Kitz ausgemäht: PETA erstattet Anzeige gegen Landwirt

Bei Mäharbeiten sind auf einer Wiese in Kulmbach drei Rehkitze getötet worden. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sieht PETA in dem Fall einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und das Naturschutzgesetz. In einer Mitteilung der Organisation heißt es, dass der zuständige Jagdpächter nicht darüber informiert wurde, dass das Gelände gemäht werden muss. Er konnte somit nicht überprüfen, ob sich in dem hohen Gras Jungtiere befanden.

Wer als Landwirt keine ausreichenden Schutzmaßnahmen vor und während der Mahd treffe, nehme den Tod der Tiere ganz offensichtlich in Kauf, sagt Tierschützerin Vanessa Reithinger. Landwirte seien deshalb dazu verpflichtet, den zuständigen Jäger über eine bevorstehende Mahd zu informieren. Das bestätige ein rechtskräftiges Urteil des Amtsgerichts Biedenkopf aus dem Jahr 2010. Trotz der gesetzlichen Regelungen, die sich aus Tierschutz- und Naturschutzgesetz ergeben, werden laut PETA in Deutschland jährlich rund 100.000 Rehe durch Mähmaschinenarbeiten schwer verletzt oder getötet.

"Die Gleichgültigkeit der Landwirte ist erschreckend: Es ist allgemein bekannt, dass Tierkinder, die nicht schnell genug fliehen können, von den scharfen Klingen der Mähmaschine aufgeschlitzt, verstümmelt oder regelrecht zerhackt werden", so Reithinger.

Im konkreten Fäll hätte der Landwirt den Tod der Tiere durch Vorsichtsmaßnahmen vor oder während der Mahd verhindern können. Zudem habe er die schwer verletzten Rehkitze auf dem Feld zurückgelassen, ohne Hilfe zu holen.

Lesen Sie mehr

6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von ramsdorf · 1.
    Der vorherige Kommentar

    ist ja wohl untere Schublade! Wenn man so etwas vermeiden kann , sollte man es auch tun. Den Jägern zeitig bescheid geben verletzt keinen seine Ehre! Und totes Wild im Futter ist risikoreich wegen Botulismus.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von hirschfarm · 2.

    Das sagt uns das der Wildbestand einfach viel zu hoch ist und massiv dezimiert gehört.

    Das meinen unsere Leser:
  3. von bananenbaer · 3.
    Jeden Autofahrer anzeigen...

    ... der einen Wildunfall hat wegen vorsätzlichen Anfahrens von Wildtieren. Jeden Katzenhalter anzeigen der seine Mieze freilaufen lässt wegen vorsätzlichen Vogelmordes. Jeden Baumarktleiter anzeigen der Mausefallen im Angebot hat wegen vorsätzlichem ... u.s.w. Fliegenfallen verbieten! Bricht jetzt die fünfte Jahreszeit bereits im Juni an?!

    Das meinen unsere Leser:
  4. von westfront · 4.
    Ist tot doch nicht gleich tot?

    Ob Mähwerk oder Wolf,für das Rehkitz ist es so oder so blöd gelaufen ,nur für Peta nicht.Wenn diese heuchlerische Organisation sich wirklich für den Tierschutz einsetzen will soll sie dafür sorgen daß nicht so viele Schafe und Kälber von den Wölfen gerissen werden,und deren Verwandten, die Hunde nicht ins Tierfutter (Gras)scheißen ,was die Rauhfutterfresser zum leben brauchen. Mithelfen zu verhindern das keine Fremdkörper in den Pansen kommen ,weil faule Mitmenschen einfach ihre Getränkedosen ,Glasflaschen,Tennisbälle,Frisbeescheiben oder Müll in die Gegend schmeißen ist denen wohl zu viel Arbeit ,kostet Geld und man wird noch dabei angemault. Nö, nö das ist ja unbequem,auf Bauern eindreschen ist risikoloser und man erhält viel mehr Zustimmung. Außerdem ist es eine Frechheit den Bauern unterstellen zu wollen denen wäre es egal wenn ein Geschöpf Gottes ungewollt zu Tode kommt. Eines kann ich den Petaleuten versichern es gibt mehr Bauern die Mitgefühl für Tiere haben als Peta-Pharisäer die noch nicht mal Mitgefühl für Menschen haben.

    Das meinen unsere Leser:
  5. von user10 · 5.
    Bei 100.000 getöteten Kitzen

    sollte man sich schon Gedanken machen. Meine betroffenen Jagdpächter haben eine Karte mit meinen Grünlandflächen. Ich rufe sie ein paar Tage vor dem potentiellen Mähtermin an. Wenn es denn regnet, kann ich auch nichts dafür. Ich teile dann den neuen Termin mit.

    Das meinen unsere Leser:
  6. von lürade · 6.
    Das ist nicht immer zu vermeiden, Fallwild auf den Staßen auch nicht, leider !

    Die Entscheidung zur Mahd muß schnell getroffen werden, warten auf den Jäger kann zu spät sein. Peta ,geh`nach Afrika, da gibt es richtige Probleme.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren