IG-Milch: Ein Jahr nach Quotenende ist das Desaster perfekt!

Die IG Milch hat zu neuen Protesten aufgerufen
Bild: www.ig-milch.at/

Der alternative Milchbauernverband IG Milch aus Österreich will heute mit Traktoren von Salzburg über Ober-und Niederösterreich nach Wien fahren, um auf die prekäre Lage der Milchbauern aufmerksam zu machen. Aus Sicht der IG Milch war die Abschaffung der Milchquote ein großer Fehler, nun müsse man etliche Aussagen korrigieren.

„Vor dem Haus der EU werden wir mit Milchpulver arbeiten. Das Bild ist: Der von uns vorhergesagte Milchsee ist tatsächlich entstanden und zu Milchpulver getrocknet. Damit wird jetzt „Exportpolitik“ betrieben, mit zum Teil dramatischen Folgen auf Preise und entlegene Märkte“, sagte IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil am Dienstag.

Zweite Station ist anschließend der Sitz großer Raiffeisen Organisationen und des Verbandes der österreichischen Milchverarbeiter. Hier wollen die Bauern einen Milchsee aufbauen, um zu zeigen: „Ihr seid wesentlich mitverantwortlich durch eure Aussagen und eure Weichenstellungen, die Wachstum und Intensivierung fördern.“

Laut Grünzweil ist zudem die Bevorzugung großer Betriebe wesentlich mitverantwortlich für die entstandenen Überschüsse. Da sich die Politik durch Abschaffung der Milchquote aus der Mengensteuerung zurückgezogen habe, liege es nun an den Verarbeitungsbetrieben durch verbindliche Vereinbarungen mit den Milchbauern die Milchmenge zu reduzieren.

Da 95 % der österreichischen Milchmenge in Genossenschaften organisiert sind und diese im Verband österreichischer Milchverarbeiter unter dem Dach von Raiffeisen organisiert sind, liegt nach Ansicht der Kritiker hier der Schlüssel für eine notwendige Korrektur.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Eike Bruns · 1.
    Richtig Willy

    eben das wird ja auch gefordert - vom BDM/EMB

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  2. von Bernd Lohse · 2.
    Q Willy Toft

    Nein, das Jammern findet so langsam ein Ende - Bauern steben still !

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  3. von Willy Toft · 3.
    Die Quote...

    hätte uns jetzt auch nicht mehr genützt. Wir müssen Mechanismen haben, die bei Überangebot sofort die Menge senkt, sonst werden wir ewig weiterjammern.

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  4. von Dieter Müller · 4.
    Vielleicht sollte top agrar nochmal die Berichte vom 01.04.2015 veröffentlichen,

    in denen etliche Milcherzeuger/innen die Sektkorken haben knallen lasssen, wegen der großen Freiheit nun den Markt mit Milch zuschütten zu können.

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