Klöckner verspricht mehr Personal für die Exportförderung

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Donnerstagmorgen beim Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.
Bild: BVE

Ein deutliches Signal für den Export von Agrarprodukten und Lebensmitteln aus Deutschland hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute gesetzt. Für die Exportförderung will sie in ihrem Ministerium mehr Personal einstellen.

„Ich unterstütze ausdrücklich eine exportorientierte Land- und Ernährungswirtschaft“ sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstagmorgen beim Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Berlin. Die Sichtweise, dass man exportiert, weil man selbst zu viel produziert, halte sie für falsch. „Zu exportieren ist eine wunderbare Chance, sich miteinander auszutauschen“, sagte sie. Wer im weltweiten Handel engagiert sei, beschäftige sich nicht nur mit sich selbst, sagte sie. Aus ihrer Sicht sei freier und fairer Handel damit auch eine Grundlage für Frieden. In Deutschland selbst sichere der Export von Agrar- und Ernährungsgütern auch Arbeitsplätze im Ländlichen Raum, so Klöckner.

Mit Blick auf die Handelskrise mit den USA appellierte Klöckner an die Wirtschaft, weiter mit den US-Amerikanern auf Fachebene in Kontakt zu bleiben. Europa müsse zusammenstehen und den Kontakt mit „verlässlichen Handelspartnern“ intensivieren. Gegenüber Strafzöllen müsse Europa jedoch auch „deutliche Antworten“ geben, so Klöckner weiter.

In ihrem Bemühen, dass Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) nach ihren Vorstellungen umzubauen, spiele die Exportförderung eine Rolle, verriet Klöckner. „Wir werden Personal im Export aufstocken“, versprach sie. Außerdem werde das BMEL künftig verstärkt Unternehmensreisen zur Exportförderung anbieten.

Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Thomas Bareiß sprach auf dem Außenwirtschaftstag in seinem Haus von einem derzeitigen enormen Umbruch in den internationalen Beziehungen. Auf Mit Blick auf die USA, China, Russland, Iran und in der EU auf den Brexit bleibe es gerade wichtig, im Gespräch zu bleiben. Die deutsche Außenwirtschaft floriere wie nie, so Bareiß weiter. Im Export von Agrar- und Ernährungsgütern habe es seit 2000 kontinuierlich ein Wachstum gegeben, so dass Deutschland mittlerweile weltweit die Nummer 3 im Nahrungsmittelexport ist. „Wir müssen dafür kämpfen, auf dem Niveau zu bleiben“, sagte Bareiß. Denn die Wirtschaft stehe vor unsichereren Zeiten als bisher.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Was meine drei Vorredner vergessen haben...

    Wenn man stattdessen das Personal einstellen würde, um die Wertschöpfung der Landwirtschaft im Inland zu erhöhen, würde das wohl auch kein Schaden für die Betriebe sein.

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  2. von Steffen Hinrichs · 2.
    Export kostet Existenzen

    Millionen. to Futter importieren und tierische Produkte zu Dumpingpreisen exportieren ! Dann doch auch die "Scheiße" gleich mitexportieren um der Nährstoffbilanz nachzukommen und uns die Nachhaltigkeit nicht abzuerkennen !

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  3. von Christian Bothe · 3.

    Eine Ungleichung H.Esser.!Was Sie brauchen sind große Betriebe mit großen Partien und entsprechende Qualitätsklassen am Haken,um gute Preise zu erzielen(habe 12 Jahre 10000 MS gemanagt+ Export).Das heißt aber nicht,das kleinere Betriebe über EZGs nicht auch Exportqualitäten hinbekommen.Wir sollten die Gunst der Stunde nutzen,was Zolldiskussionen etc.betrifft.

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  4. von Heinrich Esser · 4.
    Die Gleichung ist ganz einfach:

    Mehr Export = weniger Betriebe. Ich meine mich zu erinnern, dass Frau Klöckner genau das verhindern wollte.

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