Klöckner will deutschen Agrarexport ausbauen

Julia Klöckner und DRV Spitze Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner umringt von der DRV-Spitze aus Hauptgeschäftsführer Henning Ehlers und Präsident Franz-Josef Holzenkamp.
Bild: DRV

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will das Exportförderprogramm des Agrarministeriums weiterführen. Die Förderung des Agrarexportes hält sie für ein „unverändert wichtiges Ziel“. Das stößt beim Deutschen Raiffeisenverband (DRV) auf Wohlwollen.

Ein Bekenntnis zum Agrarexport hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) abgelegt. "Geeignete Rahmenbedingungen für den Export zu schaffen ist ein unverändert wichtiges Ziel und zentraler Bestandteil der Arbeit meines Hauses", sagte Klöckner bei einem Antrittsbesuch beim Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) kürzlich in Berlin. Dazu gehöre neben dem Abbau von ungerechtfertigten Handelshemmnissen auch das Exportförderprogramm des Bundeslandwirtschaftsministeriums, so Klöckner weiter.

Wichtig ist der Ministerin die Entwicklung des ländlichen Raumes, für dessen Förderung das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unverändert die Kompetenz habe, betonte sie beim DRV. Zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 erwartet Klöckner schwierige Verhandlungen. "Ich werde in Brüssel bei der Reform der GAP die deutsche Position verteidigen und mich im Rahmen der schwierigen Beratungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen für ein stabiles Agrarbudget einsetzen", sagte sie.

DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp lobte anlässlich des Besuchs von Klöckner die bereits begonnene "gute Zusammenarbeit" seines Verbandes mit der neuen Ministerin. Als eine der ersten Amtshandlungen hatte Klöckner am Wochenende nach ihrer Ernennung Mitte März mit Holzenkamp die Übernahme von Milchmengen des insolventen Berliner Milchhändlers BMG durch die genossenschaftlichen Molkereien, die im Deutschen Raiffeisenverband organisiert sind, vereinbart.

Holzenkamp bot Klöckner weiterhin eine enge Zusammenarbeit an: "Wir werden Sie stets gern unterstützen und stehen für konstruktive Diskussionen zur Verfügung", sagte er. Angesichts des Zieles, Land- und Agrarwirtschaft auf die veränderten Verbrauchererwartungen besser auszurichten, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und der Land- und Agrarwirtschaft unabdingbar, sagte Holzenkamp, der mit seiner Parteikollegin Klöckner bereits als Bundestagsabgeordneter zusammengearbeitet hatte.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Heinrich Esser · 1.

    Wenn Sie den Agrarexport fördern will, schadet Sie den Landwirten, vor allem den kleineren Betrieben. Denn dann wird Preisdruck durch den Weltmarkt noch mehr ansteigen. Besser wäre es, eine höhere Diversifizierung der Betriebe zu fördern.

    Das meinen unsere Leser:
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