinker sozialistischer Unrechtstaat. Nur den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Es gibt normal nur zwei Möglichkeiten. Entweder schuldig dann Knast oder unschuldig wie in dem Fall, dann Freispruch ohne 8000 €.

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  4. von Hans Merk · 4.
    Typisch deutsche Justiz

    Wer hat dem werde genommen. Egal ob schuldig oder nicht. Wer nix hat darf mit Steinen auf Polizisten schmeißen und bekommt dank seines schwierigen Umfeldes alle Hilfe von Justiz und Staat und obendrein das Verständnis der linksgrünen Gutmenschen aus allen Schichten dieses dummen Volkes.

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