Kritiker will Hendricks statt Schmidt für Eröffnung der BioFach

Heinz-Dieter Gasper Gründer und Geschäftsführer ist Heinz-Dieter Gasper.
Bild: www.heuschrecke.com

Eigentlich ist es jährlich Aufgabe des Landwirtschaftsministers, die Nürnberger Messe Biofach zu eröffnen. Mit einer Twitter-Kampagne will die Heuschrecke Naturkost GmbH jetzt allerdings erreichen, dass anstelle von Christian Schmidt (CSU) Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) den Startschuss zur weltgrößten Biomesse gibt. Grund sei die Befürchtung, „dass ein Besuch von Christian Schmidt oder eines CSU-Nachfolgers auf einer der Veranstaltungen zum Eklat führen könnte“, teilt das Unternehmen laut dem Portal biomarkt.info mit.
 
Die besondere Brisanz bei einem Auftreten von Schmidt, der 2017 in der EU-Kommission für eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat gestimmt hatte, sieht Heuschrecke neben dem Umwelt- und Gesundheitsaspekt von Glyphosat vor allem in einem Problem, das alle BioFach-Aussteller betreffe: „die neu abgesegnete, ungebremste ubiquitäre Spritzerei, die für eine rasant wachsende Zahl von Deklassifizierungen von Bioware verantwortlich ist.“

Barbara Hendricks "Sie soll es machen", meinen viele Agrarkritiker. Barbara Hendricks beim Rundgang über die Grüne Woche. Foto: Messe Berlin

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Grimm · 1.
    Top agrar wird willig

    und kriecht. Mit Weicheiern werden wir verlieren, etwas kerniger meine Damen und Herren. Schade.

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  2. von Harald Finzel · 2.

    Ball flach halten. Die Resonanz auf diese Werbeaktion eines kleinen Bio-Tee- und Gewürzhändlers, dessen Potfolio vermutlich zu >90% aus dem Ausland kommt, ist gleich Null. Womöglich ist eine Sicherung durchgeknallt, nachdem der Laden im Oktober sein Orientgewürz wegen Salmonellenkontamination zurückrufen musste.

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  3. von Jörg Meyer · 3.
    Bio hat es schwer und kämpft!

    Wenn man wirklich so eine Zukunftsbranche ist wie von seiten der Bioverbände mit Ihren Frontmännern Herrn Plagge und dem Prinz zu Löwenstein, dann sollte man es doch eigentlich gelassener angehen, vor allem wenn sich jwemand wie Herr Minister Schmidt ordnungsgemäß nach wissenwcftlichen und offiziellen Erkenntnissen verhält. Oder aber man sieht am Horizont seine Felle weg schwimmen und reagiert unüberlegt.

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  4. von Gerhard Steffek · 4.
    hoffähige Inkompetenz?

    (...) Der Firmenname ist eine Verhöhnung aller Landwirte die in bestem Wissen und Gewissen und allem in ihrer Macht stehende tun, um ausreichend und gesunde Lebensmittel auf den Tisch zu bringen, wenn wie in diesem Fall ausgerechnet die geballte und personifizierte Inkompetenz in Sachen Landwirtschaft zu dieser Messe eingeladen wird. Sicherlich wäre sie da in "bester Gesellschaft". "Weltenretter unter sich". Zugleich zeigt es aber auch die Arroganz und Ignoranz der Veranstalter auf. Maßen sich diese doch anscheinend an, die alleinig glückseligmachende Form von Landwirtschaft zu betreiben. Womit sie im Großen und Ganzen auch wiederum ausgerechnet jene verhöhnen denen sie mit ihrer Bewirtschaftungsform zu Wohlstand verhelfen wollen. Den Hungernden in Afrika und Asien. Ausgerechnet jenen, die in aller Regel noch nach "guter alter Väter Sitte" biologisch arbeiten. Welche Ironie! Aber vielleicht meint Herr Heinz-Dieter Gasper wir sollen nach Biorichtlinien arbeiten und selber hungern, damit die Menschen in Afrika sich nicht so hungrig vorkommen und nicht neidisch nach Europa oder Amerika schauen müssen. So nach dem Motto "geteiltes Leid ist halbes Leid". Es ist ja erstaunlich das diese (...) immer ein paar Dumme finden die ihnen Nachlaufen. Aber zum Glück sind dies die wenigsten. So sind solche Episoden dann doch nur so etwas wie die Dorne einer Rose. Dazu gibt es das schöne arabische Sprichwort:"Ärgere dich nicht darüber, daß der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich darüber, daß der Dornenstrauch Rosen trägt". Und zum Glück gibt es auch schon dornenlose Rosen. Vielleicht kommen wir in Punkto Landwirtschaft auch mal dahin. Zu Zeiten der Mangelwirtschaft (also der "präkonventionellen" Zeit, der Zeit der reinen Biolandwirtschaft) waren wir ja schon mal da.

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